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Psychologie (Fach) / Zwischenprüfung PT (Lektion)

Psychotherapie Zwischenprüfung

Diese Lektion wurde von AnnaF erstellt.

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  • Frage 3 Was sind Verstärker? Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens wird erhöht: materielle Verstärkung; soz. Verstärker; körperliche Verst. Direkt: positive Verstärkung: Hinzunahme eines angenehmen Reizes. z. B. Zuwendung Direkte Bestrafung: Hinzunahme eines aversiven Reizes. z. B. Kritik Indirekt: negative Verstärkung: Wegnahme eines unangenehmen Reizes. z. B. Streit hört auf. Indirekte Bestrafung: Wegnahme eines angenehmen Reizes. z. B. Pausenzeit wird verkürzt
  • Frage 8 Was ist ein diskriminativer Hinweisreiz? Operante Konditionierung: Signalreiz (S) (S-O-R-C-K) = Reize die bestimmte Verhaltenskonsequenzen signalisieren Bsp. Ratte nach Hebeldruck nur dann Belohnung (Futter) wenn vorher das Lämpchen aufleuchtete. - diskriminative Hinweisreize gehen operantem Verhalten systematisch voraus (dürfen laut Dr. Eckert nicht in der "Liste" der klassischen Stehen, d.h keine Reflexe sein) - haben für operantes Verhalten eine Signalfunktion / Informationswert, lösen aber das Verhalten NICHT aus Skinner unterscheidet: a) VORLIEGEN DES DISKRIMINATIVEN REIZES Sd: - auf Verhalten folgt wahrscheinlich Verstärkung Aufleuchten der Lampe = einziger diskriminativer Reiz  Futtergabe auf Hebeldruck nur wenn zugleich Lämpchen b) AUSBLEIBEN DES DISKRIMINATIVEN REIZES  Konditionierte Stimuli (Klassische Konditionierung): Bsp. Futterexperiment Futter nach Glocke (CS) à aber es muss eine bestimmte Glocke sein (diskriminiert zwischen Speichelfluss oder kein Speichelfluss)
  • Frage 20 Nennen Sie Beispiele sozialer Performanz Verfügbarkeit eines bestimmten Verhaltensrepertoires um soziale Interaktionen aktiv, bedürfnisgerecht und zielorientier (mit)zu gestalten und deren erfolgreiche Anwendung weitere Anforderung: schnelle und flexible Anpassung an SItuationsbedingungen Kompromiss zwischen eigenen Bedürfnissen (Autonomie) und sozialer Anpassung   Beispiele: Recht durchsetzen; Beziehungen gestalten; Sympathie gewinnen Kompetenz muss man nicht unbedingt sehen, z.B. Patienten mit sozialer Phobie haben mangelhafte soziale Performanz, jedoch nicht unbedingt mangelhafte soziale Kompetenz  
  • Frage 31: Was ist die wichtigste Methode bei dem Beziehungstyp "um Sympathie werben"? Kontakt aufnehmen und Menschen für sich gewinnen, v. a. zu mehr der minder fremden Personen beiderlei Geschlechts.  z.B. in Rollenspiel üben Blickkontakt, Lächeln, persönliche Äußerungen des Gegenübers aufgreifen und nachfragen, etwas privates von sich erzählen Gegenüber positiv verstärken z.B. Komplimente machen, interessierte Fragen/ Smalltalk
  • SKT Beziehungen gestalten Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche in Beziehungen zu nahestehenden Personen (Kinder, Freunde, Partner) einbringen Umgang mit Kritik; Kompromisse finden.. z.B. in Rollenspiel üben Klärung der eigenen Gefühle und auslösender Situation positive Selbstverbalisation: "Ich habe ein Recht auf meine Gefühle" Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse direkt ansprechen und ggfls. wieder darauf zurück kommen Partner tatsächlich zuhören, ausreden lassen, event. Kompromisse eingestehen
  • Frage 28 Welche therapeutische Technik wird vermittelt um "Rechte durchzusetzen"? Eigene Rechte und berechtigte Interessen einfordern. Unberechtigte Forderungen ablehnen (ggü. nahestehenden Personen, Behörden, Kollegen). z. B. im Rollenspiel üben laut und deutlich sprechen direkter Blickkontakt gerade Körperhaltung nicht aggressiv sondern ruhig und bestimmt (hierzu unterschiedliche Reaktionen z. B. anhand von Arbeitsblättern durchsprechen) nach erfolgreicher Kommunikation Selbstverstärkung (auch für kleine Fortschritte!)
  • Frage 24 Was ist der Appel an den Therapeuten von Pat. mit einer Histrionischen, Passiv aggressiven, Dependancen, Selbstunsicher vermeidenden, Schizoiden, Depressiven, Narzisstischen, Zwanghaften, Paranoiden, Antisozialen Persönlichkeitsstörung? Histrionisch: "Sieh mich. Nimm mich wahr. Bewundere mich!" Passiv aggressiv: "Gehe weg. Lass mich. Misch dich nicht ein. Ich mache das allein!" Dependent: "Übernimm die Verantwortung für mich. Hilf mir, ich brauche dich" Selbstunsicher vermeidend: "Sag mir, ob ich es richtig mache bzw. wie ich es richtig machen soll." Schizoid: "Komm mir nicht zu nah. Lass mich in Ruhe!" Depressiv: "Nimm mich ernst."?/ „Ich bin die Mühe nicht wert.“ Narzistisch: „Bewundere mich. Sag mir, dass ich einzigartig bin!“; „Bedroh mich nicht“ Zwanghaft: „Halte dich an die Regeln! Ich glaube nicht, dass du das so gut/genau machst, wie ich es will!“ Paranoid: „Du willst mir etwas Böses! Beweis mir doch das Gegenteil!“ Antisozial. „Zeig mir, dass du’s drauf hast, sonst bist du unten durch!“
  • Frage 17 Welche Situationstypen gibt es beim SKT nach Hinsch und Pfingst ? Beziehungen gestalten Recht durchsetzen um Sympathie werben/ Kontakt aufnehmen
  • Frage Nr. 41 Was ist eine konditionierte Entspannungsreaktion? Anzeichen für ein erfolgreiches Üben ist die konditionierte Entspannungsreaktion. Diese Reaktion kann dann auf einen konditionierten Reiz hin (wie zum Beispiel Körperhaltung, Ruhebild oder best. Selbstinstruktionen) in den verschiedensten Situationen hervorgerufen werden.  PMR nach Jacobson
  • Was sind mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen der Progressiven Muskelrelaxation? 11 Punkte Nebenwirkungen  vermehrte Symptomwahrnehmung; negative Einstellung ggü PMR; Grübeln; sexuelle Erregung; vegetative Angstsymptome wg Kontrollverlust; Einschlafen Kontraindikationen PMR Neurologische Erkrankungen wie Epilepsie (erhöhte Anfallgefahr) Atemwegserkrankungen (Ateminsuffizienz) Psychotische Störungen (Differenzierung v. innen/ außen, dissoziatives Erleben) Akute gastrointestinale Erkrankung wegen vermehrter Bildung von Magensäure deutlicher Bluthochdruck (Anspannung kann Blutdruck erstmal erhöhen) Migräne Muskelerkrankungen Starke Zwangserkrankung Bei Angsterkrankungen nicht vor der Exposition, da es sonst als Sicherheitsverhalten eingesetzt werden kann Blut-Spritzenphobie (angewandte Anspannung) Schwere Intelligenzminderung (Konzentration und Selbststeuerungsvermögen)
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  • Spezifische Phobien: Besonderheit Blut-Spritzen-Verletzungs-Typus spezifisches physiologisches Reaktionsmuster= diphasische vasovagale Reaktion: bei Konfontation nach (angsttypischem) Anstieg von Herzrate und Blutdruck schneller Blutdruckabfall (Gefahr der Ohnmacht oder Erleben v. Übelkeit, Schwäche)  Intervention: Erlernen große Skelettmuskulatur (Arme, Beine, Brustbereich) 15-20 sec gezielt anzuspannen und auf Ausgangsniveau!! zu lockern, alle 30 sec. wiederholen Bei Beherrschung der Methode ggfls. graduelle Konfrontation mit Dias, Beobachtung einer Herzop & bei Anzeichen z. B. flaues Gefühl Anspannungstechnik ! Studie von Öst 1991: tension-Bedingung (nur Anspannungstechnik gelernt) genauso gut wie applied-tension (mit Konfrontation)= einzige Phobie, bei der KOnfrontation nicht nötig ist, wenn Copingstrategie gut beherrscht wird
  • Frage 44: Wirkfaktoren von Psychotherapie? (Grawe) Therapeutische Beziehung: Qualität der Beziehung trägt signifikant zum Therapieerfolg bei Ressourcenaktivierung: Anknüpfen an und Aufbau von Stärken, Kompetenzen, Sozialen Ressourcen Problemaktualisierung: Problem wird im Therapiekontext konkret durchlebt, verbalisiert ebenso wie die Veränderungen Motivationale Klärung:  Bedeutungen des Erlebens und Verhaltens im Hinblick auf bewusste und unbewusste Ziele und Werte klären/ Explikation von Bedeutungen. Klareres Bewusstsein der Determinanten (Ursprünge, Hintergründe, aufrechterhaltende Faktoren) von problematischem Erleben und Verhalten. Problembewältigung: aktive Hilfe bei der Problembewältigung durch konkrete Techniken, Aufgaben, Hinweise etc.= Waage aus Bewältigung und Klärung/ Änderung und Akzeptanz
  • Frage 48: Welche sind die sieben Primäremotionen? Emotionen sind Signale für die Valenz (Wertigkeit) von Situationen und werden durch Bedürfnisbefriedigung/ Bedürfnisfrustration aktiviert haben laut Grawe eine Generalisierungstendenz: werden durch Erlernen schnell ausgelöst (Antwort auf Situationen z.B. schnell Angst) nach Grawe (Zarbock) 6: Freude/Glück, Wut/Ärger, Ekel, Trauer, Angst, Verachtung Wichtige soziale Emotionen: Scham, Stolz, Schuld, Neid nach Eckman 7: Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit, Überraschung (in Skript)
  • Grundbedürfnisse nach Grawe Bindungsbedürfnis: erlebte Bindungssicherheit ist zentral für die gesunde Entwicklung eines Kindes und Vorraussetzung für die Entwicklung "echter" Autonomie Autonomie/Orientierung/Kontrolle: Selbstständigkeit i. S. v. Unabhängigkeit von anderen, um Selbstwirksamkeit zu erleben. Autonomes Explorationsverhalten, um Umwelt vorhersagbar (Orientierung) und in ihren Auswirkungen auf den Organismus steuerbar (Kontrolle) zu machen. Selbstwerterhöhung/Selbstwertschutz: Selbstwertgefühl als bewertende Stellungnahme einer Person zu sich selbst. Positiv (Stolz, Freude) vs. negativ (Scham, Trauer). Selbstbewertung ist i.d.R. bereichsspezifisch. Psychische Gesundheit geht mit der Fähigkeit d. Selbstwertschutzes einher. Lustgewinn/ Unlustvermeidung: erfahrungen werden als gut-schlecht (Annäherung-Vermeidung) bewertet. Abhängig von Temperament, Vorerfahrung, momentanem Zustand und aktuellen Bedürfnissen d. bewertenden Individuums. Aktivierung von Annäherung: positive Emotionen; Vermeidung: negative Emotionen. Übergeordnet: Streben nach Konsistenz/ Identität: Streben nach Zusammenpassen/ Widerspruchsfreiheit psychischer Inhalte. Zielt auf relativ spannungsfreien/konfliktarmen intrapsychischen Zustand ab. Bei Bedürfnisfrustration kommt es zu Spannung sowie bei Widersprüchen in Grundbedürfnissen (z. B. Autonomie versus Bindungswunsch). Mit Ziel der Spannungsreduktion (Inkonsistenzreduktion) wird Entstehung psychischer Symptome erklärt; z. B. Angstsymptomatik mt Meidungsverhalten. führen zu Grundbedürfnisfrustrationen
  • Frage 50 Warum ist nicht jeder Reiz gleich konditionierbar? Was ist Preparedness? Nach der Theorie von Seligman (1979) gibt es eine evolutionär bedingte erhöhte Lernbereitschaft auf bestimmte Reize (z. B. Schlangen, Spinnen, Dunkelheit) mit Angst zu reagieren. Preparedness stellt damit eine gewisse biologische Vulnerabilität dar.  Charakteristika konditionierter Angstreaktionen auf biologisch-evolutionär bedeutsame Stimuli Rasche Aneignung (Konditionierung) von (phobischem) Vermeidungsverhalten Erhöhte Löschungsresistenz Durch kognitive Instruktionen wenig beeinflussbar (primitve, non-kognitive Lernform) Konditionierbarkeit d. Organismus: Organismen mit gehemmten Nervensystem sind leichter konditionierbar als solche mit leicht erregbarem. Desweiteren neutrale. weitere Einflüsse auf Konditionierbarkeit: Kontingenz, Kontiguität
  • Kontiguität wiederholte Raum-zeitliche Nähe von CS und US ist hinreichend um Konditionierung zu bewirken. Optimal, wenn CS 1-3 sec vor UCS dargeboten
  • Kontingenz Vorhersagekraft (CS und US treten gemeinsam auf, häufiger CS und US gemeinsam als CS bzw. NS ohne US)
  • Was sind die Therapeutenvariablen (nach Rogers)? Bedingungslose positive Wertschätzung: gegenüber der Person des Ratsuchenden mit ihren Schwierigkeiten und Eigenheiten. Das Bedürfnis nach bedingungsloser positiver Wertschätzung gehört zu den Grundannahmen über die Natur des Menschen. Sie kann verschiedene konkrete Interaktionsformen annehmen: vorbehaltsloses Annehmen des vom Klienten Ausgedrückten, das Ermutigen der ratsuchenden oder leidenden Person und das Ausdrücken von Solidarität mit dem Klienten (J. Finke, 2004). Empathie:  Einfühlsames Verstehen der Welt und der Probleme aus der Sicht des Klienten, und die Fähigkeit, diese Empathie dem Klienten zu kommunizieren. Grundformen der Empathie sind beispielsweise die Wiederholung des Mitgeteilten, die Empathie als Konkretisierung des Gesagten, die Empathie mit Bezug auf das Selbstkonzept des Klienten sowie auch Empathie mit Bezug auf das organismische (haltungsprägende) Erleben des Klienten (J. Finke, 2004). Kongruenz/Echtheit:  in seiner Haltung: Offenes Wahrnehmen des eigenen Erlebens als Therapeut oder Berater, der mit dem Klienten in Beziehung steht. Dieses Offen-Sein schließt auch Echtheit in dem Sinn ein, dass Psychotherapeuten und Berater nicht nur als Fachpersonen in Erscheinung treten, sondern auch und besonders als Person sich dem Klienten in der Begegnung zu erkennen geben. Verschiedene grundsätzliche Echtheitsformen: Echtheit im Sinne von Konfrontation mit dem Klienten, Echtheit im Sinne von Klärung des Beziehungsgehaltes mit dem Klienten und Echtheit/Kongruenz im Sinne einer Selbstmitteilung des Therapeutenerlebens (J. Finke, 2004).
  • Welche Auslöser für Panikattacke gibt es? Erste Panickattacke tritt oft situationsunabhängig, teils ohne definierbaren Stressor auf, aufgrund physiologischer Erregung, die falsch attribuiert und interpretiert wird. Erhöhte Selbstbeobachtung, insbesondere körperlicher Vorgänge
  • Wie entwickelt sich die Panikstörung, Modelle? Vulnerabilitätsfaktoren:  genetische & Temperamentsfaktoren: unspezische Vulnerabilität wird vererbt, direkter genetischer Einfluss unwahrscheinlich neurophysiologisch: Überaktivität der Amygdala; kurze perzeptiv-motorische Bahnen reagieren doppelt so schnell: Hemmung d. Großhirns kann nicht rechtzeitig erfolgen Angstsensitivität: spezifischer Verarbeitungsstil für angstbezogene physiologische Symptome Traumatische Erfahrungen (unspezifisch f. psychische Störungen) Elterliches Erziehungsverhalten und kognitive Stile: Konzept der Kontrollerlebens und Attributionsstile Vorläuferstörungen: emotionale Störungen in Kindheit, z. B. Trennungsangst Frauen deutlich häufiger als Männer (Panikstörung 12 Monatsprävalenz 3%vs1,7% Männer) 1. Klassische Konditionierung nach Michael und Ehlers 2001): UCS (Ohnmachtsgefühl) führt zu UR (Angst). NS (Kino)wird zu CS. 2. Vulnerabilitäts-Stress Modell: alle biopsychosozialen Faktoren kommen erst durch Anhäufung von Stressoren/kritischen Lebensereignissen zum tragen. 80% von Panikpatienten benennen retrospektiv kritische Lebensereignisse. Diese übersteigen Bewältigungskapazitäten (z.B. Trennung, Berufswechsel, Schwangerschaft/ Geburt): initiale Panikattacke Psychophysiologischer Teufelskreis: Verunsicherung ("Ist alles in Ordnung?")-Aufmerksamkeitswendung nach innen--> Wahrnehmung von Körperempfindungen-->Interpretation der Empfindungen als gefährlichoder Anzeichen von Krankheiten (Schlaganfall, Herzinfarkt, Verrückt werden)--> Verstärkung der Körpersensationen übersympathische Aktivierung-->Wahrnehmung der verstärkten Aktivierung als Bestätigung der vorherigen Interpretation ("jetzt kippe ich wirklich um")-->Eskalation in einer Panikspirale Komorbidität Panikst.: 50-65% MajDep (bei 1/3 geht MajDep voraus) 30-45%Agoraphobie  15-30 % soziale Phobie 25 % GAS 10-20% spezifische Phobie 25-50% Substanzabusus (Alkohol, Beruhigungsmittel) wenig Spontanremissionen (nach 2 J. 43,3 % keine Rem.) bei 21,4 % nach Remission Wiederauftreten 4-7fach erhöhtes Risiko bei Verwandten 1.Grades
  • Aufrechterhaltung von Angststörungen- 3 Modelle Zwei Faktoren Theorie (Mowrer): klassische Konditionierung neutraler Reize zu aversiven Reizen (z.B. Kino), dann operante Konditionierung durch Vermeidungsverhalten (negative Verstärkung) Kognitive Theorie (Clark): aufgrund von Kognitionen und Informationsverarbeitung   Überschätzung von Gefahr und Unterschätzung der eigenen Bewältigungsmöglichkeiten: Angst und Vermeidung Psychophysiologisches Modell (Ehlers, Margraf): langsamer automatischer Rückkopplungsprozess, der durch Habituation und Ermüdung zum Angstabfall führt vs. Schneller Angstabfall durch Verhalten (Vermeidung, Hilfesuchen, Sicherheitsverhalten)
  • Welche Angststörungen gibt es? Angststörungen häufigste psychische Erkrankung, deutlich mehr Frauen als Männer am häufigsten: Spezifische Phobien (12-Mon.:1 0,3 %; selten Behandlung) Agoraphobie/ mit Panikstörung (12-Mon.: 6 %) Soziale Phobie (12-Mon.: 2,7 %) GAS (12-Mon.: 2,2 %) in DSM-V: Trennungsangst {unter F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen} F40.- Phobische Störungen (Agorap.; Soziale P.; Spezifische P; sonstige; n.n.b)F41.- Andere Angststörungen (Panikst.; GAS; Angst+Depr. gemischt; sonstige..)F42.- Zwangsstörung (vorw. Gedanken vs vorw. Handlungen)F43.- Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen (akute Belastungsreak.; PTBS; Anpassungsst.)F44.- Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]F45.- Somatoforme Störungen (Somatisierungsst.; Hypochondrische St.;..)F48.- Andere neurotische Störungen (u. a. Depersonalisations/-realisationssyndrom)
  • Spezifische Phobien, welche? 5 Typen Tiertypus (Hunde, Schlangen..) Umwelttypus (Höhe, Gewitter, Wasser..) Blut-Spritzen-Verletzungstypus (meist vor 10.LJ; diphasische vasovagale Reaktion) Situativer Typus (Flugzeuge, Fahrstühle, enge Räume) Anderer Typus (Ersticken, Erbrechen..) Besonderheit: immer Auslöser
  • Flugangst vs. GAS vs. Agoraphobie Flugangst: abstürzen GAS: Folgen eines Absturzes Agoraphobie: Nicht herauskönnen, blamieren, keine Hilfe erhalten können
  • Erklärungsansätze zur Entstehung Sozialer Phobie Interaktion von Veranlagung (Temperamentfaktoren, Umgebungsfaktoren etc.) mit persönlichen Erfahrungen und Lebensumständen (nicht ermutigende Übungsfelder), Norm- und Wertesysteme der Umwelt, besonderen Heraus-/ Überforderungen
  • Soziale Phobie: Erklärungsmodelle zur Aufrechterhaltung (Clark / Wells) Annahmen über Gefährlichkeit sozialer Situationen (1. Überhöhte Standards für soziales Auftreten: Ich muss immer etwas Interessantes sagen.; 2. Konditionale negative Annahmen über Konsequenzen d. Verhaltens: Wenn ich rot werde, denkt der andere, ich weiß es nicht.; 3. Unkonditionale negative Grundannahmen: Ich bin ein schlechter Mensch. Andere könnten das merken.) Sicherheitsverhalten (Bsp. Ausführlichste Vorbereitung, aktive Vermeidung/ Überspielen eigener „Schwächen“ durch Kleidung, Makeup, leise Stimme, …) Angstbestätigende Erfahrungen/ Selbstaufmerksamkeit (durch ängstliche Erwartungen, problematische Fokussierung: self fulfilling prophecy) Vermeidung/ Flucht: Teufelskreis Ungünstige Auswertung nach Situation Dyfunktionale Kognitionen z.B. perfektionistische Standards, Unterschätzung emotionaler Kontrolle, Unterschätzung eigener Kompetenzen, Katastrophisierung, verzerrte Selbstwahrnehmung getriggerte Schemata !fehlt: Abbildung kognitves Modell nach Clark und Wells (Soziale Situation / aktiviert kognitive Schemata/ Wahrgenommene soziale Bedrohung/ Verarbeitung des Selbst als soziales Objekt/ Sicherheitsverhalten // körperliche und kognitive Symptome)
  • Warum gibt es bei der sozialen Phobie keine Habituation? Verzerrte Selbstbewertung und Selbstaufmerksamkeit verhindert korrektive Erfahrungen Vermeidungsverhalten, Sicherheitsverhalten
  • Typen der sozialen Phobie Quantitativ: nicht generalisiert (bis 2 Situationen), generalisiert (3 Situationen und mehr) Qualitativ: Leistungstyp (in Öffentlichkeit sprechen, schreiben, essen); Sozialer Interaktionstyp (Besuch einer Party, flirten, Umgang mit Autoritätspersonen)
  • Was soll der Sozialphobiker in der Therapie lernen? (8 Punkte) Sozialer Standard und Ziele: realistische Einschätzung des sozialen Standards der Situation und Definition eigener Ziele Selbstfokussierte Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit nicht auf Angst, sondern auf „sinnvolle“ Aspekte richten, die zum Erfolg führen Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten ermitteln, reduzieren und ersetzen Emotionale Kontrolle: Erkenntnis, dass Emotionen durch Patienten kontrolliert werden können und grundsätzlich nicht (immer) von außen beobachtbar sind Selbstwahrnehmung/ Selbstakzeptanz Dysfunktionale Grundannahmen verändern Realistische Einschätzung und ggfls. Verbesserung der soziale Kompetenz Soziale Kosten: Missgeschicke (dürfen) passieren laut Skript nach Clark & Wells: Die Therapie setzt bei den aufrechterhaltenden Faktoren an. Die Ziele der Therapie sind: a) Die Aufmerksamkeit in sozialen Situationen nach Außen zu richten b) Den Abbau von Sicherheitsverhalten c) Negative Vorstellungen zu verändern d) Die Vermeidung zu reduzieren e) Die Veränderung antizipatorischer und nachträglicher Verarbeitung
  • Frage 1 Kritische Lebensalter für Soziale Phobie? Erkrankungsalter Median 7.-14. LJ., Beginn oft in der Pubertät, weil da die Peergroup und die Bewertung durch andere so wichtig wird Behandlungsbeginn allerdings oft erst 27.-34. LJ Geschlechterverhältnis Frauen: Männer= 3:2 12-Monatsprävalenz: 3-4 % Lebenszeitprävalenz: 7-12 % 5 Risikofaktoren: Genetische Disposition zu Angst (z.B. gehemmtes Explorationsverhalten) Modelllernen: Elternteil mit SP soziale "Traumata" Überprotektiver Erziehungsstil: Viel Kontrolle, wenig emotionale Zuwendung Kritische Lebensereignisse z. B. häufiges Umziehen
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  • Frage 2 Was sind die diagnostischen Kriterien für Soziale Phobie? nach ICD-10 (F40.1) A) entweder 1 oder 2 Angst im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Sich peinlich oder beschämend zu verhalten. Vermeidung der o. g. Situation B) min. 2 Angstsymptome in o. g. Situation, davon min. 1 seit Entstehung der Störung: Erröten oder Zittern Angst zu erbrechen Miktions- oder Defäktionsdrang oder Angst davor C)Emotionale Belastung und Einsicht, dass Angst übertrieben. ggfls. Vermeidung D) Symptome beschränken sich auf soziale Situationen oder auf Gedanken an diese E) Kriterium A ist nicht bedingt durch andere Störung odr kulturelle Anschauung
  • Frage 4 Welche körperlichen Symptome kommen bei der sozialen Phobie vor? 7 P. • Schwitzen, Erröten, Miktions-/Defäktionsdrang (Harn- oder Stuhldrang), Übelkeit, Zittern, Herzklopfen, Stottern
  • Symptomatik GAS Anhaltende Sorgen, Anspannung, Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse an den meisten Tagen über mind. 6 Monate Mind. 4 Symptome aus dem vegetativen Bereich (z.B. Herzklopfen, Schweißausbrüche), dem Thorax und Abdomen Bereich (z.B. Atembeschwerden, Übelkeit), dem psychischen Bereich (z.B. Derealisation, Angst vor Kontrollverlust), allgemeine Symptome (z.B. Hitze/ Kälte), Symptome der Anspannung oder unspezifische Symptome (z.B. Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten)
  • GAS: Warum keine Habituation? Sägezahnmodell Sorgen = Vermeidung Sorgen werden nicht zu Ende gedacht
  • Dentalphobie, was ist das? wo einzuordnen? Und was sind Besonderheiten in der Therapie? Angst vor Zahnarzt, spezifische Phobie, situativer Typus ähnlich wie Blut- und Spritzenphobie angewandte Anspannung (große Skelettmuskeln anspannen, halten, Pause, weiter): vermeidet Blutdruckabfall/ diphasische vasovagale Reaktion und Ohnmacht Graduelle Konfrontation z.B. mit Fotos oder Videos zum Erlernen der Technik
  • Graduierte vs. massierte Expo? Expositionstherapie/ Reizkonfrontation: Angstauslösendem Stimulus stellen, Angst aushalten und Habituationserfahrung machen. Aktivierung des Furchtzentrums und korrektive Informationen, die mit den abgespeicherten Infos inkompatibel sind. Ziel: Konfrontation, Löschung, Habituation, korrigierend Erfahrung, Kontrollierbarkeit, Korrektur von Befürchtungen Massierte Expo/ Flooding: sehr wirksam bei Angststörungen: bestes Selbstwirksamkeits- und Kontrollerleben, danach sind weniger angstbesetzte Situationen quasi mitbewältigt  Graduierte Expo eher bei: sozialer Phobie und spezifischen Phobie Blut-Spritzen-Verletzungstypus und Dentalphobie, bei komorbiden körperlichen Erkrankungen (Herz, Epilepsie, Asthma) real gefährlichen Situationen (z.B. Autofahren, Bergsteigen), Leistungssituationen (z. B. Konzertgeiger), akuter Psychose, Depressivität, Suizidalität massivem Widerstand auf Patientenseite
  • Expo bei Hundephobie, was muss beachtet werden? zunächst Diskriminationslernen bzgl. Verhalten von Hunden: realistische Gefahreneinschätzung Hund darf nicht weglaufen können z.B. im Zwinger
  • Wirkfaktoren bei Konfrontation? lat. exponere: sich aussetzen,preisgeben Habituation (Gewöhnung an die Angst/ die Situation/ den Reiz), Löschung (neue S-R-Verknüpfung; Sd wird zu SΔ bzw CS verliert Wirkung), korrektive Erfahrung/Umbewertung: Veränderung von Erwartungen, Erfahrung von Kontrollierbarkeit
  • Reiz- vs. Reaktionskonfrontation, wo genau liegt der Unterschied? Reaktionskonfrontation bei Panikstörung (Paniksymptome als Reaktion) Körperliche Symptome können willkürlich und kontrollierbar herbeigeführt werden z.B. durch Hyperventilation -Reizkonfrontation: Konfrontation mit angstbesetzten Reizen (z.B. Orte, Spinnen etc.)  
  • Systematische Desensibilisierung (Wolpe, 1958) Prinzip: Laufende Abnahme der Angst als Prozess der konditionierten Hemmungdurch eine gleichzeitige antagonistische Reaktion: Vorgehen: 1. Angsthierarchie erstellen; 2. Vermittlung eines Angstantagonistischen Verfahrens (meist PMR); 3. Expo in sensu unter erlebter Entspannung von unten nach oben, immer wenn Angst ansteigt abbrechen und Entspannung, weiter zu nächstem Item, wenn 3x angstfrei erlebt. Abschluss mit angstfreiem Bild
  • Was ist Shaping, Chaining? Shaping: Vorgehensweise der operanten Konditionierung. Stufenweise Annäherung an das Zielverhalten, Verstärkung von Verhaltenselementen, die dem Zielverhalten nahe kommen, bis das erwünschte Verhalten gezeigt wird. Verstärkt werden im Verlauf der Konditionierung also die Verhaltenselemente, die dem gewünschten Endverhalten jeweils etwas näher kommen. Chaining: schrittweises Erlernen von komplexen Verhaltensweisen durch Zerlegen in Verhaltensketten. Backward chaining beginnt mit dem letzten Glied einer Verhaltenskette und baut dann Element für Element auf. Bsp. Kind beibringen sich Hose selbst anzuziehen: erst einmal komplett mit Hilfestellung, dann macht Elternteil alles bis auf Hochziehen, dann nur ein Bein und Kind den Rest, dann nur noch richtig hinhalten, dann gar nichts mehr. Die Dressur von Tieren beruht normalerweise auf der Kombination von Shaping und Chaining. Beide Verfahren sind jedoch auch beim Menschen anwendbar.
  • Frage 55: Was ist das unterscheidende Merkmal zwischen einer Somatisierungsstörung und der Hypochondrie? Und welcher Ptn. würde eher Medikamente nehmen? Somatisierungsstörung (Häufig wechselnde! Symptome; Häufiger Missbrauch von Medis) Diagnostische Kriterien Mind. 2 Jahre multiple, wechselnde körperliche Symptome, die nicht durch körperliche Krankheit erklärbar sind (oder nicht in der Schwere) Ständige Beschäftigung mit den Symptomen: andauerndes Leiden und wiederholte Arztbesuche/ Selbstmedikation Hartnäckige Weigerung zu akzeptieren, dass Symptome nicht (hinreichend) durch eine körperliche Ursache erklärbar sind Min. 6 Symptome aus dem Bereich gastro-intestinale Beschwerden, kardio-vaskuläre Beschwerden, urogenitale Beschwerden Hypochondrische Störung (im Vgl. zu Som.St. keine familiäre Häufung lt ICD 10) Min. 6 Monate Anhaltende Überzeugung an max. 2 schweren körperlichen Erkrankungen zu leiden oder Anhaltende Beschäftigung mit einer angenommenen Entstellung oder Missbildung Ständige Sorge um diese Überzeugung und Symptome, Leiden, Arztbesuche (Ärztehopping) Weigerung, zu akzeptieren, dass den Symptomen keine körperliche Ursache zugrunde liegt (trotz wiederholter Versicherung durch Fachärzte) → Hypochonder ist überzeugt, eine bestimmte Krankheit zu haben, der mit der Somatisierungsstörung hat eher diffuse Schmerzen überall oder zumindest in mehreren Körperteilen.Medikamente nimmt eher der mit der SS, weil der Hypochonder den Beipackzettel liest und gleich Schiss kriegt, er könnte was davon bekommen!
  • Hypochondrische Ängste und worin liegt Unterschied zur Krankheitsphobie? Hypochondrie: Angst vor max. 2 Krankheiten, min. 6Monate andauernd und umfassende Beschäftigung damit. Als Krankheitsphobie bezeichnet man die krankhafte Angst, in absehbarer Zeit eine schwere Krankheit zu bekommen.Im Gegensatz zur Hypochondrie achten Betroffene nicht besonders auf Anzeichen für eine Krankheit, sondern verleugnen im Gegenteil sogar deutliche Warnzeichen und vermeiden Arztbesuche aus Angst vor einer schlechten Nachricht.
  • Affektive Störungen nach ICD-10 F30      Manische Episode F31      Bipolare affektive Störung F32      Depressive Episode F33      Rezidivierende depressive Störung F39      Dysthymia, Zyklothymia 43.2     Anpassungsstörung
  • Kriterien für eine depressive Episode (F32/ F33) A.  Gedrückte Stimmung, Interessensverlust und Freudlosigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit und Aktivitätseinschränkung, Verminderung des Antriebs B.    Andere häufige Symptome sind: Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit . Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Schuldgefühle und Gefühle der Wertlosigkeit (sogar bei leichten Episoden) Negative und pessimistische Zukunftsperspektiven Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung und Suizidhandlungen Schlafstörung Verminderter Appetit C.    Mindestdauer: 2 Wochen; Kriterien A: mind. 2 der Symptome bei leicht und mittelgradig, alle 3 Symptome bei schwer
  • Depressive Episoden werden nach Schweregrad unterteilt in F32.0 leicht: 2 Symptome aus A, 2-3 aus B, Probleme normale berufliche Tätigkeit und soziale Aktivitäten weiterzuführen F32.1 mittelgradig: 2 Symptome aus A, 3-4 aus B, unwahrscheinlich soziale, häusliche und berufliche Tätigkeiten fortzuzuführen, allenfalls begrenzt Gegebenenfalls mit F32.(1/2)1 Somatischem Syndrom (mind. 4 Symptome müssen eindeutig feststellbar sein): Interessenverlust, Verlust der Freude an angenehmen AktivitätenMangelnde Fähigkeit auf freundliche Umgebung/ Ereignisse emotional zu reagierenFrüherwachenMorgentiefObjektive psychomotorische Hemmung/ AgitiertheitDeutlicher AppetitverlustGewichtsverlust (mind. 5% im vergangenen Monat)Deutlicher Libidoverlust F32.2 schwer: 3 Symptome aus A, mind. 5 aus B, ggfls. mit psychotischen und somatischen Symptomen (F32.3)
  • CBASP Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (McCullough 2000) speziell für die Anwendung bei chronischen und therapieresistenten Depressionen: Präoperatorisches Denken / Interpersonelle Störung. neben verhaltenstherapeutischen Methoden (Situationsanalysen, operante Methoden, Fertigkeitentrainings) auch kognitive und insbesondere interpersonelle (Beziehungsanalyse, Übertragungsprozesse, Selbsteinbringung) Interventionen eingesetzt. schulenübergreifende, integrative Psychotherapie, die psychodynamische, interpersonelle, kognitive und verhaltenstherapeutische Elemente verbindet stark strukturiert und direktiv weist eine hohe klinische und erste empirische Evidenz (Keller et al. 2000) auf.  Im Gegensatz zur kognitiven Therapie stehen nicht dysfunktionale Kognitionen und automatische Gedanken sondern die zwischenmenschliche Interaktionsstörung und Vermeidung im Mittelpunkt. Ziele von CBASP: das Erkennen der Konsequenzen des eigenen Verhaltens der Erwerb von authentischer Empathie das Erlernen von sozialen Problemlöse-Fertigkeiten und Bewältigungsstrategien  ein interpersoneller Heilungsprozess bzgl. früherer Traumata → durch diszipliniertes persönliches Einlassen die „interpersonelle Mauer“ durchbrechen und so eine heilsame korrigierende Beziehungserfahrung machen    
  • VT und Antidepressiva, würden wir das ambulant befürworten? (pro und contra abwägen) Ambulant hauptsächlich mittelgradige Depression, da leichte Depression nicht in Behandlung kommt und schwere meist stationär behandelt wird Antidepressiva können Einstieg in die Therapie insbesondere den Aktivitätsaufbau erleichtern Andererseits könnten Erfolge auf Pharmakotherapie attribuiert werden: keine Selbstwirksamkeitserfahrung Nach Eintritt der Medikationswirkung lässt möglicherweise Motivation für PT nach= keine nachhaltige Änderung = Rückfallgefahr Empirische Wirksamkeitsforschung aus Lehrbuch der VT Band 2: Bei leichten bis mittelschweren Depressionen haben sich die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), als Individualtherapie unter ambulanten Rahmenbedingungen kurzfristig und längerfristig gut bewährt Bei leichter bis mittelschwerer Depression zeigt die KVT vergleichbare Wirkung mit einer Antidepressiva Therapie. Unter einer KVT brechen jedoch weniger Patienten die Behandlung ab. Im ambulanten Setting zeigt die KVT auch bei schwereren Depressionen vergleichbare Effekte wie die Antidepressiva Therapie, wenn sie von erfahrenen Therapeuten durchgeführt wird Unter dem Aspekt der längerfristigen Wirksamkeit nach Abschluss der Akutbehandlung ist die KVT einer rein medikamentösen Therapie überlegen Bei akuten leichten bis mittelschweren Depressionen lässt sich die Effektivität alleiniger Psychotherapie durch Medikamente kaum steigern In der Kombinationsbehandlung von Antidepressiva mit einer KVT brechen weniger Patienten die Therapie ab, nehmen die Medikamente zuverlässiger ein und zeigen die deutlichsten Besserungsraten Die Kombinationstherapie mit einer KVT ist längerfristig einer Monotherapie mit Antidepressiva überlegen Schwere Depressionen sollten kombiniert pharmakologisch und psychotherapeutisch (KVT) behandelt werden Bei chronischer Depression ist eine Kombination von Pharmakotherapie mit einer KVT angezeigt Eine KVT als Erhaltungstherapie im Anschluss an eine erfolgreiche medikamentöse oder psychotherapeutische Akutbehandlung reduziert langfristig das Rückfallrisiko und senkt die Rückfallrate.
  • Unterschied zw. Beck und Ellis Dysfunktionale Kognitionen vs. Irrational beliefs Lerngeschichte vs. Biologische Veranlagung Gleichberechtigter vs. Direktiv/ konfrontativer Therapeut Induktives vs. Deduktives Vorgehen (? automatische Gedanken verdichten sich zu Grundüberzeugungen vs. negative Schemata führen zu irrational beliefs?) Kombination VT (Aktivitätenaufbau) mit kognitiver Therapie vs. ABC Z(iel) D(isput) Analyse plus kognitive, emotive und verhaltensorientierte Methoden
  • Rational-emotive Therapie (RET) nach Ellis ungünstige Grundüberzeugungen fördern die Entwicklung von psychischen Störungen und Verhaltensproblemen. Drei Imperative: »Ich muss perfekt sein!« »Andere Menschen müssen mich zuvorkommend behandeln!« »Die Umstände müssen solcher Art sein, wie ich das will!«. Angst vor der Symptomatik (»symptom stress«) erhöht das Risiko einer Chronifizierung. (Aus Lehrbuch VT Band 1) Die rational-emotive Therapie (RET) von Albert Ellis.. beruht auf der Grundannahme, daß das Erleben der Realität davon abhängt, wie Menschen Ereignisse wahrnehmen und über sie denken. Insbesondere sind Gefühle dadurch beeinflusst, wie jemand gegenüber einer Sache eingestellt ist. Zu psychischen Problemen kommt es dann, wenn die Bewertung von Ereignissen sehr stark von unangemessenen, “irrationalen” Denkmustern (irrational beliefs) beeinflusst ist, die zu negativen Gefühlen wie Wut, Ärger oder auch Trauer, Resignation und Verzweiflung führen. negativen Gefühle verstärken wiederum die Tendenz zu irrationalen Denkmustern, so daß ein Teufelskreis entsteht. Dieser Teufelskreis kann die Entwicklung einer psychischen Störung wie z.B. der Depression oder der Generalisierte Angststörung nach sich ziehen. Veranschaulichung irrationaler Denkmuster anhand des sogenannten ABC-Schemas: A (auslösendes Ereignis, activating event): Ende einer Partnerschaft B (irrationales Denkmuster; irrational belief): “Ich bin nichts wert, sonst hätte mich meine Partnerin nicht verlassen.” Passt nicht zu „Andere Menschen sollen mich zuvorkommend behandeln“ und „Die Umstände müssen so sein, wie ich es will“… C (Konsequenz; consequence): Entwicklung von Niedergeschlagenheit, Trauer, Wut evtl. Depression. In der rational-emotiven Therapie soll der Patient mit Hilfe des Therapeuten die irrationalen Denkmuster identifizieren. Dies geschieht mit Hilfe eines Dialoges zwischen Patient und Therapeut, in dem beide rational untersuchen, ob die Interpretationen des Patienten angemessen sind oder nicht. Dabei steht nicht von vornherein fest, daß alle Interpretationen unangemessen sind, sondern es wird tatsächlich durch eine genaue Analyse der Interpretationen herausgefunden, ob und wenn ja, welche Interpretationen auf irrationalen Denkmustern beruhen. Diesen Abschnitt der Therapie nennt Ellis Disput (D). Während der Disput-Phase werden Argumentationstechniken verwendet: - empirische Bewertung: z.B. “Sind die Fakten wirklich so eindeutig, wie ich annehme?” - logische Bewertung: z.B. “Sind meine Schlussfolgerungen wirklich so schlüssig, wie ich meine?” - emotionale Bewertung: z.B. “Sind die Gefühle tatsächlich so negativ?” - pragmatische Bewertung: z.B. “Nützt mir diese negative Bewertung?” - ethische Bewertung: z.B. “Sind meine moralischen Vorstellungen in der Strenge tatsächlich notwendig?” Außerdem soll der Patient seine Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen im Alltag systematisch beobachten, um den Einfluss von Gedankenmustern auf die Bewertung von Ereignissen und das Entstehen von Gefühlen zu identifizieren. Das Ziel der rational-emotiven Therapie besteht darin, die identifizierten irrationalen Gedankenmuster durch angemessenere Gedankenmuster zu ersetzen bzw. die vorhandenen Gedankenmuster in angemessene zu verändern (E- effect). Diese Bemühungen werden durch praktische verhaltenstherapeutische Übungen begleitet, mit deren Hilfe die gedanklichen Veränderungen schneller voranschreiten und stabiler vorgenommen werden sollen.