Neurologische Erkrankungen (Fach) / Demenz (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 7 Karteikarten

Demenz

Diese Lektion wurde von dart0r erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Was ist eine Demenz? Organisch bedingter, fortschreitender Verlust zuvor vorhandener geistiger Fähigkeiten.
  • Was sind typische Anzeichen einer Demenz? Gedächtnisstörungen. Zunächst abnehmende Lernfähigkeit für Neues, später Beeinträchtigung auch des Altgedächtnisses Orientierungsstörungen bezüglich Raum, Zeit, Situation und Personen Denkstörungen. Gestörte Informationsverarbeitung und Konzentration, zunehmend beeinträchtigtes Abstraktions-, Urteils- und Problemlösungsvermögen Affektive Störungen. Depression, Missmut, Affektlabilität (stark schwankende Gefühle), Affektinkontinenz (z. B. Weinen bei geringstem Anlass), Aggressionen Antriebsstörungen, Antriebsarmut, sozialer Rückzug Werkzeugstörungen. Apraxie, Aphasie, Agnosie
  • Wie wird eine Demenz diagnostiziert? Anamnese, auch Fremdanamnese Körperliche Untersuchung Neuropsychologische Tests, z.B.: Mini-Mental-Status-Test (MMST) mit 29 Fragen; DemTect (Demenz-Detektion) mit Wortliste, Umwandlung geschriebener Zahlen in Ziffern, Aufzählen von Supermarktartikeln, Rückwärts-Wiederholen von Zahlenfolgen; erfasst leicht Betroffene; Moca-Test (Montreal Cognitive Assessment), Kurztest mit Aufgaben zu Exekutivfunktionen, Abstraktionsvermögen, Sprache, Wortfindung, Gedächtnis, Erinnerung, Aufmerksamkeit und Orientierung; Der Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung (TFFD) mit Aufgaben zum Erinnerungsvermögen für gerade/ kürzlich Gelesenes, zur zeitlichen Orientierung, Wortflüssigkeit, eine Kurzform des Uhrentests sowie eine Selbst- und Fremdeinschätzung der Stimmung.
  • Wie wird eine Demenz behandelt? Selten ursächliche Behandlung Medikamente: Internistische Basistherapie, Antidementiva, Psychopharmaka, etwa Risperidon, Besonders wichtig: Umfeldgestaltung, Umgang und Kommunikation.
  • Nenne Pflegemaßnahmen bei Demenz Umgang mit Demenzkranken: Verständnis, Gefühle ernst nehmen Ruhig und geduldig bleiben Verbliebene Fähigkeiten sinnvoll nutzen, ohne zu überfordern Sinnlose Diskussionen, unnötigen Streit oder Machtkämpfe vermeiden Übermäßige Kontrollen und Verbote vermeiden Alltägliche Dinge vereinfachen Orientierung geben Konstante Bezugspersonen Gut sichtbare Uhren, Tür- und Namenschilder, Symbole an Türen Einfache Regeln und feste Gewohnheiten Überschaubare, sichere und gleich bleibende Patientenumgebung; gut ausgeleuchtete Räume Kein Nebeneinander verschiedener Tätigkeiten Keine verschlossenen Türen und Schränke Möglichst keine Spiegel Familienfotos aufstellen, Lieblingsmusik anbieten, aus Lieblingsbüchern vorlesen Kommunikation Von vorn und mit Namen ansprechen Kurze Sätze, einfache Mitteilungen, eindeutige Fragen stellen Begleitende Gesten, Berührung oder Blicke anwenden Ernährung und Ausscheidung Betroffenen an der Nahrungszubereitung teilhaben lassen Essbiografie, Vorlieben und Abneigungen berücksichtigen Ruhige Atmosphäre schaffen Besteck nach den Fähigkeiten bereitlegen, ggf. Fingerfood anbieten „Imbiss-Stationen“oder „Eat-by-walking“einrichten Flüssigkeitsaufnahme fördern durch Trinkrituale Einsatz geeigneter Inkontinenzhilfen
  • Was ist eine Alzheimer-Demenz, wie kann sie sich zeigen und wie wird sie behandelt? Definition Häufigste primär degenerative Demenz ungeklärter Ursache. Symptome Schleichender Beginn und langsames Fortschreiten Später neurologische Auffälligkeiten feststellbar Behandlung Cholinesterasehemmer
  • Was ist eine Vaskuläre-Demenz, wie kann sie entstehen, wie kann sie sich zeigen und wie wird sie behandelt? Definition Sammelbezeichnung für Demenzen, die auf Gefäßerkrankungen zurückzuführen sind. Ursache Multiinfarkt-Demenz, Folge vieler kleiner Schlaganfälle Subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie, Mikroangiopathie der kleinen Hirngefäße Symptome Wechselhafter, oft auch schubweiser Verlauf Früh neurologische Auffälligkeiten. Behandlung Ursächliche Gefäßerkrankung angehen Thrombozytenaggregationshemmer und Statine Antidementiva