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Psychologie (Fach) / 03400 - Einführung in die Psychologie und Ihre Geschichte (Lektion)
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- Trilemma von Bieri Mentale Phänomene sind nichtphysikalische Phänomene. Mentale Phänomene sind im Bereich physikalischer Phänomene kausal wirksam. Der Bereich physikalischer Phänomene ist kausal geschlossen. Jede der drei Annahmen wirkt auf den ersten Blick plausibel: Das Trilemma besteht darin, dass immer nur zwei der drei Sätze wahr sein können: Wenn nichtphysikalische, also mentale Phänomene auf die physikalische Welt einwirken können, kann letztere nicht geschlossen sein – wenn also Satz 1 und Satz 2 richtig sind, muss Satz 3 falsch sein. Wenn dagegen Satz 1 und Satz 3 richtig sind, kann es keine Wirkung mentaler Phänomene auf die physikalische Welt geben, also muss Satz 2 falsch sein. Und schließlich muss Satz 1 falsch sein, wenn die Sätze 2 und 3 richtig sein sollen. I+II = interaktionistische Dualismus I+III reduktive Physikalismus II+III paralleler Dualismus
- Detels Theorie „ Abwärtsverursachung“ Geist = oben. Körper = unten. - nur bestimmte Eigenschaften haben in der Relation zwischen x (Bsp Frosch) und y (Bsp Objektumwelt) eine kausale Wirkung, zB die Merkmale "klein, schwarz, beweglich", um eine Fliege zu identifizieren und eine Schnappreaktion auszulösen. - das Mentale (das Erkennen der Merkmale) bewirkt das Physische- kausal wirkt NICHT die konkrete Fliege, sondern die im Frosch vorhandene abstrakte Repräsentation der Klasse (Merkmale)- die genannten Merkmale sind Mittelwerte der Eigenschaften von Futter, dies ist ein Beispiel für einen kausalen Filter via Mittelwertbildung- der kausale Filter wirkt mit autonomer Kraft auf das Physische, und zwar "abwärts" vom Geist zum Körper
- Welche ist die richtige Theorie zur Erklärung des Psychischen? Es gibt nicht „ Die eine richtige Theorie“ zur Erklärung des Psychischen.
- Skizzieren Sie die drei Instanzen des psychischen Apparats nach Freud. Über-Ich (Gebote, Verbote) MORALISCHE INSTANZ – Wert & Normvorstellungen Ich (Kritischer Verstand,Triebverzicht) REALITÄTSPRINZIP - Reaktionen Es ( Bedürfnisse, Libido, Destrudo) LUSTPRINZIP – Reize Über-Ich und Es stellen Forderungen an das Ich, welches Kontrolliert.
- Inwiefern ist der Mensch nach Freud ein Energiesystem? Der Mensch ist nach Ansicht Freuds ein Energiesystem, da er versucht ein Gleichgewicht zwischen den auftretenden Spannungen zu reduzieren und ein Gleichgewicht herzustellen. Spannungen solcher Art entstehen, wenn destruktive oder libidinöse Motivenergien nach Realisation streben.
- Was sind Freuds Abwehrmechanismen? Verdrängung – Verschiebung unerwünschter Triebimpulse (uT) ins Unterbewusstsein ( Begehren Vergebener) Reaktionsbildung – uT werden durch Betonung des Gegenteils abgewehrt ( ungeliebtes Kind überhüten) Projektion – uT werden anderen zugeschrieben ( DU bist aggressiv!) Regression – Person fällt auf frühere Entwicklungsstufe zurück ( Geschwisterkind einnässung) Rationalisierung – Fadenscheinige Gründe für gefährliches Verhalten ( Kind abhärten) Sublimierung – Triebenergie wird hoch bewertete Handlung. (Rapsong) !!!Keine Seelische Fehlentwicklung!!!!
- Welche Phasen umfasst nach Freud die Entwicklung der Sexualfunktion? 1. orale Phase (Lustgewinn durch zB saugen) 2. anale Phase (Lustgewinn durch zurückhalten und loslassen der Exkremente) 3. phallische Phase (Lustgewinn durch Reizung der Genitalien) 4. Ödipus komplex (Jungs:Begehren der Mutter/ Vater als Rivale - Konfliktlösung durch Identifikation mit Vater. Mädchen: Penisneid / Konfliktlösung durch Identifikation mit Mutter )
- Wozu braucht der Mensch nach Freud Abwehrmechanismen? Zwischen Ich, Es und Über-Ich entstehen Konflikte, Spannungen. Das Ich nutzt Abwehrmechanismen, um diese Konflikte, Spannungen abzumildern oder im besten Fall aufzulösen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Abwehr und Verdrängung nicht als solche dysfunktional sind - sie müssen immer in Gesamtzusammenhang mit Person und Situation gesehen werden und: sie haben einen guten Zweck, nämlich den Schutz des psychischen Gleichgewichts.
- Erläutern Sie das Konzept der Übertragung. Das Konzept der Übertragung besagt dass ein Patient bei der Psychoanalyse positive oder negative Emotionen bezüglich einer dritten Person (zB Mutter) auf den Therapeuten überträgt. Der Patient zeigt dadurch Verhaltensmuster, die zur Konfliktaufarbeitung genutzt werden können. Bei der Gegenübertragung werden Emotionen des Therapeuten gegenüber einer dritten Person auf den Patienten projiziert, was unerwünscht ist.
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen Freuds Triebtheorie und Objektbeziehungstheorien. Freuds Triebtheorie konzentriert sich auf die Lösung von Triebspannungen, während die Objektbeziehungstheorien sich auf die Beziehung zwischen Person und Objekt fokussieren. Diese nicht Triebgesteuerten Bindungen (zB Zuneigung) Beeinflussen unsere späteren Beziehungen und können ebenfalls gestört werden. (Persönlichkeitsstörung/Bindungsprobleme)
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- Welches sind die gemeinsamen Merkmale psychodynamischer Theorien? 1. Viele kognitive, affektive und motivationale Prozesse sind unbewusst und können das Verhalten jenseits bwusster Intentionen und Handlungspläne beeinflussen.2. Psychische, affektive und motivationale Prozesse laufen parallel ab und können im Widerstreit stehen. Lösung des Konflikts durch Kompromissbildung.3. Abwehr und Selbsttäuschung.4. Vergangene Erfahrungen haben einen Einfluss auf das aktuelle Funktionsniveau.5. In der Kindheit erworbene Interaktionsmuster haben eine chronische Wirkung.6. Der bewusste oder unbewusste Einfluss sexueller, aggressiver und anderer Wünsche oder Ängste auf das Erleben und Verhalten. Auch das Bedürfnis nach Selbstwertschätzung und Bindung.
- Was ist mit "freie Assoziation" gemeint? Patienten die auf der Couch bei Freud lagen, sollten einfach das sagen, was Ihnen gerade durch den Kopf ging. Durch die entspannte Position soll eine Regression in die frühe Kindheit und damit verbundenen Erinnerungen gefördert werden.
- Welche von Freuds Konzepten / Modellen gelten als empirisch bestätigt? - die 3. Kränkung der Menschheit, die besagt, dass viele kognitive, affektive und motivationale Prozesse unbewusst ablaufen. Prozeduales Wissen (kognitive Psychologie): das Wissen, wie etwas funktioniert, ohne bewusste Kontrolle (Bsp. Auto fahren)- unbewusste emotionale Prozesse (belegt durch Studien zum affektiven Konditionieren und einem berühmt gewordenen Patienten, dem man die medialen Bereiche beider Temporallappen des Gehirns entfernte, um ein Epilepsieleiden zu kurieren. Folge: anterograde Amnesie= keine Erinnerung an neue Ereignisse, aber ein konkretes Gefühl zu diesen Ereignissen.
- Was sah Freud als den "Königsweg" zum Unbewussten an? Für Freud waren die Träume die via regia zum Unbewussten, weil darin die Erfüllung von unbewussten, insbesondere sexuellen Triebwünsche zum Ausdruck kommt, allerdings nicht unmittelbar......
- Welche seiner Thesen bezeichnete Freud selbst als "dritte Kränkung für die Menschheit"? 1 Kränkung durch Galileo Galilei (Widerlegung des ptolemäischen Weltbildes)- Erde ist nicht das Zentrum des Sonnensystems 2 Kränkung durch Charles Darwin (Evolutionstheorie) - Mensch als nur eine von vielen Spezies 3 Kränkung durch Sigmund Freud (unbewusste Prozesse und Verhalten) - Mensch hat nicht immer die bewusste Kontrolle über sich selbst
- Skizzieren Sie das "klassische" psychoanalytische Setting. Der Therapeut sitzt hinter dem Patienten, der auf einer Couch oder Sofa liegt.Der Analytiker läßt nun den Patienten frei assoziieren, d.h., zum Beispiel von seiner Kindheit erzählen ohne diese Aussagen direkt zu bewerten durch die klassische freie Assoziieren soll eine Regression stattfinden , und zwar in die Kindheit, die laut psychoanalytischem Paradigma, die Quelle der Ursachen ist.
- (!) Der Begriff der Psychoanalyse wird mit verschiedenen Bedeutungen verwendet - welche? xxx WICHTIG FÜR DIE PRÜFUNG xxx - als Bezeichnung für Theorie vom menschl. Erleben und Verhalten - als Methode zur Erforschung psych. Prozesse beim Individuum - als Methode zur Behandlung psych. Störungen - als historisch-gesellschaftl. Bewegung
- Behavioristisches Paradigma - Begründer? (Watson 1913)
- Als welche Art Wissenschaft konzipierte der Behaviorismus die Psychologie? Der Behavourismus konzepierte die Psychologie als Naturwissenschaft.
- Was verstehen Behavioristen unter "Verhalten"? Körperliche Veränderungen aller Art: Reflexe, Bewegung, Lautgebungen, Muskelkontraktionen, Speichelfluss… Abgrenzung gegen die Bewusstseinspsychologie und ihrer Methode der Introspektion.
- Nennen Sie zwei behavioristische Grundbegriffe. Reiz und Reaktion ( Stimulus, Response)
- Inwiefern ist das erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Verständnis des Behaviorismus reduktionistisch und objektivistisch? Das erkentnis- und wissenschaftstheoretische Verständnis des Behaviorismus ist reduktionistisch, weil es im Grunde den Menschen auf beobachtbares Verhalten reduziert- Er (zumindest der radikale Behaviorismus) ist antimentalistisch. Forschung soll auf intersubjektiv beschreibbare Prozesse basieren. (Antiintrospektioniusmus= die Introspektion als Methode wird abgelehnt; aber auch die phänomenologische Psychologie) "objektivistisch" sind die Lerntheorien (klassische Konditionierung, operante Konditionierung, law of effect, Lernen durch Versuch und Irrtum)
- Was fordert der methodologische Behaviorismus? Den Einsatz von objektiven Beobachtungs- und Messverfahren, sowie die Operationalisierung, die Übersetzung mentaler Begriffe in objektive Beobachtungs- und Messvorschriften.
- Welche Art von Theorien sind im Behaviorismus ganz zentral? zentral sind die Lerntheorien. Das Verhalten wird als Muster von Reaktionen verstanden, die der Anpassung an die Umweltreize dienen. Der Annahme zufolge ist es die Fähigkeit des Organismus, ungelernte Reize, die unmittelbare reflexartige Reaktionen auslösen (im Bsp.: der Lärm), mit zeitlich und räumlich benachbarten wiederholt auftretenden Reize zu koppeln, die alleine keine Reaktion auslösen (im Bsp.: die Ratte).Durch klassische Konditionierung lassen sich Reize in fast beliebiger Weise durch andere Reize ersetzen, solange der lerngeschichtliche Bezug auf die unkonditionierten Reise bestehen bleibt.
- Nenne die Lerntheorien des behaviouristischem Paradigma Verhalten, klassischer behaviourismus, klassische konditionierung, operante konditionierung, walden two (skinner: menschl u tier. Verhalten wird von umwelt gesteuert.)
- Grenzen Sie klassische und operante Konditionierung voneinander ab. Klassische Konditionierung: Reize lassen sich in fast beliebiger Weise durch andere Reize ersetzen, solange der lerngeschichtliche Bezug auf die unkonditionierten Reize bestehen bleibt. Die Klassische Konditionierung beruht vor allem auf den tierpsychologischen Arbeiten von Iwan Pawlow und der russischen Reflexologie („Hund“), die von Watson weiter ausgebaut wurde („Little Albert“). Operante Konditionierung (Reaktionslernen): Annahme, dass sich die Wahrscheinlichkeit bestimmter Reaktionen auf einen relativ zufälligen Reiz hin oder auch Körperregungen ohne äußeren Reiz erhöht, wenn die Reaktion verstärkt (=belohnt) wird. Belohnend wirkt die Verstärkung nur dann, wenn ein entsprechender Triebzustand besteht und die Belohnung wirklich als Belohnung empfunden wird. Die operante Konditionierung geht zurück auf B.F. Skinner (Skinner-Box: Tauben; Walden Two) und Thorndike
- Grenzen Sie die Begriffe Kontiguität und Kontingenz voneinander ab. Kontiguität meint die raum-zeitliche Nähe, des neutralen Reizes und des unkonditionierten Reizes. Bei Pawlows Hunden funktioniert die klassische Konditionierung, weil der Stimulus (Glocke) zeitnahe dem unkonditionierten Reiz (Futter) liegt. Kontingenz beschreibt das gemeinsame Auftreten/ die Kopplung zweier Merkmale oder Ereignisse, die Reiz-Reaktions-Paare
- Was besagt das "law of effect"? Das "law of effect (Gesetz des Effekt/ der Wirkung)" geht zurück auf Edward L. Thorndike und besagt:Folgt auf eine Reaktion eine befriedigende Konsequenz, so erhöht sich die Auftretenswahrscheinlichkeit dieser Reaktion. Folgt auf eine Reaktion eine nicht zufriedenstellende Konsequenz, so vermindert sich die Auftretenswahrscheinlichkeit dieser Reaktion.
- Als was bezeichnen die klassischen (und radikalen) Behavioristen den Organismus? Im klassischen (und radikalen) Behaviorismus wird der Organismus als leer i. S. einer black box verstanden – ähnlich der tabula rasa-Auffassung des Organismus im radikalen Empirismus. Nur die beobachtbaren Input-Output-Beziehungen in Form von Reiz-Reaktions-Verbindungen erlauben Aussagen über den Organismus. Im radikalen Behaviorismus werden auch Hypothesen über die inneren Verbindungen von Reizen und Reaktionen als überflüssig angesehen Die Umweltverhältnisse kontrollieren den Organismus, so dass diesem eine große Plastizität zugeschrieben wird.
- Was ist ein entscheidender Unterschied zwischen klassischem Behaviorismus und Neobehaviorismus? Im Gegensatz zum klassischen Behaviorismus wird im Neobehaviorismus die radikale Annahme eines black-box-Organismus aufgegeben und stattdessen werden zwischen äußerem Reiz und äußerer Reaktion hypothetische Konstrukte wie Gedächtnis oder Motive oder intervenierende Variablen zugelassen. Ein Beispiel dafür ist Tolmans Zeichen-Gestalt-Theorie, in der die sog. cognitive map als intervenierende Variable postuliert wird. Der Neobehaviorismus ist sozusagen ein Eingeständnis der Behavioristen, dass doch mentale Begriffe nötig sind, um die (sowieso schon sehr schwach bis kaum definierten) äußeren Reize, Reaktionen richtig erforschen zu können.
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- Skizzieren Sie das Konzept der Mediation. Das Konzept der Mediation geht davon aus, dass zwischen äußerem Reiz und äußerer Reaktion vermittelnde innere Reize u. innere Reaktionen treten. Damit erklären sich verbale und denkbasierte Lernprozesse. Beispiel: Beim Lernen von Paaren sinnloser Silben werden diese mit sinnvollen Wörtern assoziiert. Unterschied zum klass. Behaviorismus, der nur eine starre Verbindung zwischen Lauten u. Objekten zulässt.
- Was kritisiert insbesondere die Humanistische Psychologie an der radikalbehavioristischen Position? Die Humanistische Psychologie kritisierte die verhaltenstherapeutischen Ansätze, die ein quasi mechanistisches Menschenbild zugrundelegen und den Menschen als ausschließlich durch Umgebungsreize determiniert beschreiben. So können Menschen jederzeit an herrschende Verhältnisse angepasst werden.
- Inwiefern hat der methodologische Behaviorismus zu einem geschärften Methodenbewusstsein beigetragen? Der methodologische Behaviorismus hat zu einem geschärften Methodenbewusstsein beigetragen, da dieser Objektivität, Beobachtbarkeit und Nachpruefbarkeit fordert.Ausserdem wird die leichtfertige, unkritische Verwendung mentaler Wörter hinterfragt.
- Skizzieren Sie das "Little Albert"-Experiment. Hier wollte man zeigen, dass Phobien erzeugt, erlernt und antrainiert sein können, folglich man könnte sie auch abtrainieren. Der Versuch erfolgte im Sinne des pawlowschen Konditionierung.Versuchsperson: 11 Monate altes Baby AlbertAusgangssituation: Albert spielt mit der weissen Ratte ohne Furcht zu zeigen (Ratte wird somit zu einem CS d.h. conditioned Stimulus)Versuch:Ratte (CS) wird gezeigt und kurz danach wird hinter Alberts Ohren mit einem Hammer auf eine Eisenstange geschlagen. (Dieses Geräusch ist ein UCS, d.h. ein unconditioned Stimuslus)Kind erschreckt sich, fällt nach vorne,vergräbt das Köpfchen, versucht zu fliehen und weint.Nach mehrmaligem Wiederholen dieses Szenarios (Ratte wird gezeigt, Hammer gegen Eisenstange geschlagen) assoziiert Albert die Ratte mit dem unangenehmen Geräusch und versucht schon beim Anblick des Ratten zu fliehen. Albert hat auch vor Kaninchen, Hunden, Pelzen Angst,jedoch nicht vor Bauklötzen.
- Welchen Prozess bezeichnet Pawlow als Konditionierung? Der neutrale Reiz, der Glockenton, ist der bedingte Reiz, dessen Darbietung die bedingte Reaktion auslöst, welche zuvor nur durch Darbietung des unbedingten Reizes möglich war.Neutraler Reiz/Bedingter Reiz = Glockenton/läuten der GlockeBedingte Reaktion = SpeichelflussUnbedingter Reiz = das FutterPawlow bezeichnet die Entstehung des bedingten Reflexes als Konditionierung.
- Begrifflichkeiten Pawlows Experiment NS = neutraler Stimulus [Glockenton]führt zu:keiner spezifischen Reaktion UCS = unkonditionierter Stimulus [Darbietung von Fleisch]führt zu:UCR = unkonditionierten Reaktion / unkonditioniertem Reflex [Speichel] UCS = unkonditionierter Stimulus [Darbietung von Fleisch]gepaart mit:NS = neutraler Stimulus [Glockenton]führt zu:UCR = unkonditionierter Reaktion / unkonditionierter Reflex [Speichel] (Nach wiederholter Darbietung wird aus UCS + NS » CS und aus der UCR » CR kurz: CS » CR) CS = konditionierter Stimulus (erlernter Reiz) [Glockenton] führt zu: CR = konditionierte Reaktion (erlernte Reaktion) [Speichel]
- Erläutern Sie die Begriffe "Löschung" ,"spontane Erholung" ,"Reizgeneralisierung" und "Diskriminationsleistung" Löschung: wenn der konditionierte Reiz häufig dargeboten wurde, ohne das es zur Futtergabe kam, verschwand die bedingte Reaktion (CR) wieder. Hier sprach Pawlow von Löschung. Spontane Erholung: die Tiere reagierten nach einiger Zeit wieder auf den Glockenton. Die Phase zur erneuten Konditionierung war jedoch kürzer Reizgeneralisierung: Tiere reagieren auf ähnliche Reize, wie hier die Glocke, ebenfalls mit einem CR. um Beispiel das Klicken eines Metronoms, Löffel an Glas Diskriminationsleistung: Fähigkeit eines Tieres zwischen 2 verschiedenen Reizen unterscheiden zu können (nur einer war mit Futter gepaart).
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen den Erklärungsschemata "S-R" und "S-O-R". Im klassischen Behaviorismus sind Reaktionen durch Reize bedingt: S-R-Theorie.Während im Neobehavorismus zwischen äußerem Reiz und äußerer Reaktion der Organismus als intervenierende Variable(Gedächtnis, Motive) zwischengeschaltet wird. Daher:S-O-R Theorie
- Personen des Behaviourismus J.B. Watson I.P. Pawlow E.L. Thorndike B.F. Skinner C.L. Hull E.R. GuthrieR.S. Woodworth E.C. Tolman
- Kernsätze der Gestaltpsychologie "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" (Aristoteles) „Das Ganze ist etwas anderes als die Summe seiner Teile" (Wolfgang Metzger)
- Welche Namen fallen Ihnen im Zusammenhang mit der Gestaltpsychologie ein? Christian von EhrenfelsMax WertheimerWolfgang KöhlerKurt KoffkaWolfgang Metzger Kurt Lewin Alexius Meinong
- Wieso können Töne in einer anderen Tonart gespielt werden, ohne dass sich die Melodie ändert? Die Gestalttheorie besitzt die Eigenschaft der Übersummativität, d.h. sie entsteht nicht additiv durch Summation ihre Teile. Die Elemente der Melodie (die Töne) stehen in einer festen Relation zueinander. Durch das Transponieren wird die Relation der Töne nicht verändert. Die Melodie bleibt daher erhalten.
- Was hat Leuchtreklame mit Gestaltpsychologie zu tun? Anhand von Leuchtreklame in Form von Laufschrift lässt sich das vom Gestaltpsychologen M.Wertheimer entdeckte Phi-Phänomen (Scheinbewegung) nachvollziehen. In kurzer Folge aufleuchtende und wieder erlöschende, Buchstaben bildende, Glühbirnen erzeugen im Betrachter den Eindruck einer sich bewegenden Schrift. Wertheimer vermied es, das Erlebnis des Phi-Phänomens als Wahrnehmungstäuschung zu bezeichnen, da es für den Betrachter keinen Unterschied macht, ob eine tatsächliche Bewegung, oder eine Scheinbewegung (in Form des Phi-Phänomens) Grundlage der Wahrnehmung ist.
- Die Gestaltpsychologie kritisiert am Elementarismus: "Konstanzannahme" (gleicher Reiz erzeugt gleiche Empfindung) --> experimentelle Untersuchung der Phänomene elementarische Verbindungsgesetze (z.B. Empfindungen werden durch unbewusste Schlüsse verknüpft) --> Kritik am Assoziationsgesetz (Kontiguitaetsprinzip: alles was in Raum und Zeit benachbart ist, wird assoziiert). Zerlegbarkeit von psychischen Prozessen in Elemente ("selbstständige Teile" )-->psychische Prozesse sind gestalthaft
- Was beschreiben Gestaltgesetze Wertheimer (Phi-Phänomene) fand heraus, dass es ausser den Gestaltqualitäten auch noch Gestaltgesetze gibt. Diese bestimmen, was sich im Sehfeld zur Einheit zusammenschließt und was sich gegenseitig absetzt, d.h. wo die Grenzen verlaufen. Gestaltgesetze formulieren allgemeine Ordnungsprinzipien, die über die psychische Organisationsbildung hinausgehen (z.B. Prägnanzprinzip). Gestaltgrenzen verlaufen auch bei Qualitätssprüngen.Die Gestalgesetze von Zusammenschluss und Abgrenzung gelten nicht nur für die Wahrnehmung, sondern auch beim Lernen.
- Erläutern Sie, was mit "Gestalttheorie der Bezugssysteme" gemeint ist. Mit seiner Grundaussage "Jeder Reiz ist ein Systemreiz" sagt er, dass seelische Eigenschaften nur im Rahmen eines Bezugssystems sinnvoll sind und verarbeitet werden können. Nur durch die Herstellung des Bezugs wird Wahrgenommenes erfassbar.
- Was besagt Köhlers Isomorphieprinzip? Köhlers Isomorphieprinzip besagt, dass die "Struktur einer Gestalt eins-zu-eins im Gehirn abgebildet wird". Diese Theorie wurde kritisiert und abgelehnt, ferner zur Feldtheorie ausgebaut.
- Was machte Wolfgang Köhler auf Teneriffa und was fand er dort heraus? Er machte Untersuchungen an Menschenaffen/Primaten, um die psychischen Eigenschaften und Fähigkeiten der Tiere unter annähernd natürlichen Lebensbedingungen studieren zu können. Köhler fand heraus, dass die Tiere gestalthaft wahrnehmen können und nach in der Lage sind, komplexere Problemen zu lösen. Er beobachtete, dass die richtige Lösung nicht zufällig (=^ Thorndikes Trial&Error), sondern plötzlich auftritt: Das Ziel (Futter/Bananen) und Hilfsmittel (Stock) bilden eine Gestalt! Diese Erkenntnis der Gestalt nennt Köhler Einsicht.
- Inwiefern können Probleme als "offene, unvollständige Gestalten" verstanden werden? In Max Wertheimers und Karl Dunckers Arbeiten zum produktiven Denken werden Probleme als offene, unvollständige Gestalten oder Gestalten, die (gegen die „Kräfte“ einer bestimmten strukturellen Fixierung) umstrukturiert werden müssen, damit man die Lösung findet. Ich verstehe das so, dass die Gestalt in das richtige Bezugssystem gebracht werden muss und dass man u.a. die Annahme der Übersummativität beachten muss, d.h. die Probleme sind insofern offen und unvollständig, als die Lösung nicht nur die Summe der einzelnen Bestandteile ist
- Wieso heißt die Produktionstheorie der Grazer Schule Produktionstheorie? Begründer: Alexius Meinong und Christian von Ehrenfels Erst durch die Aktivitäten des Betrachters entsteht aus Einzelelementen beim Betrachter der ganzheitliche Eindruck ("Produktionen" - deshalb auch Produktionstheorie).