VWL (Fach) / Produktionsfaktoren (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 26 Karteikarten

Produktionsfaktoren Arbeit, Boden, Kapital

Diese Lektion wurde von simpuejoy erstellt.

Lektion lernen

  • Wie werden Güter produziert? Durch die planmäßige Kombination der Produktionsfaktoren  Arbeit, Boden und Kapital.
  • Produktionsfaktor Arbeit def. Ist ein primärer Produktionsfaktor Ist jede auf ein wirtschaftliches Ziel gerichtete geistige oder körperliche, menschliche Tätigkeit.  Träger des Produktionsfaktors Arbeit ist der Mensch. Dient der Bedarfsdeckung- Produktion von Sachgütern und Dienstleistungen
  • Unterscheidung des Produktionsfaktor Arbeit nach Ablauf: - planende  und kombinierende Arbeit (dispositive) - anweisende Arbeit ( administrative ) - ausführende Arbeit ( exekutive )
  • Unterscheidung des Produktionsfaktor Arbeit nach Grad der Qualifikation: - gelernte Arbeit - angelernte Arbeit - ungelernte Arbeit
  • Was ist für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bzw. einer Volkswirtschaft von größter Bedeutung? Menge (Quantität ) und Güte (Qualität ) des Produktionsfaktor Arbeit = Das vorhanden Sein von genügend gut ausgebildeten Menschen  
  • Produktionsfaktor Boden def. Ist ein primärer Produktionsfaktor Ist die Bezeichnung aller, für wirtschaftliche Zwecke, nutzbaren Güter der Natur. Wird für die Bedarfsdeckung in verschiedener Weise genutzt.
  • Wie kann der Produktionsfaktor Boden in der Wirtschaft genutzt werden? Nach welchen Faktoren unterscheidet man? Er umfasst die genutzte Bodenfläche und die Bodenschätze. Er dient zum Anbau (Landwirtschaft), Abbau (Bergbau) und als Standort (für Unternehmen, Straßen, u.a.).  - Anbau - Abbau - Standort
  • Produktionsfaktor Boden def. Anbau Land- und Forstwirtschaft klimatische/geografische Festlegung nachwachsende Ressourcen
  • Produktionsfaktor Boden def. Abbau Bergbau, Ölquellen, Kiesgruben, Torfgruben klimatische/geografische Festlegung  nicht nachwachsende Ressourcen
  • Produktionsfaktor Boden def. Standort Boden als Standort ist die räumliche Grundlage für die Produktion von Gütern freie Wahl des Standortes                                                                                 Unternehmer wählen nach den Faktoren aus, von denen das Unternehmen am meisten abhängig ist und somit im besonderen Maße die Wirtschaftlichkeit beeinflussen. Die richtige Wahl des Standortes orientiert sich an: - Lohn - Arbeit - Absatz - Verkehr - Energie - Rohstoff Meist orientiert sich die Standortwahl an mehreren Faktoren.
  • Produktionsfaktor Kapital def. Es umfasst das gesamte Sachkapital (Realkapital) und Geldkapital. Das Realkapital entspricht der Summe aus Anlagen, Maschinen und Gebäuden, die der Produktion der Güter dienen.  o  Zweck der Kapitalbildung ist die Verbesserung der Produktionsmöglichkeiten.  o  Voraussetzung ist Sparen bzw. Konsumverzicht.  o  Die Kapitalverwendung nennt man Investition. Wird unterteilt in Geldkapital und SachkapitalVolkswirtschaftlich rechnet zum Kapital aber nur Sachkapital. Bevor in einem Unternehmen Sachkapital entstehen kann, sind jedoch finanzielle Mittel erforderlich. Diese bezeichnet man als Geldkapital.
  • Geldkapital def. Finanzierung, Investierung Beispiele:  - Sparguthaben - Kassenbestand - Darlehen - Kredite Geldkapital wird unterschieden in Eigen- und Fremdkapital. Eigenkapital = eigenes Sparen= Gewinn ins Unternehmen führen, unternehmerisches Sparen Fremdkapital = Banken = durch das Sparen von privaten Haushalten
  • Sachkapital def. Realkapital                                                                                                 Der abgeleitete Produktionsfaktor Sachkapital besteht aus produzierten Gütern, die als Produktionsmittel für weitere Produktionen eingesetzt werden. Wird in der Volkswirtschaftslehre von Kapital gesprochen, handelt es sich immer um Sachkapital. Maschinen (mobil ) Werkzeuge Fahrzeuge Gebäude (immobil ) Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe Da Sachkapital gleichzusetzen ist mit Produktionsgütern werden diese auch in Gebrauchs- und Verbrauchsgüter unterschieden.    
  • In wie weit unterscheidet sich der Produktionsfaktor Sachkapital von Arbeit und Boden? Der abgeleitete Produktionsfaktor Kapital/ Sachkapital besteht aus produzierten Gütern, welche für weitere Produktionen eingesetzt werden. Somit unterscheiden sich die Kapitalgüter von den primären Produktionsfaktoren Arbeit und Boden dadurch, dass sie selber als Produkte aus dem Wirtschaftsprozess hervorgegangen sind. 
  • Mit welchem Begriff ist Kapital gleichzusetzen? Produktionsgüter
  • Mit welchem Begriff ist Kapital gleichzusetzen? Produktionsgüter Somit auch die Unterscheidung in Gebrauchs- und Verbrauchsgüter
  • Was ist für Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft, neben dem Faktor Arbeit, noch von größter Bedeutung? Die Leistungsfähigkeit einer Industriegesellschaft wird- neben Qualität und Quantität des Faktors Arbeit- wesentlich bestimmt durch: Quantität des Produktionsfaktors Kapital= Anzahl der Gebäude, Maschinen, Werkzeuge, Transportmittel, Verkehrswege usw. Qualität des Produktionsfaktors Kapital= technischer Stand, Grad der Abnutzung und Zustand der Betriebsfähigkeit= somit genügend gute Maschinen
  • Ertrag def. Ertrag ist die Produktionsmenge = Output = mengenmäßige Ergebnis des Zusammenwirkens der Produktionsfaktoren Die Produktionsmenge ist abhängig vom Faktoreneinsatz = je mehr Maschinen eingesetzt werden desto größer ist die Produktionsmenge 
  • Kosten def. Kosten sind der bewertete Faktoreneinsatz = der wertmäßige Verbrauch an Produktionsfaktoren durch die Produktion
  • Substitutionale Produktionsfaktoren substitutional = austauschbar Bei substitutionalen Produktionsfaktoren kann dieselbe Outputmenge effizient durch unterschiedliche Kombinationen von Inputmengen erzeugt werden. Die Produktionsfaktoren sind in Grenzen austauschbar! Beispiel: Kartoffelernte= aus technischer Sicht= freie Wahl wie produziert wird= überwiegend in Handarbeit (Faktor Arbeit) oder überwiegend maschinell ( Faktor Kapital). Austausch von Produktionsfaktoren ist ohne Änderung des Ertrages in Grenzen möglich. aus wirtschaftlicher Sicht=Ziel ist es, die Kombinationsmöglichkeit mit den niedrigsten Kosten zu wählen= die kostengünstigste Kombination von Produktionsfaktoren bezeichnet man als Minimalkostenkombination= dabei werden teure Produktionsfaktoren durch billigere ersetzt (substituiert) Daraus kann eine Durchsetzung einer neuen Kombination entstehen. In der Industrie sind Produktionsfaktoren meist nur langfristig substituierbar.  
  • Limitationale Produktionsfaktoren def. Der Einsatz von Produktionsfaktoren ist hier nur in einem bestimmten Verhältnis zueinander möglich. Die Produktionsfaktoren sind nicht beliebig in Grenzen austauschbar. Eine Minimalkostenkombination ist nicht möglich, da der Unternehmer nicht die Wahl zwischen verschiedenen Faktorkombinationen hat. Beispiel: Spargelernte= muss Menschen ( Faktor Arbeit) einsetzen, nicht variabel durch Maschinen (Faktor Kapital) ersetzbar.
  • Arbeitsteilung def.   Früher haben sich die Menschen selbst versorgt. Sie haben nur für den eigenen Bedarf produziert. Sie lebten in Subsistenzwirtschaft. Heute leben wir in einem arbeitsteiligen Wirtschaftsprozess. Arbeitsteilung bedeutet, dass man sich auf eine bestimmte Tätigkeit spezialisiert, in diesem Tätigkeitsbereich über den eigenen Bedarf produziert und anschließend die Güter auf dem Markt verkauft. Auf dem Markt kauft man die Güter, welche man braucht aber nicht produziert hat. Arbeitsteilung ist die Voraussetzung für den Einsatz von Maschinen und Automaten. Die Arbeitsteilung ermöglicht es, dass durch die Spezialisierung auf bestimmte Tätigkeiten die Leistungsfähigkeit der Produktionsfaktoren, der Unternehmen und der Volkswirtschaft erheblich gesteigert werden konnten.                                                                                                                Führt somit zur Steigerung der Produktion und des Lebensstandards.  
  • Nenne 4 Vorteile der Arbeitsteilung - Spezialisten - spez. Maschinen und Automaten - Leistungsfähigkeit/ Produktivität steigt - jeder profitiert, Steigerung des Lebensstandards
  • Welche Aufgabe übernimmt der Handel im Rahmen der Arbeitsteilung? - Produktion - Güterverteilung
  • Nenne die wesentlichen Produktionsfaktoren   - Arbeit - Boden - Kapital
  • Nenne die Produktion bei der der Produktionsfaktor Arbeit die größte Rolle spielt. Beispiel: Dienstleistungen- Pflege Handwerk