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LMC Praktikum (Fach) / Vorlesung (Lektion)

Fragen zur Vorlesung und zum Praktikum

Diese Lektion wurde von S7stkoch erstellt.

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  • Definition und Ziele der Lebensmittelanalytik eine angewandte Wissenschaft zur Beurteilung der Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln. Ziele: Überwachung (Rückstände, Kontamination) --> Target-Analysen Forschung (wertgebende/-mindernde, gesundheitsschädliche Inmhaltsstoffe) --> Non-Target-Analysen
  • Was ist die Problematik bei der Lebensmittelanalytik? LM = komplexes Stoffgemisch aus Major-, Minor- und Spurenkomponenten Spurenkomponenten aus Matrix isolieren unterschiedliche Probenmatrizes erfordern unterschiedliche Aufarbeitungen Vielfalt an Verbindungen können viele Neben- und Störreaktionen hervorrufen dieselbe Verbindung kann im Lebensmittel unterschiedlich vorliegen starke pH-Abhängigkeit und Temperaturempfindlichkeit einiger Inhaltsstoffe ⇒ Lebensmittelanalytik erfordert spezifische Methoden und eine geeignete Probenaufarbeitung
  • Nenne Möglichkeiten der Probenaufbereitung und warum sie durchgeführt werden muss Inhomogene Proben (z.B. Marmorkuchen, Fleischsalat)Komplexe Matrizes: Nebenreaktionen und Störungen durch Fette, Proteine, Farbstoffe,... Homogenisieren Lösen Klären (nach Carrez) Aufschließen (durch starke Säure oder hohe Temperaturen)
  • Was ist unter Gravimetrie zu verstehen? Wozu dient sie? Quantitatives Analyseverfahren, bei dem die Messung von Stoffmengen auf der Bestimmung der Masse beruht. Bestimmung der Majorkomponenten: Wasser, Asche, Fett Außerdem: rel. Dichte, Alkoholgehalt Praktikum Wein: Gewichtsverhältnisse eines Weines, dessen Destillats und der Destillationsrückstände ⇒ Alkoholgehalt und Gesamtextrakt Praktikum Wurst: Wassergehalt ⇒ Federzahl, Fremdwasser, organisches Nichtfett (Gewichtsdifferenz entspricht dem Wassergehalt ⇒ mögliche Fehler: flüchtige Verbindungen täuschen höheren Wassergehalt vor)
  • Welche Voraussetzungen müssen für titrimetrische Bestimmungen (volumetrische Bestimmungen) gegeben sein? Die Reaktion des Reaktanten mit dem Analyt ist stöchiometrisch Die Reaktion ist praktisch quantitativ Der Endpunkt kann bestimmt werden (pH-Wert, Farbreaktion) Praktikum Backware: Reduktometrische Zuckerbestimmung nach Luff-Schoorl Praktikum Wein: Quantitative Bestimmung der Gesamtsäure durch alkalimetrische Titration; bestimmung der freien und schwefeligen Säure durch iodimetrische Titration
  • Welche zwei Arten der Titration lassen sich unterscheiden? Nenne Beispiele von lebensmittelrelevanten Analyten die mit diesen Methoden nachgewiesen werden können. Säure-Basen-Titration Gesamtsäure Wein Buttersäurebestimmung Backware (haben wir nicht gemacht, sondern GC) Redoxtitration Schwefelige Säure Wein Ascorbinsäure Fruchtsaft reduzierende Zucker Backware ungesättigte FS Öl
  • Erkläre das Prinzip der Säure-Basen-Titration Ziel: Konzentration einer Säure/Base unbekannter Konzentration zu bestimmen Eine saure und eine basische Lösung neutralisieren sich bei einem bestimmten Mengenverhältnis vollständig (=Äquivalenzpunkt). Die Konzentration der im LM enthaltenen Säure ist unbekannt, während das zur Titration verwendete Volumen bekannt ist. Die Konzentration der zur Neutralisation zutitrierten Base ist bekannt Anhand der verbrauchten Basen-Lösung kann die Konzentration der Säure berechnet werden (Stöchiometrie) Wann der Äquivalenzpunkt erreicht ist kann entweder anhand eines Indikator (z.B. Phenolphthalein) oder mittels eines pH-Meters festgestellt werden In LM liegen meist schwache Säuren vor ⇒ Phenolphthalein eignet sich zur Endpunkterkennung bei Titrationen von schwachen Säuren mit starken Basen (Umschlagspunkt von farblos nach rot-lila etwa bei pH-Wert 10)
  • Erkläre das Prinzip der Redox-Titration Bestimmung der Konzentration von Stoffen, die sich oxidieren oder reduzieren lassen (Bsp.: SO2) man lässt die zu bestimmende Substanz mit einer oxidierenden oder reduzierenden Maßlösung reagieren und bestimmt den Endpunkt entweder durch die Eigeninidkation (Bsp: Iod in Verbindung mit Stärke = blau) oder durch Redoxindikatoren (=Substanzen die selbst oxidiert/reduziert werden) Beispiel SO2-Bestimmung Wein: 1. Oxidation von SO₂SO₂ + 2H₂O → SO₄²⁻ + 4H⁺ + 2e ⁻2. Reduktion von IodI₂ + 2e ⁻ → 2I⁻GesamtgleichungSO₂ + I₂ + 2H₂O → SO₄²⁻ + 2I⁻ + 4H⁺ Umschlagspunkt: Blaufärbung der Lösung (Iod (I2) lagert sich in Anwesenheit von Iodid (I-) als Polyiodid in der Stärke-Helix ein) = es liegen äquivalente Mengen Iodlösung und SO₂ vor. Während der direkten Titration wird die zugesetzte Maßlösung durch die Reaktion mit der Probe laufend entfärbt. Ist die Reaktion beendet, d. h. alle Probensubstanz hat reagiert, wird die Maßlösung nicht mehr umgesetzt und färbt deshalb die Titrationslösung
  • Erkläre das Prinzip der Photometrie in Verbindung mit dem Lambert Berschen Gesetzt Messprinzip: Absorption von Vis (visible) oder UV-Licht Die zu bestimmende Substanz weist bei einer bestimmten Wellenlänge eine besonders hohe Absorption auf. Bei dieser Wellenlänge wird die Messung vorgenommen.Charakterisierung einer Messlösung anhand der Intensitätsschwächung des Lichtstrahls durch Absorbtion.  Faktoren die die Absorption/Extinktion beeinflussen: Konzentration der Lösung (c) die Schichtdicke (d) der Analyt, sowie versch. physikalische Faktoren, z.B. Temperatur und Lösungsmittel (ε) = molarer Extinktionskoeffizient ⇒ Lambert Berschen Gesetzes: E = c * d * ε wobei d und ε für Messlösung konstant ist → Extinktion ist proportional zur Konzentration. Daher kann mittels Standardlösungen versch. Konzentrationen eine Kalibriergerade erstellt werden, mit der die Konzentration der Substanz in der Probe berechnet werden kann.  y = x*m+bY = Extinktionx = Konzentrationm+b = Steigung und Schnittpunkt y-Achse
  • Nenne Verbindungen, die in der LMC durch eine Redoxreaktion nachgewiesen werden können. Ascorbinsäure (Fruchsaft) Schweflige Säure (Wein) Reduzierende Zucker (indirekt) (Backware) Ungesättigte Fettsäuren (indirekt, nach Addition von Halogen an Doppelbindung) (Öl)
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  • Nenne eine Verbindung, die bei einer Redoxtitration als Titrant und Inidkator verwendet werden kann und erkläre die Indiokatorwirkung Iod (Oxidationsmittel) oder Iodid (Reduktionsmittel) Iod lagert sich in Anwesenheit von Iodid als Polyiodid in der Stärke-Helix ein, woraufhin es zu einer Blaufärbung (=Indiklator) kommt. Für die Indikatorwirkung ist also die Anwesenheit von Stärke nötig. Vorteile: einfache Stöchiometrie gute Entpunkterkennung
  • Was ist unter Absorption chemisch zu verstehen? Wofür wird sie genutzt? Energie-Übergang (Übertragung) von Strahlung auf Moleküle, Atome und Ionen Absorption = Aufnahme best. Frequenzen, z.B. durch Quantenübergänge von Elektronen oder Molekülschwingungen. Abgabe in Form von Wärme, Fluoreszenz, Emission oder Streuung an Aerosole. Nutzung: Photometrie Absorption: von niedrigen zum höheren Energieniveau (Aufnahme der Welle) Emission: von höheren zum niedrigeren Energieniveau (Abgabe der Welle)
  • Welche Eigenschaften muss ein Analyt haben, um bestimmte Wellenlängen zu absorbieren? konjugierte Doppelbindungenab einer Doppelbindung bereits UV-Absorption im Bereich von 200 nmab 6 konjugierten Doppelbindungen: auch Vis wird absorbiert funktionelle Gruppen (Alkohole, Aldehyde, Carbonsäuren) können ebenfalls zur Absorption beitragen
  • Erkläre Aufbau und Funktionsweise eines Photometers Probe und Referenz zwei Küvetten, eine mit Probelösung, sowie eine Vergleichslösung (ohne Analyt oder ohne entscheidendes Reagenz!)Extinktion der Vergleichslösung wird von der Extinktion der Probelösung abgezogen und dadurch die Eigenabsorptionen der Lösung und Intensitätsschwankungen der Lampe abgezogen. Lampe⇒Meistens 2 Lampen: Quecksilberlampe für VIS-Bereich, Deuterium-Lampe für UV-Bereich. Strahlen polychromatisches Licht (v erschiedene Wellenlängen) aus. Spalt⇒ Lässt nur einen definierten Lichtstrahl in den Messraum. Gitter, Prisma, Filter ⇒ Kann aus dem polychromatischen Licht eine beliebige Wellenlänge herausfiltern. Chopper⇒ Beweglich, leitet den Lichtstrahl abwechselnd durch Probe und Referenz. Spiegel⇒ Leiten den Lichtstrahl in definierten Bahnen durch den Messraum. Multiplier⇒ Wandelt den Lichtstrahl in ein elektrisches Signal um und verstärkt es. Detektor⇒ Detektiert das elektrische Signal.
  • Nenne ein Beispiel einer Substanz aus einem LM, deren Konzentration photometrisch bestimmt werden kann. Wie würde das ablaufen? Nitritbestimmung (NO₂⁻) in Wurstwaren: Wurst mit Wasser versetzen und homogenisieren pH Wert mit Natronlauge und Bromthymolblau (Indikator) einstellen Im siedenden Wasserbad erhitzen Abkühlen und in Messkolben überführen Carrez hinzugeben und Messkolben auffüllen Abfiltrieren und mit Filtrat weiterarbeiten Farbreagenzlösung zu Filtrat hinzugeben und 30 min im Dunkeln stehen lassen Extinktion bei 540 nm messen
  • Nenne Beispiele für Verbindungen die enzymatisch nachgewiesen werden können. Fructose, Glucose, Lactose, Saccharaose org. Säuren (z.B. Äpfel-, Milch-, Essig-, Citronensäure) Alkohol (Ethanol, Methanol) …
  • Erkläre das Prinzip der Enzymatik zum Substanznachweis Analyt wird durch eine enzymatische Reaktion umgesetzt gemessen wird die Zu- oder Abnahme des Coenzyms NADH bzw. NADPH (durch Photometrie)
  • Aufgrund welcher Eigenschaften können Enzyme zum Substanznachweis verwendet werden? Proteinstruktur, evtl. mit prosthetischer Gruppe (Moleküle und/ oder Metalle)  Biokatalysatorensetzen die Aktivierungsenergie herab, verändern aber nicht die Lage des Gleichgewichts! sind spezifisch (abhängig von Größe, sterischer Anordnung und Ladungsverteilung des aktiven Zentrums): Reaktionsspezifisch Gruppenspezifisch Substratspezifisch Isomerspezifisch werden bei Reaktionen nicht verändert! Coenzyme schon Nachteil:pH- und Temperatur-Abhängig
  • Woraus bestehen die Carrez-Lösungen und wozu werden sie verwendet? 2 Lösungen (Carrez I und II) Zinksulfat ZnSO₄ Kaliumhexacyanoferrat K₄[Fe(CN)₆] Lösungen ergeben zusammen einen voluminösen Niederschlag der Proteine und Fette bindet ⇒ Entfernen von Fetten und Proteinen bei fett- und eiweißreichen LM und zur Bestimmung von wasserlöslichen Bestandteilen
  • Nenne Möglichkeiten zum Aufschließen von LM-Proben und welchem Zweck dies dient Starke Säure oder hohe Temperaturen ⇒ hydrolytische Spaltung der Peptidbindungen Freisetzen gebundener Fette (in Proteinmembran) für die Fettanalytik Freisetzen der Aminosäuren zur Bestimmung zur Bestimmung des Gesamtproteingehaltes oder einzelner AS (z.B. Prolin)
  • Was ist unter einem Coenzym zu verstehen? Was unterscheidet sie von Enzymen? Cosubstrate: nicht an ein Enzym gebundenz.B. NAD, NADP, FMN, FAD, ATP Enzyme werden bei Reaktionen nicht verändert !Coenzyme werden verändert!
  • Erkläre kurz, wie mittels der Zu- oder Abnahme von NADH die Konzentration eines Stoffes photometrisch bestimmt werden kann. NAD⁺ und NADH besitzen bei 260 nm ein Absorptionsmaximumjedoch: NADH besitzt auch bei 340 nm ein Maximum⇒ photometrische Bestimmung der Zu- oder Abnahme von NADH möglich Konzentrationsbestimmung des Substrats möglich 
  • Welche Vor- und Nachteile hat der enzymatische Nachweis von Stoffen in LM? Vorteile: hohe Spezifität einfache Durchführung geringe Probenmenge Nachteile sehr teuer temperaturabhängig pH-Abhängig in Haltbarkeit begrenzt
  • Erkläre wie die photometrische Bestimmung von Zucker mittels Enzymkit chemisch abläuft (Versuch Backware) Inversion von Saccharose in Glucose und Fructose mittels Salzsäure Veresterung von Glc und Frc mit Phosphat in Position 6 mittels Hexokinase + ATP Oxidation des aus Glc entstandenen Glc-6-P mittels NADP+ und Glucose-6-P-Dehydrogenase und photometrische Messung des entstehenden NADPH+H+ Isomerisierung des Frc-6-P zu Glc-6-P mittels Phosphoglucoisomerase (PGI) und erneutes Vorgehen nach 3. Glucose/Fructose + ATP ---Hexokinase---> Glc-6-P/Frc-6-P + ADP Glc-6-P + NADP+ ---Glc-6-P-Dehydrogenase---> Gluconat-6-P + NADPH+H+ Frc-6-P ---PGI---> Glc-6-P Lösung 1: Puffer: Triethanolaminpuffer - pH 7,6; NADP; ATP; MgSO4; StabilisatorenLösung 2: Enzymsuspension 1: Hexokinase und Glucose-6-Phosphat-DehydrogenaseLösung 3: Enzymsuspension 2: Phosphoglucoseisomerase
  • Was ist unter dem Begriff Chromatographie allgemein zu verstehen? Wozu dient sie? Verteilung eines zu trennenden Gemisches zwischen einer ruhenden (stationären) und einer strömenden (mobilen) Phase Dient der Abtrennung von Verbindungen aus einer Matrix und iherer qualitativen und quantitativen Bestimmung (je nach Methode) Kann auch der Aufreinigung dienen
  • Unterschied Absorption und Adsorption Absorption = etwas aufnehmen, z.B. Wellenlängen (Photometrie) Adsorption = anhaften an eine Oberfläche
  • Nenne verschiedene Trennmechanismen bei Chromatographie Adsorption Verteilung Ionenaustausch Selektive Bindungen (Affinitäts-Chrom.) Ausschlusseffekte (sterische Ausschluss-Chromatographie (SEC))
  • Nenne Beispiele für polare und unpolare stationäre Phasen Polare Adsorptionsmittel: Aluminiumoxid Kieselgel (Cellulose) Unpolare Adsorptionsmittel: Modifiziertes Kieselgel (RP) Polyamid (Aktivkohle) NICHT FÜR GC!
  • Kieselgel wird als stationäre Phase bei HPLC verwendet. Woraus entsteht es? Was ist der Unterschied zwischen Kieselgel und modifiziertem Kieselgel? Kieselgel (SiO2) = Kondensationsprodukt aus Kieselsäure Kieselgel ist aufgrund der vielen OH-Gruppen (Silanolgruppen) sehr polar Verwendung für NP-Chromatographie  unpolare mobile Phase unpolare Verbindungen eluieren zuerst, polare Verbindungen wechselwirken stärker mit der stationären Phase Bei modifiziertem Kieselgel werden die Silanolgruppen chemisch mit Silanen umgesetzt, wodurch die polaren OH-Gruppen zu unpolaren Resten umgesetzt werden Verwendung für RP-Chromatographie  polare mobile Phase polare Verbindungen eluieren zuerst, unpolare Verbindungen wechselwirken stärker mit der stationären Phase
  • Zu welchen Wechselwirkungen des Analyten mit der stationären Phase kommt es bei Chromatopgraphie unpolare WW polare WW ionische WW
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  • Welche Stoffe/Verbindungen können bei der Chromatographie als mobile Phase verwendet werden? Welche Eigenschaften müssen sie haben? jegliche Art von Lösemittel möglich, entscheidend ist die Polarität ⇒ Eluotrope Reihe Analyt muss zur mobilen Phase höhere Affinität aufweisen, als zur stationären Lösemittel können auch untereinander gemischt werden bei wässrigen Lösemitteln können auch Puffer eingesetzt werden konstanter pH-Wert keine unerwünschten De-/ Protonierungen der Analyten (sonst ändert sich die Polarität)
  • Nenne Beispiele für polare und unpolare Lösemittel, die bei Chromatographie als mobile Phase verwendet werden können Eluotrope Reihe (unpolar zu polar) Alkane (n-Hexan, Petrolether) Cycloalkane (Cyclohexan u.a.) Tetrachlormethan Aromaten (Toluol u.a.) Diethylether Chloroform Ketone (Methylethylketon,Aceton u.a.) Ester (Essisäureethylester u.a.) Dimethylsulfoxid Acetonitril Pyridin Ethanol Methanol Wasser
  • Erkläre das Prinzip der Dünnschichtchromatographie (DC). Wofür wurde sie im Praktikum angewendet? stationäre Phase (Cellulose) ist auf eine Aluminium- oder Glasplatte aufgebracht Mobile Phase = Fließmittel (z.B. n-Butanol + Methanol + Trichloressigsäure + Ammoniak + dest. Wasser oder n-Pentan + n-Hexan + Eisessig) Auftragen der Probenlösung und der Standards mit einer Kaillare auf die DC-Platte Platte in eine verschließbare Kammer mit Fließmittel stellen Detektion über die Farbflecken und die berechneten Rf-Werte
  • Wie kann die Detektion bei der DC erfolgen? farbige Substanzen nicht farbige Substanzen müssen sichtbar gemacht werden 1. Bestrahlen mit langwelligen UV-Licht 360 nm Eigenfluoreszenz der Verbindungen wird ausgenutzt 2. Bestrahlen mit kurzwelligen UV-Licht 255 nm Verwendung von Platten, die einen speziellen Phosphoreszenz-Indikator enthalten (F255) Verbindungen, die UV-Licht absorbieren erscheinen als dunkle Flecken 3. Besprühen oder begasen mit Chemikalien oder Tauchen in Chemikalienbäder durch chemische Reaktionen mit bestimmten Reagenzien werden Verbindungen sichtbar gemacht Versuche Praktikum: Mayo (Konservierungsstoffe), Wurst (Phosphate)
  • Wie erfolgt die qualitative Auswertung einer DC? Bestimmung der Retentionsfaktoren (Rf-Werte) und Vergleich mit Standardsubstanzen Rf = Abstand Startlinie-Punkt / Abstand Startlinie-Laufmittelfront
  • Ist bei einer DC auch eine quantitative Bestimmung der Substanzen möglich? nur Halbquantitativ  Quantifizierung über Vergleiche (Fleckengröße)  Quantifizierung über Extraktion der Substanz und externe Bestimmung  Quantifizierung mit UV/Vis Scannern (Densitometern)
  • Erkläre das Prinzip der Säulenchromatographie. Wozu wird sie verwendet? Verwendung zur Aufreinigung und Abtrennung der Analyten (zur präperativen Analytik) Glassäule wird mit stationärer Phase (z.B. Kieselgel) gefüllt Probelösung wird auf stationäre Phase gegeben anschließend wird auf die Chromatographiesäule der Eluent (= mobile Phase) gegeben Prinzip:Stoffe, die in ihren polaren Eigenschaften eher der stationären Phase ähneln, eluieren später
  • Nenne die Ziele und erkläre den Ablauf einer Solid Phase Extraction (SPE) = Festphasenextraktion Ziel: Analyt aufreinigen und anreichern 1. Konditionierung = Anfeuchten der festen Phase (Sorbens) mit der Matrix 2. Probenaufgabe = Probe wird durch Festphase gedrückt/gezogen 3. Retention des Analyten = Analytmoleküle werden am Sorbens angereichert, während Störkomponenten und Lösemittelmoleküle nicht zurückgehalten werden und ausgewaschen werden. Der Analyt wird anschließend durch Elution mit einem geeigneten Lösemittel vom Sorbens entfernt ODER 3. Retention der Störkomponenten = Analytmoleküle zeigen keine WW mit Sorbens und werden ausgewaschen, während Störkomponenten und Lösemittekmoleküle zurückgehalten werden. (Festphase = Filter)
  • Unterschied zwischen der SC und der HPLC HPLC = Weiterentwicklung der SC Verwendung von kleineren Teilchengrößen (z.B. Kieselgel 3-10μm statt 300-650μm ) bei der Stationären Phase größere Oberfläche bessere Auftrennung der Analyten jedoch: höherer Druck wird benötigt, damit das Lösungsmitteldurch die eng gepackte stat. Phase „gepresst“ werden kann ⇒ HPLC benötigt Pumpen
  • Wofür werden Salicylsäure, Benzoesäure, Sorbinsäure und/oder pHB-Ester in der LM-Produktion verwendet? Nenne eine Möglichkeit sie nachzuweisen. Verwendung als Konservierungsstoffe (Salicylsäure verboten) z.B. bei Mayo Nachweis: DC (Halbquantitativ) HPLC Elutionsreihenfolge Salicylsäure Benzoesäure Sorbinsäure pHB-Ester
  • Nenne verschiedene Arten der Detektion bei der HPLC UV/Vis-Detektor Fluoreszenzdetektor RI-Detektoren (messen den Brechungsindex der Lösung) elektrochemischer Detektor Leitfähigkeitsdetektor Massenspektrometer
  • Nenne Möglichkeiten die Trennung eines Stoffgemisches in der HPLC zu verkürzen Veränderung von Mobiler Phase (Polaritätsgradient, Gradient) Temperatur (Temperaturgradient) Fluss (Flussgradient) Polaritätsgradient: Mind. 2 Eluenten mit untersch. Polarität Pumpe kann Eluent wechseln, bzw. Gemische beider herstellen Auf der Säule stärker haftende Analyten werden früher herunter gelöst
  • Unterschied GC und SC/HPLC Zur Analyse von flüchtigen Probenkomponenten Mobile Phase = inertes Gas (H₂, He, N₂) Als stationäre Phase wird größtenteils eine hochsiedende Flüssigkeit verwendet (selten feste stat. Phasen, z.B. Schichtkapillaren oder gepackte Säulen)
  • Aufbau der GC (nenne die Bestandteile, wie sie hintereinander geschaltet sind) Trägergasflasche Säule in Säulenofen mit Injektor und Stromversorgungsteil Detektor (mit Anschluss an Luft- und H2-Flaschen) Intergrator + Schreiber
  • Beispiel für die mobile und die stationäre Phase bei der GC Mobile Phase: Wasserstoff, Helium, Stickstoff (hochrein und trocken) Elutionsverhalten ist von Fließgeschwindigkeit des Gases abhängig Stationäre Phase: Flüssigkeitsfilm aus Polyorganosiloxanen polar = Polyethylenglykol (--> Probe = polare Verbindungen)unpolar = Polydimethylsiloxan (--> Probe = unpolar z.B. PCBs und Pestizide)
  • Beispiele für die stationäre Phase bei einer GC Flüssigkeitsfilm aus Polysiloxanen R = -CH₃ (-Methyl, unpolar)R = -C₆H₅ (-Phenyl, mittelpolar)R = -(CH₂)₃-CN (-Cyanopropyl, polar) Stark unpolar: Polydimethylsiloxan Stark polar: Polyethylenglykol
  • Nenne Möglichkeiten der Detektion bei einer GC Flammenionisationsdetektor (FID) Wärmeleitfähigkeitsdetekor (WLD) Elektroneneinfangdetektor (ECD) Flammenphotometrischer Detektor (FPD) Massenspektrometer (MS)
  • Erkläre die Funktionsweise eines Flammenionisationsdetektors bei einer GC Eluat wird in Knallgasflamme verbrannt Zwischen Flamme und Ringelektrode liegt eine Spannung von 100 V an Analyt gelangt in Flamme, verbrennt unter Bildung von Ionen ⇒ Stromfluss
  • Wieso wird bei der GC Inertgas als Trägergas (mobile Phase) verwendet? reagieren nicht mit Analyten ⇒ keine Wechselwirkungen ⇒ transportiert nur den Analyten
  • Wie sind Säulen bei einer GC aufgebaut? Innendurchmessern von 0,05-0,53 mm (oft 0,32 mm) Säulenlänge: meist 15- 60 m von Außenb nach Innen: Schutzschicht, Wand aus Quarz und Trennphase