Unternehmensführung (Fach) / Finanzierung (Lektion)

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Klassische Fragne zum Handelsfachwirt

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  • Welches Ziel hat ein Betrieb? Was wird für dieses Ziel benötigt? Wirtschaftsbetriebe haben das primäre Ziel Gewinn zu erwirtschaften. Dafür braucht es die Produktionsfaktoren Arbiet, Betriebsmittel, Werkstoffe und -waren, Rechte. Diese Faktoren werden durch den dispositiven Faktor "Unternehmensführung" zusammengeführt.
  • Welchen Zahlungs-Zuflüssen und Abflüssen steht kein Leistungsstrom entgegen? Zuflüsse: Kapitaleinlage, Subventionen Abflüsse: Kapitalentnahmen, Zahlung von Steuern, Zahlung von Zinsen
  • Worum kümmert sich die Finanzwirtschaft? Planung, Steuerung und Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens.
  • Welche Fragen stellen sich im Zusammenhang mit der Finanzierung? - Wie groß ist der Kapitalbedarf? - Welche Finanzierungsarten (-möglichkeiten) bieten sich an an? - Wie sieht die optimale (kostengünstigste) Finanzierung aus?
  • Was ist die Investition? Investition ist die Verwendung des beschafften Kapitals. Dabei stellen sich folgende Fragen: - Was muss beschafft werden? - Wie kann es optimal beschafft werden? (kostengünstig) - Wie lange ist die Kapitalbindung?
  • Was sind objektbezogene Investitionen? Objektbezogene Investitionen sind - Sachinvestitionen (z. B. Waren) - Finanzinvestitionen (z. B. Aktien) - Immaterielle Investitionen (z. B. Patente, Schutzrechte)
  • Was sind wirkungsbezogene Investitionen? - Nettoinvestitionen (z. B. zur Gründung des Unternehmens) - Reinvestitionen/Ersatzinvestitionen (z. B. Rationalisierungsinvestitionen, zur Veränderung) - Sicherungsinvestitionen (z. B. Forschung, Entwicklung -> um im Wettbewerb bestehen zu können) Wirkungsbezogen bedeutet, dass die Investition eine Wirkung nach sich zieht, die teils langfristig wirkt.
  • Wie lässt sich Kapital unterscheiden? Kapital lässt sich in konkretes und abstraktes Kapital einteilen (Aktiva und Passiva).
  • Welche Funktionen hat die Finanzwirtschaft? - Finanzierung - Investition - Zahlungsverkehr Dazu zählen Planung, Steuerung und Kontrolle der Zahlungsströme.
  • Was ist das finanzwirtschaftliche "magische Viereck"? Welche Zielkonflikte ergeben sich daraus? Rentabiltität, Liquidität, Sicherheit, Unabhängigkeit Rentabilität <-> Liquidität Rentabiltiät <-> Sicherheit Als Grundsatz gilt: kurzfristige Sicherung der Liquidität, langfristige Sicherung der Rentabilität.
  • Wie lässt sich die Finanzplanung zeitlich gliedern? - strategische Planung (langfristig): meist mehr als 5 Jahre, wird in der obersten Führungsebene getroffen und gibt die Richtung vor (z. b. Erschließung neuer Märkte) - operative Plaung (mittelfristig): ca. 1-5 Jahre, ist ausgerichtet an den strategischen Zielen - taktische Planung (kurzfristig): bis 1 Jahr, sie ist die Ausführungsplanung und ist an der operativen Planung ausgerichtet, wird meist von der untersten Führungsebene entschieden
  • Was ist die Finanzdisposition (Cash-Management)? Überwacht und Steuert die liquiden Mittel (Bargeld/Guthaben, nicht ausgenutzte Kreditmöglichkeiten, kurfristige monetisierbare Mittel (z. b. Wertpapiere). Dabei gibt die Finanzplanung den Rahmen und die Höhe des Dispositionsbestandes vor, die Finanzdisposition ist für die Beschaffung von Kapital (günstig) und die Anlage von Überschüssen zuständig (gewinnmaximierend)
  • Was ist die Vermögenslage? Untersucht das Verhältnis Anlage- zu Umlaufvermögen. Dieses sollte im laufenden Geschäftsbetrieb 30/70 % bei gemieteten Objekten und 70/30 % bei Eigentum betragen.
  • Welche Auswirkungen hat eine hohe Anlageintensität? - Hohe Kapitalbindung - Eingeschränkte Flexibiliät - u. U. hohe Zinsbelastung - Hohe Abschreibungen - zu gerine Rentabilität
  • Was wird bei der Kaptalstruktur angeschaut? Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital. Die Eigenkapitalquote ist der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Die Fremkapitalquote ist der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme. Dabei sollte das Eigenkaptial 50 % an der Bilanzsumme ausmachen. In der Realtiät gilt eher eine 1:2 Regal, das heißt ca. 30-35 % Eigenkapital, Rest Fremdkapital.
  • Was sind häufige Finanzierungsfehler? - Wenig Eigenkapital - Hohe Kosten bei geringem Umsatz - Unzureichendes Rechnungswesen - Keine Sicherheiten
  • Was ist die goldene Finanzierungsregel? Langfristig gebundenes Vermögen/langfristiges Kapital < 1 Langfristig gebundenes Vermögen soll langfristig durch EK und langfristiges FK finanziert sein.
  • Was sind die Liquiditätsgrade? Die Liquiditätsgrade geben an, wie schnell ein Unternehmen mit Hilfe seiner liquiden Mittel seine kurzfristigen Verbindlichkeiten begleichen kann. Liquidität = Flüssigkeit
  • Welche Liquiditätsgrade gibt es? Liquidität 1. Grades = Liquide Mittelx100% / kurzfristige Verbindlichkeiten > 25 %, d. h. die liquiden Mittel (sofort zur Verfügung stehenden) sollten 25 % der Verbindlichkeiten nicht unterschritten Liquidität 2. Grades = (Liquide Mittel+kurzfr. Ford.)x100% / kurzfristige Verbindlichkeiten > 100 %, d. h. das Unternehmen muss mithilfe seiner Forderungen+Barbestände seine Verbindlichkeiten begleichen können Liquidität 3. Grades = Umlaufvermögen x 100% > 200%, d. h. das Vermögen, welches vom Unternehmen über kürzere Zeit zu Geld machen könnte sollte mind. doppelt so hoch sein wie die Verbindlichkeiten. siehe hierzu Net working captial
  • Was ist das sog. "Net working capital" Das "Net working capital" gibt Auskunft darüber, ob das Unternehmen gewinnbringend wirtschaftet, d. h. ob zum Schluss etwas übrig bleibt. Daher gilt: Umlaufvermögen - kurzfristige Verbindlichkeiten = >0
  • Wie berechnet sich die Eigenkapitalrentabiltität? Gewinn x 100 / Eigenkapital
  • Wie berechnet sich die Gesamtkapitalrentabiltiät? (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) x 100 / (Eigenkapital + Fremdkapital)
  • Wie berechnet sich die Umsatzrentabilität? Gewinn x 100 / Umsatz
  • Wie wird die Fristigkeit von Finanzierungen geregelt? Unbefristet kurzfristig (bis 1 Jahr) z. B. Kontokorrentkredit mittelfristig (1 bis 5 Jahre) z. B. Fuhrparkfinanzierung langfristig (mehr als 5 Jahre) z. B. Anlagevermögen mit Nutzungsdauer mehr als 5 Jahre
  • Wie kann die Mittelherkunft unterschieden werden? Außenfinanzierung: Finanzierung aus externen Quellen, aber: kann auch Eigenfinanzierung (Kapitaleinlage) oder Fremdfinanzierung sein. Innenfinanzierung: wenn das Unternehmen in einer Periode liquide Mittel hat, welchen kein Aufwand entgegensteht.
  • Was ist Fremdfinanzierung? Zuführung von Geld- oder Sachkaptial durch Aussenstehende ohne Mitwirkungsrecht auf festgelegte Zeit mit festgelegtem Zins (evtl. gegen Sicherheit).
  • Was ist kurzfristige, mittelfristige und langfristige Kreditfinanzierung? kurzfristig: Kontokorrent & Lieferantenkredit mittelfristig: Kundenanzahlungen (z. B. bei Sonderanfertigungen), Avalkredite (Bürgschaftskredite) und Ratenkredite mit einer Laufzeit bis 5 Jahre. langfristig: Darlehen mit mehr als 5 Jahren Laufzeit: Festdarlehen: Rückzahlung auf einmal mit zwischenzeitlichen Zinszahlungen Abzahlungsdarlehen: Tilgung in festen Raten bei sinkenden Zinszahlungen Annuitätsdarlehen: jährliche Zahlung eines festen Betrages bei steigender Tilgung und sinkenden Zinsen.
  • Was ist ein Hypothekarkredit? (Hypothek/Grundschuld) Ein Hypothekarkredit ist ein Kredit, welcher durch z. B. ein Grundstück gesichert ist. Dabei wird das Objekt im Grundbuch belastet. Der Unterschied zwischen einer Hypothek und einer Grundschuld ist der, dass die Hypothek immer abhängig von der Forderung ist, bei der Grundschuld bleibt immer die gesamte Grundschuld bestehen.
  • Was ist Factoring? Worin liegt der Unterschied zwischen echtem und unechten Factoring? Beim Factoring werden die ausstehenden Forderungen von einem Dritten übernommen d. h. dieser kümmert sich um das Eintreiben der offenen Forderungen. Echtes Factoring bedeutet, dass der Factorer die Forderungen kauft und entsprechend das Risiko trägt. Unechtes Factoring bedeutet, dass der Factorer versucht die offenen Forderungen durchzusetzen, das Ausfallrisiko bleibt aber weiterhin beim Unternehmer.
  • Was ist offenes Factoring, was ist halboffenes bzw. stilles Factoring? Beim offenen Factoring zahl der Kunde an den Factor, beim halboffenen Factoring wählt der Kunde, ob er an den Unternehmer oder Factor zahlt Beim stillen Factoring unterbleibt der Hinweis auf die Veräußerung der Forderung.
  • Was ist Leasing? Beim Leasing entsteht ein miet- oder pachtähnliches Verhältnis. Unterschieden wird zwischen direktem und indirektem Leasing. Vorteil ist, dass beim Leasing niedrige Abschreibungen anfallen, auch Reparaturkosten etc. fallen i. d. R. keine an.
  • Wie wird der Cash-Flow berechnet? Cash-Flow = Rohgewinn - Kosten ohne AfA -/+ Veränderung der Rückstellungen - Privatentnahmen
  • Wie wird die cash flow-Rate berechnet? Cashflow x 100 / Gesamtleistung
  • Was ist der dynamische Entschuldungsgrad? Gibt an, wie lange es dauert bis ein Unternehmen seine Schulden getilgt hat. Berechnung: (Fremdkapital - Flüssige Mittel)/Cash Flow
  • Was ist der Cash Flow? Der Cashflow beschreibt den Überschuss an Zahlungsmitteln, den ein Unternehmen durch seine Tätigkeiten innerhalb eines bestimmten Zeitraums erwirtschaften konnte. Der Cashflow bleibt, wenn man die Ausgaben von den Einnahmen eines Betriebes abzieht und gibt somit an, inwiefern sich das Unternehmen selbst finanzieren kann.