europäische und internationale Politik (Fach) / Fragen für die Prüfung (Lektion)

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Diese Lektion wurde von davidrauh erstellt.

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  • Welche zentralen Merkmale umfasst die Souveränität von Staaten im internationalen Staaten System? - Staaten sind nach Innen: Sie haben auf ihrem Territorium das Gewaltmonopol, können eigene verbindliche Entscheidungen treffen und Außen souverän: keine instanz ist dem staat übergeordnet, keine vorschriften können dem staat auferlegt werden und keine regeln für die beziehung untereinander auferzwungen werden.
  • Welche zentralen Merkmale hat die Anarchie des internationalen Systems? - beeinhaltet ein gleichrangiges Verhältnis der Akteure, kein gehorchen, kein befehlen → horizontal strukturiert - keine Hierarchie - innere/äußere Souveränität - politische und rechtliche Entscheidungen nur im Konsens - hat keine kollektive Kontrollinstanz - Macht und Einfluss sind dezentral verteilt
  • Welche Folgen hat ein im Kern als Anarchie aufgebautes internationales System für die Gestaltung von Politik durch Kooperation und internationale Institutionen? - Setzt dem regieren jenseits des Nationalstaates grenzen - Es müssen die gleichen Leistungen erbracht werden wie bei der Innenpolitik → was aber ohne übergeordnete Macht schwierig ist. → Staaten nutzen deshalb internationale Institutionen um Probleme gemeinsam zu lösen
  • Worin liegen die zentralen Unterschiede im Vergleich zur Gestaltung der Politik in modernen Staaten? - Im modernen Staat wird in Hierarchischen Strukturen regiert. Es gibt eine Demokratie, Ober- und Untersituation.
  • Inwiefern ist das internationale System tatsächlich eine Anarchie? Inwiefern nicht? → Anarchie: jeder staat hat prinzipiell seine grenzen und kann nicht gezwungen werden sich an intern. Vereinbarungen zu beteiligen _________________________________________________________________ → Machtverteilung nie gleich: da einige Staaten aber größer sind/bessere Wirtschaft haben, können diese Macht auf kleinere Ausüben und als Hegemon fundieren. Somit ist die Eu eher hierarchisch aufgebaut
  • Welche Annahmen liegen der spieltheoretischen Analyse interdependenter Situationen zugrunde? - Idealtypische Grundlage ist die Anarchie des internat. Systems: Staaten sind zentrale Akteure und können nicht zur Koop gezwungen werden - Jeder Akteur handelt einheitlich und rational - es gibt eine begrenzte Anzahl an Kooperationsproblemen - ein kooperationsproblem tritt bei mind. 2 Akteuren auf
  • Welche Annahmen liegen der spieltheoretischen Analyse interdependenter Situationen zugrunde? - Idealtypische Grundlage ist die Anarchie des internat. Systems: Staaten sind zentrale Akteure und können nicht zur Koop gezwungen werden - Jeder Akteur handelt einheitlich und rational - es gibt eine begrenzte Anzahl an Kooperationsproblemen - ein kooperationsproblem tritt bei mind. 2 Akteuren auf - Situationsstruktur als Erklärungsfaktor
  • Welcher Zusammenhang besteht in Situationen vom Typ Gefangenendilemma? - Für beide Akteure ist der Reiz von der Kooperationslösung abzuweichen hoch, da sie nicht das beste Ergebnis für sie bildet. - Es können beide die von ihnen präferierte Lösung erreichen, jedoch ist eine non-konforme Lösung mit negativen Auswirkungen für beide Akteure verbunden. - Selbst der von einer Institution gegeben Verhandlungsrahmen ist wegen der stark interpendenten interessen der Akteure nur sehr schwer einzuhalten. Demnach ist eine kooperation möglich, jedoch schwer und sehr instabil
  • Warum kommt Kooperation in solchen Situationen schwer zustande, warum ist sie instabil? Da jeder Akteur rational und einheitlich handelt, und versucht seine präferierte Lösung durchzusetzen, sodass er einen Vorteil gegenüber dem anderen hat. Selbst wenn eine Koop zustande kommt weichen die Akteure meist nach einiger Zeit davon ab, da der mögliche Vorteil gege-über dem anderen einfach einen zu starken Reiz bietet.
  • Illustrieren Sie die Logik des Gefangendilemmas an einem Beispiel aus der internationalen Politik: - Der Rüstungswettlauf der USA und der UdSSR im kalten Krieg. Beide bauten ihr Militär immer weiter aus, um einen Sicherheitsvorteil über den anderen zu erlangen, und den Vorteil des anderen zu verringern. Was sich aber doppelt negativ für sie auswirkte: es verursachte horrende Kosten, und da der gegenspieler auch weiter rüstete ergab sich kein Sicherheitsvorteil auf beiden Seiten. „Gelöst wurde das Problem“ durch eine Rüstungskontrollvereinbarung die dem Rüsten Einhalt bieten sollte. Aufgrund der angespannten Lage und dem Verhältniss der beiden Akteure wurde dies aber beidseitig nicht eingehalten. Da die Angst vor trittbrettfahrens des anderen zu groß war, und sie Angst hatten in den Nachteil zu kommen. Deshalb rüsteten beide Mächte insgeheim weiter.
  • Warum können sich Akteure aus einem öfter gespielten Gefangenendilemma aus der Dilemmasituation befreien? Weil sie quasi mehr Erfahrung mit dem Problem haben und das Wissen über die Auswirkungen ihrer und der Gegnerischen Entscheidung auf ihre neue Entscheidung einfließen lassen können.
  • Mittels welcher Strategie gelingt dies besonders gut, und wie muss ein Akteur sich dazu verhalten? Mit der tit-for-tat Strategie, „wie du mir, so ich dir“. Ein Akteur beginnt das Spiel mit einer Kooperation und imitiert darauf die Entscheidung des Akteur Bs. Kooperiert dieser ist das Problem gelöst. Lehnt er ab, geht das Gefangenendilemma weiter, da Akteur A nun auch wieder kooperiert
  • Vor einiger Zeit ist der Versuch gescheitert, die Steckdosen für die häusliche Stromversorgung in den Ländern der Europäischen Union zu vereinheitlichen. Untersuchen Sie mithilfe der Kooperationstheorie, woran dies gelegen haben könnte. a) Klären Sie zunächst, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine Einigung erwartet werden kann. b) Identifizieren Sie auf dieser Grundlage kooperationstheoretische Situationen, die das Scheitern der Verhandlungen über die Vereinheitlichung der Steckdosen erklären können. Achtung, es gibt mehr als eine mögliche Erklärung! c) Begründen Sie ihre Auswahl. a) - Die Verteilung der Vor und Nachteile muss so verhandelt werden, dass jedes Land der Kooperation zustimmt. b) - Die Länder in der Eu befand sich in einem Koordinationsspiel mit Verteilungskonflikt (battle of the sexes) c) - In einem Koordinationsspiel mit Verteilungskonflikt kann nur ein Akteur seine Präferierte Lösung erreichen. - Aufgrund der Tatsache, dass die Akteure sich auf eine der Steckdosenvarianten der Eu einigen wollten kam es zu einem Verteilungskonflikt untereinander. Das Land, dessen Steckdosen als neue Norm angesehen werden würden hätte den anderen einen Kosten/Aufwandsvorteil, da es nichts machen müsste. Alle anderen hätten in diesem Fall Transaktionskosten um den Wechsel durchzuführen. Da die Vorteile der Kooperation aber nicht den Kosten und den individuellen Nachteilen der Länder überwiegen, wurde von einer Kooperation abgesehen und es kam nicht zu einer Lösung.