Physiologie (Fach) / F12 - Gehör (Lektion)

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Bau und Funktion des Hörsystems

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  • äußeres Ohr besteht aus Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang bündelt Schallwellen
  • Trommelfell trennt das äußere Ohr vom Mittelohr empfängt Schallwellen
  • Mittelohr luftgefüllter Raum in der Paukenhöhle befindet sich die Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboß, Steigbügel) und die Eustachi-Röhr (Druckausgleich)
  • Gehörknöchelchen bewirken Impedanzanpassung (Verstärkung des Schalls) von Luft auf das flüssigkeitgefüllte Innenohr
  • Luftleitung vs. Knochenleitung Luftleitung: normaler Weg der Schallaufnahme Knochenleitung: vorrangig für diagnostische Zwecke (Vibration)
  • Innenohr hier liegt die Cochlea und das Corti-Organ -> Schalltransduktion
  • Cochlea hat zweieinhalb Windungen und besteht aus 3 Kanälen (Scala vestibuli, media und tympani) in der Scala media sind die neuronalen Strukturen eingelagert, die für die Transduktion von akustischen in Nervensignale sorgen
  • Corti-Organ sitzt auf der Basilarmembran der Scala media -> Haarzellen Haarzellen tragen haarförmige Fortsätze -> Stereozilien
  • Tektorialmembran gallertartige Masse, die über dem Corti-Organ liegt in Kontakt mit den längsten Stereozilien der äußeren Haarzellen
  • Innervation der Haarzellen innere Haarzellen werden von vielen afferenten Nervenfasern versorgt, äußere größtenteils von efferenten Nervenfasern
  • Schallübertragung auf das Corti-Organ Steigbügel löst an den Fenstermembranen eine Wanderwelle aus diese läuft die Basilarmembranen entlag in Richtung Schneckenspitze (Eintritt über Scala vestibuli, Austritt über Scala tympani) -> Erregung der Haarzellen
  • Ortsprinzip auf Grund der mechanischen Eigenschaften der Basilarmembran ergeben sich für jeden Schallfrequenz charakteristische Schwingungsmaxima und -minima an jeweils eng umschriebenen Orten hohe Frequenzen nahe der Fenstermembranen tiefe Frequenzen nahe der Schneckenspitze
  • Frequenzdispersion ein aus mehreren Tönen bestehendes Schallereignis wird längs der kochlearen Trennwand aufgespreizt
  • Erregung der Haarzellen die Wanderwellen-induzierte Abscherung der Stereozilien ist der adäquate Reiz für die Haarzellen Stereozilien der äußeren Haarzellen werden durch die Tektorialwand deflektiert -> innere Haarzellen werden durch den entstehenden Sog verformt Dadurch öffnen sich Ionenkanäle, Sensorpotentiale entstehen und Transmitter werden freigesetzt
  • auditorische Signalverarbeitung im Nervus acusticus Nervenfasern enden meistens in einer einzigen inneren Haarzelle, d.h. jede Hörnervenfaser wird durch eine bestimmte Schallfrequenz optimal stimuliert -> charakteristische Frequenz Intensität wird durch Frequenz der AP kodiert, die Dauer durch die Länge der Impulssalve
  • Stationen der Hörbahn Hörnervenfasern vereinigen sich mit den Nervenfasern des Gleichgewichtssinn zum Nervus statoacusticus, der im Hirnstamm im Nucleus cochlearis endet über 5-6 Schaltstationen gelangt die Hörbahn in die primäre Hörrinde in die Hörrinde gelangen Informationen aus beiden Ohren, aber eher kontra- als ipsilateral
  • Primärer auditorischer Kortex tonotopische Organisation entsprechend dem Aufbau der Cochlea
  • Sekundärer auditorischer Kortex dient der Wahrnehmung von kommunikativen auditorischen Signalen
  • Prinzipien der Verarbeitung es gibt Neurone, die auf mehr oder weniger komplexe Schallmuster reagieren bzw. gehemmt werden auf jeder Ebene des Hörsystems werden also bestimmte Eigenschaften der Schallreize analysiert