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Corporate Development (Fach) / Prinzipal-Agent Modell (Lektion)

VL 9: Leistungsmotivation & Anreize

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  • Optimale Anreizintensität Interpretation ß* = Φ/ (1+ r ⋅ σ2 ⋅ c) steigt im Grenzertrag des Prinzipals aus der Leistung des Agenten Φ sinkt in der Risikoaversion des Agenten r , der Varianz des Leistungssignals und den Kosten seiner Anstrengung. Intuitionen: 1. Je höher Φ umso eher lohnt es sich hohe Anstrengungen zu induzieren 2. Je höher die Varianz des Leistungsmaßes höherer Unsicherheit = höhere Risikoprämie -> geringeres SÄ  macht Anreizsetzung teurer und führt zu einem höheren Anteil an fixer Vergütung
  • Zentrale Ergebnisse aus Prinzipal-Agent-Theorie 1. AV → e=ß/c 2. TN → ∂ = wA - ß⋅e +C(e) + 0,5⋅r⋅ß2σ2 3. Optimales ß → ß*= Θ/1+r+c+σ2
  • Grundmodell LEN-Modell Entlohnung ist Lineare Funktion des Bruttoerfolgs Exponentielle Nutzenfunktion ( nicht risikoneutral, konstante absolute Risikoaversion) Normalverteilte exogene Zufallseinflüsse auf Bruttoerfolg (Zufallsvariable) 1. Eine Periode (statisches Modell) 2. Agent wählt Anstrengungsniveau e als verborgene Handlung (hidden action) Prinzipal risikoneutral  -> Mögliche Erklärung: Arbeitgeber kann Einkommensrisiko diversifizieren Agent -> konstante absolute Risikoaversion  
  • Prinzipal-Agent-Modell Analyse Leistung des Agenten kann vertraglich nicht festgelegt werden, es liegt ein so genanntes Moral Hazard Problem vor  Arbeitsergebnis wird nicht nur von Anstrengung abhängen sondern von Umwelteinflüssen (Konjunktur, Wetter, Maschinenschäden,...)Das Einkommen wird stochastisch sein
  • Welche Probleme können aus der Ausgangssituation entstehen? Bestrachte Zeitablauf: 1. Prinzipal schlägt Vertrag vor 2. Agent entscheidet über Annahme 3. Agent wählt Anstrengung e → Grenzertrag ≡ Grenzkosten → Je höher ß, desto höher ist die Anstrengung, aber auch die Kosten steigen 4. Prinzipal beobachtet Signal und bekommt Ertrag 5. Lohnzahlungen finden statt Der Ertrag des Prinzipals hängt von e des Agenten ab. Er kann diese Anstrengung allerdings nicht direkt beobachten und somit nicht direkt vertraglich durchsetzen. Der Agent kann nach Vertragsabschluss ein Anstrengungsniveau wählen, das für den Prinzipal nicht optimal ist (Moral Hazard Problem).
  • Warum werden Führungskräfte eher variabel vergütet? Je höher der Grenzertag der Anstrengung ß, desto eher lohnt sich eine leistungsabhängige vergütung.
  • Das SÄ(W) sagt aus, SÄ(W) = Wert des Mitarbeiters: Wie viel muss der Mitarbeiter mindestens bekommen, damit er im UNternehmen bleibt? V(W) = Varianz ist umso geringer, je weniger Risiko vorliegt und je mehr die wahre Leistung des Mitarbeiters beurteilt wird
  • Kompensationspakete bei risikoaversem Agenten Durch σ2 und r entstehen Nutzenverluste. Die Teilnahme wirh unwahrscheinlicher, je höher das Risiko ist Prinzipal wählt δ, dass TN gerade erfüllt Prinzipal wählt ß profitmaximierend ß<p Franchise ist nicht mehr optimal e ist bei risikoaversem Akteur geringer als bei neutralem
  • SÄ(W) < E(W) Risikoaverison
  • SÄ(W) > E(W) Risikofreude
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  • RP(W) RP(W) = E(W) - SÄ(W) 
  • Warum muss die TN bindend sein? DIe TN muss bindend sein, d.h. mit Gleichheit erfüllt, da sonst der P den Grundlohn ∂ verringern könnte, ohne die TN zu verletzen und seinen Profit erhöhen. Das kann nicht optimal sein
  • Das Prinzip der gleichen Kompensation - Sind die Anstrengungen für zwei Aufgaben vollständige Substitute in den Kosten eines Agenten, so wird der Agent nur dann für beide Aufgaben einen positiven Arbeitseinsatz leisten, wenn die variable Vergütung beider Aufgaben gleich ist. - Ansonsten wird er nur für die stärker entlohnte Aufgabe arbeiten. Daher: Anreizsysteme 1.) Benötigen Balansce der Anreizintensitäten für verschiedene Aufgaben 2.) Sind auch wichtiger Einfluss auf Ausrichtung / Koordination der Arbeitsanstrengungen.
  • Annahmen Multitasking Problem l Prinzip der gleichen Kompensation Modell - Agent kann sich für zwei verschiedene Aufgaben anstrengen- Anstrengungen für Aufgaben vollständige Substitute in den Kosten des Agenten dh. aus Kostensicht für Agenten austauschbar - Signal für jede Aufgabe verfügbar- Beide Aufgaben unterschiedlich entlohnt  ß1 >ß2 
  • Grund für Verzicht auf monetäre Anreizsysteme in manchen Bereichen Sind bei 1. wichtigen Aufgaben die Leistungsergebnisse einzelner Aufgaben 2. nicht oder schlecht messbar ist es manchmal sinnvoll, auf monetäre Anreizsysteme zu verzichten. Andere Leistungen auch wichtig aber schwer messbar wird Mitarbeiter sie tendenziell vernachlässigen Ohne monetäre Anreizsysteme wird der Mitarbeiter insgesamt weniger leisten, aber Anstrengung gleichmäßiger auf die Aufgaben aufteilen.
  • Teamarbeit l Fix, Variabel, Trittbrettfahrer 1. Nur Fixlohn → "faul sein" ist die dominante Strategie 2. Auch variable Vergütung → "faul sein" ist dominante Strategie, Trittbrettfahrerproblem 3. Ungleichheitsaversion beachtet → wenn "Mitleid" groß genug, dann kann auch "beide arbeiten" dominant sein
  • Intuition k - c(e)=k*e Je größter k, desto höher sind die Grenzkosten der Anstrengung, ums geringer ist der Anreiz für den Agenten, sich anzustrengen. (AV) Dies muss der Prinzipal in der Vertragsgestaltung berüksichtigen, d.h. der Agent muss für eine höhere Anstrengung durch ein höheres fixes Gehalt a kompensiert werden. (TN) Das macht die Anreizsetzung insgesamt teuerer, so dass der Prinzipal bei steigendem k im Optimum eine niedrigeres Anreizintensität wählt (ß)
  • Wann kann beim Agenten die First-Best Lösung erreicht werden? Wenn risikoneutral r=o oder Varianz=0 Wenn man dem Agenten ß=0 anbietet. Dabei wird jedoch das gesamte Enlohnungsrisiko auf den Agenten übertragen. Wenn der Agent risikoavers ist, muss dies durch eine hohe Risikoprämie kompensiert werden Wenn die Anstrengung des Agenten beobachtbar und verifizierbar ist Franchise-Lizenzen: der Agent wird den erwirtschafteten Überschuss erhalten. Als Gegenleistung zahlt er Lizenzgebühr an den Prinzipal. (Voraussetzung: risikoneutraler oder -freudiger Agent)