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Diagnostik II (Fach) / Projektive Verfahren (Lektion)
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- Was sind Projektive Verfahren? - Sie setzen den Vorgang der Projektion voraus.- Dem Probanden wird Reizmaterial vorgelegt, das ihn dazu veranlassen soll, Gedanken und Gefühle zu äußern in Zeichen, in Handlungen, in Worten - generell in Gestalten.- Deutehypothese sagt aus, dass diese Gestalten es dem Untersucher ermöglichen Gedanken und Gefühle des Probanden zu erkennen und aus ihnen auf die Persönlichkeit zu schließen. Es gibt drei Gruppen von Verfahren: 1. Form – Deute – Verfahren: abstraktes Bildmaterial soll gedeutet werden, nach persönlichem Eindruck und Empfinden der Person) 2. Verbal – thematische Verfahren: Geschichten zu Bildern erzählen oder Sätze vervollständigen => TAT, Rosenberg Picture Frustration Test 3. Zeichnerisch – gestalterische Verfahren: zu einem best. Inhalt etwas zeichnen oder mit Utensilien etwas produzieren - Verfahren: Baum – Test, Familie in Tieren, Lüscher – Test, Scenotest, Mann – Zeichen – Test, Verzauberte Familie, Wartegg – Zeichen – Test, Welt – Test (abgesehen von Scenotest und Familie in Tieren gibt es keine neuen Rezensionen)
- Welches Ziel verfolgt der Einsatz von Projektiven Verfahren? Erfassung der gesamten Persönlichkeit, insbesondere der unbewussten Anteile.
- Was sind die Vorteile projektiver Verfahren? - geringe Augenscheinvalidität- Aufdecken unbewusster Probleme- Hoher Aufforderungscharakter- Bei Kindern gut einsetzbar- Projektion kann Loyalitätskonflikte vermeiden- Kommunikationsmittel und Visualisierungstechnik in der Exploration
- Welche Nachteile haben Projektive Verfahren? - fehlende psychometrische Qualität- Gütekriterien nicht gegeben (Obj. Rel., Val., Norm.)- Grundkompetenzen werden oft vorausgesetzt (Sprachkompetenz, feinmotorische oder grafische Fähigkeiten)- geringe Auswertungsobjektivität, weil Messwerte nicht eindeutig zuordenbar, nicht gegebene Interpretationseindeutigkeit und fragwürdige Zumutbarkeit- fehlende Augenscheinvalidität hat aber auch eine gute Seite: Undurchschaubarkeit der Messintention - sollten nur noch als Hilfsmittel zur Exploration (bei Anamnese) und bei der Bildung diagn. Hypothesen herangezogen werden- insbesondere muss hier Augenmerk auf Schutz der Intimsphäre und Wahrung der Unverletzlichkeit gelegt werden- Tp wird über Messintention im Unklaren gelassen, oft sogar in die Irre geführt => ethische Probleme- zielen auf unbewusste Gegebenheiten ab - Kenntnisse über tiefenpsychologische Annahmen gefordert sowie die Akzeptanz seitens des TL- Testmaterial ist mehrdeutig und bietet daher viel Freiheit im Testverhalten, was gerade die Materialisierung des Unbewussten ermöglichen soll => Reduzierung der Objektivität- kaum Studien zu Reliabiltät und Validität, Eichung nur in Ausnahmefällen, Skalierung mehr un- als angemessen
- Welche Arten von projektiven Verfahren gibt es? - Form-Deute-Verfahren: Rorschach- Verbal-Thematische Verfahren: Assoziationen zu sprachlichen Material z.B.: Thematischer Apperzeptionstest, Children's AT, Satzergänzungsverfahren- Zeichnerische und Gestalterische Verfahren: Produktion von Zeichnungen z.B.: Familie in Tieren, Sceno- Semi-projektive Verfahren: Mehrdeutiges Reizmaterial, vorgegebene Reaktionsmöglichkeiten z.B.: MMG
- Welche Vorteile hat das Spiel als Methode für Kinder? 1. Überwindung von Äußerungshemmungen2. Stärkere Distanzierung vom eigenen Erleben3. Eingeschränkter Grad der Bewusstheit4. Affektive Auseinandersetzung im Spielerleben
- Was ist das Ziel des Scenotests? - Ziel: Einblick in unbewusste Problematik und Konfliktlage des Patienten- Beziehungspersonen des Kindes auftreten und lebendiges Wechselspiel ermöglichen => Familienkonstellation zur Darstellung kommen lassen.
- TAT Auswertung! - Analyse der "needs" und der Einflüsse der Umwelt "presses".
- Beispiel für "needs" des TAT! - Sozialer Anschluss, Leistung, Aggression, Unabhängigkeit
- Einsatzfelder Scenotest! - Kontaktaufnahme- Einblick in Familienbeziehungen und familiäre Konflikte- Generierung von diagnostischen Hypothesen
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- Auswertung Scenotest! 3 Analyseebenen:- Beobachtungsanalyse- Formale Analyse- Inhaltliche Analyse
- Ziel Multi Motiv Gitter! - Erfassung der drei Motive: Leistung, Macht, sozialem Anschluss und Motivationsmanagement im Bezug auf Furcht und Hoffnung- Motivstruktur einer Person wird ermittelt 1) Anschlussmotiv: Interaktion mit fremden Menschen 2) Machtmotiv: Kontrolle anderer Personen 6 Testkennwerte: Hoffnung auf Anschluss, Furcht vor Zurückweisung, Hoffnung auf Erfolg, Furcht vor Misserfolg, Hoffnung auf Kontrolle und Furcht vor Kontrollverlust
- Welche Motive werden beim MMG erfasst? - Leistung: Hoffnung auf Erfolg/ Furcht vor Misserfolg- Kontrolle: Hoffnung auf Kontrolle/Furcht vor Kontrollverlust- Anschluss: Hoffnung Anschluss/Furcht vor Zurückweisung