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Kognition I (Fach) / Kognition I (Lektion)

Kognition

Diese Lektion wurde von VIELWEIBEREI erstellt.

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  • Nenne sie die einzelnen Teilschritte im Wahrnehmungsprozess Stimulus verfügbar Stimulus beachtet Stimulus auf Rezeptoren Transduktion (Umwandlung des Reizes in elektrische Energie) Neuronale Verarbeitung (Signalausbreitung entlang neuronaler Bahnen) Wahrnehmung Erkennen Handlung
  • Was ist per Definition das Ziel der Wahrnehmungsforschung? „… der Wahrnehmungsforschung ist es, jeden der Schritte im Wahrnehmungsprozess zu verstehen, die zu Wahrnehmung, Erkennen und Handeln führen.“
  • Was ist Wahrnehmung, was ermöglicht sie, wovon hängt sie ab? ... istGesamtheit aller Prozesse die der Orientierung in der Umwelt dienen ... ermöglicht- Mentale Repräsentation der Umwelt- Anpassung an sich verändernde Umwelt- Eingriffe in die Umwelt ... hängt ab vonSignalverarbeitungsmechanismen (Sinnesorgane, Gehirn)
  • Erkläre "Reiz"! Physikalische bzw. chemische Größe der inneren oder äußeren Umgebung, die auf das menschliche Verarbeitungssystem wirkt
  • Gemeinsamkeit und Unterschied von "Empfindung" und "Wahrnehmung"! beidesPsychische Reaktion auf Reizeinwirkung Wahrnehmungeher objektorientiert (ich sehe eine grüne Wiese)Empfindungeher unspezifisch (ich habe hunger)
  • Was ist Kognition? Gesamtheit psychische Prozesse, bei denen Gedächtnis und Denkvorgänge eine Rolle spielen
  • Erkläre "Handlung"! eine motorische Aktivitätbspw. Bewegen der Augen oder des Kopfes
  • Was ist eine Halluzination? Unterscheide positive und negative Halluzination! ein Wahrnehmungseindruck ohne ReizgrundlagepositivEtwas was nicht da ist wird wahrgenommen negativetwas was da ist wird nicht wahrgenommen
  • Was ist eine Illusion? Was sind mögliche Ursachen? Fehldeutung einer Reizgrundlage - Erwartungen- Wunschdenken- ...
  • Welche Untersuchungsebenen gibt es? (Wahrnehmungsprozess) A)     Psychologische Ebene (Stimulus-Wahrnehmung)B)     Physiologische Ebene I (Stimulus-Physiologie)C)     Physiologische Ebene II (Physiologie-Wahrnehmung)
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  • Wovon hängt die Helligkeitswahrnehmung ab? - physikalischer Intensität- Adaptionsgrad der Rezeptoren- Helligkeit benachbarter Objekte (Koffka-Ring)- Wellenlängen- ...
  • Nenne vier "Wahrnehmungtäuschungen"! Kontrastphänomene Scheinkonturen Mehrdeutigkeiten Scheinbewegungen
  • Wie werden Kontrastphänomene unterschieden? Nenne ein Beispiel! Helligkeitkontrast → Koffka-Ring Farbsimultankontrast
  • Was sind Scheinkonturen? Wodurch werden Sie hervorgerufen? Nenne ein Beispiel! Wahrgenommene Konturen ohne physikalische Reizgrundlage hervorgerufen durch bestimmte induzierende Elemte bspw. Kanisza-Dreieck
  • Nenne zwei Beispiele für "Mehrdeutigkeiten"! - Rubinscher Becher- Necker Würfel
  • Ist eine strikte Trennung zwischen physikalischer (transphänomenaler) Wirklichkeit und subjektiver psychischer (phänomenaler) Wirklichkeit möglich? NEIN!
  • Wer gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Kognitivismus? a) Burrhus Frederic Skinner b) Carl Gustav Jung c) Max Wertheimer d) Herbert Simon d) Herbert Simon
  • Bei der Untergliederung selektiver Aufmerksamkeitsprozesse wird konzeptuell gesteuerte Verarbeitung unterschieden von... a) …top-down Verarbeitung. b) …wissensgesteuerter Verarbeitung. c) …datengesteuerter Verarbeitung. d) …wahrnehmungsgesteuerter Verarbeitung. c) …datengesteuerter Verarbeitung.
  • Welches ist kein wesentlicher Aspekt experimenteller Forschung? a) planmäßige Variation von unabhängigen Variablen (UV) b) Konsequenz & Kontingenz c) kontrollierte, replizierbare Bedingungen d) Beobachtung von Effekten auf abhängige Variablen (AV) b) Konsequenz & Kontingenz
  • Was ist ein Grund dafür, dass Stäbchensehen zu größerer Lichtempfindlichkeit führt als Zapfensehen? a) Konvergenz b) Akkommodation c) laterale Inhibition d) Reaktionsselektivität a) Konvergenz
  • Wie wird das Areal auf der Retina genannt, das die Feuerungsrate eines Neurons beeinflusst? a) On-Zone b) On-Zentrum-Off-Umfeld-Areal c) rezeptives Feld d) Merkmalsdetektionsfeld c) rezeptives Feld
  • Zu den okulomotorischen Tiefenreizen zählen a) Verdeckung und Texturgradient b) Konvergenz und Akkommodation c) Akkommodation und Querdisparität d) Querdisparität und Verdeckung b) Konvergenz und Akkommodation
  • Es soll untersucht werden, welcher Zusammenhang zwischen Intoxikation und Gedächtnisleistung besteht. Dazu werden Probanden einer bestimmten Altersgruppe angeworben und auf zwei Gruppen verteilt. Es wird versucht, die Geschlechterverteilung zwischen den Gruppen gleich zu halten. Beide Gruppen bearbeiten einen Gedächtnistest. Eine der beiden Gruppen trinkt jedoch vor der Memorierungsphase zwei Flaschen Bier, die andere Gruppe nicht. Was ist die unabhängige Variable? a) Alter b) Geschlecht c) Intoxikation d) Wiedergabeleistung im Gedächtnistest c) Intoxikation
  • Bei welchem Verfahren der klassischen Psychophysik werden vom Versuchsleiter Reize in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge (bzgl. ihrer Intensität) dargeboten, während der Beobachter angibt, ob er den jeweiligen Reiz entdecken könne? a) Konstanzmethode b) Grenzmethode c) Methode der direkten Größenschätzung d) Herstellungsmethode b) Grenzmethode
  • Unter Absolutschwelle versteht man ... a) ... die Stimulusintensität, bei der der Entdeckungsanteil bei 50 % liegt. b) ... die Intensität des Vergleichsreizes, bei dem in 50 % der Fälle ein Unterschied zum Originalreiz berichtet wird. c) ... die Stimulusintensität, bei der der Entdeckungsanteil bei 100 % liegt. d) ... die Intensität des Vergleichsreizes, bei dem in 100 % der Fälle ein Unterschied zum Originalreiz berichtet wird. a) ... die Stimulusintensität, bei der der Entdeckungsanteil bei 50 % liegt.
  • Was ist die Ursache für Farbfehlsichtigkeit? a) eine Störung des präfrontalen Cortex b) eines Störung des Glaskörpers c) eine Störung des Zapfensystems d) eine Störung des Sehnervs c) eine Störung des Zapfensystems
  • Die Bewegungswahrnehmung im Film beruht auf welchem psychologischen Phänomen? a) Bewegungsparallaxe b) stroboskopische Bewegung c) Bewegungsnacheffekt d) induzierte Bewegung b) stroboskopische Bewegung
  • 12) Die physikalische Intensität des Lichts manifestiert sich in der menschlichen Wahrnehmung als... a) ... Farbtiefe. b) ... Helligkeit. c) ... Farbton. d) ... Sättigung. b) ... Helligkeit.
  • Welches ist ein Beispiel für additive Farbmischung? a) Farbfilter für Kameras b) Tintenstrahldrucker c) Computerbildschirm d) Dia c) Computerbildschirm
  • Die Dämpfungstheorie zur Aufmerksamkeit von Treisman (1964) nimmt an, dass … a) … Informationen ausschließlich nach physikalischen Merkmalen gefiltert werden. b) … eine Filterung der Information an mehreren Stellen der Verarbeitung möglich ist. c) … alle Reize vollständig analysiert werden. d) … eine Filterung ausschließlich nach semantischen Merkmalen geschieht. b) … eine Filterung der Information an mehreren Stellen der Verarbeitung möglich ist.
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  • Was besagt die Spotlight-Metapher der visuellen Aufmerksamkeit? a) die Größe des Bereiches, dem visuelle Aufmerksamkeit zugewandt wird, kann variiert werden b) visuelle Aufmerksamkeit ist nicht lokations-, sondern objektbezogen c) visuelle Aufmerksamkeit kann willentlich auch auf Positionen außerhalb der Fovea verschoben werden d) nur ein kleiner Bereich des visuellen Feldes wird deutlich wahrgenommen d) nur ein kleiner Bereich des visuellen Feldes wird deutlich wahrgenommen
  • Welcher Begriff beschreibt das verschlechterte Bemerken von Änderungen in unserer Umgebung, die während einer Unterbrechung der visuellen Wahrnehmung stattgefunden haben? a) change blindness b) inattentional blindness c) flanker effect d) accessibility effect a) change blindness
  • Mittels welcher Funktion lässt sich der Zusammenhang zwischen der Anzahl der Übungsdurchgänge (x-Achse) und der gemessenen Performanz (z.B. Wiedergabeleistung von Wortlisten – y-Achse) beschreiben? a) lineare Funktion – konstant ansteigende Gerade b) quadratische Funktion – zunächst flach ansteigender Kurvenverlauf, in der Folge immer steiler c) konstante Funktion – Gerade parallel zur x-Achse a) Potenzfunktion – zunächst steil ansteigender Kurvenverlauf, in der Folge immer flacher a) Potenzfunktion – zunächst steil ansteigender Kurvenverlauf, in der Folge immer flacher
  • Unter Priming versteht man... a) ... die bessere Erinnerungsleistung für Items am Anfang einer Liste. b) ... die Verschlechterung der Wiedergabe einer ersten Liste durch das Lernen einer zweiten. c) ... die Motivation einer Versuchsperson durch die Instruktion zu Beginn eines Experiments. d) ... die Erhöhung der Verfügbarkeit von Information aufgrund der Verarbeitung anderer Informationen. d) ... die Erhöhung der Verfügbarkeit von Information aufgrund der Verarbeitung anderer Informationen.
  • Welches Lernphänomen wird als Habituation bezeichnet? a) Gewöhnung an einen Reiz, der bei seinem ersten Auftreten Aufmerksamkeit auf sich zieht, bei wiederholter Darbietung aber nicht mehr b) Lernvorgang, bei dem während einer kritischen Periode schnell und relativ irreversibel gelernt wird c) verstärktes Auftreten belohnten, zuvor unbedeutenden Spontanverhaltens d) Fertigkeitserwerb durch bloße Beobachtung des Lernschicksals einer anderen Person a) Gewöhnung an einen Reiz, der bei seinem ersten Auftreten Aufmerksamkeit auf sich zieht, bei wiederholter Darbietung aber nicht mehr
  • Das Interferenzphänomen, dass, je mehr Fakten mit einem Begriff assoziiert sind, umso länger der Abruf eines einzelnen Faktums dauert, wird bezeichnet als… a) …affektive Interferenz. b) …retroaktive Interferenz. c) …Fan-Effekt. d) …ekphorische Interferenz. c) …Fan-Effekt.
  • PET a) Für welche psychologische Untersuchungsmethode steht die Abkürzung PET? b) Erläutern Sie kurz den Ablauf einer solchen Untersuchung. a) Positronen Emissions Tomographie b)1. Injektion einer leicht Radioktiven Substanz2. Anreicherung der Substanz in aktiven Gehirnarealen3. Messung der radioaktiven Strahlung
  • Welcher der beiden Rezeptortypen ist primär für das photopische Sehen verantwortlich? Zapfen (Farb- und Detailsehen)
  • Welche Arten von Informationen werden jeweils über die dorsale und die ventrale Bahn in den extrastriären Kortex weitergeleitet (je zwei nennen)? dorsale Bahn (Parietalstrom):- Bewegung- Handlung- Position ventrale Bahn (Temporalstrom):- Farb-- Muster-- Formwarhnehmung
  • Welche Erklärung gibt es für die hellen (oder dunklen, je nach Abbildung) Punkte im Hermann Gitter? laterale Inhibition
  • Nennen Sie die Formel für das Weber’sche Gesetz, und erläutern Sie ihre Bedeutung in Worten △S/S = Konstante Die Relation zwischen Unterschiedsschwelle und Stimulusintensität ist konstant!
  • Erläutern Sie die psycho-physikalische Herstellungsmethode an einem selbstgewählten Beispiel. Versuchsperson verändert/manipuliert die Reizintensität selbst (aufsteigend und/oder absteigend, evtl. mehrmals) bis der Reiz gerade noch / gerade nicht mehr wahrgenommen wird langsame, kontinuirliche Veränderung des Reizes, keine Sprünge zwischen dern Reizintensitäten Prozedur sollte mehrmals wiederholt werden, da das die Reliabilität (Messgenauigkeit) erhöht der Durchschnitt/Mittelwert aus den einzelnen Durchgängen definiert die Schwelle
  • Die spektrale Hellempfindlichkeitskurve beschreibt den Zusammenhang zwischen welchen beiden Größen? Abhängigkeit der Empfindlichkeit für Licht von den Wellenlängen des Lichts
  • Gegenfarbentheorie (Hering, 1874) a) Welche Farben bilden die Paare? b) Wie lässt sich diese Paarung experimentell nachweisen? a) rot-grün, blau-gelb, schwarz-weiß b)- Nachbilder in der Gegenfarbe- Farbsimultankontrast- Personen tendieren dazu, vier statt drei Farben als "rein" zu bezeichnen (rot, grün, blau,   gelb)- bestimmte Farbkombinationen (Gegenfarben) werden nie erwähnt:  Farbeindrücke wie bläuliches gelb oder rötliches grün nicht vorstellbar
  • Nennen & beschreiben Sie Gestaltgesetze! Prägnanzprinzip oder "Gesetz" der guten GestaltJedes Reizmuster wird so gesehen, dass die resultierende Struktur so einfach wie möglich ist Prinzip der NäheDinge, die sich räumlich nah beieinander befinden, werden zu einer Gruppe organisiert Prinzip der ÄhnlichkeitAhnliche Dinge erscheinen zu Gruppen geordnet (aufgrund gemeinsamer Merkmale wie bspw. Farbe, Form, Größe oder Orientierung Prinzip der durchgehenden Linie / Prinzip des guten VerlaufsPunkte, die als gerade oder sanft geschwungene Linie gesehen werden, wenn man sie verbindet, werden als zusammengehörig wahrgenommen Gemeinsames SchicksalDinge, die sich in die gleiche Richtung bewegen, erscheinen als zusammengehörig Prinzip der Vertrautheit oder Prinzip der BedeutungDinge bilden mit größerer Wahrscheinlichkeit Gruppen, wenn die Gruppen vertraut erscheinen oder etwas bedeuten
  • Was sind Metamere? Farbflächen mit unterschiedlichen Wellenlängen, die das gleiche Aktivitätsmuster in den Zapfenrezeptoren auslösen (dieselbe neuronale Antwort) und daher identisch erscheinen
  • Beschreiben Sie das Tiefenkriterium Bewegungsparallaxe! Wenn man sich selbst fortbewegt, bewegen sich entfernte Objekte langsamer, nahe Objekte schneller vorbei (bewegungsinduzierte monokulare Tiefenreize)
  • Was sind Geone? Elementare Teilkörper: Grundmuster oder geometrische Grundobjekte, aus denen Objekte zusammengesetzt werden
  • Aus wie vielen Geonen besteht ein Würfel? 1
  • Was besagt die Filtertheorie von Broadbent? Sensorische Informationen durchlaufen früh im Verarbeitungsprozess eine Art Flaschenhals, wobei nur ein Teil (ein Kanal) zur weiteren Verarbeitung ausgewählt wird.Filterung basiert auf physikalischen Merkmalen. Nicht ausgewählte Informationen werden nicht weiterverarbeitet.