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Allgemeine Psychologie MLU (Fach) / VL Allgemein (Lektion)

Vorlesung Wolfradt MLU

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  • Das zwei Faktoren Modell von Charles Spearmann besagt, dass... Unterschiedliche Intelligenzmessverfahren immer zwei Faktoren repräsentieren: Einen gemeinsamen Faktor (den G-Faktor) und einen speziellen Faktor (den S-Faktor) -Korrelationen werden nur durch das Ausmaß bestimmt, indem beide Verfahren den G-Faktor messen _Intelligenz und Kreativität
  • Das Intelligenzmodell von Thurstone umfasst folgende Faktoren... (7) ...das sprachliches Verständnis...die Wortflüssigkeit...das Zahlenverständnis...das räumliche Denken...das Gedächtnis...die Wahrnehmungsgeschwindigkeit...das schlussfolgernde Denken _Intelligenz und Kreativität
  • Das Intelligenzmodell von Raymond Cattell ist eine Kombination aus... ...der Zwei-Faktoren-Theorie (Spearmann, G-Faktor) und dem Modell gemeinsamer Faktoren (Thurstone, 7 Primärfaktoren) er unterscheidet-Fluide Intelligenz (Fähigkeit sich neuen Problemen oder Situationen anzupassen)-Kristaline Intelligenz (Kognitive Fähigkeiten in denen sich die bisherigen Lernerfahrungen verfestigt haben) _Intelligenz und Kreativität
  • Raymond Cattels Intelligenzmodell erklärt, dass... ...es eine Korrelation zwischen fluider und kristalliner Intelligenz gibt, die positiv keinesfalls aber perfekt ist ...das Maximum der kristallinen Intelligenz später erreicht wird, als das der fluiden Intelligenz ...insbesondere frühe Hirnschädigungen die kristalline Intelligenz nachhaltig beeinträchtigen _Intelligenz und Kreativität
  • Faktoren der dreiteiligen Intelligenz nach Robert Sternberg sind... Kontext, Erfahrung und Komponenten _Intelligenz und Kreativität
  • Zu den Aspekten einer erfolgreichen Intelligenz gehören nach Robert Sternberg... ...Analytische Intelligenz-Schulische Problemlösungsintelligenz ...Kreative Intelligenz-Anpassungsfähigkeit an neue Situationen  ...Praktische Intelligenz-Ausführung alltäglicher Aufgaben _Intelligenz und Kreativität
  • Das Intelligenzmodell von Howard Gardener spricht von... ...Multiplen Intelligenzen (8) -Logisch-Mathematisch (Wissenschaftler), Linguistisch (Dichter), Naturalistisch (Biologen), Musikalisch (Musiker), Räumlich (Bildhauer), Kinästhetisch (Tänzer), Interpersonal (Therapeuten) und Intrapersonal (Selbstanalyse) _Intelligenz und Kreativität
  • Der Flynn-Effekte besagt, dass... die IQ-Werte von einer Generation zur nächsten für alle Länder ansteigen  -es betrifft eher fluide als kristalline Intelligenzleistungen -Hypothese von FlynnKein Intelligenzanstieg, sondern ein besseres abstraktes Problemlöseverhalten bedingt durch Erziehung (Problem: Erziehung beeinflusst nur unerheblich fluide Leistungen) -Weitere ErklärungenMenschen können besser mit Zeitbegrenzungen umgehen, Ernährung ist heute besser, Testverfahren sind schlecht normiert _Intelligenz und Kreativität
  • Der Matritzentest von Raven erfasst... fluide Intelligenz _Intelligenz und Kreativität
  • Der Inspection-Time-Versuch... vergleicht zwei Reize, die tachistokopisch dargeboten werden und dient zur Ermittlung der Zeit der Urteilszeit. -es ist ein Test zur visuellen Verarbeitung _Intelligenz und Kreativität
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  • Nach Jensen ist eine hohe Geschwindigkeit in der Informationsverarbeitung von Vorteil, weil... ...das Gehirn nur eine begrenzte Kanalkapazität hat ...die Stimulusinformationen schnell zerfallen ...der Arbeitsspeicher (Kurzzeitspeicher) begrenzte Kapazitäten aufweist _Intelligenz und Kreativität
  • Hochintelligente haben... ...eine höhere Oszillationsrate ...eine höhere neurale Effizienz ...nach der Myelinisierungshypothese (Isolierung von Nervenfasern) eine höhere Myelinschicht. _Intelligenz und Kreativität
  • Nenne die vier essentiellen Komponenten von Kreativität nach Guilford... ...Sensitivität gegenüber Problemen-Alternativerklärungen für Sachverhalte finden ...Flüssigkeit des Denkens-möglichst viele Lösungsmöglichkeiten finden ...Originalität des Denkens-entfernt liegende statistisch seltene Lösungsmöglichkeiten finden ...Flexibilität des Denkens-ungewöhnliche Lösungsmöglichkeiten ausprobieren und sich von bisherigen Denkmustern trennen _Intelligenz und Kreativität
  • Nach Mihaly Csikszentmihalyi ist Kreativität... das Zusammenspiel verschiedener Komponenten Kultur (Domäne, z.B. Mathematik) - Persönlicher Hintergrund (Individuum,z.B. kreative Person) - Gesellschaft (Feld, z.B. Kritiker, Leher) _Intelligenz und Kreativität
  • Komponenten der Kreativität nach Sternberg sind... (5) ...Expertenwissen ...Phantasievolles Denken ...Wagemutige Persönlichkeit ...Intrinsische Motivation ...Kreative Umgebung _Intelligenz und Kreativität
  • Folgende Konzepte gehören zu der naiven Persönlichkeitstheorie... ...die Persönlichkeitsdisposition ...die Gestalteigenschaft ...die Persönlichkeitseigenschaft ...die Gestalt ...die Persönlichkeit _Persönlichkeit
  • Dispositionen sind... ...zeitlich relativ stabile Merkmale ...ein Merkmal, dass die Person disponiert in bestimmten Situationen ein bestimmtes Verhalten zu zeigen ...nicht direkt zu beobachten, sondern nur aus den beobachtbaren Verhaltensregelmäßigkeiten einer P. zu erschließen _Persönlichkeit
  • Typen von Dispositionen sind... (2) ...die universelle Disposition (z.B. Fähigkeiten wie Laufen oder sprechen) ...die Persönlichkeitsdispositionen (z.B. durchschnittliche Intelligenz oder niedrige Ängstlichkeit) _Persönlichkeit
  • Interindividuelle Unterschiede sind... Unterschiede zwischen Individuen bezüglich eines spezifischen Merkmals _Persönlichkeit
  • Intraindividuelle Unterschiede sind... Unterschiede die bei einem Individuum in unterschiedlichen Situationen auftreten. _Persönlichkeit
  • Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit beschreibt folgende Merkmalsdimensionen... ...Neurotizismusstavil, rugig, zufrieden vs ängstlich, instabil, launisch ...Extraversiongesprächig, energiegeladen, durchsetzungsfähig vs ruhig, zurückhaltend, schüchtern ...Offenheit für neue Erfahrungenkreativ, intellektuell, offen vs einfach, oberflächlich, nicht intelligent ...Verträglichkeitmitfühlend, freundlich, herzlich vs kalt, streitsüchtig, unbarmherzig ...Gewissenhaftigkeitorganisiert, verantwortungsbewußt und vorsichtig vs sorglos, leichtsinnig, verantwortungslos _Persönlichkeit
  • Neurotizismus, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit nehmen mit zunehmendem Alter... ab _Persönlichkeit
  • Extraversion und Offenheit für neue Erfahrungen nehmen mit zunehmendem Alter... weder zu noch ab, bleiben also gleich _Persönlichkeit
  • Kritik am Zusammenhang der Forschungsergebnisse von Kretschmer und Sheldon zum Zusammenhang zwischen Körpertyp und Persönlichkeit... ...es gibt ScheinkorrelationenDie Beziehung zwischen Körpertyp und Persönlichkeit kann durch eine Drittvariable (z.B. Alter) beeinflusst sein ...es gibt BeurteilungsverzerrungenOft haben Beurteiler Körperbau und Persönlichkeit zusammen beurteilt _Persönlichkeit
  • Das Selbst als... ...Symbole werdendendes Individuum, das die eigenen Verhaltensweisen reflektieren kann _Persönlichkeit
  • Das Selbstkonzept ist die Gesamtheit... ...der Gedanken und Gefühle einer P., die das Selbst als Objekt definiert -es ist eine Disposition die zeitlich mittelfristig stabil ist _Persönlichkeit
  • Das Selbstwertgefühl ist die Bewertung des. ...eigenen Selbstkonzepts.  -Es ist bereichspezifisch organisiert _Persönlichkeit
  • Unterscheidung des Selbst nach William James... ...das Selbst kann Subjekt, Akteur und Wissender sein I self as knower ...das Selbst kann Objekt - Wissen über das I seinMe self as known _Persönlichkeit
  • Die emotionale Identifizierung des Selbst nach William James besagt, dass... (3) ...P. sich emotional mit Dingen und anderen P. die damit Teil des Selbst (me) werden identifizieren (z.B. Andenken) ...Das Selbst (me) ist durch Veränderungen im Leben einem ständigen Wandel ausgesetzt ...Die emotionale Identifizierung ist die Basis für die Beurteilung des eigenen Selbstwertes (Erfolg und Anspruch) _Persönlichkeit
  • Die Self-Esteem-Scale von Rosenberg misst... ...das Selbstwertgefühl nach 10 Punkten _Persönlichkeit
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  • Der Teufelskreis von negativer Selbstbewertung und Leistungsproblemen... Niedriger Selbstwert > Negative Erwartungen > Geringe Anstrengung und hohe Angst > Misserfolg > Selbstzweifel und Bestätigung des niedrigen Selbstwerts _Persönlichkeit
  • Ergebnisse der Lokalisation von Selbstkonzept und Selbstwertgefühl im Gehirn... Ich bewußtsein (Selbstkonzept) und die Theory of Mind (Selbstwertgefühl) gehören eng zusammen. Beide sind in der rechten Gehirnhälfte lokalisiert _Persönlichkeit
  • Die zwei Modelle der kulturellen Konstruktion des Selbstkonzepts sind... ...die unabhängige oder individualistische Sichtweise und ...die abhängige oder Kollektivistische Sichtweise _Persönlichkeit
  • Ein Wissenschaftsparadigma ist... Das psychoanalytische Paradigma von Sigmund Freud: (3) ...ein köhärentes von vielen Wissenschaftlern geteiltes Bündel  aus Leitsätzen, Fragestellungen und Methoden, das lange überdauert 1. Der Mensch ist ein abgeschlossenes System, das eine bestimmte Menge an Energie zur Verfügung hat.  2. Die seelische Energie hat ihren Ursprung in angeborenen Trieben 3. Diese Triebimpulse drängen auf direkte Befriedigung. Werden häufig von Hindernissen in andere Weise umgeformt (Träume, Phantasien) _Persönlichkeit
  • Nach Freud sind für das ICH von Bedeutung... ...das ES (angeborene Triebimpulse) die REALITÄT und das ÜBER-ICH (internalisierte Normen) Realitätsprinzip=bewußte Prozesse Lustprinzip= unbewusste Prozesse _Persönlichkeit
  • Sigmund Freuds Theorie der Angstverarbeitung besagt, dass... ...das ICH Reize und Impulse von UMWELT, ES und ÜBER-ICH abwehren muss. -Folgen sind Furcht oder Angst Realangst zwischen ICH und REALITÄTMoralische Angst zwischen ICH und ÜBER-ICHNeurotische Angst zwischen ICH und ES _Persönlichkeit
  • Zu den Abwehrmechanismen des ICH gehören... ...Verdrängung ...Projektion ...Verschiebung ...Reaktionsbildung ...Verleugnung ...Rationalisierung ...Sublimierung ...Regression _Persönlichkeit
  • Das Behavioristische Paradigma besagt, dass... ...die Persönlichkeit das Ergebnis einer spezifischen Reaktionsweise auf die bestimmte Reizkonstellationen in der Umwelt ist. ...der Mensch nur mit einigen Spontanreaktionen und Reflexen geboren wird. ...der Mensch unter dem Einfluss der Umwelt lernt mit bestimmten Verhaltensweisen zu reagieren -Menschen sind Opfer ihrer Umwelt - Reiz > Organismus > Reaktion _Persönlichkeit
  • P. reagieren sehr unterschiedlich auf gleiche Umweltbedingungen (Behavioristische Ansatz), weil... ...es genetische Prädispositionen gibt (z.B. den reizspezifischen Erwerb von Angst) ...Lernen von Persönlichkeitseigenschaften abhängt (z.B. Intelligenz und Lernmotivation) _Persönlichkeit
  • Das Eigenschaftparadigma von William Stern und Gordon Allport betrachtet... ..nicht die Lerngeschichte als Quelle der Reaktion, sondern eine inhärente Eigenschaft oder Disposition innerhalb der P. - Situation > Disposition > Reaktion _Persönlichkeit
  • Die zwei Ansätze des Eigenschaftsparadigmas sind... ...der individuumszentrierte AnsatzBeschreibung des Persönlichkeitsmerkmals einer P. ...der differentielle AnsatzVergleich von P. bezüglich eines Merkmals _Persönlichkeit
  • Das Informationsverarbeitungsparadigma führt individuelles Verhalten und Erleben auf... ...die Informationsübertragung im Nervensystem zurück -Hierzu wird Wissen (Langzeitgedächtnis) verwendet
  • Die Persönlichkeit ist im Informationsverarbeitungsparadigma auf drei Quellen zurückzuführen... ...den Aufbau des informationsverarbeitenden Systems-z.B. Unterschiede in der neuronalen Plastizität zwischen P. ...den Größen der Informatinsverarbeitenden Prozesse-z.B. Unterschiede in der Geschwindigkeit des Abrufs ...das Wissen-prozedurales vs. deklaratives Wissen _Persönlichkeit
  • Das dynamisch-interaktionistische Paradigma betrachtet... die Wechselwirkung zwischen P. und Umwelt. -Es soll geklärt werden warum sich P. über verschiedene Zeitpunkte unterschiedlich entwickeln _Persönlichkeit
  • Die Kernannahme des evolutionsbiologischen Paradigmas ist... ...das Menschliches Verhalten und Erleben das Resultat der Evolution ist, also der genetischen Anpassung an die vorherrschenden Umweltbedingungen -Einteilung in ultimate Erklärungen (z.B. hilf jemandem umso mehr, je höher die genetische Verwandtschaft ist) und Proximate Erklärungen (z.B. sich konkret für jemanden einsetzen und sich dabei wohler fühlen=Altruismus) _Persönlichkeit