Entwicklung (Fach) / VL_07_ (Lektion)

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Arten der Kontinuität

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  • Arten der Kontinuität Absolute Kontinuität (Indivuduum, Kohorte) Normative Kontinuität (differentielle Kontinuität) Kontinuität der Mittelwerte Ipsative Kontinuität Strukturelle Kontinuität Homotype vs. heterotype Kontinuität
  • Absolute Kontinuität Eine Eigenschaft verändert sich nicht mehr
  • Normative Koninuität (differentielle Kontinuität) Steht für Stabilität interindividueller Unterschiede in Selbstkonzepten bei mehrmaliger Messung (d.h. Es wird nicht die Stabilität der Menschen gemessen, sondern die Stabilität der Unterschiede zwischen den Menschen) Unterschiede zwischen Merkmalen bleiben im Vergleich von 2 Zeitpunkten gleich Gewichtsunterschied vor und nach Weihnachten bleibt im Vergleich zu einer anderen Person gleich Man sieht, dass die aufeinanderfolgenden Altersstufen in den Ergebnissen der Iq-Tests stark miteinander korrelieren ⇒ Kontinuität des IQ’s Allerdings ist dies auch testabhängig ⇒ führt man je nach Alter unterschiedliche Tests durch, korrelieren die Ergebnisse nicht so stark wie bei der Durchführung derselben Tests Unterschiede in der differentiellen Kontinuität ⇒ variiert je nach gemessener Variable/Eigenschaft Hoch: Intelligenz / Aggressivität Mittel: Extraversion/ Neurotizismus Niedrig: Selbstwertgefühl, Lebenszufriedenheit
  • Kontinuität der Mittelwerte Konstanz in der Quantität eines Merkmals über einen Zeitraum Mittlere Veränderungen der gesamten Personenstichprobe, der durchschnittliche Entwicklungsverläufe kennzeichnet. Dabei ist es unerheblich, wie sich die Personen relativ zueinander verändert ha-ben
  • Ipsative Kontinuität personenzentrierte Ebene Kontinuität von intraindividuellen Persönlichkeitseigenschaften über die Zeit hin-weg d.h. Merkmalen innerhalb eines Individuums Kontinuität auf Gruppenlevel zeigt keine Kontinuität auf individueller Ebene an ⇒ daher Untersuchung der Ipsativen Kontinuität (personenzentrierte Ebene)
  • Strukturelle Kontinuität Kontinuität auf Konstruktebene Beständigkeit von Korrelations-Mustern innerhalb eines Sets an Variablen über die Zeit Untersuchung in der Regel über Kovariations-Mustern in Item- und Faktorbeziehungen bei Wiederholungsmessungen
  • Homotype Kontinuität Kontinuität einer Eigenschaft bei konstantem Messverfahren ⇒ Gibt es auf prozeduraler Ebene und evaluativ-deklarativen Ebene
  • Heterotype Kontinuität Kontinuität einer Eigenschaft bei unterschiedlichem Messverfahren in unterschied-lichem Alter  unterschiedliche, altersadäquate Messverfahren
  • Mediatoren der Kontinuität Zeitpunkt der ersten Messung negativer Zusammenhang mit Kontinuität Abstand zwischen Messungen Schätzung = r.= reliabel  x 1 - Jahrestabilität
  • Erfassung von Unterschieden - W. Stern (1911) W. Stern entwickelte 4 Disziplinen der Forschung Variablenorientiert ⇒über Personen Personenorientiert ⇒ innerhalb der Person
  • Variationsforschung Ziel dieser Forschung ist die möglichst umfassende Kenntnis individueller Unterschiede eines bestimmten Merkmals. Merkmal wird an möglichst vielen Individuen gemessen. Die Verteilung der Messwerte gibt Aufschluss über die durchschnittliche Ausprägung des Merkmals und Streuung um den Mittelwert Bsp.: man könnte herausfinden wollen, wie kreativ die Bevölkerung ist und wie stark sich Menschen in ihrer Kreativität voneinander unterscheiden. Um beides herauszufinden, bedarf es selbstverständlich eines messgenauen Kreativitätstests.
  • Korrelationsforschung Aufgabe der Korrelationsforschung ⇒Zusammenhänge von Persönlich-keitsmerkmale untereinander herausfinden Zur Klärung dieser Frage müssen die fraglichen Merkmale gemessen und anschließend mittels Korrelationsanalyse ausgewertet werden. Bsp.: man könnte die Frage untersuchen, ob Kreativität stärker mit der Intelligenz oder stärker mit Persönlichkeitseigenschaften zusammenhängt (Sternberg, 1999).
  • Psychographie Ziel der Psychographie ist die umfassende psychologische Beschreibung einer einzelnen Person. Bsp.: in der Berufsberatung : Im Rahmen der Berufsberatung wird häufig mit Hilfe geeigneter Testbatterien das individuelle Begabungs- und Interessenprofil erhoben, auf dessen Basis die Eignung der untersuchten Person für verschiedene Studiengänge und Berufe eingeschätzt wird Bsp.: in der klinisch-psychologischen Anwendungspraxis. In der klinischen Psychologie bildet die gründliche Einzelfalldiagnostik eine wichtige Voraussetzung für die präzise Eingrenzung des Problems und die Auswahl eines geeigneten Behandlungsverfahrens.
  • Komparationsforschung Aufgabe der Komparationsforschung ist der sorgfältige Vergleich von zwei oder mehrerenPersonen in Bezug auf viele Merkmale Für jedes Individuum wird ein möglichst umfassendes Merkmalsprofil erstellt. Bsp.: Auf diese Weise könnte man beispielsweise herausfinden wollen, welcher von zwei Bewerbern für einen Beruf besser geeignet ist. Oder man könnte, wenn die Zahl der verglichenen Personen größer ist, diese nach der Ähnlichkeit ihrer Profile zu Persönlichkeitstypen zusammenfassen.
  • Q-Sort Methode Eigenschaften nach Charakterisierung ordnen Vergleich innerhalb der Person Meist feste Verteilungsform o Die resultierende Häufigkeitsverteilung der personenbezogenen Items in den Katego-rien soll meistens einer Normalverteilung entsprechen, d.h., die Anzahl der Items pro Kategorie wird vorgeben. Möglichkeit zur Typenbildung (Q-Faktorenanalyse) Bsp.: California Adult Q-Sort(Block, 1978) 100 Eigenschaften, nach 9 Kategorien, normalverteilt Bsp.: Attachement Q-Sort  Q-set : 90 Karten – auf jeder ist eine spezifische Verhaltenscharakteristik beschrieben Nach Beobachtung durch die Bezugsperson oder einen Beobachter  Sortierung der Karten in 9 Stapel Die 9 Stapel sind eine Art Skala von „charakteristisch für das Verhalten des Kindes“ bis „wenig charakteristisch für das Verhalten des Kindes“ Auswertung: Vergleich des Q-Sort des Kindes mit dem Profil eines prototypisch siche-ren Kindes