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Pharmako und Co (Fach) / Viruserkrankungen (Lektion)

Pharmako, Klinische, MedChem

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  • Herpes Herpes simplex Virus (1 und 2) spezifische Virustatika verfügbar
  • Pfeiffer-sches Drüsenfieber Epstein-Barr-Virus (EBV)
  • Zytomegalie Cytomegalievirus (CMV) spezifische Virustatika verfügbar
  • Windpocken, Gürtelrose Varicella-Zoster-Virus spezifische Virustatika verfügbar
  • Hepatitis A, B, C Hepatitis-Viren spezifische Virustatika verfügbar
  • AIDS HIV spezifische Virustatika verfügbar
  • Masern Masernvirus (MeV)
  • Mumps Mumpsvirus (Paramoxyvirus parotitidis)
  • Röteln Rötelnvirus (Rubella-Virus)
  • Polio Poliovirus
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  • Tollwut Rabiesvirus (5 weitere Genotypen)
  • FSME (Frühsommerenzephalitis) FSME-Virus (3 Subtypen)
  • Ebola Ebolavirus (5 Arten)
  • Durchfälle (schwer) humane Rotaviren
  • Influenza Myxovirus influenzae spezifische Virustatika verfügbar
  • grippaler Infekt Rhinoviren (und viele andere: >200)
  • Hepatitis A Viren (HAV) selbst ausheilende, nicht chronifizierende RNA-Viren (Picornaviren) die Übertragung erfolgt durch fäkal-orale Infektion, häufig in tropischen Regionen mit unzureichenden hygienischen Verhältnissen
  • Hepatitis D Viren (HDV) ähneln dem HBV allerdings benötigt es HBV zur Reproduktion, da es sich um ein defektes RNA-Virus handelt Verbreitung: insbesondere Balkan, Nahost, Afrika und Südamerika
  • Hepatitis E Viren (HEV) ähneln den HAV v.a. in Verbreitung und dem fäkal-oralen Übertragungsweg sie gehören als Herpesviren jedoch zu den Calciviren
  • Calciviridae Die Familie Caliciviridae (Caliciviren) umfasst derzeit vier Gattungen von unbehüllten Viren mit einer einzelsträngig
  • Hepatitis B verursacht durch Hepatitis B Virus (HBV) DNA-Virus der Familie der Hepadna-Viren nach WHO ca. 400 Mio. Menschen weltweit infiziert, in Europa NordSüd-Anstieg (<0,5% der Bevölkerung in Nord-Europa und bis zu 8% in der Türlei), in Deutschland ca. 7% (nach RKI) Infektion erfolgt durch parenterale Übertragung (sexuell, Drogenmissbrauch, prä- bzw. perinatal, Verletzungen, deutlich seltener Hämodialyse, OPs, Bluttransfusionen oder Orgatransplantationen) bei 66% der Erwachsenen nach Infektion symptomlose Heilung, lebenslange Immunität bei 25% der Erwachsenen nach Infektion akute Verlaufsform mit u.a. Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen und Fieber, Dunkelfärbung des Urins (ikterische Phase), spontane Heilung, lebenslange Immunität (Serokonversion HBeAg↓ AntiHBe↑)
  • Hepatitis B Verlaufsform bei ca. 1 % fulminante und letal verlaufende akute Hepatitis B mit Koagulopathie, Enzephalopathie, zerebrale Ödeme chronische Verlaufsformen 10% der Erwachsenen 30-60% bei Immunsuppression 90% bei Neugeborenen und Kindern < 1 J. 90% bei HDV Superinfektion HBeAg nachweisbar auch ohne akuten Verlauf (>6 Monate nach Infektion) Gefahr liegt in den Spätfolgen wie Leberzirrhose, Leberversagen und hepato-zellulären Karzinomen in Einzelfällen Reaktivierung der Viruspartikel, evt. mit fulminanter Hepatitis
  • HBeAg Hepatitis B e-Antigen
  • Hepatitis C Virusidentifizierung 1989 Einzel(+)-Strang-RNA-Virus, 45 nm, behüllt hohe Variabilität der Erreger 7 Genotypen 30 Subtypen Genotyp 1 häufigster Erreger in Europa, Südamerika und USA Prävalenz nach RKI: 0,4% Inzidenz 2010: ca. 6,5/10.000 Einwohner weltweit ca. 180 Mio in Deutschland 400.000-500.000 Infizierte infektion durch parenterale Übertragung (unsterile Injektionsutensilien, sexuell, i.v. Drogenkonsum) 70% nach Infektion symptomlos, Progredienz über viele Jahre zu Leberzirrhose (bei 15-30%) und hepatozellulärem Karzinom (1-3% bei HCV-Zirrhose) verläuft oft unbemerkt primäre Indikation für Lebertransplantation
  • Epidemiologie der Hepatitis C in Deutschland (2001-2013) Infektionen durch i.v. Drogengebrauch nehmen stetig ab Zahl Infektionen durch sexuelle Übertragung bei Männern bleibt konstant zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr sind Männer durchweg häufiger von Neuinfektionen betroffen als Frauen
  • Hepatitis C Basistherapie Therapieziel ist Viruseradikation Standardtherapie ist eine Kombi aus pegyliertem Interferon-Alpha-2 und Ribavirin
  • Basistherapie akute Hepatitis C Monotherapie mit PEG-INF-Alpha2a (180µg 1x/Woche) oder PEG-INF-Alpha2b (1,5 µg 1x pro Woche)
  • Basistherapie chronische Hepatitis C Kombi von PEGINF-Alpha2a (180 µg 1x pro Woche) oder PEG-INF-Alpha2b (1,5 µg 1x pro Woche) mit dem Polymerasehemmer Ribavirin (15mg/kg KG pro Tag bzw. bei Genotypen 2 und 3 und geringem Risiko für Nicht-Ansprechen fixe Dosis von 800 mg/Tag) Die Therapiedauer (24, 48 oder 72 Wochen) hängt vom Ansorechen im Sinne einer Reduktion der Viruslast ab
  • Virologisches Ansprechen bei Hepatitis C die Ansprechrate ist sehr variabel und hängt vom Genotyp und der Viruslast, aber auch von Komorbiditäten (z.B. Übergewicht, DM2) und dem Genotyp der Infizierten ab Afroamerikaner und der TT-Genotyp des C-T-Polymorphismus nahe des IL28B Gens (kodiert Inderferon Lambda-3) reduzieren die Ansprechrate erheblich
  • erweiterte Basistherapie der Hepatitis C im Jahr 2011 sind Boceprevir (Victrelis) und Telaprevir (Incivo) zugelassen worden beide AS hemmen die katalytische Aktivität der HCV-NS3-Protease (Genotyp 1) sie bewirken als add-on zur Standardtherapie mit INF-α2/Ribavirin eine deutliche Steigerung des "sustained virological response" (SVR) bei HCV Genotyp 1 Infektionen dies gilt sowohl für nicht vorbehandelte als auch für vorbehandelte Patienten mit Rezidiv oder partiellem Ansprechen und auch für schwarze Patienten, die insgesamt weniger auf die Standardtherapie ansprechen Nachteil dieser beiden Arzneistoffe ist die hohe Empfindlichkeit gegen Resistenzen, sowie die eingeschränkte Wirksamkeit gegen Genotypen 2-6
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  • Boceprevir Wirkmechanismus Boceprevir hemmt die virale NS3-Protease des Hepatitis-C-Virus (HCV) vom Genotyp 1, indem es kovalent, aber reversibel an die Seringruppe (Ser139) im aktiven Zentrum der Protease bindet. Die Bildung der viralen Proteine durch Zerlegung des primär gebildeten viralen Polyproteins wird dadurch an der Stelle der Abspaltung des Nicht-Strukturproteins 3 (NS3) unterbunden und die Virusvermehrung in HCV-infizierten Wirtszellen wird blockiert. Die Kombination mit den beiden Standardarzneistoffen Peginterferon-alfa und Ribavirin soll eine Resistenzbildung verhindern.
  • Boceprevir UAW und KI Die Kombination Boceprevir/Peginterferon alfa/Ribavirin ist kontraindiziert bei Patienten mit entsprechender Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, bei Patienten mit Autoimmunhepatitis und in der Schwangerschaft. Da Boceprevir einen starken Hemmstoff für die CYP3A4/A5 darstellt, ist seine Anwendung bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneistoffen, deren Clearance in hohem Maße vom gleichen Enzymsystem abhängt und bei denen erhöhte Plasmakonzentrationen schwerwiegende bzw. lebensbedrohliche Folgen haben können, ebenfalls kontraindiziert. Es können zahlreiche Nebenwirkungen unter der Kombinationstherapie Boceprevir/Peginterferon alfa/Ribavirin auftreten, unter denen Erschöpfung, Anämie, Übelkeit, Kopfschmerz und Störungen der Geschmackempfindung (Dysgeusie) am häufigsten beobachtet wurden. Bei der gleichzeitigen Anwendung von Boceprevir mit bestimmten Ritonavir-geboosterten HIV-Proteaseinhibitoren kann es zu Wechselwirkungen kommen, die sich in erniedrigten Plasmaspiegeln äußern
  • Telaprevir Wirkmechanismus Telaprevir hemmt die virale NS3.4A-Protease des Hepatitis-C-Virus (HCV) vom Genotyp 1, indem es reversibel an eine Seringruppe im aktiven Zentrum der Protease bindet. Die Bildung der viralen Proteine durch Zerlegung des primär gebildeten viralen Polyproteins wird dadurch an der Stelle der Abspaltung des Nicht-Strukturproteins 3 unterbunden und die Virusvermehrung in HCV-infizierten Wirtszellen wird blockiert.
  • Telaprevir Anwendungsgebiete Telaprevir ist in Kombination mit Peginterferon-alfa und Ribavirin angezeigt zur Behandlung einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus vom Genotyp 1 bei erwachsene Patienten mit kompensierter Lebererkrankung (einschließlich Zirrhose), die entweder noch keine Behandlung erhalten haben, auf eine Behandlung nicht angesprochen oder aber einen Rückfall erlitten haben. Von einer kompensierten Lebererkrankung spricht man, wenn die Leber zwar geschädigt ist, aber noch eine normale Funktion aufweist
  • Telaprevir UAW und KI Telaprevir ist kontraindiziert bei Patienten mit entsprechender Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, ferner bei gleichzeitiger Anwendung von Klasse-Ia oder -III-Antiarrhythmika. Wegen der zwingend gleichzeitig stattfindenden Behandlung mit Peginterferon α und Ribavirin verbietet sich dadurch die Anwendung von Telaprevir in der Schwangerschaft. Da Telaprevir einen starken Hemmstoff für die CYP3A darstellt, ist seine Anwendung bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneistoffen, deren Clearance in hohem Maße vom gleichen Enzymsystem abhängt und bei denen erhöhte Plasmakonzentrationen schwerwiegende bzw. lebensbedrohliche Folgen haben können, ebenfalls kontraindiziert. Es können zahlreiche Nebenwirkungen unter der Tripeltherapie Telaprevir/Peginterferon α/Ribavirin auftreten, unter denen Anämie, Hautausschlag, Thrombozytopenie, Lymphozytopenie, Juckreiz (Pruritus), Durchfall und Übelkeit am häufigsten beobachtet wurden. Die Hautreaktionen können mitunter sehr schwer sein, es sind bereits zwei Fälle einer toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN) bekannt, wovon eine tödlich endete. Auch wenn die Umstände noch nicht ganz geklärt sind, liegt eine Warnung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft vor.
  • pegyliertes Interferon Alpha 2a/b Peginterferon α-2a und Peginterferon α-2b sind PEGylierte Arzneistoffe aus der Gruppe der Interferone. PEGylierung bedeutet eine Bindung des Wirkstoffes mit Polyethylenglycol (PEG), die eine deutlich langsamere Freisetzung des Wirkstoffes (Retardierung) ermöglicht. Interferone wurden 1957 primär als zelluläre Abwehrstoffe gegen die Ausbreitung von Virusinfektionen im Gewebe entdeckt. Interferone besitzen die Eigenschaft, über eine unspezifische Stimulation der T-Lymphozyten eine Abwehrreaktion des Körpers gegen manche Virusinfektionen zu verstärken. Heute steht neben den antiviralen Eigenschaften zusätzlich die Anti-Tumor-Wirkung im Vordergrund des therapeutischen Interesses. In der Standardtherapie der chronischen Hepatitis C werden pegylierte Interferone in Kombination mit Ribavirin und Sofosbuvir eingesetzt. Peginterferon α-2b war das erste pegylierte Interferon auf dem Markt und wurde unter dem Produktnamen PegIntron® (damals Essex Pharma, heute - aufgrund von Firmenfusion / Merger - MSD) am 25. Mai 2000 von der Europäischen Zulassungsbehörde zur Therapie der chronischen Hepatitis C zugelassen. Peginterferon α-2b ist ein monopegyliertes Derivat von Interferon α-2b. Peginterferon α-2a wurde 2002 als Weiterentwicklung des seit 1987 erhältlichen Interferon α-2a unter dem Handelsnamen Pegasys® von Roche auf den Markt gebracht. Die besondere Eigenschaft von PEGylierten Interferonen ist eine langsamere Freisetzung des Wirkstoffes aus der Bindung mit Polyethylenglycol (PEG). Durch den Prozess der Pegylierung ist es so gelungen, die renale Clearance zu verzögern und die Plasmahalbwertszeit des Interferons α-2b auf das 10-Fache zu verlängern (von ca. 4 Std. auf ca. 40 Std.). Durch diese verzögernde Wirkung kommt es zu gleichmäßigen Serumspiegeln, die für eine ausreichende und anhaltende Stimulation der Abwehrreaktion notwendig sind. Eine Injektion muss deshalb heute nur noch einmal pro Woche erfolgen. Bei der Kombinationstherapie mit Peginterferon α-2b/Peginterferon α-2a und Ribavirin wird die jeweilige Dosis dabei dem Körpergewicht des Patienten angepasst. Bei Patienten mit chronischer Hepatitis C (Genotyp 2 oder 3) kann bei Kombinationstherapie über sechs Monate in etwa 75 % eine Heilung erreicht werden. Patienten mit den HCV-Genotypen 1 und 4 müssen über zwölf Monate behandelt werden, erreichen aber dennoch nur eine Heilungsrate von 50 %. Auch „hard-to-treat“-Patienten, wie z.B. HIV/HCV-koinfizierte Patienten, bei denen aufgrund des erhöhten Risikos für eine Hepatotoxizität der HAART eine besondere Dringlichkeit zur Therapie herrscht, können erfolgreich behandelt werden.
  • Ribavirin Wirkmechanismus Ribavirin ist ein Polymerase-Hemmer, der sowohl die Vermehrung von DNA- als auch RNA-Viren unterbindet, es wirkt nicht gegen Retroviren. Chemisch ist Ribavirin ein Analogon von Guanosin und wird intrazellulär phosphoryliert; in der Form des Monophosphat hemmt es dann kompetitiv die Inosinmonophosphat-Dehydrogenase und somit die Bildung des Guanosinmonophosphat, einem Grundbaustein der DNA und RNA. Ribavirin wirkt ferner auf das Immunsystem, die vollständige Wirkungsweise ist nicht genau bekannt.
  • Ribavirin Anwendung Ribavirin ist peroral in Kombination mit Interferon-α-2a oder mit Peginterferon α-2a angezeigt zur Behandlung der Hepatitis C. Als Aerosol war Ribavirin bei schweren Infektionen durch das Respiratory-Syncytial-Virus bei Kindern und Kleinkindern angezeigt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts konnte eine Wirksamkeit des Medikaments in vitro nachgewiesen werden. Plazebokontrollierte Studien konnten jedoch keinen sicheren positiven Effekt am Patienten nachweisen. Deshalb wird die Ribavirin-Therapie der RSV-Infektion vom Robert-Koch-Institut nicht mehr empfohlen.[4] Ferner wird Ribavirin gegen Lassafieber, Krim-Kongo-Fieber oder Hantaviren im Anfangsstadium eingesetzt.[5] Für die Behandlung von Herpes stehen preiswertere und besser wirksame Mittel zur Verfügung (Aciclovir), gleiches gilt für die Behandlung der Influenza etwa mit Oseltamivir.
  • Sofosbuvir (Sovaldi) Indikation: Zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen in Kombi mit anderen AM (bei HCV-Genotypen 1-6)
  • Sofosbuvir allgemein Sofosbuvir ist ein medizinischer Wirkstoff, der in Kombination mit anderen Arzneimitteln (Peginterferon α, Ribavirin) zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei Erwachsenen angezeigt ist. In klinischen Studien konnten bis zu 90 Prozent der betroffenen Patienten geheilt werden
  • Sofosbuvir Wirkmechanismus Sofosbuvir hemmt das RNA-abhängige Enzym NS5B-Polymerase. Dieses Enzym spielt eine wichtige Rolle bei der Vermehrung (Replikation) des Hepatitis-C-Virus (HCV). Sofosbuvir ist ein Nukleotid-Prodrug und wird nach intrazellulärer Metabolisierung in die aktive Form Uridin-Analogon-Triphosphat überführt. Dessen Einbau in die HCV-RNA führt zum Kettenabbruch. Der aktive Metabolit hemmt weder humane DNA- oder RNA-Polymerasen noch die mitochondriale RNA-Polymerase. Sofosbuvir ist der erste pangenotypisch (das heißt unabhängig vom Genotyp bei allen Genotypen gleichermaßen) wirksame Hemmer der HCV-RNA-Polymerase NS5B. Die US-amerikanische Behörde FDA hatte dem Wirkstoff den Status einer Break Through Therapy zuerkannt. Jedoch variieren Kombinationstherapie und damit einhergehend die Behandlungsdauer je nach HCV-Genotyp
  • Sofosbuvir Wechsel- und Nebenwirkungen Sofosbuvir wurde hauptsächlich in Kombination mit Ribavirin mit und ohne Peginterferon α untersucht. Dabei wurden keine spezifisch durch Sofosbuvir bedingten Nebenwirkungen festgestellt. Die während der Kombinationstherapie am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen waren Erschöpfung, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit. Laborchemisch wurde in sehr wenigen Fällen eine Erhöhung der Creatinkinase sowie der Pankreasenzyme ohne Beschwerden beobachtet. Sofosbusvir besitzt jedoch ein sehr breites Wechselwirkumsspektrum da es ein Substrat des P-Glykoproteins darstellt. So kann es bei gleichzeitiger Gabe von Johanniskraut, verschiedener Antibiotika, Analeptika und Antikonvulsiva zu einem Abfall der Sofosbuvirkonzentration im Blut kommen. Der Wirkstoff wird über die Nieren ausgeschieden und kann bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion deutlich erhöhte Spiegel im Blut zeigen. Im Rahmen einer normalen Hämodialyse wurden rund 18 % des Medikaments aus dem Plasma entfernt, so dass dies auch bei dialysepflichtigen Patienten vorkommen kann
  • Daclatasvir (Daklinza) Indikation: In Kombi mit anderen AM zur Behandlung der chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) bei Erwachsenen (nicht bei HCV-Genotypen 5 oder 6)
  • Daclatasvir Daclatasvir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der HCV-NS5A-Inhibitoren zur Behandlung der chronischen Hepatitis C. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das virale Protein NS5A, was zu einer Hemmung der RNA-Replikation und des Assembly führt. Die Tabletten werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen (Kombinationstherapie). Daclatasvir ist ein Substrat von CYP3A4 und P-Glykoprotein und ist deshalb anfällig für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit.
  • Daclatasvir Wirkungen Daclatasvir (ATC J05AX14 [Externer Link] ) hat antivirale Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das virale Protein NS5A (Non-Structural Protein 5A). Im Unterschied zu anderen antiviralen HCV-Medikamenten handelt es sich hierbei nicht um ein Enzym, sondern um ein Phosphoprotein, das bei der RNA-Replikation und beim Assembly eine Rolle spielt. Daclatasvir kann in der Kombination mit Sofosbuvir zu einer Eliminierung des Virus führen, was einer Heilung der chronischen Infektion entspricht.
  • Daclatasvir Indikation, Dosierung, KI, UAW Indikationen Zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (Kombinationstherapie).Dosierung Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Die Halbwertszeit liegt zwischen 12 bis 15 Stunden.Kontraindikationen Daclatasvir ist bei einer Überempfindlichkeit und in Kombination mit starken CYP3A4- und P-gp-Induktoren kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.Interaktionen Daclatasvir ist ein Substrat von CYP3A4 und P-gp und es sind entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen möglich. Induktoren können die Wirksamkeit des Medikaments reduzieren.Unerwünschte Wirkungen Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit.
  • Simeprevir (Olysio) Indikation Bei erwachsenen Patienten in Kombi mit anderen AM zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (nicht bei HCV-Genotypen 2, 3, 5 oder 6)
  • Simeprevir allg. Beschreibung Simeprevir ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der HCV-Proteasehemmer zur Behandlung der chronischen Hepatitis C im Rahmen einer Kombinationstherapie. Die Effekte beruhen auf der nicht-kovalenten Hemmung der viralen NS3/4A-Protease, welche bei der Virusvermehrung von Bedeutung ist. Die Kapseln werden - im Unterschied zu anderen HCV-Proteasehemmern - nur einmal täglich mit einer Mahlzeit eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Hautausschlag, Juckreiz und Übelkeit. Simeprevir kann die Haut für UV- und Sonnenstrahlung empfindlich machen (Photosensibilisierung). Es hat fruchtschädigende Eigenschaften und wird von CYP3A metabolisiert.
  • Simeprevir Wirkungen Simeprevir (ATC J05AE14 [Externer Link] ) hat antivirale Eigenschaften gegen HCV. Die Wirkungen beruhen auf der nicht-kovalenten Hemmung des viralen Enzyms NS3/4A-Protease. Dieses Enzym spielt eine wesentliche Rolle bei der Virusvermehrung.
  • Simeprevir Dosierung Gemäss der Fachinformation. Die Kapseln werden einmal täglich während 12 Wochen mit einer Mahlzeit eingenommen