Kardiologie (Fach) / Herzmechanik (Lektion)

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  • Definition Systole  die Kontraktionsphase eines Hohlorgans, im engeren Sinne die Kontraktionsphase des Herzmuskels
  • Definition Vorhofsystole bezeichnet die Kontraktion der Herzvorhöfe Während der Vorhofsystole wird Blut durch die Segelklappen aus den Herzvorhöfen in die Herzkammern bewegt. Hintergrund Bedingt durch die Überleitungsverzögerung im AV-Knoten erfolgt die Vorhofsystole zeitlich versetzt vor der Kammersystole. Dadurch wird die Füllung der Herzkammern verbessert.
  • Definition Kammer- oder Ventrikelsystole die Kontraktion der Herzkammer Während der Kammersystole wird das Blut aus der Herzkammer in das Gefäßsystem ausgeworfen.
  • Phasenaufteilung der Kammersystole Anspannungsphase  Auswurfphase / Austreibungsphase die beiden Phasen folgen unmittelbar aufeinander
  • Definition Anspannungsphase die Phase der Systole, die der Auswurfphase voran geht. In der Anspannungsphase kontrahiert die Kammermuskulatur, ohne das Blut aus dem Herzen transportiert wird.
  • Ablauf Anspannungsphase / Systole beginnt mit dem Verschluss der Segelklappen, d.h. mit dem Ende der Diastole Die Herzkammern kontrahieren in dieser Phase unter dem Einfluss des Erregungsbildungssystems bei konstantem Binnenvolumen der Kammern. alle Myokardfasern ändern ihre Länge (verkürzen sich) und beide Ventrikel/Herzkammern nehmen eine annähernde Kugelgestalt an Der Kammerdruck steigt solange weiter, bis er den Blutdruck in der Aorta bzw. im Truncus pulmonalis übersteigt. Daraufhin öffnen sich die Taschenklappen und die Auswurfphase beginnt. Dauer ca. 50 - 60 ms
  • Definition Auswurfphase / Austreibungsphase folgt nach der Anspannungsphase Während der Auswurfphase pumpt das Herz ein Schlagvolumen von durchschnittlich etwa 80 ml Blut in die Aorta
  • Ablauf Auswurfphase die Auswurfphase beginnt mit dem Öffnen der Taschenklappen des Herzens dazu muss der Druck im linken Herzventrikel den Aortendruck, der Druck im rechten Ventrikel den Pulmonalarteriendruck übersteigen Im Laufe des Blutausstroms in die Aorta bzw. den Truncus pulmonalis steigen die Drücke in den Ventrikeln durch die Abnahme des Ventrikelradius und Zunahme der Wanddicke (Laplace-Gesetz) weiter an. Der Druck im Ventrikel fällt anschließend ab, bei Unterschreiten des Aortendrucks schließen sich folglich die Taschenklappen, die Auswurfphase ist beendet.
  • Was erzeugt die Herztöne? Segelklappenschluss und Anspannung des Herzmuskels erzeugen den ersten Ton Pulmonalklappe geschlossen Kammern zusammengezogen ergibt den zweiten Ton
  • Aufgabe der Systole dient dem Auswurf von Blut aus dem Herzvorhof in die Herzkammer bzw. aus der Kammer in das Gefäßsystem bestimmt damit die Förderleistung des Herzens zwei Systolen werden von einer Diastole unterbrochen
  • Einteilung der Systole Je nach beteiligtem Herzabschnitt unterteilt man in: Vorhofsystole (Atriale Systole): Kontraktion der Vorhöfe Kammersystole (Ventrikelsystole): Kontraktion der Herzkammern
  • Definition Diastole die Entspannungs- bzw. Erschlaffungsphase eines Hohlorgans, im engeren Sinne die Dilatationsphase des Herzmuskels dient der Füllung des Herzens mit Blut und bestimmt damit das Fördervolumen des Herzens zwei Diastolen werden von einer Systole unterbrochen
  • anatomische Einteilung der Diastole Vorhofdiastole: Entspannungsphase der Herzvorhöfe Ventrikeldiastole: Entspannungsphase der Herzkammern
  • physiologische Einteilung der Diastole Entspannungsphase für eine kurze Zeit sind sowohl die Taschenklappen als auch die Segelklappen geschlossen Frühe Füllungsphase Die Segelklappen sind geöffnet, die Herzkammern saugen Blut aus dem Vorhof an Späte Füllungsphase Durch die Kontraktion der Vorhöfe wird zusätzliches Volumen in den Ventrikel gepumpt.
  • Was erzeugt die Druck-Saug-Wirkung? Bei der Kammersystole wandert die Ventilebene Richtung Herzspitze . Bei der Kammerdiastole schiebt sich die Ventilebene Richtung Herzbasis. daraus resultiert die Druck-Saug-Wirkung
  • Definition Extrasystole zusätzlicher Herzschlag,  welcher außerhalb des normalen Sinusrhythmus auftritt Extrasystolen gehören zu den Herzrhythmusstörungen