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Psychologie (Fach) / Zwischenprüfung PT (Lektion)

Psychotherapie Zwischenprüfung

Diese Lektion wurde von AnnaF erstellt.

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  • Kognitive Therapie nach Beck Allgemein Die störungsspezifischen Schemata werden von Beck als relativ stabile Grundlagen der Reizwahrnehmung und Informationsverarbeitung angesehen. Sie können entstehen über belastende Erfahrungen während des Sozialisationsprozesses oder aktuelle Belastungen, auch unter Beteiligung biochemischer und physiologischer Regulationsprozesse. Sie werden durch ähnliche Erfahrungen reaktiviert (im Sinne von Prädispositionen) und triggern automatische Gedanken, die typische logische Fehler enthalten (z.B. selektives Verallgemeinern, willkürliches Schlussfolgern, Übergeneralisieren, Schwarz-Weiß Denken). aus Lehrbuch VT Band 1 Drei bedeutsame Schemata (kognitive Triade) Sicht der eigenen Person ist negativ verzerrt (Fokus auf Schwächen, Gefühl der Wertlosigkeit) Negative Sicht der Umwelt als Quelle von Enttäuschung und Ablehnung, einseitig negative Interpretation Eingeengte Sicht der Zukunft als dauerhaft hoffnungslos, Antizipation weiterer Misserfolge und Enttäuschungen Beck formulierte seinen eigenen Ansatz zum Verstehen depressiver Zusammenhänge, der Grundlage seiner Kognitiven Therapie ist. Diese sah er zwar anfangs im Gegensatz zur Verhaltenstherapie stehen, doch im Laufe der Zeit fand eine Integration sowohl kognitiver wie auch verhaltenstherapeutischer Methoden zur heutigen kognitiven Verhaltenstherapie der Depression statt. Außerdem erweiterte Beck seine Theorie und wendete sein Therapieverfahren auch auf andere Störungen wie Agoraphobie und Panikstörung an. Ziele dysfunktionale, unangemessene Denkprozesse (Denkfehler und automatische, negative Gedanken, z.B. “Ich bin ein Versager”, “Ich mache nichts richtig”) erkennen und verändern. Auf diese Weise sollen sowohl die Stimmungslage gehoben als auch Verhaltensweisen so verändert werden, dass sie der Depression entgegenwirken. Methode Die Kognitive Therapie nach Beck erfordert gewöhnlich 12 bis 16 Sitzungen und ähnelt der rational-emotiven Therapie von Albert Ellis, ist jedoch mehr auf die spezifischen Denkfehler depressiver Menschen zugeschnitten. Sie beginnt mit einer vollständigen diagnostischen Erhebung der Symptome, auf der die 4 aufeinander aufbauenden Therapiephasen beruhen     !!!Sitzungen in separater Folie!!!!
  • Therapiesitzungen KT nach Beck 1. Aktivitäten erweitern und Stimmung heben (aus VT) - erste Phase enthält wie eine klassische VT ein Aktivitätsprogramm (z.B. mit detailliertem Wochenplan, der zunehmend anspruchsvoller wird). Auswahlkriterium für die Tätigkeiten ist, dass der Patient die Aufgaben bewältigen kann. Durch diese Aktivität soll sich die Stimmung heben. 2. Automatische Gedanken untersuchen und widerlegen Wenn die Patienten aus ihrer Inaktivität heraus sind, können sie sich leichter selbst beobachten und über sich nachdenken. Die kognitiven Therapeuten stellen Informationen zu den negativen automatischen Gedanken zur Verfügung und ermuntern zu Übungen: Wenn negative Gedanken auftreten, sollen diese erkannt und aufgezeichnet werden. In den Therapiesitzungen werden die negativen Gedanken kritisch beleuchtet und auf ihre Angemessenheit überprüft. Es wird eine empirische Untersuchung vorgenommen, ob diese Gedanken realistisch sind. 3. Verzerrtes Denken und negative Verzerrungen identifizieren Nachdem die Patienten ihre negativen Gedanken erkannt haben, klären die Therapeuten sie über die zugrundeliegenden Denkprozesse auf. Bei der Analyse der automatischen, negativen Gedanken und Denkfehler führen die Therapeuten die Patienten auch zu der Erkenntnis, dass ihre Interpretationen von Ereignissen fast alle negativ verzerrt sind. Verschiedene Techniken helfen, sich diese verzerrten Denkmuster bewusst zu machen und sie zu ändern. Häufig werden Reattribuierungstechniken verwendet, bei denen die Patienten die Ursachen für Probleme woanders als bei sich selbst suchen. 4. Grundannahmen ändern In der Schlussphase sollen die Patienten mit Hilfe der Therapeuten ihre depressionsauslösenden Grundannahmen ändern, d.h. die zentralen Überzeugungen, die ihren negativen Gedanken zugrundeliegen. Negative Einstellungen sollen im Rahmen eines sokratischen Dialogs weiter überprüft und geändert werden. Auf diese Weise soll der zentrale Kern der Depression aufgelöst werden. Kognitive Umstrukturierung ist zentrales Element beider Therapieformen um die Bewertungssysteme des Patienten auf Realitätsbezug, Logik und Funktionalität hin zu prüfen und die der Störung zugrundeliegenden Denkmuster zu modifizieren. Die auf der Einsichtsebene gewonnen Erkenntnisse werden in Übungen umgesetzt um neues, zielgerichtetes Denken und Verhalten zu üben.  !!!!Kognitive Umstrukturierung auf separater Folie!!!!
  • Phasen der Kognitiven Umstrukturierung nach Beck Dieser Prozess wird in fünf Phasen unterteilt Vermittlung des Kognitiven Modells zur Emotionsentstehung: Emotionsdefinition, sokratische Erarbeitung des kognitiven Modells zur Emotionsentstehung und –steuerung, ABC ModellIdentifikation dysfunktionaler Konzepte: Vermittlung der hauptsächlichen dysfunktionalen Denkmuster, Anwendung des ABC Modells zur Identifikation und Rekonstruktion eigener dysfunktionaler KognitionenDisputation identifizierter dysfunktionaler Konzepte: Identifikation der Zielsetzungen/ Therapieziele und Prüfung auf Funktionalität, Prüfung des Bewertungssystems auf FunktionalitätAufbau neuer, funktionaler Konzepte: Erarbeitung funktionaler B- Alternativen, Einführung in das Modell der Selbstanalyse von Emotionen (SAE Modell)Training neuer Konzepte: Erstellen von Übungsleitern und Training der funktionalen B-AlternativenAuf der inhaltlich-logischen Ebenene (SAE Modell)Auf der Vorstellungsebene durch rational-emotive Imaginationsübungen (z.B. Wunderfrage)Auf der Verhaltensebene durch rationale VerhaltensübungenABC Modell A         Ausgangssituation B          1 persönliche Sichtweise von A             2 Schlussfolgerungen und vermutete Konsequenzen             3 Bewertungen C          1 Gefühlskonsequenzen             2 Verhaltenskonsequenzen
  • Diagnosekriterien Schizophrenie -        Mind. eines der Symptome unter 1 oder mind. zwei unter 2 1. Gedankenlautwerden, Gedankeneinengung, -entzug, -ausbreitung Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, andere Wahnwahrnehmungen Kommentierende oder dialogische Stimmen Anhaltender kulturell unangemessener bizarrer Wahn       2. Anhaltende Halluzinationen Neologismen, Gedankenabreißen/ -einschießen, Zerfahrenheit, Danebenreden Katatone Symptome wie Erregung, Haltungsstereotypien, Stupor Negative Symptome wie Apathie, Sprachverarmung, verflachte/ inadäquate Affekte
  • Frage 60 Plus- und Minussymptome der Schizophrenie Plus/ Produktive Symptome: 1.Inhaltliche Denkstörungen (Wahnvorstellungen) 2.Größenwahn 3.Wahrnehmungsstörungen (Halluzinationen) 4.Affektstörungen, Erregung 5.Argwohn, Misstrauen 6.Störung des Selbstgefühls 7.Psychomotorische Störungen Minus: 1.Affektverflachung 2.Sprachliche Verarmung 3.Inaktivität, mangelnde Spontanität 4.Emotionaler & sozialer Rückzug 5.Interessen- Initiativverlust 6.Mangelnde Beziehungsfähigkeit 7.Vermindertes abstraktes Denkvermögen 8.Stereotypes Denken 9.Konzentrationsstörungen
  • Was machen Sie mit einem Schizophrenie-Pat. ambulant? Rückfallprophylaxe (Frühwarnzeichen), Psychoedukation, Metakognitives Training für Schizophrenie Patienten, Angehörigengespräche, Stressbewältigung Erhaltung der Medikamenten Compliance (s. Rückfallprophylaxe)/ Zusammenarbeit mit Psychiater KVT bei Schizophrenie- Wofür? (Gaebel et al, 2006: S3 Leitlinie) 1. Förderung von Einsicht 2. Erhöhung Therapieadhärenz 3. Verminderung des Rückfallrisikos 4. In Prodromalphase der Erkrankung Ziele 1. Ausmaß Positivsymptomatik reduzieren 2. Flexibilität Denkprozesse fördern 3. Emotionale Störungen; Depression, Angst, Hoffnungslosigkeit reduzieren 4. Dysfunktionale Schemata modifizieren 5. Verständnis für Psychose aufbauen, Rückfallrisiko und Grad an sozialen Behinderungen reduzieren Ambulant: • Beziehungsgestaltung, Diagnostik, Tagesstruktur • Aktivierung (zB. Außenaktivitäten, Umgang mit Erkrankung/ kritischem Familienklima, Problemlösefertigkeiten) • Training emotionaler Kompetenzen (TEK) • Rollenspiele: Soziales Kompetenztraining (SKT: Rechte einfordern, Ablehnen von Drogen oder Ansprüchen, Problemlösestrategien • Bearbeitung dysfunktionaler Bewältigungsstile wie Substanzmissbrauch, Gewalt, Rückzug • KVT Wahn, Umgang mit Halluzinationen
  • Welche Erklärungsmodelle für Schizophrenie gibt es? Vulnerabilitäts-Stress-Modell; Dopamin-Hypothese; high expressed emotions Familien genetische Prädisposition; Drogenkonsum Kritische Lebensereignisse/ Belastungen
  • Frage 64 Wie hoch ist die Prävalenz von Schizophrenie? Lebenszeitprävalenz ca. 1% mit erhöhtem Risiko bei familiärer Vorbelastung (d. h. jeder 100ste Mensch ist betroffen) Inzidenzrate pro Jahre etwa 1 von 1000 Männer & Frauen etwa gleichhäufig Frauen etwas später (25-30 LJ) als Männer (20-25 LJ)
  • Suizidalität, wie fragt man danach? Könnte Frage auch Suizidgedanken auslösen? Wie sieht jemand aus, der bereits Entschluss gefasst hat? Was sollte man fragen, um dies zu prüfen? Wie fragt man danach? Symptome Suizidalität drängende Suizidgedanken distanziert sich nicht  massive selbstabwertende Kognitionen hoffnungslos, keine Zukunftsperspektive sozial isoliert, hat sich zurückgezogen Konflikt, der zum Suizidversuch/Suizidalität führte, noch nicht gelöst reagiert gereizt/aggressiv, ist agitiert (aufgedreht, im Hamsterrad, ständiges aufstehen, bewegen), es kommt kein tragfähiges Gespräch zustande Beziehungskontakt zum Therapeuten kann nicht hergestellt, bzw. gehalten werden schwere depressive Verstimmung oder Wahn Richtige Interventionen bei Suizidalität Todeswünsche, Suizidgedanken und -pläne immer ansprechen! Suizidversuche basieren auf meist korrigierbaren subjektiven Bilanzen zeitlichen Aufschub versuchen ("Geben sie uns eine Chance", raus aus dem: "Es muss jetzt passieren!") Suizid kann nicht rückgängig gemacht werden! ("Im Moment können Sie durch die Krankheit nicht klar sehen!" "Sie haben im Moment schwarze Gedanken!") Hoffnung darstellen "Wollen Sie, dass das Gefühl aufhört oder wollen Sie sterben?" Kontakt mir realisierbarer Abmachung beenden ("Wir sehen uns MORGEN!")
  • Kohärenzsinn, was ist das und von wem stammt das Konzept? Kohärenzsinn (nach Antonovsky): positive Grundhaltung des Individuums gegenüber der Welt und dem eigenen Leben. Diese Einstellung, die die Welt als Zusammenhang und sinnvoll erlebt, setzt sich aus 3 Komponenten zusammen: 1. Verstehbarkeit: Fähigkeit aus chaotischen Reizen der Umwelt einen verstehbaren Zusammenhang herzustellen 2. Bewältigung: Fähigkeit unter Belastung innere und äußere Ressourcen zu mobilisieren 3. Sinnhaftigkeit: Fähigkeit Belastungen und Anforderungen als sinnhaft zu erleben Menschen mit hohem Kohärenzsinn sind besonders stressresistent. →Modell der Salutogenese (was hält Menschen gesund)
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  • 4 Prinzipien der Bioethik nach Beauchamp & Childress (1989) 1. Respekt der Autonomie (Aufklärungspflicht/ informed consent, Suizidalität?) Patient hat das Recht zu entscheiden was mit ihm passiert und muss für Entscheidungsfreiheit gut über Erkrankung und Therapie aufgeklärt werden. 2. Nichtschädigung Schadensvermeidung, bei der aber auch Kosten und Nutzen abgewogen werden müssen unter Absprache mit Patienten- Autonomie. 3. Fürsorge Handeln zum Wohle des Patienten. 4. Gleichheit/ Gerechtigkeit Grundsatz: Gleiche Fälle müssen gleich behandelt werden.
  • Rechtsbeziehung Psychotherapeut - Patient Schweigepflicht (mit Möglichkeit der Schweigepflichtsentbindung) Zeugnisverweigerungsrecht vor Gericht (mit Ausnahmen) Aufklärungspflicht (informed consent)-Noceboeffekt! Dokumentationspflicht und Einsichtsrecht (mit Verweigerungsoption)
  • Was ist der Unterschied zwischen einer therapeutischen und einer Alltagsbeziehung? (wichtig bei der Antwort war, dass es zielorientiert ist) 5 Pt klar definierte Rollen klar definiertes Setting (Raum, Zeitpunkt, Dauer) Asymmetrie zielorientiert Dienstleistung/ Wirtschaftliche Beziehung
  • Somatisches Syndrom bei F32.1x und F32.2x (8 Pkt.) mind. 4 aus: Interessen- & Freudlosigkeit an bisher angenehmen Aktivitäten objektive psychomotorische Hemmung (Agitiertheit) Unfähigkeit auf freundliche Ereignisse/ Anlässe emotional zu reagieren Morgentief Früherwachen Libidoverlust deutlicher Appetitverlust Gewichtsabnahme um min. 5 %
  • (nicht aus Fragenkatalog) 3 dysfunktionale Bewältigungsstile nach Young (Schematherapie) Dysfunktionale Bewältigung emotionaler/ sozialer Belastungssituationen: freeze (erdulden) flight (vermeiden) fight (überkompensieren)
  • Resilienz (von lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist eine Größe, die den Ausbruch bzw. Verlauf der Störung mildernd beeinflusst. Sie ist definiert als Stärke eines Menschen, Lebenskrisen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Die Widerstandskraft wird durch das soziale und wirtschaftliche Umfeld, die biologische Vitalität und die Einstellung zu Problemen bestimmt. Die Resilienz ist hoch beim Erleben von Engagement (statt sich zu fügen), Kontrolle (statt Machtlosigkeit) und Herausforderung (statt Bedrohung). 
  • (Nicht aus Fragenkatalog) Big Five Persönlichkeitsdimensionen/ Faktoren NEOGV Neurotizismus (selbstsicher-verletzlich) Extraversion (zurückhaltend-gesellig) Offenheit (vorsichtig-neugierig) Gewissenhaftigkeit (nachlässig-gründlich) Verträglichkeit (misstrauisch-kooperativ)
  • Vulnerabilität Verletzlichkeit oder Krankheitsanfälligkeit. Unter dem Druck von Anforderungen kann z.B. die psychische Struktur an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gelangen. Je höher die Vulnerabilität ist, umso geringere Belastungen reichen aus, um Störungen hervorzurufen. 
  • Habituation Durch Habituation (Adaptation) nimmt die Wirkung des Reizes und die psychophysiologische Erregung bei Reizwiederholung ab. Es handelt sich um einen adaptiven Lernprozess, durch den die Verarbeitung redundanter Information gehemmt wird. 
  • Diathese-Stress-Modell Dieses Modell erfasst die oft subtilen Wechselwirkungen zwischen der konstitutionellen Disposition für eine Krankheit (=Diathese) und belastenden Lebensereignissen. Der Erbfaktor bei der Schizophrenie wird z.B. als Diathese verstanden. Unter dem Einfluss von Stress kann sich die Erkrankung manifestieren. 
  • Vulnerabilitäts-Stress-Modell Bei der Krankheitsmanifestation wirken Vulnerabilität als multifaktoriell vermittelte Schwäche und innere bzw. äußere Stressoren zusammen. Bei gegebener Empfindlichkeit reichen geringere Belastungen aus, um zur Dekompensation zu führen. Die Vulnerabilität wird im Vergleich zur Diathese als weniger zeitstabil verstanden. 
  • (nicht aus Fragen) Überblick Lebenszeitprävalenz Vers. Krankheiten affektive Störungen bei ca. 13%, dabei für Frauen höher als bei Männern Angststörungen bei etwa 14 % somatoforme Störungen bei ca. 0,8 % Zwang bei rund 2,5 % schizophrenen Psychosen bei etwas unter 1 % Alkoholabhängigkeit bei ca. 13 %, Abhängigkeit von anderen Drogen bei ca. 1,8 %. Essstörungen bei Frauen bei ca. 1% und bei Männern bei etwa 0,5 % Persönlichkeitsstörungen bei 1 bis 3 % 
  • (n. a. F.) 4 Verhaltensebenen Verhalten umfasst alle Aktivitäten und körperlichen Reaktionen. Nach neueren Ansätzen werden auch innere Erlebnisprozesse wie z.B. das Denken und Fühlen als Verhalten bezeichnet.  affektiv-emotionale Ebene: Gefühle kognitiv-verbale Ebene: wahrnehmen, denken, erinnern, erwarten.. motorische Ebene: Gesamtheit aller Bewegungsabläufe physiologische Ebene: Körpergeschehen d. Sinnesorgane, des Stoffwechsels
  • (n. a. F.) Voraussetzung für Durchführung VT nach Kanfer & Saslow (3 Schritte) Bedingungsanalyse: Was sind die Bedingungen des Erwerbs & der Aufrechterhaltung für das Problemverhalten?  Zielanalyse: Welche Verhaltensmuster sollen bzgl. Häufigkeit, Dauer, Intensität in Therapie verändert werden? Therapieplanung: Was sind geeignete Methoden für die Überführung d. Ausgangszustandes in den Zielzustand?
  • (n. a. F.) 13 Grundprinzipien der VT orientiert an der empirischen Psychologie Problemorientiert: setzt i. d. R. an aktueller Problematik an Bedingungsorientiert: setzt an den prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Problembedingungen an Handlungsorientiert: nur durch aktives Handeln d. Pat. kann es zu Veränderung kommen Zielorientiert: Patient und Therapeut bestimmen explizite Behandlungsziele ist nicht auf das therapeutische Setting begrenzt (z. B. Exposition) Umfasst störungspezifische, phänomenspezifische und unspezifische Verfahren (EMDR bei Traumatisierung; SKT-Methoden; Entspannungsverfahren) Ist transparent Ziel der Therapie ist Hilfe zur Selbsthilfe Bemüht sich um ständige Weiterentwicklung Basiert auf einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens Aktive Therapeutenrolle Operationalisierung
  • (n. a. F.) Verstärkerverlust-Hypothese von Lewinsohn (Depressionen) Annahme: Es kommt zur Depression, da die Rate der unmittelbaren Verstärkung zu gering ist; entweder da zu wenige Verstärker zur Verfügung steht oder es aufgrund d. Verhaltens zu weniger Verstärkung kommt.
  • Logische Denkfehler nach Beck Willkürliches Schlußfolgern: ("Ic spüre einfach, dass er mich nicht mag, auch wenn er öfters anruft") Selektive Abstraktion: ("Sie hat nicht angerufen, also mag sie mich nicht") Übergeneralisierung: ("Mein Lehrer mochte mich nicht, also mögen Autoritätspersonen mich nicht.") Maximierung und Minimierung: ("Ich habe die Prüfung nicht bestanden, also bin ich dumm-das andere mal war Glück") Personalisierung: ("Die schlechte Note entstand, weil ich die Gesamtleistung aller mit meinem Teil heruntergezogen habe") Verabsolutiertes, dichotomes Denken: ("Ich bin nicht gut, also bin ich schlecht")
  • (n. a. F.) Psychopathologischer Befund 12 Pkt. Systematische Psychologische /Psychiatrische Erfassung störungsrelevanter Items (mithilfe des AMDP-Systems: Arbeitsgemeinschaft f. Methodik & Dokumentation i. d. Psychiatrie) Orientierung Aufmerksamkeit und Gedächtnis formales Denken inhaltliches Denken (z. B. Wahn) Ich-Erleben Wahrnehmungsstörungen (z. B. Halluzinationen) Affekt Antrieb & Psychomotorik zirkadiane Auffälligkeiten Eigen- / Fremdgefährdung neurologischer Status Drogenkonsum
  • (n. a. F.) Persönlichkeitsstörungen Cluster ABC A) sonderbares, exzentrisches Verhalten Paranoide PS Schizoide PS Schizotype PS B) emotional, dramatisch oder launisch Emotional-instabile PS / Borderline Narzistische PS Histrionische PS Dissoziale PS C) ängstlich und furchtsam ängstliche (vermeidende) PS abhängige PS anankastische PS
  • (n. a. F.) Wirkfaktoren Gruppentherapie nach Yalom Hoffnung einflößen Universalität des Leidens Altruismus korrigierende Rekapitulierung der Familiengruppe Entwicklung von Techniken des mitmenschlichen Umgangs nachahmendes Verhalten interpersonelles Lernen
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  • (n. a. F.) Wirksamkeit und Vorteile von Gruppentherapie 25% der Studien sehen Gruppentherapien als wirksamer im Vergleich zu Einzeltherapien. 75% der Studien sahen keinen Unterschied. Die Vorteile: sind ökonomischer vermitteln Hoffnung unterstützen den Patienten bieten Möglichkeit des Feedbacks Expatienten können als Co-Therapeut eingesetzt werden haben Modellwirkung in Bezug auf Bewältigungsstrategien
  • (n. a. F.) Welche Neurotransmittersysteme gibt es? Für welche Funktionen sind sie wichtig und womit kann man diese hemmen/steigern? Sobald-Clowne-Denken-Geht-Niemand 1. Serotonerges System →Schlaf, Angst, affektie Störungen, Zwänge, Impulskontrolle, Schmerzhemmung ↑fördernd: TZA; SSRIs;  ↓hemmend: Rezeptorenblocker 2. Cholinerges System →Schlaf, Gedächtnis, Vegetative Prozesse ↑fördernd: Nikotin ↓hemmend: Anticholinergika 3. Dopaminerges System →Motorik, Belohnung, psychotische Symptome ↑fördernd: L-Dopa, Kokain, Amphetamine ↓hemmend: Neuroleptika 5. GABAerges System →Sedierung, Anxiolyse ↑fördernd: Bezodiazepine, Alkohol↓hemmend: Benzodiazepinantagonisten 6. Noradrenerges System →Aktivierung, Angst, affektive Störungen ↑fördernd: Kokain, Amphetamine, TZA ↓hemmend: Neuroleptika, B-Blocker
  • (n. a. F.) Welches Medikament wirkt als einziges antisuizidal? Lithium
  • (n. a. F.) 3 wichtige NWs/ Gründe für non-Compliance bei Antidepressiva? Sexuelle Funktionsstörungen Gewichtszunahme  Sedierung
  • (n. a. F.) Welche Antidepressiva sind die 1. Wahl bei Depressionen, Angststörungen und Zwangsstörungen?- nenne 3 Beispiele SSRIs wenn keine Vorerkrankung (Citalopram, Sertralin, Fluoxetin) → antriebssteigernd (TZA/ Mirtazapin sind sedierend) bei schweren Depr. event. SSNRIs, jedoch mehr NW (Duloxetin, Venlafaxin)
  • (n. a. F.) Definition Persönlichkeitsstörungen ICD10 Persönlichkeit (Fiedler 1996) Summe charakteristischer Verhaltensweisen, mit denen der Mensch gesellschaftlich kulturelle Anforderungen und Erwartungen zu erfüllen versucht und zwischenmenschliche Beziehungen auf der Suche nach einer persönlichen Identität mit Sinn zu füllen versucht. Persönlichkeitsstörungen nach ICD 10 sind gekennzeichnet durch: rigide und wenig angepasste Verhaltensweisen die eine hohe zeitliche Stabilität aufweisen situationsübergreifend auftreten und zu einem persönlichen Leid oder gestörter sozialer Funktionsfähigkeit führen
  • (n. a. F.) VT Kontinuitätsannahme Lernprinzipien gelten sowohl für normales als auch pathologisches Verhalten. Verhalten ist wesentlichen Grundzügen gelernt und kann somit auch wieder verlernt werden.
  • (n. a. F.) Erwartungs-mal-Wert-Theorie (allgemeines Modell VT) Volitionsstärke: Produkt aus Erwartung (Realisierung) und Bewertungen/Wünschbarkeit bestimmt, ob es zur Umsetzung eines willentlichen Verhaltens kommt.
  • (n. a. F.) Rubikonmodell v. Heckhausen Motivationale Phase (Lageorientiert): Abwägung, Motive, Bedürfnisse, präaktionär Volitionale Phase (Rubikon, Handlungsorientiert): Intentionsbildung, Entscheidungen werden getroffen-es gibt kein zurück) aktionale Volitionale Phase: Intentionsinitiierung, es wird gehandelt Motivationale Phase: Intentionsdeaktivierung, Umsetzung wird rückblickend bewertet
  • (n. a. F.) Prozess der motivationalen Klärung nach Sachse (8 Phasen) keine Bearbeitung relevanter Inhalte Intellektualisierung Bericht Bewertung Persönliche Bewertung Persönliche Bedeutung Explizierung relevanter Bedeutungsstrukturen (Schemata) Integration →Therapeutisch macht es nur Sinn solche Prozesse zu aktivieren, die prozessual aktiviert sind.
  • Unterstufen beim Autogenen Training psychophysiologische Standartübungen: Ruheformel (Ich bin ganz ruhig) Schwere (Erschlaffen der Arme und Beine) Wärme (Einfluss auf periphere Blutgefäße d. Arme und Beine) Atmung (ruhig und regelmäßig) Herz (ruhig, stark und regelmäßig) Stirn (Kühleempfindung) Sonnengeflecht (Entspannung der Bauchorgane) Physiologische Effekte von AT: Schwere und Wärme- Übung: messbare phys. Veraenderungen in Temperatur und Muskeltonus; Herz-Uebung: kann als subjektiv unangenehm erlebt werden. Phys. Wenig; Sonnengeflecht: kaum phys. Veraenderungen; Stirnkuehle- Übung: unklare Effekte, oft sogar Temperaturanstieg Oberstufen: meditativ/komplexe Vorstellungsinhalte, z.B. Farbe verändert sich von blau zu violett (relative) Kontraindikation: Zwangsstörung, akute Phychoses, starke symbiotische Tendenzen, psychisches Unwohlsein/Schweissausbrueche, Zittern, Ohnmachtsanfaelle  Wirksamkeit wie PMR
  • (n. a. F.) Ausnahmen von der Schweigepflicht Nicht geschützt sind Informationen über den Patienten, die der Öffentlichkeit bekannt sind, sowie Informationen, die der Therapeut außerhalb seiner beruflichen Tätigkeit (z.B. im privaten Umfeld) erfährt. Im Falle einer akuten, nicht anders abwendbaren Gefahr für das Leben oder die Gesundheit des Patienten oder einer dritten Person kann die Weitergabe schweigepflichtiger Informationen im Rahmen eines rechtfertigenden Notstandes (§34 StGB) zulässig sein. Dabei muss Verhältnismäßigkeit der Schweigepflichtsverletzung und der drohenden Gefahr bestehen. z.B., dass der Pat. kurz davor ist, ein Kapitalverbrechen auszuführen (z.B. Mord oder Vergewaltigung) Für besonders schwere Verbrechen (z.B. Mord) besteht für den Therapeuten eine Anzeigepflicht, auch wenn der Patient von seinem Vorhaben abgebracht werden konnte! Eine Offenbarung von in der Vergangenheit liegenden, bereits vollzogenen Verbrechen ist hingegen nicht gerechtfertigt (da dann keine akute Gefahr vorliegt).
  • Selbstinstruktionstraining nach Meichenbaum Meichenbaum beschäftigte sich auf der Basis »klassischer« Lerntheorien  mit  den  Auswirkungen  des  »inneren  Spre-chens« und entwickelte zunächst  ein Selbstinstruktionstraining für impulsive und hyperaktive Kinder, das sich als sehr erfolgreich erwies. Mit der Hypothese, dass auch Angst über Selbstverbalisationen beeinflusst und reduziert werden  kann,  entwickelte  er  dann  Selbstverbalisationstrainings   bei   studentischer   Sprech-   und   Prüfungsangst. Seine bekannteste und von der Indikation her umfassendste Therapieentwicklung war das Stressimpfungstraining  (Meichenbaum  1991),  das  er  für Klienten mit verschiedenen psychischen Störungen, aber auch als Präventionsmaßnahme empfahl. Verhaltenssteuernde Selbstverbalisationen können sich auf unterschiedliche Phasen von Stresssituationen beziehen. Mit den Pati-enten werden individuelle »angemessene« Formulierungen erarbeitet,  dann  vom  Therapeuten  modelliert  und  über Rollenspielübungen und Konfrontationen mit Realsituati-onen trainiert. »Angemessene«  Selbstverbalisationen  sollen  »angemessene« Gefühle und Bewältigungskompetenz in belastenden Situationen  begünstigen,  während  »unangemessene«  zu sich  selbst  gesprochene  Sätze  wie  »Das  schaffe  ich  nie«, »Das wird mir alles zuviel« negative Gefühle und entweder Schwierigkeiten  in  der  Bewältigung  oder  ein  Vermeiden von belastenden Situationen begünstigen. Verschiedene Arten verhaltenssteuernder Selbstverbalisationen: 1.   Selbstverbalisationen zur Orientierung und Planung         »Überlege, welche Möglichkeiten Du in dieser Situation hast.«   »Was ist als nächstes zu tun?«2.    Selbstverbalisierungen der eigenen Bewältigungsmöglichkeiten        »Entspanne Dich! Du kannst Deine Angst in Grenzen halten.« »Tue eins nach dem anderen.«3.    Selbstverbalisationen zur Ermutigung des Aushaltens bei aufkommender Angst oder Panik.         »Du kennst diese Angst. Sie wird gleich weniger werden.« »Was ist in der Situation trotz Angst möglich?«4.    Selbstverbalisationen zur Bewertung und Verstärkung         »Ich habe durchgehalten. Es hat geklappt.« »Es ging schon besser als beim letzten Mal.« Die Selbstverbalisations- und Stressbewältigungsinterventionen von Meichenbaum werden heute meist als Komponenten bzw. ergänzende Maßnahmen innerhalb von kognitiven Verhaltenstherapien einge-setzt und weniger als alleinige Therapie. 
  • Unterschiede zwischen den kognitiven Ansätzen von Ellis, Beck und Meichenbaum Ellis ·         Einfluss bestimmter grundlegender Bewertungsmuster und absolutistischer Lebensphilosophien.  ·         „Top-Down“ Strategie.  ·         Analyse und Veränderung von Grundannahmen.    Beck ·         Denkfehler, Schemata, dysfunktionale Denkmuster und kognitiven Verzerrungen bei der Wahrnehmung und Interpretation der Realität (z.B. Schwarz-weiß Denken, Übergeneralisierung, selektive Aufmerksamkeit, Personalisierung, Minimieren und Maximieren). Þ Folge: dysfunktionale Gedanken.   ·         analytische „Bottom-up-Unterstützung“ neuer Schemata.  ·         jedoch auch die Veränderungen unmittelbar nicht bewusster Grundannahmen in späteren Stadien der Therapie werden für wichtig gehalten Meichenbaum ·         verhaltenssteuernde Wirkung an sich selbst gerichteter Instruktionen bzw. die herausragende Rolle von bestimmten Bewältigungsaussagen / Selbstverbalisationen in konkreten Situationen.  ·         nur dann für wirksam, wenn sie verstanden und abgeleitet werden aus einem geänderten Denken über die zu bewältigenden Situationen. ·         eine zielorientierte Strategie.  ·         vor allem dann sinnvoll, wenn es um Überprüfung realitätsangemessener Gedanken geht.  ·         Verhaltenssteuernde Selbsverbalisationen können sich auf unterschiedliche Phasen von  Stresssituationen im Rahmen des vom Meichenbaum entwickelten Stressimpufngstrainings beziehen.