Projektmanagement (Fach) / 2.02 Motivation und Engagement (Lektion)
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2.02 Motivation und Engagement
Diese Lektion wurde von anathomy erstellt.
- Definition Motivation, Motive und Demotivation Motivation: bezeichnet die Antriebskraft und Bereitschaft in einer bestimmten Weise zu handeln Motive: sind Beweggründe des Handelns die meist von persönlichen Zielen geprägt sind Demotivation: ist eine Einschränkung, Blockierung oder der Verlust der Antriebskraft oder Bereitsschaft > nicht nur Nicht Tun oder weniger Leistungsbereitschaft sondern Engagement in unerwünschte Richtung
- ! Menschenbild Menschenbilder sind Annahmen darüber, was das Wesen des Menschen ausmacht Menschenbilder wandeln sich in der Zeit und können in verschiedenen Kulturkreisen unterschiedlichsein. jeder Mensch ein teilweise nicht bewusstes generalisiertes Bild Diese verdichteten allgemeinen Annahmen über den Menschen sind relativ undifferenziert
- XY Theorie McGregor X Theorie: überwiegend eine negative Einstellung gegenüber dem Menschen Y-Theorie: Gegenpol, die Y-Theorie X Theorie: Der Mensch hat eine angeborene Abneigung gegenArbeit. Da der Mensch grundsätzlich unwillig ist, muss erzur Arbeit gezwungen, mit Strafe bedroht und dieArbeit kontrolliert werden. Der Mensch möchte geleitet und gelenkt werdenund übernimmt ungern Verantwortung Er hat wenig Ehrgeiz und ist auf Sicherheit aus. Y-Theorie Anstrengung beim Arbeiten ist für den Menschenebenso natürlich wie Spiel und Ruhe. Da Arbeit etwas Natürliches ist, hat der Menscheinen inneren Antrieb, engagiert sich, wenn Zielewertvoll sind und kontrolliert seine Arbeit selbstständig. Der Mensch möchte sich entfalten und Verantwortungübernehmen. Der Mensch hat einen Leistungswillen und möchtelernen und sich entwickeln
- Naive Persönlichkeitstheorie Jeder Mensch entwickelt neben einem generalisierten Menschenbild spezifische Annahmenund Theorien über die Personen in seiner Umgebung Er entwickelt naive Persönlichkeitstheoriendarüber, wie ein konkreter Mensch ist. Da sich diese naiven Theorien auf konkrete Personenbeziehen, sind sie differenzierter als das allgemeine Menschenbild und oftmals beschreibbar Ihr Wahrheitswert wird jedoch selten kritisch hinterfragt
- Vorurteile, Selfulfilling Prophecy, Pygmalion Effekt Vorurteile (naive Persönlichkeittheorie): Vorurteile haben die Tendenz, eine passende Realität zu erschaffen. Beispielsweise kann es sein, dass eine Person Engagement entwickelt, weil sie als engagiert eingeschätzt wird und ihr anspruchsvolle Aufgaben übertragen werden. Es kann allerdings auch sein, dass eine Person ihre Arbeit vernachlässigt, weil sie als nachlässig eingeschätzt und so behandelt wird. Selfulfilling Prophecy: Die Bekanntgabe einer Prognose erhöht dieEintrittswahrscheinlichkeit der Prognose Pygmalion Effekt: In mehreren Schulklassen habe sichgezeigt, dass die positiven oder negativen Erwartungen der Lehrer zu entsprechenden positiven und negativen Verhaltensweisen bei den Schülern führten. Wertungen teilweise übernommen (internalisiert) wurden und sich das eigene Selbstbild veränderte
- ! Ver-Führungstechniken von Sprenger Zusammenspiel von persönlicher Einstellung und Motivation hat Sprenger im Blick, wenn er die 5 Motivierungstechniken (1) Bedrohen, (2) Bestrafen, (3) Bestechen, (4) Belohnen und (5) Belobigen als Grammatik der Ver-Führung kritisiert. Ver-Führung deshalb, da diese Motivierungstechniken eingesetzt werden, um eines der folgenden Ziele zu erreichen: (1) Wie bringeich einen Mitarbeiter dazu, das zu tun, was er nicht möchte? (2) Wie bringe ich einen Mitarbeiter dazu, das zu wollen, was ich will 1 - Druck - explizit durch bedrohen (Zwang) / subtil bestechen (ködern) 2 - Mainpulation - explizit Verführung(Belobigen) / Vision (belohnen)
- ! extrinsische und intrinsiche Motivation extrinsische Motivation: Wunsch bzw. Absicht eine Handlung durchzuführen,um negative Folgen (z. B. Strafe) zu vermeiden oder positive Folgen (z. B. Bonus) zu erzielen Ich handle, um etwas zu erreichen oder um etwas zu verhindern; Die Handlung selbst interessiert dabei weniger als der damit verbundene Zweck intrinsische Motivation Wunsch bzw. Absicht eine Handlung durchzuführen,weil die Handlung selbst als spannend, interessant, anspruchsvoll etc. wahrgenommen wird. Die Handlung selbst ist wertvollund bereichernd
- extrinsische Motivation: Wert-Erwartungs-Theorie room hat eine Formel zur Vorhersage der extrinsichen Motivation aufgestellt: Höhe der extrinsischen Motivation = Summe von : Ergebniserwartung (Eintrittswahrscheinlichkeit, Folgen) x Instrumentalitätserwartung (wofür ist Handlung Instrument) x Bewertung (Was gewinne/verliere ich? Aufwand/Ertrag?)
- Flow Erlebnis intrinsische Motivation (1) ein klar definiertes Ziel und man erhält durch das Ergebnis der Handlung direkt (2) ein Feedback, wie erfolgreich man handelt. Die (3) Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Ausführungder Handlung, die (4) Handlung langweilt nicht und überfordert nicht, die (5) eigene Kompetenz wird erlebbar und es besteht (6) das Gefühl, dass die Handlungen kontrollierbar sind und die Anforderungen der Umwelt zu bewältigen sind Vorraussetzung für ein Flow-Erlebnis: Handelnde glaubt etwas bewegen zu können
- Bedürfnispyramide nach Maslow: Aufzeigen von Entwicklungsmöglichkeiten. tendenziell werden zunächst die Defizitbedürfnisse gestillt bevor Wachstumsbedürfnisse wirksam werden Bedürffnisse werden stufenweise aktiviert - erst wenn Bedürfnisse unterer Stufen befriedigt sind werden die der höhereren angegangen Defizitbedürfnisse kennen nur 2 Zustände befriedigt - nicht befriedigt, wenn Sie befriedigt sind verlieren sie ihre motivierende Wirkung Wachstumsbedürnisse hingegen können mehr oder weniger befriedigt sein und werden fortlaufend aktualisiert und wirken durchgehend motivierend
- ! Maslowsche Bedürfnisspyramide Wachstumsbedürfnisse: 5 Bedürfnis nach Selbstverwirklichung Bedürfnis nach Transzendenz (Glaube, Mystik) Ästhehtische Bedürfnisse (Symerie, Schönheit) kognitive Bedürfnisse (Wissen, Verstehen) Defizitbedürfnisse: 4 Bedürfnis nach Achtung (Ich-Motive) Selbstwert, Selbstachtung, Stärke, Leistung, Kompetenz Prestige, Status, Dominanz Anerkennung, Bedeutung, Aufmerksamkleik, Würde 3 Bedürfnis nach Zugehörigkeit (soziale Motive) Zuwendung, Liebe, Zugehörigkeit 2 Bedürfnis nach Sicherheit (Sicherheitsmotive) SIcherheit, Stabilität, Angstfreiheit, Ordnung, Struktur, Systematik 1 Physiologische Bedürfnisse Nahrung, Schlaf, Entspannung, Ruhe
- ! Zwei Faktoren Theorie nach Herzberg Frage nach der Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit am Arbeitsplatz Unterscheidung von Hygienefaktoren und Motivatoren: Hygienefaktoren: verhindern unzufriedenheit - fehlende Unzufriedenheit ist nicht mit zufriedenheit gleich zu setzen Motivatoren schaffen Zufriedenheit Modell Hygienefaktoren bedingen unzufriedenheit wenn negativ Motivatoren verhindern Zufriedenheit wenn negativ Hygienefaktoren verhindern unzufriedenheit wenn positiv Motivatoren bedingen Zufriedenheit wenn positiv Hygiene Faktoren: Arbeitsumgebung (äußerer Bedingungen, Beziehungen zu Kollegen, Firmenpolitik) Motivatoren: Arbeitsinhalte (Tätigkeit, Aufstiegschancen..) Motivatoren fördern eher die intrinsische Motivation und ermöglichen Zufriedenheit. Hygienefaktoren fördern die extrinsische Motivation und verhindern Unzufriedenheit
- Motivation durch Job Enrichment, Enlargement und Rotation Enlargement: Arbeitsvolumen vergrößern Rotation: Aufgabenbereiche vergrößern Enrichment: Arbeitsanforderung vergrößern Enrichment geht nicht über Nacht, Widerspruch zu Sicherheitsbedürfnisse Muss daher Stufenweise erfolgen: Infos / Kommunikation Aufgaben / Verantwortung Entscheidungen / Ziele Arbeitszeit / -ort
- Motivations-Kurve im Projektlebenszyklus Phase(t): Aufsetzung / Planung: hohe Motivation (alles neu, keine Probleme, keine Konflikte) Realisierung / Steuerung: geringere Motivation Routine, erste Probleme, offene Konflikte, Kraft Begeisterung lässt nach Ende Realiserung / Steuerung: hohe Motivation: Ende in Sicht, Probleme gelöst, neue Aufgaben in Sicht Abschluss: geringe Motivation: Projekt will nicht enden, Restaktivitäten, keine Begeisterung
