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Methodenlehre I (Fach) / Methodenlehre I (Lektion)

Methodenlehre

Diese Lektion wurde von VIELWEIBEREI erstellt.

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  • Wann ist ein Testergebnis signifikant? Wenn der p-Wert kleiner, als der vorher festgelegte α-Fehler, oder gleich dem vorher festgelegten α-Fehler ist.
  • Welche Probleme treten beim Signifikanztest nach Fisher auf? Es ist keine Aussage darüber möglich, wie groß die Chance war einen Effekt zu entdecken (=Power unbekannt) Es ist keine Aussage möglich, wenn ein Testergebnis nicht signifikant ist Bedeutung signifikanter Ergebnisse ist unklar
  • Welche Verbesserungsvorschläge haben Neyman und Pearson zum Signifikanztesten gemacht? Einführen der Alternativhypothese‌→ Aussage über die Chance einen Effekt zu finden und Aussage bei nicht-signifikanten Ergebnissen möglich Ergebnis signifikant → Verhalte dich so, als ob die Alternativhypothese zuträfe Ergebnis nicht-signifikant → Verhalte dich so, als ob die Nullhypothese zuträfe
  • Welche Voraussetzungen müssen für die Anwendung eines t-Tests (bei unabhängigen Stichproben) gegeben sein? Variablen müssen Intervallskaliert sein Stichproben müssen unabhängig sein Stichproben müssen aus Normalverteilter Population stammen (Stichproben sollten aus Populationen mit gleicher Varianz stammen)wobei t-Test relativ robust, außer bei stark unterschiedlichem N und zusätzlich verschiedenen Varianzen
  • Welche Effektgröße wird bei t-Tests verwendet und wie wird sie interpretiert? Cohens dInterpretation nach Cohens Konventionen: d = 0,2 → kleind = 0,5 → mitteld = 0,8 → groß
  • Was sind Freiheitsgrade? Anzahl der Werte, die in einem statistischen Ausdruck frei variieren können
  • Was muss beachtet werden, wenn man den kritischen t-Wert ablesen möchte? die Zahl der Freiheitsgrade Auf welcher Seite sich die Alternativhypothese befindet die gesuchte Fläche je nachdem ob einseitig (1-α) oder zweiseitig (1-a/2) getestet wirdBeispiel:α von 5%- einseitiges Testen 95%- zweiseitiges Testen 97,5%
  • Was nutzt man um Konfidenzintervalle zu bestimmen? - Standardfehler - StichprobenverteilungKonfidenzintervall wird um gefundene Werte herum aufgespannt
  • Was ist eine t-Verteilung und wofür wird sie genutzt? Standardisierte Stichprobenverteilung, meist für Stichprobenverteilungen von Mittelwerten und Mittelwertsunterschieden genutzt
  • Welche der folgenden Wertekonstellationen zeigen ein signifikantes Testergebnis an? a. α > p b. p > α c. β < p d. p < β e. temp > tkrit f. tkrit > temp a.
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  • In einer Fußballmannschaft soll ein alternativer Trainingsplan erprobt werden. Eine Hälfte der Mannschaft trainiert nach dem alternativen Plan, die andere Hälfte trainiert nach dem herkömmlichen Plan. Die Spielleistung wird von jedem Spieler vor und nach der Trainingsperiode gemessen. Welchen Signifikanztest könnte man anwenden, um zu überprüfen, ob der alternative Trainingsplan besser oder schlechter ist, als der herkömmliche? t-Test für Mittelwertunterschiede, unabhängige Stichproben (wobei vorher Differenzwerte der Spieler gebildet werden können)
  • Welche Voraussetzungen müssen für eine Varianzanalyse gegeben sein? Normalverteilung der untersuchten Variable in der Population gleiche Varianzen der untersuchten Variable in den zu vergleichenden Gruppen
  • Welchen Vorteil bietet die Varianzanalyse gegenüber dem t-Test? Mehr als zwei Mittelwertsunterschiede können auf Signifikanz getestet werden
  • Warum verwendet man nicht einfach mehrere t-Tests? Weil sich dann die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Fehlentscheidung zwangsläufig erhöhen würde Mit der Anzahl der zu vergleichenden Gruppen steigt die Wahrscheinlichkeit dafür, das wir mindestens 1x fälschlich die Alternativhypothese annehmen Wahrscheinlichkeit, dass bei mehreren t-Tests mindestens ein α-Fehler auftritt wird als kumuliertes α bezeichnet
  • Was passiert, wenn die Varianz innerhalb der Gruppen sehr groß wird? Ergebnis der Varianzanalyse wird weniger wahrscheinlich signifikant, weil die Varianz innerhalb der Gruppen so groß ist, ist es schwieriger, einen Effektdes Faktors zu finden.
  • Was ist eine Omnibus Hypothese? Wodurch wird sie charakterisiert? Alternativhypothese in der herkömmlichenVarianzanalyse - bezieht sich gleichermaßen auf alle Mittelwerte- trifft keine Aussage darüber zwischen welchen Mittelwerten Unterschiede bestehen,   sondern lediglich dass Unterschiede bestehen
  • 7.) Welche der Aussagen zur Varianzanalyse ist richtig? a. Bei der Varianzanalyse werden Mittelwertunterschiede untersucht, indem die Varianz zwischen den untersuchten Gruppen an der Varianz innerhalb der untersuchten Gruppen relativiert wird. b. Bei der Varianzanalyse werden Mittelwertunterschiede untersucht, indem mehrere t- Tests durchgeführt werden. c. Bei der Varianzanalyse werden Varianzunterschiede untersucht, indem Mittelwerte miteinander verglichen werden. d. Bei der Varianzanalyse werden Varianzunterschiede untersucht, indem ein t-Test durchgeführt wird. a.
  • Bei welchen der vier genannten Größen handelt es sich komplett um Effektgrößen? A) t, r, g, d B) r, d g, η2 C) x̅, d, t, r D) F, t, η2, r B
  • Warum berechnen Wissenschaftler Effektgrößen? ermöglichen Vergleich unterschiedlicher Skalen und Studien Beurteilung der Größe des Effekts durch Konventionen als standardisierte Maße allgemein verwendbar (in jungen Forschungsgebieten) später in Metaanalyse (mittlere gewichtete Effektgröße) zur Durchführung einer Poweranalyse
  • Warum können Effekte als Unterschiede sowie als Zusammenhänge dargestellt werden? Unterschied (z. B. d) und Zusammenhang (z. B. r) weisen proportionalen Zusammenhang auf. Ausmaß, in dem sich die Werte zweier Gruppen voneinander unterscheiden kann auch als Zusammenhang (Korrelation) zwischen Gruppenzugehörigkeit und den entsprechenden Werten gesehen werden Beispiel: Zusammenhang zwischen Geschlecht und Studienerfolg:Mittelwertsunterschied berechnen oder Korrelation zwischen Geschlecht (kodiert mit z. B. 0/1) und Studienerfolg.
  • Was ist die Grundidee der Metaanalyse? - um eine präzise Aussage über die Größe eines Populationseffekts machen zu können- Hauptergebnis: präzise Schätzung des jeweiligen Populationseffekts durch Berechnung   eines gewichteten Mittelwerts aller vorliegender Effektgrößen
  • Was sind die wichtigsten Gruppen von Effektgrößen? Welche Information liefern sie jeweils? Abstandsmaße (Unterschiede):drücken Mittelwertsunterschied in Standardabweichungseinheiten (der abhängigen Variable) aus (Bsp. d) Zusammenhangsmaßegeben Mittelwertsunterschiede als Korrelation zwischen Gruppenzugehörigkeit und Werten der abhängigen Variable wider (Bsp: r)
  • Was macht man, um Effekte aus verschiedenen Studien (andere Skalen/Messinstrumente) vergleichbar zu machen? standardisieren → Effektgrößewodurch die Bedeutsamkeit des Effekts klar und einheitlich interpretierbar wird 
  • Warum ist r bereits eine Effektgröße? Definition von Effektgröße: standardisiertes quantitatives Maß zur Beschreibung der Stärke eines Phänomens Effekt wurde bereits an der Streuung relativiert, ist also unabhängig von derEinheit
  • Warum ist es sinnvoll bei der Berechnung gemittelter Kennwerte in einer Metaanalyse die Werte aus den einzelnen Studien anhand ihrer Stichprobengröße zu gewichten? Weil größere Stichproben genauere Schätzungen des Populationsparameters liefern  (Gesetz der großen Zahlen), ist es sinnvoll die Stichprobengröße als Gewichtung zu verwenden. Größere Stichproben haben so einen stärkeren Einfluss.
  • Was sind die Voraussetzungen für eine Metaanalyse? ausreichende Qualität der Studien →Ausschlusskriterien formulieren(„Müll rein, Müll raus“) Studien müssen dasselbe messen (Nicht "Äpfel" mit Birnen vergleichen)
  • Was ist der „Publication Bias“ und wie kann man ihn identifizieren? Das Problem, dass tendenziell eher signifikante Ergebnisse publiziert werden, weshalb Ergebnisse aus nicht-signifikanten Studien fehlen könnten. → Ergebnis der Metaanalyse verzerrtAbhilfe: Funnel-Plot
  • Welche potenziellen Probleme können bei einer Metaanalyse auftreten? schlechte Studien werden mit aufgenommen es werden Studien miteinander verglichen, die verschiedene Abhängige Variablen messen Selektive Auswahl von Studien verzerrt das Ergebnis der Metaanalyse (=Schätzung des Populationswerts ) → publication bias"
  • Wie ermittelt man, ob eine Interaktion zwischen unabhängigen Variablen vorhanden ist Effekte bestimmen, die eine Unabhängige Variable, auf verschiedenen Stufen einer anderen Unabhängigen Variable auf die Abhängige Variable hat. → dieses Effekte miteinander vergleichen. Sind Effekte auf den verschiedenen Stufen der anderen Unabhängigen Variablen nicht gleich groß, so liegt eine Interaktion vor
  • Welche Auskunft liefert Nominalskalenniveau? Welche Lagemaße sind sinnvoll? Nenne ein Beispiel! Auskunft über: Gleichheit oder Ungleichheit zwischen ObjektenLagemaß: ModusBsp.: Studiengang
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  • Welche Auskunft liefert Ordnialskalenniveau? Welche Auskunft liefert es nicht? Welche Lagemaße sind sinnvoll? Nenne ein Beispiel! Auskunft über: Rangreihe / Reihenfolge von Objekten (größer/kleiner/gleich) aber nicht über die Größe der AbständeLagemaße: Modus, MedianBeispiel: Platzierungen beim Sport, Rang beim Militär
  • Welche Auskunft liefert das Intervallskalenniveau? Welche Lagemaße sind sinnvoll? Nenne ein Beispiel! Auskunft über: Gleichheit zwischen den Differenzen der Werte aber kein natürlicher Nullpunkt!Lagemaße: Modus, Median, arithmetisches MittelBsp.: Temperaturskala (in °Celsius)
  • Welche Auskunft liefert Verhältnisskalenniveau? Welche Lagemaße sind sinnvoll? Nenne ein Beispiel! Auskunft über: Natürlicher Nullpunkt festgelegt. Gleichheit von Verhältnissen. Gleichheit von DifferenzenLagemaße: Modus, Median, arithmetisches MittelBsp.: Kelvinskala für Temperatur
  • Was ist das Absolutskalenniveau? Nenne ein Beispiel! Natürliche MaßeinheitBsp.: Häufigkeiten
  • Was ist die Varianz? Ordnen Sie sie den Lage- oder Streuungsmaßen zu! (VA)durchschnittliche quadrierte Abweichung der Werte einer Variable vom MittelwertStreuungsmaß!
  • Was ist der Interquartilsabstand? Ordnen Sie ihn den Lage- oder Streuungsmaßen zu! (QA)Abstand zwischen oberem und unterem QuartilStreuungsmaß!
  • Was ist die Range/Spannweite? Ordnen Sie sie den Lage- oder Streuungsmaßen zu! Der Abstand zwischen dem größten und dem kleinsten WertStreungsmaß!
  • Was ist die Standardabweichung? Ordnen Sie sie den Lage- oder Streuungsmaßen zu! die durchschnittliche Abweichung einer Variable vom Mittelwert(quadrierte Werte der Varianz schwer zu interpretieren, deswegen wird die Wurzel der Varianz verwendet)Streuungsmaß!
  • Systematische Beobachtung: Selektion 1. Schritt in systematischer Beobachtung Auswahl von Verhaltensweisen/Ereignissen die beobachtet werden sollen
  • Systematische Beobachtung: Abstraktion 2. Schritt einer systematischer Beobachtung Reduktion der in Selektions ausgewählten Verhaltensweisen / Ereignisse auf ihre wesentliche Bedeutung
  • Systematische Beobachtung: Klassifikation 3. Schritt einer systematischen BeobachtungZuordnung von Zeichen / Symbolen zu Kategorien
  • Systematische Beobachtung: Systematisierung 4. Schritt einer systematischen Beobachtung Zusammenstellung eines Gesamtprotokolls auf Grundlage der Klassifikation
  • Systematische Beobachtung: Relativierung 5. Schritt einer systematischen Beobachtung Berücksichtigung möglicher Einschränkungen bei der Interpretation
  • Kuhns Wissenschaftstheorie: Wissenschaftliche Gemeinschaft (Beschreibe!) Spezialistengruppen, in denen Wissenschaft stattfindet. Zeichnen sich durch intensive Kommunikation zwischen den Mitgliedern, relative Übereinstimmung in ihren Urteilen über Aspekte ihres wissenschaftlichen Bereichs und gemeinsame Elemente in Ausbildung und Kenntnissen aus.
  • Kuhns Wissenschaftstheorie: Paradigma (Beschreibe!) Konsens zwischen Mitgliedern einer wissenschaftlichen Gemeinschaft.Umfasst:allgemein akzeptierte theoretische Annahmen, Gesetze und empirische Generalisierungen, erfolgreich bewertete Anwendungen, häufig eingesetzte Hilfsmittel und Apparaturen sowie allseits akzeptierte Methoden und Begriffsbildungen.
  • Welche Arten von Objektivität werden unterschieden? - Durchführungsobjektivität- Auswertungsobjektivität- Interpretationsobjektivität
  • Was ist die geschätzte Populationsstandardabweichung? eine Schätzung der Abweichung innerhalb der Population
  • Was ist der Standardfehler des Mittels? eine Schätzung der Abweichung innerhalb einer Stichprobenverteilung von Mittelwerten
  • Was ist die Standardabweichung einer Stichhprobe? die Abweichung der Werte vom Mittelwert innerhalb einer Stichprobe
  • Was besagt der "modus tollendo tollens"? Dass aus den Voraussetzungen A → B¬BSchluss: ¬A"nicht B" und"Wenn A", "dann B" auf"nicht A "geschlossen werden kann