Zoologie (Fach) / Fachbegriffe und Grundwissen (Lektion)

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Zoologie Grundvorlesung und Schnipselkurs

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  • Cephalothorax Verschmelzung Kopf + Thorax (in Schlau: Cephalon + Thorax) bei höheren Krebsen (Malacostraca)
  • Gliedmaßen am Cephalothorax 1.-2. AntenneMandible1.-2. Maxille1.-3. Maxilliped1.-5. Pereiopoden
  • Verdauung Protista Durch Lysosomen, Acidosomen
  • Protisten Nahrungserwerb Pseudopodien, Cytostom, Mundfeld
  • Fortpflanzung Protisten Sprossung, Konjugation, Micronucleus
  • Fortbewegung Protisten Flagellen, Cilien, Pseudopodien
  • inverses Linsenauge vs. everses Linsenauge Sehzellen abgewandt von einfallendem LichtSehzellen Licht zugewandt
  • Farbspektrum Linsenauge vs. Komplexauge Farbspektrum: LA: lila bis rot KA: uv bis orangerot
  • Holometabol und Hemimetabol mit Puppenstadium und ohne Puppenstadium
  • eusozial und soliär in Gruppen lebende Insekten sind eusozial (z.B. Ameisen, Bienen...)Einzelgänger: solitär ("solo")
  • Welche Hormone regeln die Larvalentwicklung? Ecdysteroide (Ecdyson) / Juvenilhormon
  • Aorta Führt Sauerstoffreiches Blut zum Körper hin
  • Vena Cava Körpervene, führt sauerstoffarmes Blut zum Herzen hin
  • Lungenarterie Führt Sauerstoffarmes Blut zur Lunge hin
  • Septum Trennwand im Herzen
  • Entstehung Coelom Embrionalentwicklung Abfaltung vom Urdarmdach
  • Funktion Coelom Säuger - Anneliden Anneliden: Hydroskelett Säuger: Beweglichkeit / Verschiebbarkeit der Eingeweide / Saugatmung
  • Charakterisierung drei Typen von Muskelgewebe bei Säugetieren Glatte Muskulatur: Netzwerk einkerniger, langer MuskelzellenQuergestreifte Muskulatur: Netzwerk mehrkerniger, langer MuskelzellenHerzmuskulatur: lange, verzweigte Muskelzellen mit verzahnten Querwänden (Zellen der Muskulatur grundsätzlich lang)
  • Kontraktion der Muskelfasern: Proteine Myosin und Aktin
  • Körpergliederung der Cheliceraten Prosoma (0,5)7 Segmente (0,5), Cheliceren (0,5), Pedipalpen (0,5), 4 Laufbeinpaare (0,5)Opisthosoma (0,5)12 Segmente (0,5) Extremitäten meist umgebildet (0,5)
  • Webspinnen Cheliceren Injektion von Gift
  • Pedipalpen sek. Bestattungsorgan
  • Geruchssinn vs. Geschmackssinn flüchtige vs. wasserlösliche Stoffeprimäre vs. sekundäre Sinneszellen
  • Endosymbiontenhypothese Vorläufer der Mitochondrien: ursprünglich frei lebenden aerobe heterotrophe Bakterien (bei Pflanzen: Plastiden aus anaeroben autotrophen Cyanobaktieren)-> wurden vom Vorgänger d. Eukarionten durch Phagozytose aufgenommen, verschmolz mit und bildeten fortan eine Endosymbiose -> allmähliche Entwicklung zu hoch spezialisierten Zellorganellen
  • Argumente für die Endosymbiontenhypothese !Mitochondrien besitzen Merkmale von Prokaryonten! - Aufbau ähnlich der von Prokaryonten - Mitochondrien besitzen eigene DNA, ringförmig, nicht an Histone (Spulen, um welche sich die DNA windet) gebunden - 70s-Ribosomen mit eigener Eiweißsynthese (wie Prokaryonten!) - Eigenständige Vermehrung innerhalb der Zelle durch Einschnürung - Doppelmembran (innere eigene, äußere eukaryotische Zelle, unterschiedlicher Aufbau!) - RNA- und Proteinsynthese der Mitochondrien werden durch Antibiotika wie Rifampicin bzw. Streptomycin gehemmt, Diphtherietoxin hemmt nur Proteinsynthese der Eukaryonten
  • Zellmembran (Def. und Aufbau) Semipermeable Biomembran, selektive Barriere; kontrollierter Stoff-, Energie- und InformationsaustauschLipid-Doppelschicht
  • Membranpotenzial (Entstehung und Stromstärke) Membranpotential: -20 bis -200 mV, ENTSTEHT DURCH UNTERSCH. IONENKONZENTRATION ZELLINNENRAUM/INTERZELLULARRAUM -> Ionen können nur in geringem Umfang durch die Membran diffundieren Konzentration: Innen mehr: K+ - Außen mehr: Na+, C-
  • Arten Stofftransport durch die Membran - passive Diffusion - Transportproteine - Exo-, Endocytose
  • Zellhülle = Glycocalyx (Def. und Aufgaben) Oberbegriff für Hüllschichten auf der Außenseite aller Protocyten und Eucytenbesteht v.a. aus Oligosaccharidketten- Zell-Zell-Erkennung (Blutgruppen-Antigene, MHC…)- Zellkontakte, Schutzfunktion
  • Nukleolus Bildungsort der Ribosomen
  • Nukleus Enthält DNA, Karyoplasma mit Chromatin
  • Mitochondrien Ort der Zellatmung, Cytratzyklus, Oxidative Phosphorylierung: Adenosin-tri-Phosphat (ATP)
  • Endoplasmatisches Reticulum - Netzwerk von Zisternen und Kanälen mit sehr großer Oberfläche- Synthese von Bestandteilen der Membranen: Membranproteine (am rauen ER), Lipide, Kohlenhydrate
  • Golgi-Apparat Stapel flacher Membranzisternen- Sekretion- Modifizierung des Zuckeranteils von Glykoproteinen- Glykosylierung (Verzuckerung) von Aminosäuren- primäre Lysosomsynthese
  • Lysosom („Mülleimer der Zelle“) Hauptaufgabe: Abbau von in die Zelle aufgenommenen Partikeln, verbrauchte Zellbestandteile (RAUS AUS DER ZELLE!), teilweise „Recycling“ - Niedriger pH-Wert (sauer) - wird zu sekundärem Lysosom, sobald Partikel aufgenommen
  • Peroxisom (Microbodies) In allen Eukaryonten enthalten!- enth. Enzym Katalase -> setzt cytotoxisches Wasserstoffperoxid (Zellgift!) unter Bildung von Wasser zu molekularem Sauerstoff um- je nach Tier u./o. Gewebe unterschiedliche Aufgaben:-- In Leberzellen wird Cholesterol zu Gallensäuren oxidiert, Schritt findet in Peroxisomen statt-- Glühwürmchen: P. enthalten Luciferase! (Luciferase-Luciferase-System)-- Besondere Form: Hydrogenosomen der Flagellaten der Trypanosoma: Enzyme der Glykolyse wenn im Wirtsblut--- rezessive Erbkrankheiten durch fehlerhaften Fettsäureabbau -> Zu viele langkettige Fettsäuren verursachen Leber- und Hirnschäden!!!
  • Zusammensetzung Cytoplasma Wasser 80,5 – 85 % Proteine 10 – 15 % Lipide 2 – 4 % Polysaccharide 0,1 – 1,5 % DNA 0,4 % , RNA 0,7 % kleine organische Moleküle 0,4 % anorganische Moleküle und Ionen 1,5 %
  • Funktionen Cytoplasma Glykolyse Synthese löslicher Proteine an freien Ribosomen Transport v. Nährstoffen, Endosomen, Bausteinen
  • Glykolyse Abbau von freier Glucose oder von Reserve-Polysacchariden wie Glykogen und Stärke, die aus Glucoseeinheiten aufgebaut sind, unter Energiegewinn in Form von ATP (Adenosintriphosphat)
  • Cytoskelett - nur bei Eukaryonten! - besonders bei Tierzellen ausgeprägt (Zellwand fehlt!) Sinn: Zellstabilität, Zellbewegung, Transport in der Zelle Bestandteile: Aktinfilamente (Aktin = Strukturprotein), Mikrotubuli (röhrenförmige Strukturen), Intermediäre Filamente (Struktur eines gewundenen Seils, besonders in Epithelzellen, sehr robust)
  • Aktinfilamente im Zytoskellet ZellteilungStabilitätMuskelbewegung
  • Mikrotubuli im Zytoskellet Geißelbewegung Stofftransport Kernteilung Wachstum nach „Tretmühlenmodell“
  • Intermediäre Filamente (Def, Fkt) Heterogene Gruppe von Filamenten (7 – 11 nm Durchmesser) Funktion: Formgebung und Stabilisierung Neurofilamente, Keratin, Desmin, Vimentin...
  • Ursprung Vielzelligkeit: - Bildung von Kolonien - Zusammenbleiben der Tochterzellen: Klonalität und gleiche Interessen - Mechanismus der Differenzierung- Arbeitsteilung zwischen Keimbahn und Soma wird möglich- Individueller Tod“ wird möglich! (Einzeller sind quasi unsterblich)- Trennung von Keimbahn- und Somazellen („Fortpflanzung“)
  • Vielzelligkeit führt zu: - neue Lebensweisen und Nischen- Zusammenhalt, Kommunikation Aufrechterhaltung eines inneren Gleichgewichts- Abschluss gegenüber der Umwelt- individuelle Sterblichkeit
  • Extrazelluläre Matrix (DEF, EIGENSCH.) - Unterlage für Zellschichten, „Klebstoff“, der Zellen zusammenhält- besteht u.a. aus Polysacchariden und Proteinen, sowie verzuckerten Proteinen- Proteine: Kollagene, Fibronectin, Elastin…- nicht statisch, in stetiger Interaktion mit Zellen
  • Zellkontakte - Verschlusskontakte (tight junctions)- Desmosomen -> Plaque- oder Gürteldesmosomen: Bilden Verbindung zwischen Zellmembran mittels Intermed-filamenten (dazwischen Interzellularspalt ca 30nm)- Kommunikationskontakte (gap junctions) -> Kanalprotein Connexin (Tunnelprotein mit 2nm Durchm.)
  • Fkt. Zellkontakte Funktion: Identifikation und Verbindung der Zellen
  • Gewebe Zellen gleicher Funktion bilden Gewebe
  • AQufbau, Aufgabe, Definition Epithelien (ein- oder mehrschichtig) - Apikale Membran: Stoff-/Wasseraufnahme, Sekretion, Schutz (Oberflächenvergrößerung durch Mikrovilli, die mit Aktinfilamenten bewegt werden) - Seitliche Membran: Desmosomen zur Anheftung und Kommunikation - Basalmembran: Verbindung zu extrazellulärer Matrix (z.B. aus Kollagen) (= Eigenheit aller Tiere, auch der ersten bereits)