103

Gesundheitsmanagement (Fach) / Vorlesung (Lektion)

Fragen zur Vorlesung

Diese Lektion wurde von S7stkoch erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Womit steht die Zunahme des LM-Betruges in Zusammenhang? Warum kommt es zu LM-Betrug? Wirtschaftskrise Standarddumping (Tierschutz/Umwelt)  Sozialdumping innerhalb und außerhalb der EU Das Potential und die finanziellen Anreize sind sehr hoch Das Risiko der Aufdeckung bzw. der Sanktionen ist gering
  • Was ist durch Artikel 8 der Basis-VO geschützt? Was genau soll verhindert werden? Schutz der Verbraucherinteressen Betrug Täuschung Verfälschung von LM Irreführung
  • Welche Gefahren bringt der globale Handel mit Futter- und LM mit sich? Ausbreitungsrisiko Emerging Diseases/Food Borne Diseases ⇑ --> Gefahr für Tier und Mensch Getrennte Vorbereitung auf Krisensituationen durch Verantwortliche auf politisch-administrativer Ebene und durch Entscheidungsträger aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft  Fehlen ausreichender entscheidungsrelevanter Informationen für eine rasche Krisenbewältigung
  • Wie lauten aktuell die Ausgangsbedingungen für ein Gesundheits- und Krisenmanagement Erhöhtes Risiko für die Ausbreitung von Emerging Diseases und Food Borne Diseases als Gefahr für Mensch und Tier durch den globalen Handel mit Futter- und Lebensmitteln Vorbereitung auf Krisensituation durchVerantwortliche auf politisch-administrativer Ebene als auch durch Entscheidungsträger aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft erfolgt getrennt voneinander  Krisenmanagern sowohl auf der öffentlichen als auch auf der privaten Seitefehlen ausreichende entscheidungsrelevante Informationen für eine rascheKrisenbewältigung.
  • Nenne ein Werkzeug bzw. eine Methode zur Risikoidentifizierung Checklisten Mitarbeiterbefragungen Kritische Kontrollpunkte (HACCP) Besichtigungen
  • Werkzeuge/Methoden der Risikobewertung Risikomatrix FMEA-Bewertung Risiko-Cluster-Bildung
  • Werkzeuge/Methoden der Risikoanalyse Risiko-Cluster Szenarien Fehlerbaum-Analyse
  • Was sind die Ziele des sog. AMOR-Ansatzes? Verbesserte Nachverfolgung und Rückverfolgung von Produkten und Prüfergebnissen in kurzer Zeit Verbesserte Qualitätsplanung von Lieferanten und Kunden Anzahl bestehender Prüfungen reduzieren; Aufwand und Kosten von zusätzlichen Prüfungen teilen Prozessoptimierung in Wertschöpfungsketten, Effizienz vergrößern Kunden-Lieferantenbeziehungen stärken und damit Wertschöpfungskette Bestehende Prüfungen neu bewerten, um sie zu modifizieren und neue Prüfstrategien anzuwenden
  • Welche Allianzen bestehen in der Agri-Food-Wertschöpfungskette nach dem AMOR-Ansatz? 1. Lieferant - Kunde Bsp.: Transporteur und LM-Produzent 2. Liefernat - Kunde - unabhängige Instanz Bsp.: Ferkelerzeuger - Schlachhof - Tiergesundheitsagentur 3. Lieferant - Kunde - staatl. Instanz Bsp.: Mäster - Schlachthof - Veterinärbehörde
  • Was ist das RASFF? Wer ist beteiligt und wozu dient es? Rapid Alert System Food an Feed = behördeninternes Informationssystem Beteiligte: EU-Kommission EFSA 28 EU-Mitgliedsstaaten 3 EFTA-Mitgliedsstaaten Dient dem raschen und effektiven Informationsaustasuch über  von Lebens-/Futtermitteln ausgehende Risiken für die menschl. Gesundheit das Ergreifen von Maßnahmen zur Gewährleistung der LM-Sicherheit
  • Anzeige
  • Was ist das LGL? Nenne einige seiner Aufgaben Landesamt für Gesundheit und LM-Sicherheit (Bayern) Erstellung von Gutachten Überwachung von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen Kontaktstelle Bayerns für alle Meldungen im Rahmen des RASFF Überwachung des Internethandels 2006 gegründete "Spezialeinheit Lebensmittelsicherheit" zentrale Anlaufstelle in Bayern für alle Verbraucher mit Fragen zur Lebensmittelsicherheit unterstützt und berät die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden bei fachlichen und rechtlichen Fragestellungen erarbeitet Konzepte für die Überwachung
  • Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz Effektivität =  Maß für den Grad der Zielerreichung Effizienz = Maß für Wirtschaftlichkeit
  • Unterschied zwischen Monitoring und Surveillance Monitoring beinhaltet ausschließlich die Vektorüberwachung ⇒ keine Einleitung von Bekämpfungsmaßnahmen (Bsp.: Mücken bei Blauzungenkrankheit, Wildvögel bei Vogelgrippe) Surveillance beinhaltet die Sentinelüberwachung, die Risikoüberwachung (Tiere in Risikogebieten, Stichproben) und die Routineüberwachung (Untersuchung vor Tierbewegung z.B. Blut, Milch) ⇒ liefert Erkenntnis darüber, dass Tiere erkrankt sind ⇒ Einleitung von Bekämpfungsmaßnahmen
  • Unterschied zwischen aktiver und passiver Surveillance Bei der aktiven Surveillance initiiert der Investor die Datenerhebung ⇒ aktiv eingeleitete Untersuchungen (Stichproben innerhalb der Risiko-, Sentinel- und Routineüberwachung) Bei der passiven Surveillance initiiert der Tierhalter die Datenerhebung ⇒ beruht auf dem Prinzip, dass Tierhalter ihr Tiere täglich sehen und bei Anzeichen, die den Verdacht einer Erkranung nahe legen dies Anzeigen und je nach Schwere einen Tierarzt zu Rate ziehen. Testen von Tieren bei Auftreten klinischer Symptome. ⇒ Gibt Anzahl erwarteter Fälle an Bsp.: Serologische Überwachung bei der Blauzungenkrankheit Außer den Routinerhebungen, sind alle anderen Erhebungen über die VO 1266/2007 EU-reguliert
  • Nenne ein statistisches Modell anhand dessen Vorhersagen getroffen und Fehler bestimmt werden können Lineares Modell (Lineare Regression) dient der Erschaffung einer Modells mit einfachen Parametern, um Vorhersagen zu machen und den Fehler zu bestimmen. Verknüpfung einfacher Parameter AIC = Kriterium zur Auswahl eines relevanten Parameter (--> reduziert Komplexizität) Zusammenführung der relevanten Parameter in einer Gleichung Berechnung des Fehlers Signifikante Einflüsse sichtbar Bsp.: Blauzungenkrankheit - Parameter Impfung - Injektionen, Gebühren/Gehälter Tierarzt,... Surveillance - Probennahme, Diagnose
  • Was ist das AIC? Welche Bedeutung hat es bei der Erstellung eines linearen Modells? AIC = Akaike-Information Criterion Kriterium zur Auswahl relevanter Parameter zur Reduzierung der Komplexizität des Modells
  • Welche Arten von Kosten müssen bei der ökonomischen Evaluierung der Blauzungenkrankheit unterschieden werden? Monitoring z.B. Mückenfallen, Aufstellen und Überwachung der Fallen Surveillance z.B. Probennahme, Diagnose der Proben Bekämpfung z.B. Impfstoff, Tierarztkosten Kosten der Bekämpfung besonders hoch in diesem Fall
  • Phasen des Monitorings Planung Implementierung Analyse Kommukiation/Dokumentation Abschlussphase
  • Was ist "R" und welche Vor- und Nachteile hat es? Frei erwerbliches open source Statistik-Programm Vorteile: Gratis, Open Source Plattformunabhängig (läuft auf Windows, Mac, Linux...) Exzellentes, eingebautes Hilfesystem Sehr gute Grafikmöglichkeiten Schnelle Algorithmen (wichtig z.B. beim Analysieren von grossen Datensätzen) integrierte Entwicklungsumgebung (R-Studio) Nachteile: Einarbeitungszeit notwendig, um grundlegende Befehle zu lernen, welche in der Regel zeilengesteuert eingegeben werden müssen. Synchronisation zwischen den Paketen evtl. kurze Haltbarkeit der Pakete
  • Welche Möglichkeiten bietet das Statistikprogramm R Daten importieren exportieren Daten bearbeiten Funktionen schreiben Daten, Resultate grafisch darstellen einfache Analysen durchführen Korrelationen Regressionsmodelle Varianzanalysen nichtparametrische Tests
  • Wie hat sich die Bedeutung einer LM-Krise im Laufe der Jahre geändert? Früher: Krise bei Ernteausfällen und daraus resultierenden Folgen wie LM-Knappheit, Preisanstieg, Hunger und Krankheit, Wirtschaftskrise Heute (in Mitteleuropa): Krisen meist kommunikativer Natur (Rückstandsmessungen, erlaubte Höchstmengen,..)
  • Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus den vergangenen LM-Krisen ziehen? Gesundheitsbehörden und LM-Überwachung müssen Zusammenarbeit optimieren und Informationsfluss beschleunigen Rückverfolgbarkeit von Warenströmen und Lieferwegen muss verbessert werden (durch moderne Systeme) ⇒ AMOR Austausch von Informationen und Informationsfluss zwischen Wirtschaft und Behörden muss verbessert werden ⇒Verbesserung von Kommunikations- und Informationsstrukturen notwendig ⇒ PPP Harmonisierung von Krisenplänen und Leitlinien wäre vorteilhaft  LM-Krisen haben internationale Relevanz ⇒ grenzübergreifende Krisenübungen Nutzung sozialer Medien (Data mining)
  • Warum ist der LM-Bereich so anfällig für Krisen? Lebensmittel sind elementar – ein Kontakt mit ihnen ist unvermeidbar Verbraucher entfernen sich zunehmend vom Herstellungsprozess Schlaraffenland-Effekt: Hunger wurde durch Angst ersetzt Globalisierung und zunehmende Komplexizität der LM-Kette
  • Was sind Ziele der Krisenkommunikation unverzügliche, transparente, sachgerechte und wahrheitsgetreue (Medien-) Berichterstattung Information der Bevölkerung über Ursachen, Auswirkungen und Folgen einer Krise   Festigkeit von Vertrauen und Glaubwürdigkeit
  • Wann und wie sollte die Krisenkommunikation ablaufen? Wann? vor, während und nach einer Krise Wie? unverzüglich transparent wahrheitsgetreu folgt den Grundsätzen der Offenheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit
  • Welchen Zweck erfüllt die Tierseuchen-Vorsorge Gesellschaft Tierhalter ist bei einer veterinärbehördlich angeordneten Tötung von Tieren zu deren umgehenden Beseitigung bis hin etwa zur Durchführung von Reinigung- und Desinfektionsmaßnahmen gesetzlich verpflichtet. Im Seuchenfall ist der Tierhalter unter Umständen mit der gesamten Situation überfordert. Die Gesellschaft hält die erforderliche Sach- und Fachkompetenz für alle Bereiche durch Stand-by-Verträge mit Partnerfirmen und durch der Anschaffung der erforderlichen Materialien bereit. Durch Partnerfirmen, steht der Tierseuchen-Vorsorge GmbH ein ausgebildetes Team zur Verfügung. Dieses Team kann durch regelmäßige Schulungen und Seminare die notwendigen Prozessabläufe für den Tierseucheneinsatz trainieren.
  • Nenne Dienstleistungen zur Durchführung der von der zuständigen Behörden angeordneten Maßnahmen im Falle einer Tierseuche durch die Tierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft Im Seuchefall: 1. Dienstleister "Hygiene" Schleuse Entwesung Treiben Kadaververladung Reinigung und Desinfektion 2. Dienstleister "Tötung" Tötung durch Schlachter Tötung durch Tierärzte
  • Was umfasst der gesamte Service der Tierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft Bereitstellung von qualifizierten Fachpersonal und professionellen Geräten und Materialien Regelmäßige Übungen und Schulungen im „Normalfall“ Sichere und tierschutzkonforme Durchführung der von der zuständigen Behörden angeordneten Maßnahmen im Auftrag des Landwirtes Hauptansprechpartner für die Veterinärbehörden und die Landwirte für die beauftragen Maßnahmen Standardisierte Abrechnung mit der Tierseuchenkasse
  • Wie läuft die Durchführung der angeordneten Maßnahmen im Seuchenfall durch die TSVG ab? Beauftragung der TSVG Absperrung des Betriebes Einrichtung einer Hygieneschleuse Entwesung (= Beseitigung von Nagern,...) Bestandräumung (= Zutreiben ⇒ Tötung ⇒Kadaverdesinfektion und Verladen) Abtransport Vorläufige Desinfektion Abfallbeseitigung Mist- und Güllebehandlung Reinigung und Schlussdesinfektion
  • Vorteile der TSVG Gesamtheitliches Konzept mit aufeinander abgestimmten einzelnen Gewerken.Entlastung des Landwirts durch Übernahme der Durchführung der angeordneten Maßnahmen und umfassenden und zügigen Service.Sicherheit für Mensch und Tier durch Arbeitsschutz und tierschutzkonforme Durchführung.Unterstützung der schnellen Aufhebung der Stand-Still-Anordnungen durch schnelle aber sichere Durchführung der angeordneten Maßnahmen.
  • Anzeige
  • Nenne einige Bekämpfungsmaßnahmen von Tierseuchen Seuchenherd ausschalten Tierverkehr beschränken Restriktionsgebiete bilden die generelle Verbreitung der Erkrankung ermitteln (Monitoring) die Verschleppung der Erkrankung ermitteln (Tracing on) die Herkunft der Erkrankung ermitteln (Tracing back) kurzfristig Impfungen anordnen (Schutz anderer Tiere) Speziell auf dem Seuchenbetrieb Sofortige Tötung Unschädliche Beseitigung der Kadaver, tier. Erzeugnisse, Sperma, Embryonen usw. Wiederbelegungsverbote (Fristen) Kontaktbetriebe: Behördliche Beobachtung oder Maßnahmen wie auf dem Seuchenbetrieb Verbot von Hausschlachtungen Künstliche Besamungen Tiertransporten Ausstellungen, Märkte
  • Nenne eine Definition für "one Health" "die gemeinsame Anstrengung von mehreren Disziplinen lokal, national und global zusammen zu arbeiten, um eine optimale Gesundheit für Menschen, Tiere und unsere Umwelt zu erreichen ". Tiere + Menschen = One Health
  • Was ist das Ziel der One-Health-Strategie? die Rolle der EU und der Mitgliedstaaten als Bewahrer der Gesundheit von Nutztieren und Haustieren in der EU und im Ausland, sowie die Gesundheit der Bürger durch sichere Lebensmittel und die Verhütung von Zoonosen zu stärken.
  • Aufbau der Risikobewertung anhand eines Beispiels Identifizierung, Analyse, Bewertung Bsp.: Messerspitze in Wurst Gefahrenidentifizierung --> Identifikation von Risikofeldern entlang der Prozesskette Messer werden bei Zerlegung verwendet Gefahrenbeschreibung --> Bewertung der Risiken nach Gefahrenpotential, Eintrittswahrscheinlichkeit und Möglichkeit der Steuerung Wie hoch ist die Ws, dass eine Messerspitze im Prozess der Wurstherstellung auftaucht? Wie hoch ist die Ws, dass die Messerspitze entdeckt wird? Expositionsabschätzung Wie hoch ist das Verletzungsrisiko für Konsumenten? Abschätzung der Schwere der Verletzung Risikobeschreibung --> Erstellung eines Risikoprofils anhand einer skalierten Risikomatrix
  • Begründe warum es sich bei der Vogelgrippe um eine Krise handelt Vogelgrippe = Tierseuche ⇒ nicht zu beeinflussen, unorganisiert, ungewollt, unerwartet Gefährdung allgemein anerkannter Handlungsmuster = Verzehr von Geflügel Erkrankungen der Tiere sind unabhängig von gesetzlichen oder moralischen Verfehlungen ⇒ Schuld eines Ausbruchs kann nicht Unternehmen/Institutionen zugesprochen werden Ungewisse Zukunft ⇒ Ausiwrkungen sind nicht zu 100% durch den Menschen beeinflussbar (Vogelgrippe-Fälle kommen bis heute auch in D vor) Internationale Ausbreitung der Vogelgrippe = Ignoranz von Grenzen Öffentlichkeit/Bevölkerung wurde rechtzeitig und meist rein informativ über Risiken und Handlungsansätze informiert ⇒ keine "Skandalisierung" durch Medien Erzeugte großes Maß an Informationsbedarf (Wildvogelmonitoring, Task Force,...)
  • Begründe, warum es sich bei dem Fall von Pferdefleisch in Lasagne um einen Skandal handelt Fall erregte Aufsehen und stellte öffentliches Ärgernis dar Missstand als Verstoß gegen Recht und Moral ⇒ verbunden mit dem Fehler eines Unternehmens/einer Institution Kriminelle Handlung (Schuldige/r war/en auszumachen = Fleischhändler) Schwerer Fall von LM-Betrug Falsche Kennzeichnung ⇒ Verbrauchertäuschung Verstoß gegen Moral z.B. aus religiösen Gründen Keine Gesundheitsgefährdung, aber ekelerregen
  • Beispiel für ein Szenario einer Emerging disease, bei dem sowohl Menschen als auch Nutztiere betroffen wären Auftreten von Zoonosen wie z.B. EHEC gefährliche Variante des E-Coli Quelle: rohe Fleisch, Rohmilch, kontaminiertes Gemüse Vogelgrippe
  • Beschreibe den Risikomanagementprozess für ein Unternehmen 1. Risikoanalyse = Risiken identifizieren 2. Risikobewertung 3. Risikosteuerung 4. Risikoüberwachung und Prävention
  • Beschreibe den Schritt der Risikoanalyse im Risikomanagementprozess eines Unternehmens Input: Identifizierte Risiken Kategorisierung und Dokumentation der identifizierten RisikenDefinition von Verantwortlichen für die Bewertung Methoden: Risiko-Cluster Fehlerbaumanalyse Szenarien 
  • Beschreibe den Schritt der Risikobewertung im Risikomanagementprozess eines Unternehmens Input: Risikoanlayse 1. Bewertung der Risiken anhand abgeleiteter Messgrößen => Risikowert = Schadenshöhe x Eintrittswahrscheinlichkeit Beispiele: Risiken deren Eintrittswahrscheinlichkeit gegen Null tendieren, deren Eintreten allerdings erhebliche Schadenshöhe bedingen würde Alltägliche Risiken auftreten, von untergeordneter Schadenshöhe die allerdings in Summe wirtschaftlich ins Gewicht fallen Unvermeidbare Risiken, bei denen Präventivmaßnahmen zu einer direkten Risiko- und Schadensminimierung beitragen 2. Einlfießen der Ergebnisse in eine Bewertungsmatrix Orientierung der Risikobewertung an Unternehmenszielen (birgt wiederum auch Risiken z.B. finanzielle und personelle), Gefahrenpotential, Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Beschreibe den Schritt der Risikoidentifikation im Risikomanagement-Prozess eines Unternehmens Risiken identifizieren und beschreiben Risiken bewerten (Risikopotential, Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe) Maßnahmen zur Prävention und zum Management definieren Wichtig: Anzahl der Risiken muss überschaubar bleiben Beherrschung der Risiken muss hinsichtlich Ursache, Wirkung und Abhilfe spezifiziert werden Hergeleitete Abhilfe- und Präventionsmaßnahmen müssen möglichst praxisnah definiert und beschrieben werden
  • Beschreibe den Schritt der Risikosteuerung im Risikomanagementprozess eines Unternehmens Input: Risikoanalyse und -bewertung 1. Ermittlung von geeigneten Strategien (unter Berücksichtigung der täglichen Unternmehmenabläufe) Risiken differenzieren (tägliche, periodische, einmalige Risiken) Gliederung des Risikomanagements nach Funktionen und Rollen anhand der Unternehmensgröße und -struktur sowie nationalen und internationalen Beschaffungs- und Absatzmärkten 2. Ableitung von Maßnahmen 3. Zuordnung von Verantwortlichkeiten Verantwortlichkeiten der Unternehmensleitung: Festlegung der Risikostrategie sowie jährliche Überprüfung und Anpassung Absicherung der Rahmenbedingungen des Risikomanagements Einhaltung der Risikomanagementprozesse
  • Beschreibe den Schritt der Risikoüberwachung im Risikomanagementprozess eines Unternehmens Input: Risikobewertung 1. Fortwährende Überwachung des Systems und der Präventionsmaßnahmen Nutzung von internen (Bsp.: HACCP) und externen (EU rapid Alert System for Food and Feed) Frühwarnsystemen Anhand von Ablaufprozessen die jeweiligen Maßnahmen, Verantwortlichen und Mitwirkenden sowie mitgeltende Dokumente definieren und dokumentieren 2. Bewertung der Wirksamkeit und der Umsetzung der Maßnahmen Risiken sind dynamisch, ändern sich die Rahmenbedingungen für den Eintritt, ist eine erneute Überprüfung und Analyse zwingend erforderlich (Kreis schließt sich). Zentral geht es bei der Überwachung von Risiken darum, zu erkennen ob sich ein identifiziertes Risiko im Projektverkauf verändert bzw. ob ein Risiko eintritt. Für die Risiken wurden entsprechende Maßnahmen definiert. Hier gilt es festzustellen, ob diese Maßnahmen – so wie beschlossen – umgesetzt werden und ob die Durchführung der Maßnahme genau auf das Nichteintreten des Risikos wirkt.
  • Definition "Emerging Diseases" Neu auftretende Krankheiten bzw. Krankheiten, die zuvor existierten, aber sich nun schnell ausbreiten
  • Definition Risikomanagement und Krisenmanagement Risikomanagement = der planvolle Umgang mit Risiken Krisenmanagement = die Beherrschung der Summe aller Maßnahmen und Aktivitäten, die im Krisenfall dazu beitragen, den Schaden für das Unternehmen zu begrenzen/minimieren.
  • Do's & Dont's bei der Risikokommunikation aus unternehmerischer Sicht Risikokommunikation = der zielgerichtete Austausch von Informationen und Meinungen über Risiken zwischen intersessierten Beteiligten (Politik, Wissenschaft, Verbände, Medien, Bürger,...) Do's = transparente, verständliche und nutzbare Risikokommunikation zielgruppengerechte Formulierung von Stellungnahmen (Zielgruppe ≠ Adressat) allgemein verständlicher Sprachgebrauch wenn möglich numerische Angaben (Bsp.: trat in x von y Fällen auf) zu Häufigkeiten, Gefahren, Eintrittwahrscheinlichkeiten anstelle von beschreibenden Angaben (Bsp.: häufig, selten,...) oder Prozenangaben Angaben zur Herkunft der Daten die der Risikobewertung zugrunde liegen (Bsp.: wissenschaftl. Veröffentlichung, Verzehrsstudien,...) Kein Wechsel zwischen Einheiten bei quantitativen Einheiten Vermeidung nicht aussagekräftiger Formulierungen (Bsp.: Gesundheitsrisiken sind nicht auszuschließen) Schlagwortartige Angabe von Häufigkeiten, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schwere der gesundheitl. Beeinträchtigung wenn keine numerischen Angaben möglich Dont's: komplizierte fachliche Formulierungen Fachsprache Beschreibende Angaben oder Prozentangaben Wechsel zwischen Einheiten bei quantitativen Daten Nicht aussagekräftige Formulierungen bzw. schwammige Aussagen
  • Kriterien der Risikobewertung anhand eines Beispiels Beispiel: Kontaminantion einer Wurst mit einer Messerspitze Eintrittwahrscheinlichkeit bzw. Häufigkeit des Schadens --> Wie hoch ist die Ws, dass eine Messerspitze im Prozess der Wurstherstellung auftaucht? Prozessschritt? = Zerlegung Entdeckungswahrscheinlichkeit --> Wie hoch ist die Ws, dass die Messerspitze entdeckt wird? Wird sie in einem anderen Prozessschritt möglicherweise entfernt Auswirkungen des Schadens --> Wie hoch ist das Verletzungsrisiko für Konsumenten? Größe der Messerspitze Art der Wurst Schwere des Schadens bzw. Schadenshöhe --> Abschätzung der Schwere der Verletzung Welche Verletzungen können entstehen? Wo können Verletzungen entstehen?
  • Kriterien zur Bewertung eines Risikos die betroffene Bevölkerung/-sgruppe (z.B. Schwangere, Senioren, Kranke, Kinder), Wahrscheinlichkeit und ggf. Häufigkeit des Schadenseintritts Art und Schwere der möglichen Schädigung Reversibilität der möglichen Schädigung Evidenz (Beweiskraft) für einen Kausalzusammenhang, Art und Qualität der zur Verfügung stehenden Daten einschließlich der Variabilitäten und Unsicherheiten, die Kontrollierbarkeit des Risikos.
  • Nenne die Phasen einer Lebensmittelkrise mit Beispielen 1. Auftreten eines Problems auf einer Stufe der Lebensmittelkette Bsp.: Landwirte - Geflügel mit Vogelgrippe angesteckt 2. Berichterstattung in den Medien (mögliche Skandalisierung) Bsp.: Hauptfokus auf voranschreitender Ausbreitung und politischen Maßnahmen, aber auch Hervorhebung von Infektionen beim Menschen obwohl Risiko hierfür sehr gering ist. 3. Reaktion der Verbraucher und Erzeuger Bsp.: Rückgang des Verzehrs von Geflügelprodukten, Verunsicherung bei Haustierhaltern 4. Politisches Handeln Bsp.: Importverbote, Verbot von Geflügelmärkten u.ä., Stallpflicht, Festlegung von Sperrbezirken, Geflügelpest-VO 5. Entwarnung, Vergessen, Normalisierung Bsp.: Geflügelpest ist nicht auszulöschen, weshalb keine offizielle Entwarnung möglich ist. Es kommt noch immer zu Fällen, aber Verbraucherverunsicherung ist durch die verschwundene Aufmerksamkeit der Medien nicht mehr vorhanden (= vergessen/normalisieren)
  • Nenne Methoden zur Risikobeurteilung in Unternehmen. Risikoanalyse und -bewertung HACCP-Konzept ISO 31000, 9000/9001 ff IFS Fehlerbaumanalyse Risikomatrix FMEA-Bewrertung