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AUGE STEX (Fach) / Querbeet (Lektion)
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- Therapie Netzhautrisse/-Löcher Zirkuläre (Argon‑)Laser-Koagulation in der direkten Umgebung des Netzhautdefekts
- Therapie Amotio Bei ausgedehnterer Netzhautablösung: Zeitnahes chirurgisches Vorgehen Eindellende Verfahren (einfache rhegmatogene Amotio) Kryotherapie Austausch des Glaskörpers
- Altersbedingte Makuladegeneration - Definition Progrediente degenerative Veränderungen der Makula im Alter durch Alterungsprozesse des retinalen Pigmentepithels
- Gesicherte Risikofaktoren AMD Alter Rauchen Genetische Prädisposition
- Nicht-exsudative (trockene) AMD ca. 80% der AMD Drusen (Lipofuszin - Stoffwechselendprodukte) Sehstörungen (Beeinträchtigung der Sehschärfe, ggf. Metamorphopsien) Langsame Progredienz
- Exsudative (feuchte) AMD Choroidale Neovaskularisationen (Sub‑)retinale Exsudationen und Blutungen Bildung von Gefäßmembranen unter der Netzhaut Schnelle Progredienz der Symptome
- Klinik - AMD Metamorphopsien Abnahme des Kontrastempfindens Insbesondere das zentrale Sehen (z.B. Lesefähigkeit) ist beeinträchtigt → Das periphere Sehen bleibt auch im fortgeschrittenen Stadium erhalten Häufig beidseitig Grauer Schatten im zentralen Gesichtsfeld Abnahme der Sehschärfe
- Amsler-Karte augengesunder Patient nimmt bei der Betrachtung des Gitternetzes einer Amslerkarte parallel verlaufende Linien wahr. Kommt es im Rahmen einer AMD zur fortgeschrittenen Degeneration der Makula oder einem Makulaödem, werden die Linien verkrümmt oder wellig wahrgenommen (Metamorphopsien) oder es bestehen zentrale Gesichtsfeldausfälle.
- Frühe Stadien der AMD - Ophthalmoskopie Nicht-exsudativ (trocken) Drusen (Lipofuszin - Stoffwechselendprodukte) Atrophien und Proliferationen des retinalen Pigmentepithels
- Exsudative (feuchte) AMD - Ophthalmoskopie Seröse Abhebung der Retina und des retinalen Pigmentepithels Risse des retinalen Pigmentepithels Sub- und intraretinale Blutungen Exsudate fibröse Narbe im Endstadium
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- Goldstandard zur Diagnosesicherung einer exsudativen AMD Fluoreszenzangiographie
- Neuritis nervi optici - Epidemiologie Epidemiologie Papillitis: Meist bei Kindern im Rahmen von viralen Infekten Retrobulbärneuritis: Meist Erwachsene (18-45 Jahre), ♀>♂
- Neuritis nervi optici - Klinik Meist einseitig Visusminderung Gesichtsfeldausfälle, häufig Zentralskotom Retrobulbäre Schmerzen (Schmerzzunahme durch Augenbewegungen) Farbsinnstörung
- Neuritis nervi optici - Diagnostik Swinging-Flashlight-Test: Relativer afferenter Pupillendefekt OphthalmoskopieBei Retrobulbärneuritis → Unauffälliger OphthalmoskopiebefundBei Papillitis → Unscharf begrenzte Papille, Hyperämie, PapillenrandblutungenGgf. Umfelddiagnostik: Neurologische Untersuchung, MRT , Labor
- Retrobulbärneuritis Patient sieht nichts (Zentralskotom), Arzt sieht nichts (normaler Fundusbefund)!
- Optikusatrophie - Klinik Visusverschlechterung Farbsinnstörung Gesichtsfeldausfälle (klein peripher bis hochgradig konzentrisch) Erblindung
- Optikusatrophie - Diagnostik FunduskopiePrimäre Form: Blasse avitale Papille, randscharfSekundäre/komplexe Form: Blasse avitale Papille, prominent mit verwaschenem RandPerimetrie: Gesichtsfeldausfälle möglich
- Blutversorgung Sehnervenkopf Circulus arterious (Zinnii) = Haller-Zinn-Gefäßkranz
- Anteriore ischämische Optikusneuropathie - Definition Akute Durchblutungsstörung der Papille
- Anteriore ischämische Optikusneuropathie - Klinik Plötzliche einseitige Sehminderung Keilförmige und horizontale Gesichtsfeldausfälle (unteres Gesichtsfeld häufiger betroffen) Bei der arteriitischen Form weitere Symptome der Arteriitis temporalis möglich
- Anteriore ischämische Optikusatrophie Funduskopie Akut: Ödematöse, randunscharfe Papille, häufig sektoriell betont; blass oder hyperämisch; radiäre Randblutungen Im späteren Verlauf: Optikusatrophie
- Stauungspapille - Definition Definition: Veränderung der Papille durch erhöhten intrakraniellen Druck
- Stauungspapille - Diagnostik Funduskopie Akut: Ödematöse, randunscharfe, prominente Papille; radiäre Randblutungen Im späteren Verlauf: Optikusatrophie möglich Umfelddiagnostik zur Abklärung des erhöhten Hirndrucks (meist kranielles CT oder MRT) - 40% der Hirntumore gehen mit einem erhöhtem ICP einher!!!
- Chiasmasyndrom bitemporale Gesichtsfeldausfälle ein- oder beidseitige Sehschärfereduktion Optikusatrophie
- Endokrine Orbitopathie - Klinik Exophthalmus (einseitig oder beidseitig) Bulbusmotilitätsstörungen → Binokulare Doppelbilder; eingeschränktes Konvergenzvermögen (Möbius-Zeichen) Lidretraktion mit typischen Lidzeichen
- Gering aktive endokrine Orbitopathie - Therapie Thyreostatische Therapie Striktes Rauchverbot Selen hat positiven Einfluss Lokale Maßnahmen (Augentropfen zur Nacht, OK-Hochlagerung)
- Mittel bis schwere endokrine Orbitopathie - Therapie Immunmodulierende Therapie mit Glukokortikoiden Bei Therapierefraktärität Immunsuppressiva (wie z.B. Ciclosporin) Evtl. Retrobulbärbestrahlung (Aussparung der Linse) Evtl. Operation zur Dekompression
- Pseudoexophthalmus Aufgrund eines vergrößerten Auges entsteht der Eindruck eines Exophthalmus
- Rhabdomyosarkom - Lokalisation Lokalisation: Häufig in der Orbita, im Kopf-/Halsbereich oder urogenital
- Rhabdomyosarkom - Klinik Wenig schmerzhafte, rasch zunehmende, derbe Schwellung Ggf. Exophthalmus Ggf. Einblutungen
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- Horner-Trias Miosis (Ausfall des M. dilatator pupillae)Ptosis (Ausfall des M. tarsalis superior)(Pseudo‑)Enophthalmus (Ausfall des M. orbitalis, Höherstand des Unterlids Zusätzlich Anhidrose (verminderte Schweißsekretion) im Gesicht und am Arm je nach Schädigungsort möglich
- Hypermetropie - Klinik Symptome/Klinik: Schlechtes Nahsehen eingeschränkter Fernvisus (altersabhängig durch Akkommodation kompensierbar) Komplikationen: Prädisposition zum WinkelblockglaukomKorrektur: Sammellinsen (Konvexgläser, Plusgläser)
- Astigmatismus Def: Brennpunktlosigkeit durch Wölbungsanomalien der Hornhaut (oder selten der Linse)
- Regulärer Astigmatismus Stabsichtigkeit: "ovale" Krümmung, meist 2 Hauptachsen
- Astigmatismus: Klinik und Therapie Symptome/Klinik: Patient sieht in Nähe und Ferne verschwommen Regulärer Astigmatismus: Zylindergläser
- Presbyopie Pathophysiologie: Verminderte Akkommodationsfähigkeit Symptome/Klinik: Schlechtes Nahsehen (z.B. Probleme beim Lesen)Korrektur: Lesebrille mit Sammellinse (Konvexgläser)
- Heterophorie/Heterotropie Latentes/Manifestes Schielen
- Begleitschielen - Definition Definition: Schielen bei gleichbleibendem Schielwinkel, das schielende Auge "begleitet" das führende Auge in alle Blickrichtungen (auch abwechselndes Schielen der Augen möglich)
- Frühkindliches Schielsyndrom (häufigste manifeste Form) Beginn innerhalb der ersten 6 Lebensmonate
- Normosensorisches Spätschielen Schielbeginn nach dem 1. Lebensjahr (nach Ausbildung der Binokularfunktion)
- Therapieempfehlung - Begleitschielen Frühkindliches Schielsyndrom Amblyopieprävention (z.B. Okklusionsbehandlung) Schieloperation (5. bis 6. Lebensjahr) Normosensorisches SpätschielenFrühzeitige Operation zur Erhaltung des Binokularsehens
- Amblyopie Definition: Schwachsichtigkeit eines oder beider Augen (funktionelle Sehschwäche) aufgrund einer Entwicklungsstörung des Sehvermögens während der frühen Kindheit Pathophysiologie: Funktionsstörungen im Bereich der Sehrinde, da ein bzw. beide Augen sehr schlechte Abbildungsleistungen weiterleiten oder die Informationen zwischen rechtem und linkem Auge nicht übereinstimmen, so dass es zur zentralnervösen Unterdrückung eines der beiden Bilder kommt.
- Internukleäre Ophthalmoplegie Definition Bei der internukleären Ophthalmoplegie kommt es durch eine Schädigung im Fasciculus longitudinalis medialis zu einer komplexen Störung der horizontalen Augenbewegungen. Die Folge ist hauptsächlich eine Bewegungseinschränkung des ipsilateralen Auges. Tritt auf bei MS oder Tumoren Klinik Adduktion beim Seitwärtsblick eingeschränkt Adduktion bei Konvergenzreaktion erhalten Dissoziierter Nystagmus: Beim Blick zur Gegenseite → Nystagmus des abduzierten Auges
- Mouches volantes Wahrnehmung von dunklen punkt-, strich-, schlangen- oder fadenförmigen Strukturen Wandern mit der Blickrichtung mit, verändern ihre Position im Gesichtsfeld Intensivere Wahrnehmung beim Blick auf helle, homogene Flächen (z.B. beim Blick in den Himmel oder beim Lesen) i.d.R. ohne Krankheitswert, nur bei Zunahme und beim Auftreten mit Lichtblitzen --> CAVE Glaskörperabhebung/Netzhautablösung
- Lichtblitze (Photopsien) Wahrnehmung von hellen Lichtblitzen Meist durch Zug an der Netzhaut ausgelöst, z.B. bei einer inkompletten GlaskörperabhebungGefahr eines Netzhautrisses mit Netzhautablösung
- Rußregen Hinweis auf freie Zellen vor der Retina Häufig im Rahmen von Glaskörperblutungen
- Schwarze Wand Wahrnehmung einer schwarzen Wand, eines Vorhanges oder eines Schattens ⇒ Typisches Symptom einer Netzhautablösung
- Flimmerskotom Häufig bogenförmiges Skotom, welches von parazentral nach peripher wandert, umgeben oder ausgefüllt von flackernden, leuchtenden, gezackten Mustern Ca. 15-30 Minuten andauernd Hinweis auf Migräne
- Berlin-Ödem Definition: Kontusionsödem von Makula und Netzhaut (Contre-coup-Stelle) durch eine Contusio bulbiFunduskopie: Schwellung und weißliche Trübung von Makula und umgebender Netzhaut sowie evtl. BlutungenTherapie: Therapieversuch mit Glukokortikoiden möglichPrognose/Komplikationen: Vollständige Rückbildung möglich, aber auch dauerhafte starke Visuseinschränkung durch Entstehung eines zystoiden Makulaödems mit konsekutivem Makulaschichtloch möglich
- Orbitabodenfraktur Morphologie: Bei einer Fraktur der Orbita ist häufig isoliert der Orbitaboden betroffen (Orbitabodenfraktur, "Blow-Out-Fraktur"), seltener sind Frakturen von medialer Orbitawand oder Orbitadach; Faustschlag/Tennisball