Klinische Psychologie 2 (Fach) / Forschung (Lektion)
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Forschung in der Klinischen Psychologie
Diese Lektion wurde von muckel erstellt.
- Ätiologie Lehre von den Ursachen psychischer Störungen
- Epidemiologie Untersuchung von Krankheitshäufigkeit Determinanten der Krankheitshäufigkeit (demographische, genetische, Verhaltens- und Umweltfaktoren) Bedingungen des Auftretens Verlauf der Störung
- Prävalenz Gesamtzahl aller Krankheitsfälle die in einer definierten Population zu einem best. Zeitpunkt (Punktprävalenz) odr während einer best. Zeitperiode (Periodenprävalenz) vorhanden sind
- Inszidenz Häufigkeit des Neuauftretens einer Krankheit innerhalb eines best. Zeitraums
- administrative vs. wahre Prävalenz Erfassung in Behandlungseinrichtungen vs. in der Bevölkerung
- Effektivität von Interventionen statistische Signifikanz dr Veränderung Klinische Signifikanz der Veränderung (=Bedeutsamkeit der Veränderung) Prozentsatz an gebesserten Patienten Breite der Veränderung (Wirkungsspektrum) Veränderungsmuster (Spezifische Veränderungsmuster bei Therapieeffekten) Dauerhaftigkeit der Veränderung Ausmaß an negativen Effekten (z.B. Drop-Out-Raten, Rückfälle, Therapieablehnung...)
- Typen von Untersuchungen Explorationsstudien Analogstudien Korrelative Untersuchungen Experimente Querschnittuntersuchungen Längsschnittuntersuchungen Effektivitätsuntersuchungen
- Explorationsstudien keine Behandlung; Ziel: Feststellung des Zustands
- Analogstudien Studien, die in Bezug auf Gattung (z.B Mensch vs. Tier), Störung udn Untersuchungsverfahren von der Realität abweichen z.B. Tieruntersuchungen als Analogon beim Menschen oder Die Überprüfung der Theorie der gelernten Hilflosigkeit beim gesunden Menschen
- Korrelative Untersuchungen Bestimmung des Zusammenhangs zwischen Variablen Vorteil: hohe externe Validität Nachteil: geringe interne Validität (keine ursächliche Erklärung des Zusammenhangs möglich)
- Experiment Systematische Variation/Manipulation dr Variablen (UV) und Beobachtung der Wirkung (AV)
- Quasiexperiment Verwendung real existierender Gruppen statt Randomisierung
- Naturexperiment Zur Untersuchung der psychologischen Wirkungen von ungewöhnlichen und unvorhersagbaren Ereignissen. (Bs: UV = Naturkatastrophe; AV=erhöhte Depressionsrate)
- Analogexperiment Bs: Statt Menschen Tiere als Vps
- Einzelfallexperiment Vergleich einer einzigen Vp mit sich selbst statt mit Kontrollprobanden
- Querschnittuntersuchungen Vergleich von 2 oder mehr Stichproben zum gleichen Messzeitpunkt
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- Längsschnittuntersuchung Eine prospektive Studie (lat. prospecto : ausschauen) ist die Überprüfung der Hypothese der medizinischen Wirksamkeit einer Behandlungsmethode unter vorheriger Festlegung welche Hypothese geprüft werden soll. Eine solche Studie ist häufig längerfristig angelegt. Deswegen wird der Begriff bisweilen auch als Synonym für Langzeitstudie gebraucht. Oder Eine prospektive Studie ist eine klinische Studie, die eine vor dem Beginn der Studie festgelegte Hypothese bzgl. der Wirksamkeit eines medizinischen Behandlungsverfahrens empirisch überprüft. Hintergrund [bearbeiten] Prospektive Studien werden in der Regel über einen längeren Zeitraum betrieben, um eine Hypothese zu belegen oder zu widerlegen. Sie dienen vor allem dem Ausschluss von Zufallszusammenhängen, die sich ergeben, wenn die Hypothese nicht vorher festgelegt wurde.
- Retrospektive Studie Eine Studie wird als retrospektiv (lat.: zurückschauend) bezeichnet wenn man vom Ergebnis ausgehend die Einflussgrößen untersucht. Eine typische Form retrospektiver Studien heißt Fall-Kontroll Studie und funktioniert dergestalt. Man wählt Probanden aus bei denen das zu untersuchende Ereignis z.B. das Auftreten einer Krankheit eingetreten ist. Dazu wird eine Gruppe von Probanden gewählt bei denen das Ereignis (die Krankheit o.ä) nicht aufgetreten ist wobei diese in ihren für die Untersuchung wesentlichen Eigenschaften (z.B. Alter Gewicht ...) denen der ersten Gruppe in etwa entsprechen sollte. Die wird als Matching bezeichnet. Anschliessend werden die Patienten daraufhin untersucht und befragt ob und wie stark sie dem zu untersuchenden ursächlichen Faktor ausgesetzt waren und ob dies häufiger seltener oder gleich oft in der ersten im Vergleich zur zweiten Gruppe stattfand.
- Effektivitätsuntersuchungen Einzelfallstudien Einzelfallexperimente Kontrollgruppenuntersuchungen
- Einzelfallstudie Detaillierte und oftmals interpretierende Beschreibung einer Einzelperson Nachteil: geringe interne Validität (kann kein Beweis für eine Störungsursache sein) und geringe externe Validität (wegen fehlender Generalisierbarkeit)
- Kontrollgruppenuntersuchungen Ziel: Verbesserung der internen Validität Wirksamkeitsüberprüfung einer Therapiemethode Keine expliziten Kontrollbedingungen: Eingruppenpläne Explizite Kontrollbedingungen: Unbehandelte KG Wartelistekontrollgruppe Placebo-KG Routine-Behandlung (nur Kurzkontakte mit Ärzten) KG bekommt andere Therapieform
- Herstellung von interner Validität Die Veränderung der AV lässt sich tatsächlich auf die Wirkung der Intervention zurückführen Ist nur bei Interventionsstudien von Bedeutung! Wichtig: Kontrolle des Einflusses anderer Faktoren: Spontanremission Veränderungen der Lebenswelt Statistische Artefakte (z.B. Regression zur Mitte) Unspezifische Effekte (z.B. therapeutische Beziehung) Parallel laufende Behandlungen (z.B. Medikation)
- Herstellung von externer Validität Ergebnisse einer Untersuchung können aus der speziellen Untersuchungssituation auf den allgemeinen gesellschftlichen Kontext übertragen werden Voraussetzung: ausreichende Stichprobengröße Repräsentativität der Stichprobe
- Doppelblindversuch Versuchsleiter und Versuchspersonen sind blind (Versuchspersonen und Versuchsleiter wissen nicht ob die Person zur EG oder KG gehört)
