Landespflege (Fach) / Arten- und Biotopschutz (Lektion)
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- Situation in Deutschland und Europa - Rote Liste ~> Gefährdungskategorien- in Deutschland durch BfN seit 1970 (bezogen auf 1850): 0, 1, 2, 3, G, R; V, *, **, D- relativer Rückgang der spezifischen Gesamtpopulationen- Pflanzenarten der nährstoffarmen Standorte in Deutschland am stärksten bedroht (flächendeckende Eutrophierung)
- Situation in Deutschland und Europa - Verantwortung Deutschlands Verantwortungs Deutschlands für weltweiten Arterhalt angesichts hoher Arealanteile Rotbuche hat Verbreitungszentrum in Deutschland mit allen 3 Höhentypen → auch im Hinblick auf den Klimawandel zu schützen
- Ursachen für Gefährdung von Pflanzenarten in Deutschland 1. Änderung und Aufgabe der Nutzung 2. Beseitigung des Standortes3. Auffüllung, Bebauung, Entwässerun
- Ursachen für mangelnde Erfolge im Naturschutz in Deutschland Schutzgebiete oft als Restflächenverwertung, Immissionen verändern Lebensräumeinnerhalb der Schutzgebiete nur 30 - 50 % der gefährdeten PflanzenartenNaturschutzgebietsflächen viel zu klein (Isolation), zu viele Randeffekte1. Beschränkung der Größe von Population; fehlende Vernetzung → keine Einwanderung von Indigenen, stattdessen gewinnen Neobiota Oberhand2. beeinträchtigende Einflüsse am Rand führen zu Schwächung der Individuen
- in situ - Erhaltung gesetzlicher Arten- und Biotopschutz, Landschaftsplanung, Ausbringung und Wiedereinbürgerung
- Naturschutzstrategien - Erhaltung - Strategien nach Scherzinger
- ex-situ Erhaltung Schutzsammlungen (botanische Gärten), Genbanken und Freilichtmuseen
- abschirmend-dynamisch (nach Scherzinger) Prozessschutz weitgehend ohne menschliche Kontrolle1. Naturschutzziel: Schaffung von Primärbiotopen (von Menschen unbeeinflusste natürliche Systeme)2. große Flächen von Küsten, Wäldern, Gebirgen, Flussauen und Mooren nötig → keine Randeffekte, keine Isolation (→ Nationalpark)3. Prozessschutz im Wald: Chance für forstlich uninteressante Baumarten und für Pionierholzarten nach Sturmwurf und Absterben → jedes Altersstadium besitzt spezifische Lebensraumqualitäten
- dynamisch-gestaltend (nach Scherzinger) degradierte und zerstörte Systeme wieder in einen Zustand versetzen, so dass sie künftig ohne menschliches Zutun funktionsfähig bleiben (→ Naturschutzgebiet)
- statisch-gestaltend (nach Scherzinger) 1. Begründung: Pflege wegen Artenbindung an Nutzung; reizvoll, prägt das Gesicht der Landschaft; komplexe historische Dokumentee2. Probleme: Kosten, zeitgemäße Verwendung der gewonnenen Biomasse (Stromerzeugung, Dünger, Qualitätsfleisch) → regionalisiert, kleinräumig3. optimal sind regional entschiedene Lösungen über den Vertragsnaturschutz → große sich selbst überlassene Waldgebiete, dynamische Flussauen und Pflegeflächen innerhalb der Agrarlandschaft (sowohl-als-auch)
