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Psaych (Fach) / Stex (Lektion)
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- Paraphasien Wortverwechslungsstörung; bei der phonematischen Form werden neue Wörter geschaffen, die von der Lautfolge her nicht existieren, dem Ursprungswort aber sehr ähnlich sein können (z.B. Bulme statt Blume) semantischen Form werden verwandte (bei der entfernt semantischen auch nicht-verwandte), aber im Deutschen existente Wörter, statt der korrekten Wörter verwendet (z.B. Hund statt Katze).
- Konkretismus Begriffe und Sätze können nur noch wörtlich (bzw. nur im "konkreten" Sinne) und nicht mehr im übertragenen Sinn verstanden werden Metaphern bzw. Sprichwörter sind nicht mehr nachvollziehbar
- überwertige Idee = beschreibt einen dauerhaft lebensbestimmenden Gedanken, der wahnhaft gesteigert sein kann, wobei die Kriterien eines Wahns nicht vollständig erfüllt sind (z.B. Unkorrigierbarkeit)
- Wahnwahrnehmung Wahnhafte Fehlinterpretation/Umdeutung eines realen Ereignisses
- Wahneinfall, Wahngedanke, Wahnidee plötzliches Auftreten einer wahnhaften Vorstellung oder einer wahnhaften Überzeugung
- Wahnstímmung unspezifisches Gefühl, dass etwas (mit einem selbst) passieren wird Die Realität bzw. die Situation wird dabei vom Patienten als bedrohlich und unheimlich empfunden, ohne dass die Ursache genau benannt werden kann.
- Der Wahninhalt(Stimmung des Wahns) entspricht der Stimmung - Synthymer Wahn⇔ paratyhmer Wahn
- Akoasmen (akustische Halluzinationen) Non-Verbale Halluzinationen, die Geräusche jeder Art sein können (Rauschen, Summen, Pfeiffen, Zischen, etc.) -paranoide Schizophrenie
- Zönästhesie Bizarre Leibempfindungen (inneres Verfaulen bspsw), v.a. bei paranoider Schizophrenie
- Pseudohalluzinationen Patient ist in der Lage, zu erkennen, dass seine Halluzinationen irreal sind
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- hypnagoge Halluzinationen Optische und akustische Sinnestäuschungen, zu denen es in Halbschlafphasen kommen kann
- Mikro/Makropsie Gegenstände werden kleiner/größer wahrgenommen
- Ich-Störungen: Derealisation Der Patient empfindet die Umwelt als fremd, unvertraut und unwirklich. Wird von Betroffenen als ausgesprochen quälend empfunden
- Depersonalisation Der Patient empfindet den eigenen Körper als fremd. Er kann das Gefühl haben, in einer Traumwelt zu sein oder komplett losgelöst von seinem Körper nur als Geist zu existieren Ich-Störung
- Gedankenentzug Der Patient empfindet, dass ihm Gedanken und Vorstellungen von der Umwelt (z.B. anderen Personen, Institutionen, Objekten) entzogen werden Ich-Str.
- Athymie Affektarmut: Die Anzahl der gezeigten Gefühle ist vermindert. Der Patient wirkt gleichgültig
- Affektstarre Verringerte Schwingungsfähigkeit: Die Stimmung des Patienten bleibt stets auf einem Niveau (z.B. stetige Gereiztheit)
- Dysphorie Deprimierter Affekt: Patient ist verstimmt, schnell gereizt und unzufrieden
- Affektinkontinenz Affekte können schon bei geringem Anstoß nicht mehr beherrscht werden, werden übertrieben dargestellt
- Parathymie Patient zeigt paradoxe Gefühle, berichtet z.B. lachend von einem negativen Ereignis
- Affektlabilität Schneller Stimmungswechsel auf äußere Reize (rascher Wechsel von Weinen zu Lachen) ⇒ Demenz, hirnorganische Schäden
- Perservation Wiederholung gleicher Denkinhalte und Haftenbleiben an vorherigen Worten oder Angaben, die verwendet wurden, aber nun nicht mehr sinnvoll sind.
- Organisch amnestisches Syndrom Meist nur zeitliche und örtliche Desorientierung bei erhaltener Orientierung zur Person Deutliche Beeinträchtigung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, meist bei erhaltenem Immediatgedächtnis (auch sensorisches Gedächtnis) Ggf. Konfabulationen und Zeichen eines Korsakow-Syndroms Ursache: nicht durch Alkohol bedingte organisches Hirnschädigung
- Therapie des hyperaktiven Delirs Hochpotentes typisches Antipsychotikum, z.B. Haloperidol Alternativ: Mittel- oder niedrigpotente Antipsychotika, z.B. Pipamperon, Melperon
- Delir Symptome Meistens plötzlicher Beginn und Tagesschwankungen Bewusstseinsstörung und Aufmerksamkeitsstörung (Orientierungsstörung, eingetrübtes Bewusstsein) Störung kognitiver Funktionen (Wahnvorstellungen, Gedächtnisstörungen, Halluzinationen) Störung der Psychomotorik (hyer- oder hypoaktives Delir, abrupter Wechsel) Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus Furcht und Angst, Affektlabilität, Reizbarkeit
- Def Delir Organische Psychosyndrome, die mit dem Leitsymptom Bewusstseinsstörung einhergeben und bei akuten körperlichen Krankheiten auftreten
- Organische Halluzination ist meist durch optische (seltener akustische) Halluzinationen bei klarer Bewusstseinslage (DD Delir) geprägt. "echte" oder Pseudohalluzinationen Wahnsymptome können vorkommen, stehen aber nicht im Vordergrund
- Organische Persönlichkeitsstr auffällige Veränderung des Verhaltens und der Affekte als Folge einer zerebralen Schädigung (z.B. nach Hirnblutungen, Traumen, etc.). Kognition, das Denkvermögen und viele andere Fähigkeiten beeinträchtigt Die Patienten erleben diese Störung nicht als eigen sondern als fremd, d.h. sie distanzieren sich von ihrem Verhalten und versuchen ihr verändertes Verhalten zu vermeiden.
- ICD 10 Demenz Kriterien Störung des Gedächtnisses und mindestens einer weiteren kognitiven Teilleistung Länger als 6 Monate anhaltend Chronisch progredient keine Bewusstseinsstörung Störung der sozialen und/oder beruflichen Funktion
- Minimental Test- Inhalt Bewertung Orientierungsvermögen Merkfähigkeit Aufmerksamkeit/Rechnen Erinnerungsfähigkeit Sprachvermögen und Verständnis Maximal 30 Punkte Grenzwerte für die Diagnose einer Demenz: Zwischen 24 und 26 Punkten
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- Pseudodemenz Weniger starke Orientierungs- und Wortfindungsstörungen Wiederholte Äußerungen und Betonungen der Patienten, dass sie sich nichts mehr merken können Erinnerung an einen Beginn der Symptome Schlechte Ergebnisse im Kognitionstest, die auf eine sehr schwere Demenz hinweisen würden Therapie der Depression führt zu einer Verbesserung der Mnestik gleichzeitig Kurz und Langzeitgedächtnis betroffen
- Th Demenz - KI - keine anticholinerg wirkende Substanzen (z.B. trizyklische Antidepressiva) -> Verschlechterung der kognitiven Leistung Cholinesterasehemmer Indikation: Leichte und mittelschwere DemenzenWirkstoffe: Donepezil, Rivastigmin, GalantaminNebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle (10%)Gastroduodenale Ulzera (1%!)Bradykardie, bradykarde HerzrhythmusstörungenBronchokonstriktion Memantine Indikation: Mittelschwere und schwere DemenzenWirkung: NMDA-Rezeptor-AntagonismusNebenwirkungen: zentralnervösen Nebenwirkungen: Kopfschmerzen und SchwindelVerwirrtheit und HalluzinationenEpilepsien Erregungszustände Niedrig- und mittelpotente Antipsychotika: Bevorzugt MelperonAtypische Antipsychotika: RisperidonTypische Antipsychotika: Haloperidol
- Alzheimer - Gendefekt - Risikofaktor Gendefekte/Mutationen- Presenilin-1-Gen auf Chromosom 14- Presenilin-2-Gen auf Chromosom 1- Amyloid-Precursor Protein auf Chromosom 21 RisikofaktorApolipoprotein E4 (ApoE4)
- Alzheimer Klinik Kognitive Symptome Gedächtnisstörungen: Das Langzeitgedächtnis bleibt dabei am längsten intakt Wortfindungsstörungen mit Echolalie und Neologismen Orientierungsstörungen Werkzeugstörungen: Apraxie, Alexie, Agnosie, Akalkulie Nicht-kognitive Symptome Depressive Symptome und Apathie Aggressivität, Reizbarkeit und Erregung Paranoide Ideen mit Halluzinationen Mutismus, Inkontinenz im Endstadium Hyposmie
- Klinische Chemie Alzheimer Liquor Phospho-Tauprotein:↑β-Amyloidproteine Aβ1-42:↓
- Apparative Diagnostik CT, MRT: Hirnatrophiezeichen , insbesondere Atrophie des Temporallappens und Hippokampus, Erweiterung der äußeren Liquorräume PET: Temporoparietaler Hypometabolismus
- Pathologie - Alzheimer Demenz Fronto-temporo-parietale Hirnatrophie (insbesondere Hippokampus, Locus coeruleus, Kortex) Amyloidablagerungen: Amyloide werden mit der Kongorot-Färbung (mit Polarisation) angefärbt Charakteristische histopathologische Trias: Extrazellulär senile Plaques: Pathologische Ablagerung von β-Amyloidprotein Intrazelluläre Alzheimerfibrillen Amyloid-Angiopathie → Zerebrale Amyloidangiopathie: Einengung des Lumens und Bildung von Mikroaneurysmen → Intrazerebrale Blutungen NeuronenverlustNeuritische Degeneration von AxonenDegeneration des Nucleus Basalis Meynert: Cholinerge Verarmung
- Alzheimer Th Bei leichter bis mittelschwerer Demenz: Cholinesterasehemmer (Donepezil, Galantamin, Rivastigmin) Bei schwerer Demenz: Memantine (NMDA-Antagonisten), auch in Kombination mit CholinesterasehemmernBei Schlafstörungen: Melperon, da keine anticholinerge Wirkung
- frontotemporale Demenz - Syn - Alter - Klinik - M. Pick - tritt auf zwischen 40. und 60. Lebensjahr- Persönlichkeitsveränderungen und Störungen des Sozialverhaltens → Verlust von Manieren Sexuelle Enthemmung Distanzlosigkeit Reizbarkeit Fresssucht → Zunächst erhaltene Intelligenz und Orientierung→ Aphasie, aber keine Apraxie→ Pyramidenbahnzeichen und Paresen Bei Fortschreiten der Erkrankung kann es zu einem akinetischen Parkinson-Syndrom kommen
- vaskuläre Demenz - Klinik Initial: Es kann zu einer Vielzahl an psychopathologischen Störungen kommen Häufig sind die Kognition, das Verhalten und der Affekt beeinflusst, zeitweilig auch die Orientierung. Im Verlauf: Demenzielles Syndrom (ca. 3 Monate nach ischämischem Insult), Parkinson-Symptomatik, Fallneigung und Harninkontinenz
- vaskuläre Demenz - Diagnostik Allgemeine Diagnostik: Blutdruckmessung über 24h→ siehe arterielle Hypertonie Im cCT: Mikroangiopathische Marklagerschäden, lakunäre Infarkte Im MRT (früher und deutlicher sichtbar): Multiple Lakunen und "white matter lesions" periventrikulär und im Marklager
- CADASIL-Syndrom Gehäufte Schlaganfälle durch Mikroangiopathie, allerdings charakteristisch mit migräneartigen Kopfschmerzen (und Aura) und keine Hypertonie; Mutation im NOTCH3-Gen
- Somatisierungsstr. (meist Frauen) multiple, häufig wechselnde, körperliche Symptome aller Organsysteme ohne organische Begründung. Dauer mindestens 2 Jahre; Vermeidungsverhalten Es handelt sich um ein schweres, meist therapieresistentes Krankheitsbild, da sich die Betroffenen sehr auf die Symptome fixieren. bringen eine Vielzahl von Befunden mit ("Big File Patients) min. 6 versch. Symp
- Undifferenzierte Somatisierungsstörung Eine inkomplette Symptomatik oder eine Symptomatik über einen Zeitraum von weniger als 2 Jahren wird als undifferenzierte Somatisierungsstörung klassifiziert.
- Hypochondrische Str. Aufmerksamkeit meist nur auf 1 Organsystem gerichtet
- Herzneurose Der Patient leidet an Herzbeschwerden, ohne dass in kardiologischen Untersuchungen ein organisches Korrelat gefunden werden kann.. somatoforme autonome Funktionsstr.
- th der somatoformen Str - schwer zu therapieren - Kombination aus Psychotherapie (Verhaltenstherapie) + Antidepressiva (bes. SSRI) - Klare zeitliche Begrenzungen eines Termins -> symptomunabh.- Gelassene Haltung gegenüber dem Patienten: Ein distanzierter, aber trotzdem empathischer Umgang verbessert die Arzt-Patienten-Beziehung
- Erlernte Hilflosigkeit (nach Seligman) - Ätio für Depression internale Kausalattribution Generalität Stetigkeit
- Depression - ICD 10 - Voraussetzung - leitsymptome - weitere Symptome Voraussetzung ,2 Wochen bestehen keine manischen Symptome keine organische oder medikamentöse Ursache Leitsymptome gedrückte Stimmung Interessenverlust Antriebsverlust weitere Symptome Verminderung von Konzentration und Aufmerksamkeit Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Schuldgefühle, Gefühl der Wertlosigkeit Negative und pessimistische Zukunftsperspektiven Gedanken an (bzw. erfolgte) Selbstverletzung oder Suizidhandlungen Schlafstörungen Verminderter Appetit
- Somatisches Syndrom Depression + 4 von ... Freudlosigkeit Mangelnde Reagibilität Früherwachen Morgentief Psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit Appetitverlust Gewichtsverlust: >5% des Körpergewichts im letzten Monat Libidoverlust