64
Diagnostik Psycho (Fach) / ... (Lektion)
....
Diese Lektion wurde von betti83 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Was ist psychologische Diagnostik? Systematisches Sammeln von Informationen über interindividuelle Unterschiede im Verhalten und Erleben, den jeweiligen Bedingungen für das Zustandekommen und Aufrechterhalten sowie intraindividuelle Merkmale und Veränderungen. Ziel ist die Vorhersage künftigen Verhaltens und Erlebens.
- Welche Diagnostikarten gibt es? Institutionelle vs individuelle Diagnostik Status vs Prozessdiagnostik Selektionsdiagnostik vs Modifikationsdiagnostik Eigenschafts vs Verhaltensdiagnostik - Institutionelle Diagnostik: Oft WOM, Pädapsych oft Selektionsdiagnostik (Person oder Bedingung müssen selektiert werden) Personeneselektion: Konkurrenzauslese Bedingungsselektion: Eignungsdiagnostik - Individuelle Diagnostik: Klinische Psychologie, oft Modifikationsdiagnostik (Verhalten, Bedingungen ändern) - Eigenschaftsdiagnostik Verhaltensweisen sind Indikatoren für Eigenschaften Analogieschluss: A hat Ähnlichkeit mit B. B hat Eigenschaft C. Also hat A auch die Eigenschaft C. Erfassung über psychometrische Tests, normorientiertes testen - Verhaltensdiagnostik Vergangenes Verhalten als Prädiktor für zukünftiges Verhalten kriteriumorientiertes Messen Schlussfolgerung: Induktionsschluss (Peter studiert Mathe, Peter ist intelligent, alle Mathestudenten sind intelligent) -der verwendete Vergleichsmaßstab für das Merkmal wird unabhängig von Informationen über die Verteilung der Ausprägung des Merkmals festgelegt.
- Aus welchen Schritten besteht die funktionale Verhaltensanalyse? Klassifizierung des Problems Abklärung der aufrechterhaltenden Bedingungen Motivationsanalyse Analyse der Selbstkontrolle Analyse der sozialen Beziehungen Analyse des sozialen kulturellen und physikalischen Umfeldes -> Teil der Verhaltensdiagnostik
- Welche Testarten gibt es? Leistungstests (Schultests, IQ tests, Eignungstests, Entwicklungstests..) Persönlichkeitsentfaltungstests (Formdeuteverfahren, Verbal-thematische Verfahren,zeichnerische und Gestaltungsverfahren) Psychometrische Tests (Klinische Tests, Interessentests, Einstellungstests) Speedtest vs Niveautest
- Was ist ein Test? Ein Test ist ein: wissenschaftliches Routineverfahren untersucht empirisch abgrenzbare Persönlichkeitsmerkmale Ziel ist eine quantitative Aussage über die Merkmalsausprägung
- Wie lauten die Grundannahmen der Klassischen Testtheorie? Die KTT beachtet, dass Messwerte eines Probanden über mehrere Messungen hinweg variieren können. Fähigkeiten / Eigenschaften können sich verändern (systematisch) unsystematische Fehlerquellen Die KTT macht:
- Wie lauten die Grundannahmen der Klassischen Testtheorie? Die KTT beachtet, dass Messwerte eines Probanden über mehrere Messungen hinweg variieren können. Fähigkeiten / Eigenschaften können sich verändern (systematisch) unsystematische Fehlerquellen Die KTT macht keine Aussage darüber, wie Items beantwortet wurden (egal ob leicht oder schwer) keine Aussage darüber, wie Leistung zustande kommt (zugrundeliegendes Konstrukt) NUR eine Aussage über den Messfehler
- Wie lauten die Axiome der Testtheorie? Axiom 1: Messwert besteht aus wahrem Wert und Messfehler. Der Messfehler ist die Differenz aus Messwert und wahrem Wert. Der Messfehler repräsentiert alle unsystematischen Einflüsse. Axiom 2: Der Messfehler ist eine Zufallsvariable. Dh der Mittelwert des Messfehlers ist über unendliche Messungen hinweg Null. Axiom 3: Es gibt keinen korrelativen Zusammenhang zwischen Messfehler und wahrem Wert Axiom 4: Der Messfehler eines Tests A (Gedächtnistests) weist keinen Zusammenhang mit dem Messfehler eines anderen Tests B (Leistungsmotivationstest) auf. (problematisch, weil zb Müdigkeit des Probanden in beiden Testsituationen auftreten könnte.) Axiom 5: Messfehler eines Test A weist keinen Zusammenhang zum wahren Wert eines Tests B auf.
- Was sind Axiome? Axiome sind mathematische und logische Voraussetzung für die Gütekriterien aller psychometrischer Verfahren. Ableitung der Reliabilität.
- Was ist Reliabilität, Standardmessfehler, Konfidenzintervall? Die Reliabilität ist der Anteil der wahren Varianz an der beobachteten Varianz. Messgenauigkeit eines Tests Werte 0 - 1 verschiedene Schätzmethoden zb r= .80 bedeutet: 80% der beobachteten Varianz kann durch wahre Varianz erklärt werden. Standardmessfehler: Anteil der Streuung eines Tests, der zu lasten seiner Unzuverlässigkeit geht. Konfidenzintervall: Beobachteter Wert in Abhängigkeit der Unzuverlässigkeit (bewegt sich im KI) zb IQ Wert 90 KI= 79,21/98,29
- Anzeige
- Welchen Einfluss nimmt die Testlänge auf die Reliabilität? je länger ein Test, desto reliabler interindividuelle Varianzen kommen besser raus Varianzen sind additiv (Testverlängerung gut) Additivität der Varianzen der wahren Werte S2 (a,b) = (S2 a + S2 b ) + (2 x 1 x Sa x Sb) Also: S2 a + S2 b = 4S2ab Additivität der Varianzen der Fehlerwerte gleiche Formel, aber wegen angenommener Unkorreliertheit der Fehlerwerte r = 0 Fehlervarianz verdoppelt sich, aber Varianz der wahren Werte steigt viel höher an. asymptotische Annäherung an 1, je mehr Tests man einsetzt.
- Welche Methoden zur Reliabilitätsbestimmung gibt es und wie werden sie berechnet? Split Half: Testhalbierung, selbe Stichprobe. Korrelation der Rohwertpaare beider Testhälften. Problem: Testhalbierung führt zur Halbierung des Reliabilitätskoeffizienten. -> Korrekturformel Spearman Brown Sinn der Split Half Methode: Homogenitätsprüfung Retest: wiederholte Testdarbietung an derselben Stichprobe. Berechnung über Korrelation der Rohwertpaare beider Testungen. Immer sinnvoll, wenn Übungseffekte usw egal sind. Reliabilität fällt geringer aus, je weiter die Testungen ausseinander liegen Paralleltest: zwei Paralleltests an der selben Stichprobesehr schwierig, da Itemhomogenität wichtig, Korrelation beider Rohwertpaare. Niveau- und Speedtests. Kontrolle der Übungseffekte durch cross over design (variation der Testabfolge) Problem: Trennschärfe, Konstruktvalidität Konsistenzanalyse (innere Konsistenz): Jedes Item eines Tests wird mit jedem anderen Item in Beziehung gesetzt und korreliert. Überprüfung der Interitemkorrelation zerlegung in max.so viele Untertests, wie der Tests Items hat Berechnung erfolgt auf Itemstreuung, Korrelationen oder Kovarianzen bei homogenen Tests wie zb Persönlichkeitstests cronbachs alpha
- Cronbachs alpha Standardmethode zur Schätzung der inneren Konsistenz genaue Schätzung der Reliabilität, wenn es sich bei allen Items um homogene Items handelt Eine Skala ist dann intern konsistent, wenn die Antworten auf die verschiedenen Items der Skala gut zusammenpassen, also hoch korreliert sind. Ein hoher Grad an innerer Konsistenz weist auf die Homogenität des Verfahrens und somit tendenziell auf eine erhöhte Messgenauigkeit hin. Die Innere Konsistenz lässt sich durch eine Testverlängerung wie die Erhöhung der Item-Anzahl einer Skala leicht erhöhen. Als Maßzahl wird meist Cronbachs Alpha verwendet.
- Welche Faktoren können die Reliabilität beeinflussen? Homogenität der Items Streuung der Rohwerte Art des Messfehlers Homogenität: je homogener, desto ähnlicher die Koeffizienten. homogene Tests fast immer hoch reliabel Streuung der Rohwerte Eine hohe Streuung verbessert i. a. die Reliabilität und eine geringe verringert sie, da die Höhe der Korrelation zwischen den Items von der Streuung abhängt Art des Messfehlers unsystematisch (Lärm, Müdigkeit) systematisch (zb Antworttendenzen) spezifisch (zb unterschiedliche Interpretation bezüglich gleicher Begriffe)
- Was bedeutet Validität und welche Faktoren können die Validität beeinflussen? Valide ist ein Test, wenn er das misst, was er zu messen vorgibt. Beispiel Waage: Sie ist hochreliabel, da sie sehr zuverlässig misst. Sie misst sehr valide einen Gegenstand wie zb die Masse eines Gehirns, aber nicht seine Intelligenz. Kriterium Inhalt Konstrukt
- Welche Arten von Validität gibt es? Inhaltsvalidität Kriteriumsvalidität Differentielle Validität Vorhersagevalidität (Prognostische) Übereinstimmungsvalidität (Konkurrente) Retrospektive Validität Inkrementelle Validität Konstruktvalidität
- Was versteht man unter Inhaltsvalidität? Annahme, dass die Testaufgabe das bestmögliche Kriterium für das zu erfassende Merkmal ist Teil der Konstruktvalidität lässt sich nur formal prüfen zb Schulleistungstests, Fahrprüfung Gefahr der Übergeneralisierung
- Was bedeutet Kriteriumsvalidität? Kriteriumsvalidität: inwieweit ein Untersuchungsverfahren ein interessierendes Merkmal so misst, dass es mit einem für das Merkmal relevanten Außenkriterium übereinstimmt Ergebnisse werden mit einem Außenkriterium verglichen (korreliert). Zeigt sich ein hoher Zusammenhang zwischen den Ergebnissen, so ist das Verfahren valide. Außenkriterien zu finden ist häufig schwierig. Außenkriterium: Vorgesetztenurteil, Leistungsmerkmale Binnenkriterium: Anderer Tests Korrelation Test mit Kriterium -> Validitätskoeffizient r Zeitlicher Aspekt: Prognostische Validität / Vorhersagevalidität: Vorhersage von Kriterienwerten, die erst später erfasst werden = prognostische Ziele Übereinstimmungsvalidität: Kriterienwerte werden simultan mit Testwerten erhoben Retrospektive Validität: Kriterien wurden ermittelt, der Test erst später durchgeführt
- Kriterien Kriteriumsvalidität Frage: Wird in einem Test das kriterium X tatsächlich gemessen, oder misst der Test in Wirklichkeit etwas anderes? Überprüfung an Außenkriterien und Binnenkriterien. Kriterienarten: Vorläufige Kriterien: Erste Information über Probanden Zwischenkriterien: Annäherung an das zu erfassende Merkmal Entgültige Kriterien: repräsentieren das vorherzusagene Merkmal ideal (theoretisch)
- Was bedeutet differentielle Validität? a) es werden mehrere Validitätskoeffizienten für verschiedene Innen- und/ oder Außenkriterien berechnet b) es werden mehrere unterschiedliche Stichproben herangezogen. hohe (differentielle) Validität : alle Koeffizienten sind ähnlich hoch. c) es existieren Moderatorvariablen (z.B. Alter), die eine Population in Untergruppen mit unterschiedlicher Validität trennen; (z.B. Auswirkung der Schulbildung auf Leistungstests, hohe Validität für Minderbegabte, aber niedrige für Höherbegabte).
- Was versteht man unter Konstruktvalidität? Darunter versteht man die Validität, die das zu messende Konstrukt als solches betrifft. Bzw die Frage, ob ein Test ein Konstrukt so misst, dass es mit bestehenden Theorien übereinstimmt. Bedeutung liegt in der theoretischen Klärung dessen, was ein Test misst Konstrukt - Hypothesen - Überprüfen Je mehr vorgehensweisen, desto besser Konvergente Validität: Konvergente Validität liegt vor, wenn zwei Methoden dasselbe Konstrukt übereinstimmend messen. Das bedeutet zum Beispiel, dass zwei Intelligenztests auch beide auf vergleichbare Weise das Konstrukt Intelligenz erfassen sollen. Diskriminante Validität: Diskriminante Validität liegt vor, wenn die Ergebnisse zweier Methoden, die unterschiedliche Konstrukte messen, wenig übereinstimmen. Beispielsweise sollte ein Konzentrationstest ein anderes Konstrukt erfassen als ein Intelligenztest.
- Mit welchen Vorgehensweisen lässt sich die Konstruktvalidität bestimmen? Korrelation mit Außenkriterien mit Tests mit ähnlichem Validitätsanspruch mit Tests die andere Merkmale erfassen Faktorenanalyse Analyse interindividueller Unterschiede Analyse intraindividueller Veränderungen Analyse der Testelemente Korrelationen, Mittelwertsvergleiche
- Was sind Minderungskorrekturen? Sie betreffen die Schätzungen für Validitätskoeffizienten Sie schätzen, wie hoch die Validität eines Tests wäre, wenn die Reliabilität perfekt wäre. Sie errechnet die Minderung eines Tests, die der Verliditätskoeffizient aufgrund der mangelnden Reliabilität eritten hat. Wenn nur ein Wert bekannt ist: Einfache Minderungskorrektur Parameter: Reliabilitätskoeffizient von Test 1 und Test 2, Korrelation beider Tests
- Welche itemparameter gibt es und was sagen sie aus? Itemschwierigkeit: Prozentualer Anteil richtig gelöster Aufgaben P = 100 x N richtig N alle niedriger Wert = schwierig zb (5 / 25) x 100 = 20 dh 5 von 25 Peronen haben das Item richtig gelöst. P = 20 Trennschärfe stellt die korrigierte Korrelation (Part-whole Korrelation) einer Aufgabe mit einer Skala dar (-1, 1) Prüft, ob Items gut zwischen Merkmalsträgern und Nichtmerkmalsträgern unterscheiden können
- Welchen Zusammenhang gibt es zwischen den Gütekriterien Objektivität, Validität und Reliabilität? Geringe Objektivität (Fehler bei Ausführung, Durchführung, Interpretation) lässt keine hohe Reliabilität zu Geringe Reliabilität (wahre Werte werden nur ungenau geschätzt) lässt keine hohe Validität zu
- Welche Nebengütekriterien gibt es? Ökonomie Nutzen Fairness Vergleichbarkeit Normierung (Äquivalenznorm, Abweichungsnorm, Prozentrangnorm)
- Gütekriterium Normierung liefert ein Bezugssystem zu Normen, die dazu dienen sollen, Personen / Testwerte einzustufen Normstichproben äquivalenznorm Abweichungsnorm (z, zb Abweichungs-IQ Wert) Prozentränge (Z) T- und SW Werte: Normierung von Leistungstests Centile Stanine (Persönlichkeitstests)
- Prozentränge kummulierte Häufigkeit / N PR 80 bedeutet, dass 20% einen höheren Wert erreicht haben und 80% den gleichen oder einen niedrigeren Wert eignen sich auch zur Beschreibung schiefverteilter Testwerte keine lineare Transformation der Itemrohwerte
- Kritik an der KTT Axiome sind nicht prüfbar Nicht alle Einflüsse sind unsystematisch Messfehlertheorie keine Aussage wie Items beantwortet wurden oder wie Leistung zustande kommt Wahrer Wert: Eigenschaft oder Fähigkeit? Annahme der intraindividuellen Invarianz Intervallskalenniveau wird immer angenommen, ist aber fraglich Stichprobenabhängigkeit der Parameterschätzung Generalisierungen auf Individuen fraglich Eindimensionalität nicht immer erfüllt aber immer noch besser als würfeln
- Was sind kriteriumsorientierte Testungen? Kriteriumsorientierte Testungen sind Testungen, die sich am Erreichen / Nichterreichen eines gesetzten Kriteriums orientieren, zum Beispiel dem Bestehen einer Fahrprüfung. inhaltsvalide nicht normorientiert!!! Probleme: Generierung inhaltsvalider Items Setzung eines sachgerechten Kriteriums (zB Vorbereitung auf Fahrprüfung, Therapieziele..) Zufallskritische Zuordnung in Könner / Nichtkönner: Reliabilität, Validität, Objektivität nicht perfekt
- Anzeige
- Probabilistische Testtheorie Von mehreren manifesten Variablen wird auf eine latente Variable geschlossen definiert über Wahrscheinlichkeit, ein bestimmtes Item zu lösen, wenn Person X eine bestimmte Merkmalsausprägung hat Itemcharacteristische Funktion unterschiedliche Modelle: Birnbaum, Rasch
- Was ist eine Itemcharakteristische Funktion zeigt an, welche Wahrscheinlichkeit besteht, ein Item zu lösen, wenn die Person über eine bestimmte Merkmalsausprägung verfügt ICF von deterministischen Modellen und probabilistischen Modellen Deterministisch: Treppenfunktion geht davon aus, dass es für jedes dichotome Item einen Wert auf der Skala gibt, ab dem dieses Item gelöst wird Probabilitisch: monoton steigende Funktion ICF ordnet jeder Merkmalsausprägung eine Wahrscheinlichkeit p zu, mit der ein Item gelöst wird Modellparameter: Itemschwierigkeit, Personenparameter, Itemdiskriminationsparameter
- Wo ist der stärkste Zuwachs an Information an einer ICF? am Wendepunkt wenn Itemparameter dem Personenparameter entspricht
- Wie unterscheiden sich statistische und klinische Urteilsbildung? statistische Urteilsbildung Daten liegen quantifiziert vor Kombination beruht auf einem ausformulierten Logarithmus zb Regressionsgleichung, Diskriminanzanalyse nach "festen" Regeln klinische Urteilsbildung wenn quantitative und qualitative Daten vorliegen intuitive Urteilsbildung Kombination beruht auf Fachwissen und Erfahrung ohne explizite Regeln Größere Effekte zugunsten der statistischen Urteilsbildung
- Ursachen für Fehlerurteile in klinischer und statistischer Urteilsbildung klinische Urteilsbildung Projektion Gegenübertragung Wahrnehmungstäuschung Soziale Stereotype, Halo Effekt, selffullfilling prophecy Schwächen beim kausalen Denken Gedächtnis Emotionalität non-verbale Kommunikation statistische Urteilsbildung große Fallzahlen erforderlich gleiche Informationen von allen Probanden (Vergleichbarkeit) unbekannte moderierende Effekte werden vernachlässigt statistische Modelle meist linear
- Kontrakte der Gutachtenerstellung frei (Privatgutachten) bedingt frei (Sorgerecht, Besuchsrecht) aufgezwungen (Objektivität eines Zeugen)
- Wie lauten verbindliche Kriterien für Gutachten und Untersuchungsberichte? Sorgfaltspflicht Transparenz (inhaltlich nachvollziehbar) Einsichtnahme Gefälligkeitsgutachten (unzulässig) Stellungnahme (zulässig)
- Auftraggeber für Gutachten Schulen Uni Versicherungsträger Amtsgericht Gesundheitswesen öffentliche Verwaltung (Arbeitsamt, Verkehrsbehörden)
- Wie ist ein Gutachten aufgebaut? Titelseite Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung Anlass der Untersuchung Fragestellung Vorgeschichte Psychologische Frage Untersuchungsmethode Untersuchungsergebnisse Befund Stellungnahme Empfehlung Unterschrift Literatur Anhang
- Entscheidungsschritte im Gutachten Fragestellung Annahmen Anforderungsprofil Psychologische Fragen (Umgebung, Organismus, kognitive, emotionale, motivationale, soziale Variablen und Interaktionen) Untersuchungsplan Durchführung der Untersuchung Ergebnis Befund Vorschläge zum weiteren Vorgehen
- Welche Anforderungen werden an ein Gutachten gestellt? umfassend schriftlich nachvollziehbar Darlegung von Aufgabe, Verlauf, Ergebnisse Bewertung der Ergebnisse Gutachterkompetenz Abwägeprozess Angabe des Beurteilungsmaßstabes und der eingesetzten Hilfsmittel
- Welche diagnostischen Entscheidungsarten gibt es? Nutzen institutioneller Art Nutzen individueller Art Annahme festgelegter Annahmequoten Annahme nicht-festgelegter Annahmequoten Behandlung Ablehnungen Informationsdimensionen Zeitliche Dynamik der Entscheidungen
- Arten diagnostischer Entscheidung: Nutzen institutioneller und individueller Art institutionell: Entscheidungsregel soll über viele Entscheidungssituationen hinweg den Nutzen eine Institution maximieren. Beispiel: Welche Person stelle ich ein? Ab welcher Ausprägung könnte jemand geeignet sein? - Multiattributive Nutzenschätzung durch Experten individuell: Individueller Nutzen Beispiel: Soll Studentin X eine systemische, VT, oder psychoanalytische Ausbildung machen? Spezifisches Untersuchungsprogramm für Individuum, um die beste Handlungsalternative zu finden
- Arten diagnostischer Entscheidung: Festgelegte Annahmequoten und nicht-festgelegte Annahmequoten Festgelegte Annahmequoten: Nur bestimmte Anzahl von zB Therapieplätzen stehen zur Verfügung rationale Zuordnung nur dann, wenn Daten von allen Personen vorhanden sind Vergleich einer Ordinalrelation Nicht-festgelegte Annahmequoten Wechselseititge Unabhängigkeit der Entscheidungen über einzelne Bsp. Mammographie Frühdiagnostik
- Arten diagnostischer Entscheidung: Behandlungen Diagnostik als Teil eines Behandlungsplans Einstufige Testung -> Diagnose zB Höhenangst -> Behandlung Konfrontation Mehrstufige Testung -> gestuftes Vorgehen -> zB Trainingsmaßnahmen
- Arten diagnostischer Entscheidungen: Ablehnung Ja: Selektionsparadigma -> zB Abinote, NC Nein: nur horizontale oder vertikale Umschichtung, dann Platzierung / Klassifikation
- Arten diagnostischer Entscheidungen: Informationsdimension univariat: zB Abinote -> Studienzulassung multivariat: mehrere Dimensionen Erhöghung der Validität durch mehrere Prädiktoren Nur multivariate Ansätze erlauben die Klassifizierung von Personen
- Arten diagnostischer Entscheidungen: Zeitliche Dynamik der Entscheidungen Terminale Entscheidung Proband wird einer Maßnahme zugeführt, in der er mehr oder weniger lange verbleibt bzw erhält eine Aufgabe Bsp. Übertragung einer neuen Verantwortung, Aufnahme in Therapieprogramm Investigatorische Entscheidung Proband bleibt nur vorläufig in der Maßnahme Probezeit, Ausprobieren eines neuen Medikamentes / Therapiemethode
- Kompensatorische vs Konjunktive Entscheidungsstrategie Kompensatorisches Modell: "Oder"- Konzept Prädiktionswert y kann durch verschiedene Merkmalskonfigurationen in Einzeltests erreicht werden (multiple Regression) y = x1 b1 + x2 b2.. niedrige Leistungen werden durch hohe Leistungen auf einem anderen Prädiktor ausgeglichen unbrauchbares Konzept, wenn Mindestleistungen unverzichtbar sind Konjuktives Entscheidungsmodell: "Und"- Konzept Forderung nach Leistung in beiden bzw allen Bereichen
- Einstufige vs mehrstufige Entscheidungsstrategien Einstufige Entscheidungsstrategien: nicht-sequentielle Batterie - die gesamte Batterie an diagnostischen Testverfahren wird an allen Probanden durchgeführt. Diejenigen mit dem höchsten (bzw gewichteten) Summenwert werden ausgewählt Single-screen - auf einem diagnostischen Verfahren folgen weitere Entscheidungen Mehrstufige Entscheidungsstrategien: Vorauswahlstrategie: nach einem Test werden alle Probanden, die einen bestimmten Wert unterschritten haben, ausgeschlossen. Die übrigen Probanden durchlaufen weitere Tests. Entscheidung über Annahme oder Ablehnung erfolgt aus Bewertung beider Testergebnisse. Vorentscheidungsstrategie: terminale Akzeptanz von Probanden die im ersten Durchlauf einen bestimmten Wert erreichten. Die übrigen Probanden durchlaufen die Vorauswahlstrategie. Vollständige sequentielle Strategie: Kombination aus drei Verfahren. Drei Gruppen: abgewiesen, terminal akzeptiert, Gruppe die weiter getestet wird.