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Dermatologie STEX (Fach) / Tag 2 (Lektion)
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- Infantiles Seborrhoisches Ekzem Klinik Auftreten kurz nach Geburt Effloreszenz: Fettige, fest haftende Schuppen auf gerötetem GrundLokalisation: Stirn, Nase, Kopf Meist nach einigen Monaten folgenloses AusheilenTherapie: Bei ausgeprägtem Befund ggf. lokale Therapie mit Kortikoiden
- Acne inversa Acne inversaRisikofaktoren: Adipositas, Nikotinabusus, familiäre Häufung Untypisches Befallsmuster: Nicht aknetypische Lokalisation, sondern intertriginöses Auftreten charakteristisch Klinik: Abszesse, Fistel- und Keloidbildung an Axillen und Leisten
- Tritt Akne vor der Pubertät auf? Ja! Acne neonatorum ("Neugeborenenakne") Manifestation in den ersten Lebenswochen Selbstlimitierend ohne spezifische Behandlung Acne infantum Manifestation im 6.–16. Lebensmonat, evtl. durch endokrinologische Störungen verursacht Spezifische Behandlung indiziert um Narbenbildung zu verhindern
- Orales Kontrazeptivum in Kombination mit Antiandrogen Zur Aknetherapie (bspw. Cyproteronacetat)
- Rosazea - Definition Häufige, chronische, zunächst rezidiverende später persistierende Erkrankung mit zentrofazialen Teleangiektasien, persistierenden oder flushartig einsetzenden, häufig temperaturinduzierten oder psychisch induzierten Erythemen längerdauernden entzündlichen Episoden mit follikulären auch parafollikulären Papeln und Plaques, follikulären Papulopusteln und Pusteln. In schweren Fällen wird das Krankheitsbild durch Bindegewebs- und Talgdrüsenhyperplasien (Phymbildungen) kompliziert
- Rosazea - Klinik Stadium IFlush Persistierende Erytheme und TeleangiektasienStadium IIPapeln, Pusteln und ErythemStadium III Entzündliche, großflächig auftretende Knoten Diffuse Hyperplasie von Bindegewebe und Talgdrüsen Rhinophym: Vergrößerte, knollenartig erscheinende Nase, die fast ausschließlich Männer betrifft Keine Komedonen!
- Was ist eine wichtige Differentialdiagnose bei V.a. Rosazea? Demodikose Seltene Erkrankung mit Rosazea-ähnlichem Erscheinungsbild Einseitiges Auftreten von Papeln und Pusteln an Wangen und Augenlidern Befall der Talgdrüsenfollikel durch Demodex-Milben (Demodex folliculorum und Demodex brevis) Reizung, entzündliche Veränderungen
- Rosazea - Therapie Ab Stadium I Meiden von Triggern (siehe Ätiologie) Topische Applikation von Metronidazol Ab Stadium II: Systemische Therapie mit Tetracyclin, Isotretinoin (Stadium II-III)
- Welche fachärztliche Kontrolluntersuchung sollte bei einem Rosazea Patient regelm. durchgeführt werden? Augenbeteiligung (häufig) Konjunktivitis Blepharitis Keratitis (selten)
- Granuloma anulare Epidemiologie: Insbesondere junge Erwachsene betroffenKlinikEffloreszenz Kreisförmig angeordnete, hautfarbene, knotige Erhabenheit Zentrifugale Ausbreitung mit erhabenem Randwall Abheilung von zentral Prädilektionsorte: Dorsalseite von Händen und Füßen Symptomlos, selbstlimitierend, keine Therapie nötig
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- Melkersson-Rosenthal-Syndrom - Definition DefinitionKomplexe Symptomenkombination im Rahmen einer granulomatösen Entzündung mit der klassischen Symptomentrias Cheilitis granulomatosa Fazialisparese Lingua plicata
- Melkersson-Rosenthal-Syndrom Ätiologie: Seltene Erkrankung unklarer Ursache mit Assoziation zum Morbus CrohnSymptomtriasLeitsymptom: Cheilitis granulomatosa (Ober- und/oder Unterlippenschwellung)Lingua plicata: Faltenzunge (in ca. 50% der Fälle) Rezidivierende, meist einseitige periphere Fazialislähmung (in ca. 20% der Fälle)Weitere mögliche Symptome Transitorische "neurologische" Symptome bzw. Hirnnervenbeteiligung (insbesondere N. trigeminus) Migräneartige Kopfschmerzen Hyperakusis Geschmacksstörungen Therapie: Clofazimin, evtl. GlukokortikoidePrognose: Meist chronisch-schubweiser Verlauf, geringe Heilungsaussichten
- Bednar-Aphthe Im Säuglingsalter posttraumatisches Entstehen Folgenloses Abheilen
- Keloid - Definition Definition Gutartige, umschriebene, ein Narbenfeld sowie die umgebende gesunde Haut betreffende, häufig schmerzhafte oder juckende, Bindegewebsproliferation, die selten spontan (Minimaltrauma), ansonsten Monate oder auch wenige Jahre nach Verletzungen oder chronischen Entzündungen auftritt. Der Unterschied zu einer hypertrophen Narbe besteht darin, dass ein Keloid definitionsgemäß das ursprüngliche Narbenareal überschreitet, eine hypertrophe Narbe dagegen nicht.
- Seborrhoische Warze Definition: Hell- bis dunkelbraune oder schwarze, breitbasige Keratose (wird auch als Alterswarze bezeichnet)Epidemiologie: Zunahme im Lauf des LebensEffloreszenz Papel/Plaque Braun bis schwarz, scharf begrenzt, weich Fettige, zunächst flache und matte Läsionen, die im Verlauf zunehmend unter Ausbildung von Hornmasse zerklüften Keine maligne Entartung, können aber bei mechanischer Irritation leicht bluten Prädilektionsstellen: Oberkörper, Gesicht, Unterarme und HandrückenDiagnostik: Auflichtmikroskopisch follikuläre Betonung und PseudohornzystenTherapieNicht notwendigBei kosmetischer Beeinträchtigung: Kryotherapie, Lasertherapie oder chirurgische Exzision
- Naevus spilus (Kiebitzeinävus) Effloreszenz: Kongenitaler Café-au-lait-Fleck, in dem sich im Verlauf gesprenkelte, kleine stark pigmentierte Flecken entwickeln (Nävuszellnävi)Prognose: Als Ausgangspunkt eines Melanoms nur in Einzelfällen beschrieben.Therapie: I.d.R. nicht erforderlich
- Kongenitaler Riesenzellnaevus Definition: Flächiger Nävus pigmentosus et pilosus, der von Geburt an besteht Bezeichnung bei besonders großer Fläche: Kongenitaler Riesenpigmentnävus Effloreszenz: Hell- bis dunkelbrauner oder sogar tiefschwarzer Nävus, oftmals behaart Prognose: Insbesondere bei großflächigen Befunden besteht ein hohes Entartungsrisiko → Bereits im Kleinkindalter regelmäßige Kontrollen nötig Therapie: Möglichst frühzeitige chirurgische Exzision oder Laserablation
- Histiozytom Definition: Reaktive Bindegewebsläsion, Auftreten nach Insektenstichen oder geplatzten EpithelzystenEffloreszenz: 5-10mm Durchmesser, hautfarbener oder bräunlicher, derber Knoten (Fibrom)Diagnostik: Dimple-Phänomen (Synonym: Fitzpatrick-Zeichen): Zentrale Einsenkung bei KomprimierungTherapie: Ggf. Exzision, bei ästhetischer Beeinträchtigung
- Granuloma pyogenicum Definition: Gutartiger granulomatöser Tumor, der nach infizierter Verletzung meist im Gesicht oder an den Händen entstehtEffloreszenz: Weiche, rundliche Geschwulst mit unvollständiger Epithelialisierung, leicht verletzlich und blutendHistopathologie: Kapillares Hämangiom mit entzündlicher VeränderungTherapie: Exzision