Ernährungsphysiologie (Fach) / Fragenkatalog (Lektion)
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Grundlagen
Diese Lektion wurde von Carlyy95 erstellt.
- 1. Definieren Sie den Begriff Ernährungsphysiologie Zweig der Physiologie beim Menschen befasst sich mit der Aufnahme und Verwertung der Nährstoffe erforsch und beschreibt die normalen (physiologischen), nicht krankhaften Vorgänge, die sich als Folge der Nahrungsaufnahme im Organismus ergeben liefert so die Grundlage für das Verständnis der Pathophysiologie von Stoffwechselkrankheiten und ernährungsabhängigen Krankheiten.
- 2. Definieren Sie den Begriff Pathophysiologie! Die Pathophysiologie befasst sich mit Stoffwechselkrankheiten und ernährungsabhängigen Krankheiten.
- 3. Wozu dient dem Menschen die Nahrung? 1. Organischer Baustoff zum Aufbau der körpereigenen Struktur und zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Prozesse. 2. Brennstoff als Energielieferant für sämtliche biochemischen Prozesse und Arbeitsleistungen des Körpers. (z.B. Körpertemperatur konstant bei 36-37°C zu halten)
- 4. Gibt es eine speziell für den Menschen geschaffene Nahrung in der Natur? die Natur hat keine spezielle Nahrung für den Menschen vorgesehen. außer die Muttermilch in den ersten Lebensmonaten.
- 5. Welche Entwicklungen im Laufe der menschlichen Evolution deuten auf eine eher vegetarische Vergangenheit hin? Art des Gebisses Aufbau des Magen-Darm-Trackts Unvermögen zur eigenen Vitamin C-Bildung Verlangsamter Harnsäureabbau
- 6. Nennen Sie mindesten fünf natürlich vorkommende Elemente im menschlichen Körper. Sauerstoff (O) 65% Kohlenstoff (C) 18,5% Wasserstoff (H) 9,5% Stickstoff (N) 3,5% Calcium (Ca) 1,5%
- . Was versteht man unter Stoffwechselendprodukten und was geschieht mit ihnen? Stoffwechselendprodukte sind Stoffe, die bei der Verstoffwechselung der Nährstoffe entstehen. Sie werden vom Körper ausgeschieden. (z.B. CO2, …)
- 8. Erklären Sie folgende Begriffe: Verdauung – Absorption – Sekretion -Resorption im Rahmen des Stoffwechsels! Verdauung:Vorgänge der Nährstoffverwertung im Verdauungstrakt Absorption/Übertritt der Nährstoffe in den intermediären Raum. Nährstoffe werden von Resorption:Darmzellen aufgenommen und an Blut- oder Lymphbahn abgegeben. Sekretion:aktive Ausscheidung (Retention:Nährstoffe gelangen durch aktive oder passive Transportprozesse in Gewebezellen und von dort weiter in die Zellorganellen.)
- 9. Was verstehen Sie unter Nährstoffbedarf und unter Grundbedarf? Erläutern Sie den Unterschied! Nährstoffbedarf ist die Menge eines Nährstoffs, die aus objektivierbaren, wissenschaftlichen Gründen für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen und somit für optimale Gesundheit notwendig ist. Grundbedarf ist die Niedrigste Zufuhrmenge an einem Nährstoff, die erforderlich ist, um Mangelerscheinungen zu verhüten.
- 10. Geben Sie die Definition von Gesundheit nach der Weltgesundheitsorganisation wieder. Ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das frei sein von Erkrankungen und Gebrechen.
- 11. Nennen Sie die Kriterien einer vollwertigen Ernährung. Schutz vor ernährungsbedingten Gesundheitsschäden (Prävention) Erhalt optimaler Leistungsfähigkeit (Wohlbefinden) Anlegen von Körperreserven (Schutz vor unvorhersehbaren Ereignissen) bedarfsgerechte, bilanzierte Zufuhr von Energie und der lebensnotwendigen (essentiellen) Nährstoffe
- 12. Welche unterschiedlichen Formen der Arbeit im menschlichen Organismus kennen Sie? Geben Sie einige Beispiele. Mechanische Arbeit (Muskelzellen) Osmotische Arbeit (Transportarbeit) Biochemische Arbeit (Biosynthese)
- 13. Was versteht man unter Metabolismus in der Ernährungsphysiologie? die Lebensvorgänge sowie im Rahmen des Aufbaus (z.B. beim Wachstum) des Abbaus (z.B. bei Gewichtsabnahme) und des ständig ablaufenden Umbaus von Stoffen im Körper dazu gehören: die Aufnahme der Transport die biochemische Umwandlung mit denen die Zellen eines Lebewesens Energie umsetzen und so ihre Identität aufrechterhalten und sich vermehren können die Abgabe von Stoffwechselendprodukten
- 14. Wie nennt man die biologischen Katalysatoren im Stoffwechsel-Metabolismus und welche Aufgaben kommen ihnen zu? Enzyme; Reaktionen des Metabolismus werden durch Enzyme ausgelöst, gesteuert und beendet.
- 15. Nennen Sie die beiden wichtigsten Stoffwechselvorgänge die unter dem Begriff Metabolismus zusammengefasst werden. Katabolismus und Anabolismus
- 16. Erläutern Sie die beiden Begriffe Anabolismus und Katabolismus und erklären Sie den Unterschied. Anabolismus:- umfasst alle Synthesevorgänge, die für das Wachstum und den Erhalt der Zellen erforderlich sind - aus den Grundbausteinen (Aminosäuren, Glucose, Fettsäuren) werden körpereigene Substanzen zum Aufbau und Unterhalt von Zellen, Geweben und Organen gewonnen. Katabolismus:- sorgt für die Produktion der Energie, die für die Tätigkeit der Zelle gebraucht wird. - Energie wird gewonnen durch den Abbau aufgenommener und körpereigener Substanz Anabolismus (Synthese) und Katabolismus (Abbau) sind zwei entgegengesetzte Kräfte die bestenfalls im Gleichgewicht gehalten werden sollen
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- 17. In welchem Zusammenhang stehen exergonische und endergonische Reaktionen zum Anabolismus und Katabolismus? exergonische Reaktionen finden vor allem im Katabolismus statt und setzen Energie aus den reagierenden Verbindungen frei. bei der endergonischen Reaktion muss Energie von außen zugeführt werden (Anabolismus
- 18. Was ist mit dem Begriff Homöostase gemeint? Nennen Sie zwei Beispiele. griech.: homoios: gleich; stasis: Stellung Homöostase ist der Vorgang, durch den ein Organismus in seinem Inneren die zum Leben erforderlichen konstanten Bedingungen aufrecht erhält durch ständige Anpassung an veränderte Stoffwechsellagen.
- 19. Setzen Sie den ersten Hauptsatz der Thermodynamik in Bezug zur Ernährungsphysiologie! „Energieerhaltungssatz“: Die Summe der Energie in einem geschlossenen System bleibt stets konstant. Lebewesen können Energie weder neu schaffen noch zerstören, sondern sie setzen nur eine Energieform in eine andere um. Der „Energieerhaltungssatz“ gilt auch für das „System des lebenden Organismus“. Energie auch hier: mechanisch, thermisch, elektrisch und chemisch. Der lebende Organismus ist das arbeitende System mit Energieverbrauch. Er ist allerdings kein geschlossenes, sondern ein offenes System. Aufnahme von Nahrung, Wasser, Sauerstoff Abgabe von Wärme und Stoffwechselendprodukten
- 20.Erläutern Sie die beiden Einheiten der Energie, die Kalorie und das Joule! Der Energiegehalt von Nährstoffen wird in Joule oder Kalorie gemessen. Kalorie ist eine „veraltete“, „traditionelle“ Einheit. 1 Kalorie ist die Wärmemenge, die man braucht, um 1g Wasser von 14,5 auf 15,5°C zu erwärmen Joule ist eine Einheit im SI-System 1 Joule ist die mechanische Energie, die man braucht, um 100g 1 Meter zu heben.
- 21. Wozu dient ein Kalorimeter? Hilfsmittel mit dem Wissenschaftler die Wärmemengen messen, welche die Nährstoffgruppen Kohlenhydrate, Fette und Proteine durch Verbrennungsvorgänge im Körper liefern.
- 22.Was kann mit der direkten Kalorimetrie bestimmt werden und wie sieht der Versuchsaufbau im Wesentlichen aus? Bei der direkten Kalorimetrie werden Wärmemengen mittels Kalorimeter bestimmt. Dazu wird ein geschlossenes System geschaffen. Eis-Kalorimeter von Lavoisier (Aufbau Skript Einführung S.7)
- 23.Erläutern Sie den Versuchsaufbau des Respirationskalorimeters für Langzeitversuche (Atwater chamber) und was kann mit dem Respirationskalorimeter gemessen werden? gemessen werden kann: Bestimmung des Energiegehaltes von Nährstoffen, wie KH, F, EW Bestimmung von Faeces, Harn und Gärgasen (???)
- 24.Was verstehen Sie unter Grundumsatz und wie würden sie ihn bestimmen? Energiemenge, die der Körper zur Aufrechterhaltung seiner Funktion pro Tag benötigt. Er deckt den Energiebedarf aller inneren Organe in Ruhe. Energieverbrauch bei völliger körperlichen und geistigen Entspannung im Liegen Berechnung: 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme bei konstanter Raumtemperatur von 20°C
- 25.In welcher Relation steht der Leistungsumsatz zum Grundumsatz bezüglich der Zusammensetzung des Tageskalorienbedarfs? Leistungsumsatz 30-40% (für Bewegung/gewollte Aktivität) Grundumsatz 60-70% (für Produktion von Körperwärme, Zellfunktionen, Zellstoffwechsel, Spontanbewegung, Verdauungsstoffwechsel
- 26.Von welchen Faktoren ist der Grundumsatz abhängig? Geschlecht, Lebensalter (und Gesundheitszustand)
- 27.In welcher Beziehung steht der Ruhe-Nüchtern-Umsatz zum Grundumsatz und welche Voraussetzung zur Feststellung müssen beachtet werden? Für den Ruhe-Nüchtern-Umsatz (RNU) gelten nicht ganz so strenge Bedingungen wie für den GU. Folgende Voraussetzungen müssen zur Feststellung beachtet werden: - nüchtern (12-14 Stunden nach der letzten Mahlzeit) - morgens - bekleidet - 24-26°C Raumtemperatur - beim bequemen Sitzen gemessen RNU liegt daher ca. 5% über dem GU
- 28.Um wie viel Prozent erhöht sich der Grundumsatz wenn der Patient im Rahmen eines Infektes eine hohe Körpertemperatur entwickelt? Bei Fieber steigt der GU um 10-20% /°Fieber an
- 29.Geben Sie den durchschnittlichen Energiegehalt von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten an. Kohlenhydrate:17 kJ/4,1 kcal Eiweiß:physiologisch:17 kJ/ 4,1 kcal physikalisch:24 kJ/ 5,7 kcal Fett:39 kJ/ 9,3 kcal
- 30.Was wissen Sie über den Energiegehalt des Alkohols und über dessen Speicherung im Rahmen des Stoffwechsels? Alkohol erzeugt 30 KJ/g an Energie Alkohol kann von den Körperzellen nicht oxidiert werden, sonder muss von der Leber in Fett umgewandelt werden, das dann in der Leber selbst oder im Fettgewebe gespeichert wird ( Fettleber)
- 31. Was verstehen Sie unter Isodynamie der Nährstoffe? Nährstoffe können sich gegenseitig nach ihrem Energiegehalt vertreten, bezüglich der anderen Aufgaben der Ernährung können sich die drei Nährstoffgruppen nicht vertreten.
- 32.Erläutern Sie den Unterschied zwischen dem physikalischen und dem physiologischen Brennwert! physikalischer Brennwert: freigesetzte Wärmemenge bei vollständiger Oxidation von 1g eines Stoffes. physiologischer Brennwert: freigesetzte Wärmemenge pro g Stoff bei der Oxidation im Körper unter stoffwechselphysiologischen Bedingunge
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- 33.Geben Sie bezüglich der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße die aktuellen ernährungsphysiologischen Empfehlungen bezüglich der täglichen Nahrungsaufnahme an. KH:55-60% F:25-30% E:10-15%
- 34.Was versteht man unter Recommended Dietary Allowances (RDA)? Mengen von aufgenommenen essentiellen Nährstoffen, bei denen angenommen werden kann, dass der Nährstoffbedarf bei fast allen gesunden Menschen gedeckt ist.
- 35.Nennen Sie die fünf Hauptgruppen der Nährstoffe. - Kohlenhydrate - Proteine - Fette (- Wasser)???? - Mineralstoffe - Vitamine (- Ballaststoffe)
- 36.Welche anorganischen Nährstoffe und welche organischen Nährstoffe kennen Sie? anorganisch:organisch: - Mineralstoffe- Proteine - Wasser- Lipide - Elektrolyte- Kohlenhydrate - (Hormone???), Enzyme, Vitamine - (Geruchs- /Geschmacksstoffe???)
- 38.Warum müssen essentielle Nährstoffe über die Nahrung aufgenommen werden? essentielle Nährstoffe sind für den menschlichen Organismus unentbehrlich. Sie können nicht (oder nicht in genügenden Mengen) durch körpereigene Prozesse synthetisiert werden müssen mit der Nahrung aufgenommen werden
- 39.Erläutern Sie Ihre Antwort und geben Sie Beispiele für essentielle Nährstoffe. 45 – 50 Substanzen, die für normales Wachstum und die Aufrechterhaltung der Gesundheit unerlässlich sind. Dazu gehören: - Wasser - Sauerstoff - 8 Aminosäuren (Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin) - Vier fettlösliche und zehn wasserlösliche Vitamine - Drei Elektrolyte und - Zahlreiche Mineralstoffe
- 40.Nennen Sie die Gemeinsamkeiten der drei wichtigsten Nährstoffe: Proteine, Kohlenhydrate und Fette und ihr Oxidationsprodukt! Es handelt sich bei allen dreien um Kohlenstoffverbindungen, die an bestimmten Stellen des Stoffwechsels die gleichen Zwischenprodukte bilden. Das Oxidationsprodukt ist für alle gleich, am Ende stehen: Kohlendioxid und Wasser (die ausgeschieden werden) und Energie die gewonnen wird.
- 41. In welcher Relation stehen die gewonnene Wärmeenergie und die für die Nutzung mechanischer Arbeit gewonnene Energie? Es wird viel Wärmeenergie und nur ein kleiner Anteil an nutzbarer Energie gewonnen. Das sind jeweils 4 Kalorien an Wärme und 1 Kalorie an mechanischer Arbeit. Diese Wärmeproduktion ist jedoch nicht nutzlos, sie dient dem Körper dazu, die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.
- 42.Wozu dient die Wärmeenergie? Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und in Gang setzen von Stoffwechselreaktionen.
- 43.Kennen Sie Regulationsmechanismen des Stoffwechsels? Geben Sie einige Beispiele? Die Regulation des Stoffwechsels läuft hauptsächlich über Enzyme. Außerdem erfolgt die Regulation über: - das Nervensystem, - die Bauchspeicheldrüse, - die Hypophyse und - die Nebennieren
- 44.Was verstehen Sie unter einer Stoffwechselstörung? Bei einer Stoffwechselstörung fehlt ein Enzym aufgrund eines erblichen Defekts. Damit ist die chemische Umsetzung, an der es normalerweise beteiligt ist blockiert. Folgen: - ein bestimmtes Zellprodukt wird nicht mehr auf- oder abgebaut - ein Stoffwechselprodukt sammelt sich in zu großer Menge an und das Gewebe wird geschädigt - Stoffwechselprodukte können die Zellmembranen nicht mehr passieren
- 45.Nennen Sie zwei Beispiele einer angeborenen Stoffwechselstörung. Galactosämie (Defekt des Kohlenhydratstoffwechsels) Phenylketonurie (PKU) (Fehler im Aminosäurestoffwechsel)
- 46.In welchem Verhältnis stehen physikalischer und physiologischer Brennwert bei den Proteinen? Erläutern Sie Ihre Antwort in Stichworten! Bei Proteinen ist der physikalische Brennwert größer als der physiologische Brennwert, da bei der Veratmung der Proteine Verluste durch die Bildung von Harnstoff bzw. Harnsäure berücksichtigt werden müssen.
- 47.Was ist der respiratorische Quotient ( RQ ) und wie wird er berechnet? ?
- 48.Was versteht man unter einem kalorischen Äquivalent? Das Kalorische Äquivalent (KA) beschreibt die Energiemenge, die bei der Verbrennung von 1 Liter Sauerstoff im Organismus freigesetzt wird.
- 49.Wie hoch ist der Sauerstoffverbrauch bei einem Ruheumsatz von ca. 10.000 KJ (sitzende Tätigkeit)? für überschlägige Rechnungen nimmt man ein durchschnittliches KA non 20 kJ/L O2 an. 10000 kJ : 20 kJ/L = 500L
