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Psychologie (Fach) / E (Lektion)
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- Anorexia nervosa Diagnosekriterien Körperschemastörung endokrine Störungen> sekundäre Amenorrhoe, Libidoverlust selbst herbeigeführte Gewichtsreduktion Untergewicht > BMi< 17,5kg/m^2
- Anorexia nervosa Klinik Adrenalin, Kortisol erhöht T3, T4 erniedrigt distrophe Sialadenose Karies
- Anorexie nervosa Labor Panzytopenie Kalium, Natrium, Chlorid erniedrigt Glukose erniedrigt ALT, AST erhöht Alpha-Amylase erhöht Cholesterin erhöht Kreatinin erniedrigt Hypoproteinämie, Hypoalbuminämie
- Refeeding -Syndrom Komplikation bei Anorexia nervosa: Refeeding-SyndromKurzbeschreibung: Durch eine zu schnelle Erhöhung der täglichen Nahrungszufuhr kann es zu einer massiven Insulinfreisetzung kommen, die unter anderem zu einer vermehrten Verschiebung der Elektrolyte Magnesium, Kalium und Phosphat (von extrazellulär nach intrazellulär) führtKlinik: Ödeme, tachykarde Herzrhythmusstörungen (Torsades-de-pointes), epileptische Anfälle, AtaxieTherapie: ElektrolytsubstitutionProphylaxe: Elektrolytkontrollen, Begrenzung der anfänglichen Ernährungszufuhr auf 1000kcal/d
- Anorexia nervosa Komplikationen Depressionen, Suizid Elektrolytmangel, HRST endokrine Störungen: Amenorrhoe, Hypothyreose, gestörte Glukosetoleranz
- Binge-Eating-Syndrom Übergewicht Fressattacken Kein Erbrechen!!!
- Bulimia nervosa Diagnosekriterien A: Essanfälle: Über mindestens 3 Monate und mindestens zweimal pro Woche B: Ununterbrochenes zwanghaftes Verlangen nach Nahrungsmitteln C: Entgegenwirken einer Gewichtszunahme, Am häufigsten: Selbstinduziertes Erbrechen nach Essattacken, Laxantienabusus, Passagere Hungerperioden, Andere gewichtsreduzierende Maßnahmen D: Verzerrte Selbstwahrnehmung (Krankhaftes Gefühl zu dick zu sein bzw. Angst zu dick zu werden) BMI> 17,5kg/m^2
- Bulimia nervosa Klinik Gastritis Ösophagitis Schlechter Zahnstatus Schwellungen der Speicheldrüsen Elektrolytveränderungen: Kalium↓, Natrium↓ und Kalzium↓ Haut: Schwielen an den Fingergelenken am Handrücken (Russell-Zeichen) Trockene Haut und brüchige Nägel Kardiovaskuläre Symptome: Herzrhythmusstörungen , Hypotonie
- Bulimie nervosa Therapie kognitive Verhaltenstherapie Ggf. SSRI > nur Fluoxetin zugelassen
- Ich-Syntonie Das eigene, von anderen Personen als Abweichung angesehene Verhalten wird selbst nicht als abweichend empfunden (z.B. bei Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, Wahnstörungen)
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- Persönlichkeitssrörung Diagnosekriterien Abweichendes Verhalten: Ich -Syntonie Befinn im Kindesalter und Adoleszenz subjektiver Leidensdruck und Beeinträchtigung von sozialen und beruflichen Leben Stabile tief verwurzelte Verhaltensmuster Ausschluss organischer Ursachen keine andere psychische Erkrankung
- Paranoide Persönlichkeitsstörung Misstrauisch Cluster A: exzentrisch
- Querulatorische Persönlichkeitsstörung kämpfen gegen Unrecht
- Schizoide Persönlichkeitsstörung Einzelgänger Emotionale Kähle Anhedonie Wenig Interesse an sozialen Kontakten Cluster A: exzentrisch, sonderbar
- Dissoziale Persönlichkeitsstörung Dissoziales Verhalten Mangel an Empathie keine Schuld und Verantwortungsgefühle geringe Frustrationstoleranz Cluster B:dramatisch, emotional, impulsiv
- Histronische Persönlichkeitsstörung histronic= Schauspieler/Theatralisch Person mit übertriebenen theatralischen Affekten und Verhaltensweisen, die für Dritte oberflächlich und übertrieben wirken. Leichtes Missempfinden wird maßlos übersteigert dargestellt. Die Person sieht in allem immer Besonderes und Spannendes und möchte grundsätzlich im Mittelpunkt
- Zwanghafte Persönlichkeitsstörung Die Person ist übertrieben gewissenhaft. Der Perfektionismus wird durch ständige Kontrollen und Vorsicht erhalten. Während ein Patient mit Zwangsstörungen durch seine Zwänge sein Leben nicht organisieren kann, können zwanghafte Persönlichkeiten durch Tugenden wie Pünktlichkeit und Perfektionismus sehr erfolgreich
- Ängstliche Persönlichkeitsstörung Die Person ist durch stetige Unsicherheit und Besorgtheit gekennzeichnet. Sie neigt zur übertriebenen Sorge vor potentiellen Gefahren alltäglicher Situationen, was zu Vermeidungsverhalten führt.
- Asthenische/abhängige Persönlichkeitsstörung Die Person verlässt sich stetig auf andere Menschen. Lebensentscheidungen werden passiv durch Entscheidungen anderer Menschen getroffen, die eigenen Wünsche werden dabei untergeordnet. Es besteht die Neigung sich vermeintlich Erfahreneren unterzuordnen. Abhängige Persönlichkeiten haben Angst verlassen zu werden, haben aber auch Angst einen Partner zu verlassen.
- Narzistische Persönlichkeitsstörung Selbstüberschätzung Extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik Unfähigkeit der Empathie
- Schizotype Persönlichkeitsstörung Paranoide Ideen Anomalien des Denkens
- Emotional instabile Persönlichkeitsstörung > impulsiver Typ Deutliche Tendenz, unerwartet und ohne Berücksichtigung der Konsequenzen zu handeln Deutliche Tendenz zu Streitereien und Konflikten mit anderen, vor allem dann, wenn impulsive Handlungen unterbunden oder getadelt werden Neigung zu Ausbrüchen von Wut oder Gewalt, mit der Unfähigkeit zur Kontrolle explosiven Verhaltens Schwierigkeiten in der Beibehaltung von Handlungen, die nicht unmittelbar belohnt werden Unbeständige und launische Stimmung
- Emotional instabile Persönlichkeitsstörung > borderline Typ Störungen und Unsicherheit bezüglich der eigenen Identität, des Selbstbildes, der Ziele und "inneren Präferenzen" Neigung, sich auf intensive, jedoch instabile Beziehungen einzulassen, oft mit der Folge von emotionalen Krisen Übertriebene Bemühungen, das Verlassenwerden zu vermeiden Wiederholte Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung Anhaltendes Gefühl von Leere
- Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ Klinik Impukskontrollstörung Selbstverletzung Suizidalität Derealisierung Agieren Polytoxikämie polymorphe Seualität Gesteigerte Affekte
- Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom BorderlineTyp Komorbidität Angststörungen Depression Zwangsstörungen Anorexie, Bulimie dissoziative Störungen
- Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ Therapie 1.Dialektisch behaviorale Therapie 2.Medis: Antipsychotika bei Wahn, bei Angst, Depression, Zwang > SSRI
- Dialektisch behaviorale Verhaltenstherapie Indikation: Borderline-Typ 5.Module: innere Achtsamkeit zwischenmenschliche Fertigkeiten Umgang mit Gefühlen Stresstoleranz Selbstwertschätzung
- Frühkindlicher Autismus= Kanner-Syndrom vor 3.LJ m>w; 3:1 genetische Ursache spielt eine Rolle Intelligenzminderung Kontaktstörung mit eingeschränktem Blickkontakt Verzögerte Sprachentwicklung: Echolalie, Neologismen Beeinträchtigte soziale Interaktion und Kommunikation Stereotype, repetetive Verhaltensmuster Veränderungen in der Umwelt führen zu Beunruhigung
- Asperger-Syndrom Klinik Ab dem 4.LJ m>w Soziale Interaktion-Kein Interesse an zwischenmenschlichen Beziehungen-Schwäche in der Fähigkeit sich in andere Rollen zu versetzen-Schwäche in der Fähigkeit andere Gefühle zu verstehen → Mangel an emotionalem Ausdruck und emotionaler Intelligenz Interessen und Verhalten-Inselbegabung: Teilweise stark ausgeprägte einzelne kognitive Funktionen-Spezielle intellektuelle Interessen-Stereotype repetitive Verhaltensmuster und zwanghaftes Verhalten Sprache-Im Vergleich zu anderen Kindern entwickeln Asperger-Kinder häufig eine über das Alter entsprechende stilistisch anspruchsvolle Sprache Sprachverständnis: Das Sprachverständnis ist beeinträchtigt, wenn die Kommunikation mit Affekten assoziiert ist. Z.B.: Humor: Kinder mit Asperger-Syndrom sind nicht in der Lage den Unterschied zwischen einer ernsten und einer humorvollen Aussage zu erkennen Auffällige Motorik: Ungelenkigkeit, Ungeschicklichkeit und sowohl fein als auch grobmotorische Koordinationsstörungen
- Asperger-Syndrom Komorbiditäten ADHS, Störungen des Sozialverhaltens, Tic-Störungen Depression, bipolar affektive Störung Zwangsstörung, Angststörung Schizophrenie
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- Asperger-Syndrom Therapie Verhaltenstherapie mit Kompetenztraining
- Asperger-Syndrom Prognose Pubertät: Betroffene zeigen in einigen Fällen ein ungestümes, unsensibles Verhalten im Verfolgen der eigenen sexuellen Interessen, was die soziale Ausgrenzung forcieren kann Erwachsenenalter -Charakterzüge und Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion persistieren-Sie lernen aber besser mit ihren Besonderheiten umzugehen.-Berufsleben: Bei Erfolg vermehrte Anerkennung
- Heller-Syndrom Bei der Hellerschen Demenz (infantile Demenz, desintegrative Psychose) kommt es nach einer Phase der normalen Entwicklung innerhalb weniger Monate zu einem Verlust der vorher erworbenen Fähigkeiten in unterschiedlichen Entwicklungsbereichen. Daneben ist ein autistisches Verhalten mit Stereotypien und Interessenverlust typisch.
- Tic-Störung Unwillkürliche, rasche, wiederholte, unrhythmische Bewegung meist umschriebener Muskelgruppen oder eine Lautproduktion, die plötzlich einsetzt und keinem erkennbaren Zweck dient.
- Tourette-Syndrom Störung mit multiplen motorischen und Vokalen Tics, die nicht gleichzeitig auftreten müssen Aggravation in der Pubertät Persitenz im Erwachsenenalter m>w Komorbidität: ADHS, Asperger-Syndrom
- Tic-Störungen Therapie Verhaltenstherapie und pädagogische Unterstützung Medikamentös Typische Neuroleptika: Tiaprid , Pimozid, Haloperidol Atypische Neuroleptika: Risperidon
- Dystonie unwillkürlich prolongierte Muskelkontraktion
- Blepharospasmus Fokale Dystonie des M. orbicularis oculi Meist beidseitig, synchron, symmetrisch Zunächst vermehrtes Blinzeln bis hin zu minutenlangen Krämpfen → Funktionelle Blindheit Sistiert im Schlaf Therapie: Botulinumtoxin-Injektion
- Oromandibuläre Dystonie Extrapyramidal-motorische Bewegungsstörung Repetitiv anhaltende Muskelkontraktionen vorwiegend der unteren Gesichtshälfte Therapie: Botuliniumtoxin-Injektion
- Spasmisch hemifacialis Einseitig auftretende unwillkürliche Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur, meist Beginn am Auge Ausbreitung bis Platysma, klinisch, kurz, schmerzlos es kann auch zu tonischen Krämpfen kommen> Funktionelle Blindheit, asymmetrische Gesichtszüge Auch im Schlaf nachweisbar Ursache Kompression des N. Facialis bei arterieller Hypertonie durch A. cerebelli inferior anterior und posteriror Therapie: Botuliniumtoxin-Injekion, ultima Ratio operative Dekompression
- Faciale Tic-Störungen Extrapyramidal-motorische Hyperkinesien Komplexe Zuckungen auch über das Innervationsgebiet des N. facialis hinaus , die länger als 0,15 Sekunden andauern Willentlich meist unterdrückbar und Sistieren im Schlaf Therpie: Neuroleptika
- Vokale Tics Einfache : Schmatzen, Räuspern, Bellen komplexe: Koprolalie, Echolalie
- Motorische Tics Einfach: Stirnrunzeln, Augenblinzeln komplex: springen, Körperverdrehungen, Echopraxie
- Albträume Bei Albträumen erleben die Betroffenen gewöhnlicherweise während des letzten Drittels des Nachtschlafs detaillierte Träume voller Angst oder Furcht. Das Traumerleben wird als real empfunden. Die Trauminhalte werden detailliert erinnert. CharakteristikaVorkommen: Letztes Drittel des Nachtschlafs Detaillierte Erinnerung an das Ereignis
- Parvor nocturnus Beim Pavor nocturnus erleben die Betroffenen gewöhnlicherweise während des ersten Drittel des Nachtschlafs (Non-REM-Schlafphase) einen Angstzustand mit vegetativen Symptomen, nachdem sie unter einem bewegungsreichen Panikschrei aufgewacht sind. In diesem Erregungszustand, der einige Minuten anhält, sind die Betroffenen (meistens Kinder) nicht ansprechbar. In der Regel können sich die Betroffenen an die Ereignisse nicht erinnern. Der Pavor nocturnus ist als harmlos einzustufen und kann mit Somnambulismus assoziiert sein. CharakteristikaVorkommen: Erstes Drittel des NachtschlafsWiederholte, anfallsartige Episoden mit initialem Panikschrei und AufschreckenDesorientiertheitKeine Erinnerung an das EreignisHäufigkeitsgipfel: Zwischen 5. und 7. Lebensjahr
- Schlafwandeln =Somnambulismus Beim Somnambulismus verlässt die betreffende Person häufig im ersten Drittel des Nachtschlafes (Non-REM-Schlafphase) das Bett und wandelt umher. Sie zeigt ein herabgesetztes Bewusstsein, einen leeren Gesichtsausdruck sowie verminderte Reaktivität und Geschicklichkeit. An die Ereignisse kann sich der Betroffene im Normalfall nicht erinnern. CharakteristikaVorkommen: Erstes Drittel des NachtschlafsDesorientiertheitKeine Erinnerung an das Ereignis
- Schlafstörungen Therapie Benzodiazepinähnliche Hypnotika: Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon Niedrigpotente Antipsychotika: z.B. Levomepromazin Sedierende Antidepressiva: Mirtazapin, Trimipramin Melperon → Insbesondere bei alten Patienten, Demenzen und Morbus Alzheimer
- Störungen des Sozialverhaltens Mindestens 6.Monate Destruktives Verhalten und erhöhte Impulsivität Mangelnde Anpassung an Regeln Verlauf: delinquentes=fehlerhaftes Verhalten, Ausseinandersetzungen mit dem Gesetz
- Emotionale Störung mit Trennungsangst Angst vor der Trennung von den Eltern Angst um die Eltern Neigung dazu nicht auszugehen, stets zu Hause zu bleiben und nicht außerhalb zu schlafen Somatisierung der Beschwerden mit gastrointestinalen und vegetativen Beschwerden Angstattacken und Wut bei Trennung
- Schulphobie Angst vor der Trennung von der Mutter mit darausfolgender Schulverweigerung Ursache gestörte Mutter-Kind-Beziehung Typisch ist eine Somatisierung der Beschwerden mit Bauchschmerzen, Unwohlsein, Kopfschmerzen Einnässen, Schlafstörungen, Depressionen können die Folge sein Keine kognitiven Einschränkungen, normale Intelligenz