Vegetationstechnik (Fach) / Ingenieursbiologie 1 (Lektion)

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Einführung und Wasserbau

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  • Technische Funktionen der Ingenieursbiologie Schutz der Bodenoberfläche vor Wind-, Niederschlags-, Frost- und Fließwassererosion Schutz vor Steinschlag Ausschaltung oder Bindung schädlicher mechanischer Kräfte Verringerung der Fließgeschwindigkeit an Ufern Oberflächige und/oder tiefgründige Bodenbindung und Bodenbefestigung Entwässerung Windschutz Förderung der Ablagerung von Schnee, Triebsand und Geschiebe Erhöhung der Bodenrauigkeit und dadurch Verhinderung von Lawinenabgänge
  • Ökologische funktion der Ingenieursbilogie Verbesserung des Wasserhaushalts durch höhere Interzeption, Wasserspeicherfähigkeit des Bodens und Wasserverbrauch durch die Pflanzen Bodenentwässerung Windschutz Immissionsschutz Mechanische Bodenaufschließung durch die PflanzenwurzelnAusgleich der Temperaturverhältnisse in der bodennahen Luftschicht und im Boden Beschattung Verbesserung des Nährstoffgehaltes im Boden und dadurch Steigerung der Bodenfruchtbarkeit auf bisherigen Rohböden Ausgleich der Schneeablagerung Lärmschutz Ertragssteigerung in benachbarten Kulture
  • Gestalterische Funktionen der Ingenieursbilogie Ausheilen von Wunden, die der Landschaft durch Katastrophen oder durch den Menschen zugefügt wurden (Ausbeutung von Bodenschätzen, Bauarbeiten, Deponie von Abraum, Stollenausbruchmaterial, industriellem und häuslichem Abfall) Eingliederung von Bauwerken in die Landschaft Sichtschutz bei störenden Bauwerken Bereicherung des Landschaftsbildes durch Schaffung von Akzenten und neuen Strukturen, Formen und Farben der Vegetation
  • Ökonomische Wirkungen der Ingenieursbilogie Einsparung von Baukosten gegenüber Hartbauweisen (wenn teurer, dann meist in den Lebenszykluskosten günstiger) Einsparung bei den Unterhaltskosten und Sanierungen Schaffung nutzbarer Grünflächen und Gehölzbestände auf bisherigem Ödland
  • Mäander Abfolge von Flussschlingen, die sich in Abschnitten mit geringem Sohlgefälle und gleichzeitig transportiertem Geschiebe (Sand, Kies, Steine) bilden
  • Nutzen von Bauweisen aus Stein und Holz Ufersicherung bei hoher Fließgeschwindigkeit Sohlenbeeinflussung des Gewässers (Sicherung gegen Tiefenerosion) Einleitung von Uferdynamik Akuter Schutz bei Hochwässern und Uferabbrüchen Verbesserung der Gewässerqualität Auswahl
  • nicht lebende Bauweisen Steinmatte schnelle sichere Methode der Abdeckung erosionsgefährdeter Uferbereiche zur Kolkverfüllung und Sohlsicherung vorgefertigte Kunstoffnetzmatten mit Stienfüllung dicke 15-30 cm ganzjähriger Einbau schweres GErät notwendig
  • nicht lebende Bauweise Steinwalze ähnlich der Steinmatte nur kleiner dimensioniert vorallem zur Böschungsfußsicherung ∅ 20-40 cm ganzjähriger Einbau
  • nicht lebenden Bauweisen Steinbuhnen bewegliche Steinsätze zum Ufer hin ansteigend und breiter werdend sie lenken den stromstrich, bilden Kolke und stillwasserbereiche gebaut au Flussbausteinen Deckschicht aus feinerem Material deklinant ( mit der Fließrichtung ) inklinant   ( gegen die Fließrichtung )
  • nicht lebende Bauweisen Raubaum schneller Schutz gegen Seitenerosion bei Hochwasser, Uferabbrüchen Nadelbaum wird so befestigt, dass der Baumwimpfel parallel zum Ufer zum liegen kommt der stamm zeigt dabei flus abwärts ganzjährig
  • kombinierte Bauweisen Palisaden Sohlfixierung und Sedimentation in schmalen Bächen angespitze Pfähle in Boden, mit draht oder weidenruten fixieren mit querbaum eingebuden mit ausschlagfähigen Material November - März
  • kombinierte Bauweisen Bepflanzte Steinschüttung zwischen Wasserbausteinen werden ausschlagfähige Äste gesteckt Fugen mit Feinmaterial verüllen November- März
  • kombinierte Bauweisen bepflanzte Steinwalzen Steinwalzen, die mit ausschlagfähigen Ästen,Rhizomen gefüllt sind November- März
  • kombinierte Bauweisen Lahnung Wellenbrecher an Seen, Küsten Landgewinnung im Küstenbreich Pfähe zweireihig einrammen,quer eine Fashiene einlegen, darüber Weidenäste packen November- März  bei Wassertiefstand
  • lebende Bauweisen Setzstangen Setzstangen 1/3 in Boden eingraben oder schlagen zur Sicherung von abbruchgefährdeter Ufer gerade vegetativ vermehrbare Gehölze 1-3 m lang November- März nicht bei Frost
  • lebende Bauweise Uferfaschine Böschungsfuß Sicherugn Faschine aus ausschlagfähigen Material zur Hälfte in einen Graben legen Holzpflöcke zur fixierung
  • lebende Bauweisen Röhrichwalze wie Uferfaschine jedoch vorbepflanzt mit eingewurzelter Vegetations kontinuierliche Wasserversorgnung wichtig