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allg2 (Fach) / lernen und gedächtnis (Lektion)
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Diese Lektion wurde von fickdieuni erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
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- Erläutern Sie das Experiment von Sperling (1960) zur Kapazität des sensorischen Speichers! Matrix 3*4 Buchstaben für 1/20 sec. dargeboten. Probanden konnten ca. 4-5 nach einer Pause von bis zu 1sec berichten (Vollbericht). In einem weiteren Durchgang wurde durch die Höhe enes Tonsignals die zu berichtende Zeile kodiert (Teilbericht). Hier konnten die Probanden bis zu 3 Buchstaben pro Zeile (in der sehr kurzen Verzögerung von 0,05 sec) und auch im Durchschnitt über die verschiedenen Verzögerungszeiten insgesamt deutlich mehr, berichten.
- Was versteht man unter chunking? Die Gruppierung von Elementen zu vertrauten bereits gespeicherten Einheiten um sie im KZG aufrecht zu erhalten. Insofern abhängig vom LZG (wegen der Vertrautheit) Kpazität des KZG 7 +/- 2 Chunks
- Was versteht man unter Brown-Peterson-Aufgabe? Nachweis des Infozerfalls im KZG ohne Rehearsal. VPs sollen sich zb 3-stellige sinnlose Buchstabenkombis merken und dann unterschiedlich lange in Dreierschritten eine Zahl rückwärts zählen. Je länger das Rhearsal durch rückwärtszählen unterbunden wird um so geringer die Reproduktionsrate.
- Welche beiden Annahmen gibt es zu den Ursachen des Zerfalls der Infos im kZG? Wie konnte nachgewiesen werden welche Annahme zutrifft? passiver Zerfall oder proaktive/retroaktive Interferenz ursprünglich wurde von passivem Zerfsll ausgegangen. aber: über die Versuchdurchgänge nimmt die Rate korrekter Reproduktionen ab --> daraus wurde geschlussfolgert, dass beim Abruf eine Interferenz (Verwechslung) mit den zuvor gespeicherten Infos Ursache für den "Zerfall" ist. Dieser Nachweis konnte geführt werden, indem unterschiedlich differenzierbare Infos (aus zB stark unterschieldichen Kategorien) in den aufeinanderfolgenden Durchgängen verwendet wurden. Durch den Wechsel auf eine neue Kategorie konnte die proaktive Interferenz beinahe vollständig aufgehoben werden. Je unähnlicher die neue Kategorie, um so höher die Verbesserung der Reproduktion. (Berufe, Blumen, Gemüse, Früchte) (Wickens 1972, 3 Durchgänge mit der gleichen Kategorei, im 4. Durchgang Wechsel auf neue Kategorie) zu retroaktiver Interferenz habe ich in den Folien nichts gefunden
- Was ist der Unterschied zwischen proaktiver und retroaktiver Interferenz? proaktiv: alte Inhalte stören Lernen neuer retroaktiv: neue Inhalte stören Abruf alter
- Was versteht man unter funktionaler Dissoziation? Hier geht es um den Nachweis, ob zB zwei Gedächtnissysteme wirklich als separat anzusehen sind. (zB KZG und LZG) Dieser Nachweis könnte zB geführt werden indem ein Wirkfaktor (UV1) nur eines der beiden Systeme beeinflusst und ein anderer (UV2) das andere. (diese beiden einfachen Dissoziationen ergebn zusammen eine Doppeldissoziation)
- Wie ermittelt man eine seriale Positionskurve? 1. Liste von n Worten oder Zahlen einprägen (n > Gedächtnisspanne)2. Freie Reproduktion3. Darstellung der Reproduktionswahrscheinlichkeit als Funktion der Position in der Lernliste
- Wie kann mit einer serialen Positionskurve die Dissoziation zwischen KZG und LZG nachgewiesen werden? Items am Anfamg der Lernliste werden aufgrund der hohen Rhearsalhäufigkeit mit höherer Wkt. ins LZG transferiert --> primacy effect (nimmt zur Mitte der Lernliste hin ab) Items am Ende der Lernliste befinden sich noch im KZG --> recency effect recency effct ist größer als primacy, recency effect ist unabhängig von der Länge der Itemliste Nachweis der Dissoziation: 1) 30-sekündige Ablenkung vor Reproduktion beeinflusst nur den recency effect 2) Dauer der Präsentation der einzelnen Items (Präsentationsrate) in der Lernliste beeinflusst nur primacy weitere Variablen die nur den primacy beeinflussen: 3) Länge der Lernliste 4) Bedeutungshaltigkeit der Items 5) Alter, Intelligenz 6) Hirnschädigungen mit anterograder u. retrograder Amnesie (zB Korsakoff (Schädigung Mamillarkörper im Hypothalamus u. des medialen Thalamus) beeinträchtigen nicht die Gedächtnisspanne, also das KZG, aber den primacy (also LZG) 7) Patienten mit Hirnschädigungen des KZG, aber intaktesLZG: zeigen keinen recency-effect
- Wie kann man den Zusammenhang zwischen de Anzahl der Wiederholungen eines Items aus einer Lernliste und der Reproduktionswahrscheinlichkeit ermitteln? Durch lautes Rehearsal.
- Was versteht man unter dem Arbeitsgedächtnismodell Baddeley? konzentriert sich auf die Funktionen des KZG für kognitive Leistungen und versucht verschiedene Befunde zu integrieren zentrale Annahme: modalitätsspezifische Teilsysteme zur aktiven Aufrechterhaltung und Manioulation räumlich-visueller und phonologischer Informationen 5 Bestandteile: 2 Subsysteme: visuell-räumlicher Notizblock und phonologische Schleife 2 spezifische Prozesse zur Aufrechtehaltung: rehearsal und imagery Beide Subsysteme werden modalitätsunspezifisch durch die Zentrale Executive kontrolliert.
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- Welches sind die Bestandteile und Funktionen der phonologischen Schleife im Arbeitsgedächtnismodell von Baddeley? phonologischer Speicher im inferioren Parietallapen, phonologischer Output-Buffer im Broca-Areal, Artikulatorischer Kontrollprozess (Rehearsal) akustische Info hat direkten Zugang zum ph. Speicher, zerfällt aber ohne rhearsal innerhalb von 1-2 sec., Output-Buffer ist der Sprachproduktion vorgeschaltet, visuelle Info kann in phonologische transformiert und so aufrecht erhalten werden (phonologische Rekodierung) (2003)
- Welche empirische Evidenz ginbt es für die phonologische Schleife? (5) - phonologischer Ähnlichkeitseffekt - Wortlängeneffekt - Lese/Sprechgeschwindigkeit - irrelevanter Spracheffekt - artikulatorische Suppression phonologischer Ähnlichkeitseffekt: Ähnlich klingende (dh nicht bedeutungsähnliche! sondern phonologisch ähnliche!) Worte werden kurzzeitig schlechter behalten als unähnliche Worte Beleg für die Aufrechterhaltung der Info in einme phonologischen Kode Werden die Wortlisten mehrmals dargeboten tritt der Effekt bei verzögertem Recall (20 min) nicht merh auf. Dann werden die semantisch ähnlichen (bedeutungsähnlichen) schlechter reproduziert Wortlängeneffekt: längere Worte werden schlechter reproduziert als kürzere (längere benötigen mehr Zeit zum Rehearsal) UND: Silbenzahl ist nicht entscheiden sondernAusprechdauer (kann bei gleicher Silbenzahl variieren) Lese/Sprechgeschwindigkeit: mit steigendem Alter steigt Gechwindigkeit und Gedächtnisspanne, beide sind hoch korreliert irrelevanter Spracheffekt: Vps wurde visuell eineListe von Konsonanten dargeboten, während gleichzeitigein irrelevanter Text in einer fremden Sprache (Deutsch)vorgelesen wurde oder Stille herrschte --> Reproduktion war schlechter, wenn der irrelevante Text vorgelesen wurde (aber nicht bei Lärm! phonologischer Kode! selbst irrelevante Sprache stört urch ihren direkten Zugang zum phonologischen Speicher die Aufrechterhaltung) artikulatorische Suppression: Unterdrückung des inneren Sprechens Unter artikulatorischer Suppression…1) verschwindet der Wortlängeneffekt (Artikul. Suppr. verhindert Rehearsal --> Items werden in nicht-phonologischem (z.B. visuellem) Kode aufrecht erhalten - Aussprechdauer spielt keine Rolle mehr)2) verschwindet der phonemische Ähnlichkeitseffekt bei visuellerDarbietung (Suppr. Verhindert Rekodierung der visuellen Information in einen phonologischen Kode) 3) Aber: der phonemischen Ähnlichkeitseffekt bei akustischerDarbietung bleibt erhalten (akustisch dargebotene Sprachinformationen haben automatisch Zugang zum phonologischen Speicher) 3 widerspricht aus meiner Sicht 1
- Welches sind wichtige Funktionen der phonologischen Schleife? Sprachverstehen, Denken, logisches Schkussfolgern, Verstehen kompleer Zusammenhänge, Problemlösen, Lesenlernen, flexible Verhaltenssteuerung
- Welche empirische Evidenz gibt es für den räumlich-visuellen Notizblock? (3) - mentale Rotation - Image Scanning (Kosslyn, Landkarte) . selektive/modalitäötsspezifische Interferenz mentale Rotation: zwei 2D- oder 3D-Figuren sollen auf Gleichheit geprüft werden, Reaktionszeit ist abhängig vom Rotationswinkel --> Annahme einer analogen Repräsentation des visuellen Materials (keine propositionale (=abstrakter einheitlicher "interner" Kode für alle Arten von Modalitäten) Image Scanning: 356, nicht näher erläutert, wieder nimmt die Reaktionszeit mit der Entfernung zu Interferenz: Tracking-Aufgabe, gleichzeitig im Kopf Matrix-Aufgabe (Zahlen in Matrixfelder einordnen,358)Kontroll: auch Text aber sinnlos --> in Matrix-Aufgabe merh Fehkler beim Tracking +++ weitere Aufgabe: F umrunden, markante Punkte durch Sprechen, Tapping oder Zeigen (AUF j und N) markieren --> längste rt beim Zeigen aber: Wird eventuell auch die CE beansprucht?
- Was kommt in der erweitertenVersion des Arbeitsgedächtnismodells noch hinzu? der episodosche Buffer als Bindeglied zwischen auditorischer und visueller Info, soll u.a. Chunking erklären, steht mit CE und episodic LTM in Verbindung (sketchpad und phonologischer Speicher stehen auch mit modalitätsspezifischen LTM in verbindung)
- Inn welchen Hirnregionen werden spezifische Arbeitsgedächtniskomponenten in Bildgebungsstudien lokalisiert? Verbales AG:• phonologischer Speicher: links posterior-• Rehearsal: linksfrontale Regionen (Kortex, supplementär-motorischesRäumliches AG:• räumlicher Speicher: rechts posterior-• räumliches Rehearsal: rechte prämotorischeExekutive Kontrollprozesse (Aktive Manipulation):• Dorsolateraler präfrontaler Kortex zum einzelnen vorgehen siehe 373 - 393
- In welche Betsandteile wird das LTM gegliedert? 1. deklarativ (episodich (raumzeitlicher/autobiografischer Kontext + semantisch (Fakten)) (bewusst und sprachlich ausdrückbar) 2. nich deklarativ (klassische Konditionierung, prozedural, implizites Lernen, Priming)
- 3 Phasen des Gedächtnisses (LTM)? Enkodierung - Konsolidierung - Abruf
- Im Arbeitsgedächtnismodell wird davon ausgegangen, dass rehearsal hinreichend bzw. notwendig für die Übeführung der Info aus dem KZG in das LZG ist. Welche Befunde sprechen dagegen? Welche alternative Modell wurde aus diesen Befunden abgeleite Befunde:(401-406) hinreichend: Penny zeichnen notwendig: Wörter mit B merken (Bier,Boot), Brown-Peterson-Listen dann Zahl merken, dann Ablenkung durch Rehearsal eines Ablenkungswortes, dann unerwarteter Reproduktionstest für Ablenkungsworte ---> Reproduktion unabhängig von Dauer/Anzahl der Wiederholungen Alternativmodell: Verarbeitungstiefe Annahme: Behaltensleistung hängt davon ab, wie tief bzw. elaboriertInformation verarbeitet wirdUnterscheidung zwischen reinem Wiederholen (maintenance rehearsal)und elaborativem Wiederholen (elaborative rehearsal) geführt Wie wirken sich unterschiedlicheVerarbeitungsprozesse beim Enkodieren neuer Information aufdas langzeitige Behalten und Erinnern aus?
- Um den Ansatz der Verarbeitungstiefe zu untersuchen wurden verschiedene Enkodierbedingungen (Verarbeitungsformen) experimentell untersucht. Welche? Welche Befunde? semantisch (zB Angenehmheit von Worten beurteilen) graphemisch (Buchstaben zählen), orthografisch (Großbuchstaben?), phonetisch (reimt sich?) Ergebnis: tiefere Verarbeitung führt zu besseren Ergebnissen, aber Gefahr des Zirkelschlusses Ankündigung das Test durchgeführt wird unerheblich (lernintention) 409-415, besonders interessant 414/415
- Was versteht man unter der Interaktion von Enkodier- und Abrufbedingungen? Inhalte werden besser erinnert wenn der Abruf dem Enkodieren ähnelt. transferadäquate verarbeitung: Unterschiedliche Enkodierprozesse führen zur Speicherungunterschiedlicher Informationen oder ReizaspekteSpätere Erinnerungsleistung hängt davon ab, ob die gespeicherteInformation relevant für den Gedächtnistest ist bzw. ob dieProzesse beim Abruf mit denen beim Lernen überlappen 417 ff Enkodierungsbedingungen (innerhalb der Vpn)• Semantisch („Passt Wort in Satz?“)- Yes: The _____ had a silver engine. TRAIN- No: EAGLE• Phonologisch („Reimt sich Wort mit einem anderen Wort?“)- Yes: _____ rhymes with legal. EAGLE- No: PEACH Gedächtnistests (zwischen Vpn)• Rekognition: „War das Wort („TRAIN“) in der Lernliste?“• Reim-Test: „Reimt sich Testwort mit einem Wort der Lernliste?“
- Welche Möglichkeiten gibt es die Verarbeitungstiefe zu erhöhen? Generierung, Elaboration, Organisation 421-427 effekt beruht zum teil auf der generierung von abrufhinweisen 446
- Hirnaktivität bei unterschiedlichen Enkodierbedingungen? 430-435
- LZG, Abruf: Wovon hängt die Zugreifbarkeit ab? Auf Gedächtnisinhalte, die prinzipiell verfügbar (gespeichert)sind, kann unter bestimmten Bedingungen nicht zugegriffenwerden Zugreifbarkeit ab hängt von… Abrufhinweisen (retrieval cues) Kontexten Art des Gedächtnistests Interaktion von Enkodier- und Abrufprozessen
- Wodurch lösst sich die Bedeutung von Abrufhinweisen nachweisen? Reproduktion vs. Rekognition Rekognition meistens besser, es sei den Abrufhinweise in Reproduktion noch besser (Bsp: Wortliste lernen, danach freie Reproduktion oder Rekogniton aus einer Liste mit auch neuen nciht gelernten Wörtern, fast alle geöerneten Wörter werden erkannt, nur wenig falsche Alarme) ODER Kategorienname der gelernten Worte als Abrufhinweis (cued recall) idr folgende Reihenfolge: rekognition > cued recall > freie reproduktion auch wortpaarlernen: assoziierte wortpaare lernen, eins der wörter als abrufhinweis = besseres ergebnis als anderes ebenfalls assoziiertes wort als abrufhinweis (enkodierungsspezifität) Abrufhinweise, die beim Einprägen aktiv genutzt wurden, sind effektiver als andere assoziierte Reize andere studie (444): selbst wenn der cue beim einprägen (study cue) schwächer assoziert ist als der beim abrufen (neu) dargebotene cue (retrieval cue) gibt es bessere ergebnisse wenn der originale (schwächere) study cue als retrieval cue verwendet wird andefre studie: 445 selbstegenerierte abrufhunweise durch bilden einer geschichet aus den zu lernenden worten
- Was besagt generate-recognize-theory? Zwei Prozesse beim freien Reproduzieren:1. Generieren: Items, die in der Liste gewesen sein könnten,werden generiert (z.B. Worte, die einem spontan einfallen;Exemplare von Kategorien etc.)2. Wiedererkennen: Die generierten Items werden einemRekognitionsurteil unterzogen und reproduziert, wenn siewiedererkannt werden oder vertraut erscheinen Strategien (Organisation, Elaboration) verbessern das freieReproduzieren, weil sie Generieren von Items erleichern
- Wie wurden Kontexteffekte experimentell nachgewiesen? Taucherexperiment, wortliste stimmung (Stimmungskongruentes Lernen: Materialvalenz = LernstimmungStimmungskongruentes Erinnern: Materialvalenz = ErinnerungsstimmungStimmungsabhängiges Erinnern: Lernstimmung = Erinnerungsstimmung) körperlicher Zustand (Marihuana, Zigarette) bemerkungen: effekte oft klein, größer beim freien reproduizieren, größer wenn störende interferierrende info, stärker wenn kontextinfo mit lerninfo kongruent
- LZG: Welche Hirnregionen am Enkodieren/Abruf aus dem episodischen Gedächtnis beteiligt? Gesichterstudie 459 Enkodieren: linker präfontaler cortex + hippokampusregion (hier auch semantischer abruf) abruf: rechts präfontal -->HERA-Modell: Hemispheric encoding-retrieval asymmetry
- Vergessen: Welche Hypothetischen Mechanismen? unzulängliche Enkodierung, Spurenzerfall (469), Interferenz (471-473) ineffiziente Abrufhinweise, Verdrängung
- Was versteht man unter dem "false memory effect"? Welche experimentellen Belege? Unterschied zwischen "false remmeber" und "false know"? mögliche erklärungen? Jacobys 2-Prozess-Modell? Gedächtnisverzerrungen belege: mehrdeutige bilder und wortlisten dargeboten, bilder wurden im sinne der in der wortliste enthaltenen begriffe reproduziert (steigbügel/flasche, mond/buchstabe c, brille/hantel) wortliste lernen, im rekognitionstest wurden thematisch assoziierte wörter falsch identifiziert (unterscheiodung zwischen "false know" und "false remember": remember = klare, anschauliche erinnerung an die darbietung, know = vertrautheit, wissen ohne anschauliche erinnerung, gefühl der vertrautheit) false remember = false item wird beim einprägen mit aktiviert false know = false item wird beim abruf mitaktiviert jacobys 2-Prozess-Modell:Vertrautheit (familiarity, know) --> wird durch einfache Darbietung von Items erhöht, ist unabhängig von AufmerksamkeitErinnerung (recollection) --> wird durch Aufmerksamkeitsablenkung beeinträchtigt, beinhaltet Attribution von Vertrautheit auf eine spezifische Quelle Weitere Befunde: ältere Probanden sind anfälliger für Fehlattributionen von Vertrautheit, Retentionsintervall wirkt sich stärker auf Erinnerung als auf Vertrautheit aus
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- "false fame effect"? vps bekommen unter 2 bedingungen (volle und geteilte aufmerksamkeit) namensliste dargeboten (sollen diese nach angenehmheit beurteilen) und werden hinterher darüber informiert, dass diese alle nicht berühmt sind -- danach sollen sie auf einer neuen liste von namen berühmte erkennen, die neue liste enthält 50% berühmte namen, die anderen 50% sind neue nichtberühmte und nichtberühmte von der zuvor gezeigten liste --> unter der vollen aufmerksamkeit gibt es weniger false alarms bei den alten als bei den neuen nichtberühmten, aber bedeutend mehr alte-false alarms unter der geteilten aufmerksamkeitsbedingung 487
- Welche Arten von falschen Erinnerungseffekten sind Ihnen bekannt? False memory effect: Mangelnde Quellen-Diskrimination bei fälschlicherinnerten Items (gelesen vs. selbst generiert) False fame effect: Irrtümliche Attribution der Vertrautheit als Berühmtheit Fehlinformationseffekt: Irrtümliche Attribution der nachträglichen Information auf falsche Quelle Unbewusste Übertragungseffekte und Photo-Bias: Irrtümliche Attribution der Vertrautheit einer Person auf falsche Quelle Vorstellungsinflation: Mangelnde Diskrimination der Quelle der Vertrautheit (Tatsächliches vs. nur vorgestelltes Erlebnis) WICHTIG! 489 - 514 ansehen
- Welche Rolle spielt der Hippocampus beim episodischen/semantischen (deklarativem) Gedächtnis? Hippocampusläsion führt zu anterograder und retorgrade Amnesie Patient H.M. 519) weiteer zurückliegende Ereignisse werden allerdings noch erinnert weitere Belege: Maze-Lernen bei Ratten, Objektdiskriminationslernen bei Affen, kontextuelle Furchtkonditionierung bei Ratten, ECT-Patienten Erinnerung an Fernsehserien auch bei Korsakoff-Patienten (Thalamus, Mammilarkörper betroffen)
- Was besagt die Konsolidierungshypothese? Neue Gedächtnisspuren sind zunächst labil und störanfälligLangzeitgedächtnis beruht auf strukturellen Änderungen neuronalerVerknüpfungen; diese Veränderungen benötigen Zeit („Konsolidierung“) 1. Bildung neuer Gedächtnisspuren als Folge synaptischerVeränderungen (Minuten – Stunden)2. Stabilisierung und Reorganisation von Gedächtnisspuren (Wochen –Jahre) Mögliche Funktion des hippokampalen Systems• Einzelaspekte eines Ereignisses (Ort, Form, Farbe, Bedeutung etc.)werden in verteilten Regionen des Neokortex repräsentiert• Vermutete Funktion des HS = Einzelaspekte schnell zu einerGesamtrepräsentation der Episode „zusammen zu binden“• HS ist für gewisse Zeit notwendig, um die Einzelaspekte der Episode inverteilten neokortikalen Arealen zu reaktivieren• Wiederholte Reaktivation Bildung direkter Assoziationen zwischenden einzelnen im Neokortex gespeicherten Teilaspekten(Konsolidierung)• Sind diese Assoziationen hinreichend stark Aktivierung einesTeilaspekts führt zum Abruf der gesamten Episode HS ist nichtlänger notwendig für den Abruf
- Was versteht man unter prozeduralem Lernen? Prozedurales Lernen: Erwerb von Fertigkeiten• Wissen, das sich im Verhalten manifestiert, ohne notwendigmit bewussten Erinnerungen verbunden zu sein ("wie man etwas macht")• Meist Ergebnis eines inkrementellen, langsamenÜbungsprozesses mit vielen Wiederholungen• Beispiele: Tennis, Klavierspielen, Fahrradfahren
- Wie konnte der intakte Fertigkeitserwerb (prozedurales Lernen/nicht-deklaratives Gedächtnis) bei amnestischen Patienten nachgewiesen werden? Spiegelzeichnen (Milner, 1962)• Spiegelverkehrte Schrift lesen (Cohen & Squire, 1980)• Labyrinthlernen (Corkin, 1965)• Rotary pursuit (Corkin, 1968)• Puzzles (Brooks & Baddeley, 1976)• Turm von Hanoi (Squire et al., 1984)• Erlernen eines einfachen Textverarbeitungsprogramms
- Was versteht man unter implizitem Lernen? regelhafte Strukturen, die sich im Verhalten ausdrücken, ohne daß siebewußt sind oder verbalisiert werden können
- Wie kann man implizites Lernen experimentell untersuchen? implizites Sequenzlernen künstliche Grammatiken weather prediction task 557-561 indirekte Gedächtnistests WortfragmentergänzenWortstammergänzenErkennen fragmentierter BilderIdentifikation tachistoskopisch dargebotener Worte 566-575
- Was versteht man unter priming? förderliche Nachwirkung der Verarbeitung von Reizenauf die spätere Verarbeitung der gleichen oderähnlicher Reize