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Medizin - Drösler (Fach) / Drösler (Lektion)
Drösler
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- 1. Coomb-Test? Wie ist die Indikation vom direkten und indirekter? Welcher der beiden ist der Antikörpersuchtest? Erys des Patienten werden mit Coobs-Serum (Kanninchenserum hat Proteine welches inklomplette Antikörper IgGà z. B. Antigen D an die Erys bindet)zusammen gebracht, kommt es zur Verklumpung so ist der Nachweis erbracht, dass die Erys mit Antikörpern beladen sind; direkter = Antikörper direkt auf den Erys; indirekter = es wird auch im Serum nach Antikörper gesuch (2 stufig: 1. Nachweis des kompletten Antikörper IgMà AB0-System, 2. Direkter Coombstest ), ist auch der Antikörpersuchtest
- 2. Ist Anti-D ein Antikörper oder ein Antigen? Wann findet eine Prophylaxe mit Anti-D statt? Ist ein Antikörper; wird innerhalb von 3 Tagen nach Geburt bei Mutter Rh- und Kind Rh+ à dadurch kann das Immunsystem der Mutter keine Antikörper bilden
- 3. Welche 3 Substanzen in der Blutspende gibt es? Plasma, Erythorzyten, Buffy-Coat (Thrombozyten)
- 4. Was bedeutet “Agglutination” im Zusammenhang mit der Blutgruppenbestimmung? Geben Sie ein konkretes Beispiel. Agglutination = Verklumbung. Bei der Blutgruppenbestimmung wird das Patientenblut (hier A) mit den Testserum Anti-A, Testserum Anti-B und Testserum AB vermischt. Wenn der Patient hier mit Blutgruppe A liegt, dann verklumpen das Testserum mit Anti-A und das mit Anti-AB, da seine Blutgruppe den entsprechenden Antikörper nächmlich Anti-B-Agglutinine enthält
- 5. Was bedeutet „Leukzytendepletation“? Das bezeichnet die Entfernung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten)durch Zentrifuge oder Filterung aus den Blutprodukten vor der Transfusion. Ziel ist es die febrilen Transfusionsreaktionen und die Übertragung vom CMV-Virus und eine unerwünschte Immunisierung im HLA-System zu minimieren. (Reduzierung unter 10^6)
- 6. Welche Konstellation der Rhesusfaktor bei Mutter und Vater kann im Rahmen einer Schwangerschaft Probleme verursachen? Was ist zu unternehmen wenn diese Probleme auftreten? Rh- Mutter, Rh+ Vater und Kind. Innerhalb von 3 Tage nach Geburt kann die Mutter mit Anti-D geimpft werden, damit ihr Immunsystem keine Antikörper bilden kann. Heute wird oftmal schon in der 28-30 Schwangerschaftswoche Anti-D iniziert (Folgen bei der Mutter enstehen wenn die Mutter beim 1. Kind sensibilisiert wurde und nun mit dem 2. Kind schwanger ist)
- 7. Was sind Indikationen für die Verabreichung von Erythrozyten- oder Thrombozytenkontraten? EK: Anämien mit Hb unter 7 bzw. bei älteren Menschen schon früher. TK: bei throbzytär bedingten Blutung, Prophylaktisch präoperativ (20-50.000, Therpeutisch bei intermittierenden Blutbildungsstörungen (Chemo) unter 5-10.000; es ist abhängig von der Thrombozytenanzahl,-funktion und Blutungssymptomatik
- 8. Aus welchen Komponenten setzt sich das bei einer Blutspende entnommene Material zusammen? Plasma, Erythrozyten, Thrombozyten
- 9. Welche Untersuchungen müssen vor jeder Transfusion eines Erythrozytenkonzentrates durchgeführt werden? Blutgruppenbestimmung, Kreuzprobe, Bedside Test
- 10. Wann wird einem Patienten Frischplasma verordnet? Bei mehreren Litern Blutverlust à Massivtransfusion (Besteht aus Plasma und Gerinnungsfaktoren)
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- 11. Welches sind die beiden entscheidenden physiologischen Stellgrößen bei der Regulation des Blutdruckes? Volumen im Herzkreislaufsystem, totaler peripherer Widerstand
- 12. Wieso haben Leistungssportler eine eher niedrige Herzfrequenz? Physiologisch ist das Herz vergrößert, dadurch wird bei einem Schlag ein größeres Volumen an Blut durch den Kreislauf gepumpt à HZV = Schlagvolumen * HF (d. h. je größer das Schlagvolumen, desto kleiner die HF)
- 13. Was versteht man unter „Zentralisation“ eines Patienten? Der Patient befindet isch im Schockzustand und die Extremitäten sind kalt. Der Blutdruck fährt runter. Nun beginnt der Körper selbst dagegen zusteuern durch eine periphere Vasokonstriktion, damit das noch vorhandene Blutvolumen in Gefahrensituationen au f die wichtigen Zentren (Herz, Hirn) verteilt wird à das Blutvolumen wird verschoben. Hierauf werden hochdosierte Kreislaufmedikamente gegeben
- 14. Was sind die Anforderungen an eine Narkose? Analgesie, Amnesie, Hypnose, Erhaltung der Vitalfunktionen, Muskelrelaxierung (Op-bedingt und zur Erleichtung der endotrachealen Intubation)
- 15. Zielsetzung der Prämedikationsvisite Zahnstatus, Vorerkrankungen insbes. Kardiale und pulmnonale Krankheiten, Risikoeinschätzung, Einwilligung, Allergien, Dauermedikamente, Nüchterheitsgebot, Nikotinkarenz, Aufklärung
- 16. Stichpunktartiger Ablauf der Narkoseeinleitung zu einer offen-chirurgischen Operation am Magen! Identität überprüfen, Nüchternheit abfragen, Venösen Zugang legen, Monitoring anlegen (Werte dokumentieren), Anästhesie – Einleitung (immer zu zweit: hochdosierte Sauerstoff, dann Hynotikum (Propofol), Patient reagiert (Atmung flacher, Schluckreflex nicht mehr vorhanden, Herzkreislauf Blutdruck RR erhöht und Puls niedriger), Maskenbeatmung und Sicherstellung, Relaxieren des Patienten, Intubation: abhören der beiden Lungenflügen und des Magens, CO2 Ausstoss bzw. Partialdruck messen à um sicherzustellen das Intubation erfolgreich
- 17. Risiken und Nebenwirkungen der endotrachealen Intubation Zahnschäden, Stimmbandverletzungen (Heiserkeit, rauher Hals), Schluckbeschwerden, unerkannte Fehlintubation, Aspiration (bei nicht nüchteren Patienten und Schwangeren)
- 18. Patientseitige Voraussetzungen für die Ausleitung einer Narkose Ausreichende Spontanatmung, stabile Vitalwerte, ausreichende Temperatur, wach werdend Bennen sie Indikationen für ein invasives Monitoring des arteriellen Blutdrucks!
- 19. Bennen sie Indikationen für ein invasives Monitoring des arteriellen Blutdrucks! Starke RR-Schwankungen bzw. erhebliche Kreislaufschwankungen (um über BGA die Beatmung zustellen) Spezielle Operationen z. B. Gefäßchirurgie, hoher Blutverlust, Kardiochirurgie
- 20. Wie ist der typische Zugangsweg für das invasive arterielle Blutdruckmonitoring? Art. Radialis (daumenseitig)
- 21. Welche Kontrollen sind nach Anlage eines zentralen Venenkatheters erforderlich? Rö-Thorax, Abhören der Lunge (Pneumothorax), Kontrolle ob Infusion einlaufen kann, sehen ob Blut pulsierend rauskommt (dann Arterie getroffen), Klinisch beurteilen ob man Arterie getroffen hat
- 22. Wieso werden Kontrollemaßnahmen nach Anlage eines Venenkatheters durchgeführt? Um auszuschließen das man die Vene verfehlt bzw. eine Arterie oder sonstige Organe getroffen hat. Sonst könnte es zu einen Pneumothorax (Lunge getroffen) kommen oder auch Probleme mit Medikamenten die dann ausversehen arteriell gegeben werden kommen. Auch das Durchstehen einer Arterie kann zu stärksten Blutungen führen.
- 23. Bei welchen klininschen Gegebenheiten vermutet der Anästhesist eine erschwerte endotracheale Intubation? Tumor im MKG-Bereich, Frakturen im MKG-Bereich, Adipositas, HWS Probleme, eingeschränkte Mundöffnung durch Abszesse im Kiefer- und Halsbereich, zu geriner Unterkiefer-Larynxabstand, Kieferkleme und sonstige Verletzungen im MKG-Bereich, Schilddrüsenvergrößerung (Struma), Tonsillarabszess
- 24. Welche sonst übliche Vorgehensweise ist bei der Narkoseeinleitung eines Patienten, mit einer vermuteten schwierigen Intubation unbedingt zu vermeiden? Der Patient sollte halbwach sein, daher sollte auf die Hypnose aufgepasst werden (nicht sofort in einen Schuss). Zudem sollten keine Muskelrelaxantien gegeben werden.
- 25. Durch welche Vorgehensweise lässt sich ein Endotrachealtubus bei vermuteten oder bekannten Intubationsproblemen platzieren? Eine Intubation des halbwachen Patienten endonasal mittels Kehlkopfoberflächenanästhesie
- 26. Welcher Unterschied besteht zwischen PDA und SpA aus anatomischer Sicht? PDA (Periduralanästhesie) = außerhalb der Dura mater SpA (Spinalanästhesie) = durch die Dura mater in den Spinalraum Zusatzfrage: Was sind weiter Unterschiede der beiden Verfahren? Wirkungseintritt PDA langsam (30min), SpA (sofort) Wirkungsintensität PDA (nicht komplett, Motorik möglich), SpA (umfassend, Lähmung) Material PDA (dicke Hohlnadel für Katheter), SpA (dünne stumpfe Nadel, lang)
- 27. Benennen sie typische Nebenwirkungen einer Spinalanästhesie! Art Ursache Kopfschmerzen Duraperforation Hypotonie Vasodilatation durch Sympthatikus Blockade Systemisch NW (Krämpfe, Koma) hoher Plasmaspiegel (bei PDA)
- 28. Welche Vorteile und welche Nachteile bietet die Anästhesie des Plexus axillaris ggü. einer Allgemeinanästhesie? Vorteil: weniger Nebenwirkungen und Komplikationen wie Atemsdepression und Kardiodepression, Möglichkeit der postoperativen Schmerztherapie durch Katheterverfahren, kein postoperatives Nüchternheitsgebot da Patient wach und ansprechbar ist Nachteil: es kann zur fehlenden Betäubung des Ober- und Unterarms kommen, wenn das Nervengeflecht nicht richtig getroffen wurde, das Verfahren hat eine hohe Versagensquote, der Wirkungseintritt kann bis zu 30 min dauern
- 29. Durch welche Verfahren kann das Aufsuchen des Plexus axilliaris erleichtert werden? Nervenstimmulator oder mittels Ultraschall
- 30. Welche Untersuchungen sind Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge in Deutschland? Regelmäßig RR und BZ, Laboruntersuchungen wie Hb-Bestimmung, Blutgruppenbestimmung, Rh-Faktor-Bestimmung und Urinstatus; Infekt-Screening insbesondere Röteln, Syphillis, Hepatitis B, HIV (freiwillig) und Toxoplasmose; ein Zervixabstrich wegen Chlamydien, 3 Sonos
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- 31. Welche durchnittlichen Maße hat ein zum Termin geborenes Neugeborenes? Größe ca. 50 cm und Gewicht im Durchschnitt bei 3500g
- 32. Was bedeutet „Epsiotomie“? = Dammschnitt in Zusammenhang mit einer vaginalen Entbindung
- 33. Bennen Sie einige Indikationen für eine Kaiserschnittentbindung! Lage des Kindes ist Geburtsunmöglich (Quer- oder Beckenendlage), Gefährdung des Kindes oder der Mutter, Wunschkaiserschnitt (nicht be med.Indikation in der Fragestellung), Mehrlingsgeburt, Z. n. Sectio
- 34. Welche Maßnahme ist bei einer Retention von Plazentaresten durchzuführen? Eine Abrasio (Abrasion bezeichnet in der medizinischen Bedeutung die Entfernung von Körpergewebe im Sinne von Abschürfen, Abschleifen oder Abschaben)
- 35. In welchen Zusammenhang kann es zu einer „Geburtslähmung“ kommen? Bei einer Zangengeburt. Hierbei kann der Gesichtsnerv verletzt werden.
- 36. Welcher CTG-Befund spricht für eine kindliche Gefahrensituation? Die Spätdezeleration. Die Dezeleration ist das Absinken der Herzfrequenz des Fetus und ist im Zusammenhang mit der Wehentätigkeit zu sehen. Bei der Spätdezeleration liegt der Tiefpunkt der HF nach dem Höhepunkt der Wehen. Ursache ist eine Sauerstoffunterversorgung des Fetus und kann Lebensgefahr für das Kind bedeuten (Hypämie)
- 37. Was war der vorzeitige Blasensprung und was ist daran kritisch? Hierbei kommen es zu einem Blasensprung ohne das bereits Wehen eingesetzt haben. Hier besteht die Gefahr eines Nabelschnurvorfalls, Infektionen oder aber auch der Vorfall kleiner Kindsteile bei Lageanomalien
- 38. Wie wird die Diagnose „Placenta Prävia“ gestellt? Als Placenta praevia wird eine Fehllage der Plazenta bezeichnet. Die Plazenta ist hierbei in der Nähe des Gebärmutterhalses eingenistet und überdeckt den Geburtskanal ganz oder teilweise
- 39. Mit welchen Symptomen geht die Diagnose Placenta prävia einher? Mit starken Blutungen im letzten Trigeminon und bei Beginn der Wehentätigkeit
- 40. Was versteht man unter einer Praeklampsie und wie wird sie diagnostiziert? Dies ist eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung unklarer Genese. Dabei kommt es zu Ödemen, Proteinuurie und Hypertonie. Daher wird sie auch EPH-Gestose genannt.
- 41. Was sind Komplikationen der Praeklamsie? das die Paeklampsie in eine Eklampsie übergeht mit Krämpfen und Bewusstseinsverlust bis zum Tod der Schwangeren und des Kindes
- 42. Was ist der „APGAR-Test“ und welche Kriterien werden hier beurteilt? Dient zur Beurteilung der Anpassung des Neugeborenen an das extrauterine Leben. Dabei wird anhand der Kriterien Atmung, Herzfrequenz, Grundtonus der Muskulatur, Hautfarbe und der Reflexe Punkte vergebe. Dieses standardisierte Verfahren hilft je nach Punktwert ggf. die geeigneten Maßnahmen einzuleiten.
- 43. Benennen Sie Indikationen zur Einleitung einer Geburt! Tragzeitüberschreitung (42 SSW), chron. Plazentainsuffizienz, Blasensprung ohne Wehentätigkeit, EPH-Gestose, inrauteriner Fruchtod, mütterlicher Diabetes
- 44. Welche apparative Diagnostik wird zur Untersuchung der Brustdrüse eingesetzt? Mammagraphie, Sonographie, MRT
- 45. Welche Untersuchungen sind Bestandteil des Staging eines Mamma-Ca? Rö-Thorax (Lungenmetastasen), Knochenszinitgraphie (Technicium 99; Knochenmetastasen), Lebersonographie (Lebermetastasen), Sentinel-Node-Biopsie
- 46. Welche Zielsetzung hat die jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung der Frau (ab 20 Jahre)? Früherkennung des Cervix-Carcinoms (Gebährmutterhals). Dabei wird ein Abstrich gemacht und zur Zytologischen Untersuchung gegeben
- 47. Wieso wird bei Mammaresektaten eine Rezeptorbestimmung durchgeführt? Diese wird obligatorisch bei jeder Gewebesentnahme durch den Pathologen durchgeführt. Dabei wird insbesondere auf den Östrogenrezeptor und HER-2-neu Rezepter untersucht. Sind diese auffällig so wird die Therapie z. B. durch Trastuzumab dementsprechend angepasst
- 48. Wann ergibt sich die Indikation zu einer Konisation? Ab Pap IIID à bei CIN [zervikale intraepitheliale Neoplasie] II. Grades (mittelgradige Dysplasie des Cervix uteri wenn dieser trotz Kontrolle auffällig ist
- 49. Wie funktioniert der Bedside-Test und wozu wird er gemacht? Der Bedside-Test ist die Blutgruppenbestimmung mittels eines Testserums mit Antikörpern direkt am Patientenbett vor Bluttransfusion. Dieser letzte Kontrollschritt zur Vermeidung von Fehltransfusionen wird durch das Transfusionsgesetz geregelt.
- 50. Wann wird die Kreuzprobe durchgeführt? Die Kreuzprobe ist 72 h gültig. Das heißt die Untersuchung des Empfängerblutes mit dem Spenderblut muss gemäß Transfusionsgesetz innerhalb dieser Zeit vor Transfusion erfolgen.