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WiWi Nürnberg (Fach) / UuU (Lektion)
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- Welcher Kennzahlendimension kann die EBIT-Marge zugerechnet werden und wie wird sie berechnet? Ergebnisanalyse: EBIT-Marge = EBIT / Umsatz -> Anteil des Erfolgs (EBIT) an jeder Einheit Umsatz, hoher Wert zeigt gute operative Ertragsstärke
- Welcher Kennzahlendimension kann die Eigenkapitalquote zugeordnet werden und wie wird sie berechnet? Kapitalanalyse: Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital -> Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital, zeigt finanzielle Stabilität, balanciert Kosten von Eigen- und Fremdkapital
- Welche Darstellungsformen von Kennzahlen gibt es? Absolutzahlen, Verhältniszahlen (Gliederungs-, Beziehungs- oder Messzahlen), Indexzahlen
- Welche Vergleichsformen von Kennzahlen gibt es? Zeitvergleiche, Soll-Ist-Vergleich, Betriebsvergleiche
- Eine Form von Kennzahlen sind Absolutzahlen. Was sind die Merkmale von Absolutzahlen und mögliche Beispiele solcher? - Eine einzelne Größe, die mit ihrem absoluten Wert gezeigt wird Beispiele: Umsatz, EBIT, Anzahl Mitarbeiter, Gesamtkapital
- Eine Form von Kennzahlen sind Gliederungszahlen. Was sind die Merkmale von Gliederungszahlen und mögliche Beispiele solcher? - Eine Teilgröße wird auf eine übergeordnete Größe als gemeinsame Basis bezogen Beispiele: Umsatz im Inland / Gesamtumsatz; Eigenkapital / Gesamtkapital
- Eine Form von Kennzahlen sind Beziehungszahlen. Was sind die Merkmale von Beziehungszahlen und mögliche Beispiele für solche? - Verschiedenartige, aber in sinnvoller Beziehung stehende Größen werden ins Verhältnis gesetzt Beispiele: EBIT / Umsatz; Personalaufwand / Umsatz; Umsatz / Mitarbeiter
- Eine Form von Kennzahlen sind Messzahlen. Was sind die Merkmale von Messzahlen und mögliche Beispiele für solche? - Eine Reihe gleichartiger Größen wird auf diese (oder einen Durchschnitt) als gemeinsame Basis bezogen Beispiele: Wachstumsraten (Differenz zum Vorjahr bspw. für Preise, Mengen...)
- Eine Form von Kennzahlen sind Indexzahlen. Was sind die Merkmale von Indexzahlen und mögliche Beispiele für solche? - Indexzahlen (d.h. Indizes) sind Messzahlen von aggregierten Merkmalswerten Beispiele: Preisindex (Durchschnittspreise), Mengenindex, Aktienindex, Wertindex (= Umsatzindex)
- Was sind die Aufgaben von Kennzahlen? - Messung und Dokumentation betrieblicher Vorgänge - Vergleich/Beurteilung von Leistungsdaten - Zielerreichungskontrolle durch Soll/Ist Vergleich - Frühwarnsystem - Cockpit für die Unternehmenssteuerung
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- Was sind die Gefahren von Kennzahlen? - Teilweise Verkürzung der Informationen, weshalb bei der Analyse kritische Distanz bedeutend ist - Der (wirtschaftliche) Erfolg hängt meist nicht nur von einzelnen Größen ab - Bei zwischenbetrieblichen Vergleichen können unternehmensspezifische Einflussfaktoren übersehen werden
- Was ist der Nutzen von Kennzahlen? - Schnelle und prägnante Information über ein Aufgabenfeld - Übersichtliche Darstellung komplexer Zusammenhänge - Entscheidungsfindung auf objektiver Basis - Vermeidung der aufwendigen und wiederholten Beschaffung von Einzelninformationen - Motivation von Mitarbeitern
- Nach welchen Bewertungsfaktoren werden Staaten im "World Economic Forum Growth Competitiveness Index" bewertet? (globale Wettbewerbsfähigkeit) 1. Technologie (Innovationstätigkeit, Technologieposition, FuE-Aufwand...) 2. Öffentliche Institutionen (Rechtliche Stabilität, Korruption...) 3. Makroökonomie (Wirtschaftswachstum, Staatsdefizit, Inflation, Landes-Rating...) (DE: Platz 4, CH: Platz 1, IT: Platz 49)
- Warum internationalisieren Unternehmen (und Länder) überhaupt? Wohlstandsgewinne durch Außenhandel -> Theorie der komparativen Kostenvorteile von Ricardo (1816) (Wohlfahrtsgewinn durch Spezialisierung, aber dafür Transportkosten!)
- Welche Staaten werden als "BRIC-Staaten" bezeichnet? Brasilien, Russland, Indien, China -> "Emerging-Markets", große Wachstumspotenziale für Unternehmen
- Welche Einflüsse auf die Wirtschaft wurden durch die Industrielle und die Digitale Revolution ausgelöst? Industrielle Revolution: Spitzenposition von USA, D/EU, Japan Digitale Revolution: schnellere Verbreitung von Wissen, als Generierung von neuem Know-How -> Bedrohung des Wissensvorsprungs der Industriestaaten (USA, D/EU, J) -> China und Indien holen wieder auf!
- Warum wird die internationale Arbeitsteilung weiter zunehmen? - Kostenvorteile - Nähe zu Absatzmärkten - "Local Content": Teil der Produktion/Forschung im Land, in dem das Produkt verkauft wird
- Welche zwei Formen der Globalisierungskritik gibt es? 1. "Globalisierung dient nicht dem Allgemeinwohl": unsozial etc. -> Kapitalismuskritik! 2. "Globalisierung entmachtet die Politik": wenig demokratische Kontrolle von multinationalen Unternehmen -> Forderung nach Eingriffen des Staats
- Welche indirekten/nicht-ökonomischen Effekte hat die Globalisierung? - erhöht Chancengleichheit - verbessert Kommunikation, Offenheit, Demokratie - führt zu weltweit höherem Bildungsniveau - verbessert Grundversorgung in armen Ländern Negative Effekte: wenn Staaten regulieren/Märkte abschotten
- Was ist die Tobin-Steuer? Besteuerung von Devisentransaktionen zur Stabilisierung der Wechselkurse/Unterbindung kurzfristiger Spekulationen -> Devisentransaktionen unrentabel, die auf kurzfristige, geringfügige Kursdifferenzen abzielen
- Welche Internationalisierungsstrategien gibt es? - Globale Strategie (McDonald's) - Transnationale Strategie (Henkel bzw. Persil) - Exportstrategie/Internationale Strategie (Beck's) - Multinationale Strategie (General Motors)
- Welche Globalisierungs- bzw. Lokalisierungsvorteile bieten die Strategien für internationale Märkte/Internationalisierungsstrategien? Globalisierungsvorteile: homogene Bedürfnisse in den Ländern/Regionen, weltweit einheitliche Marke, einheitliche Produkttechnologie, Skalen- und Erfahrungseffekte (Standardisierung!) Lokalisierungsvorteile: differenzierte Kundenbedürfnisse, besser auf nationale Wettbewerber eingehen, besser an politisch-rechtliche Beschränkungen anpassen, geringere Transportkosten
- Welche Kulturdimensionen gibt es in verschiedenen Ländern? Individualismus, Unsicherheitsvermeidung, Machtdistanz, Maskulinität (Wir-Gefühl vs. Konkurrenzdenken), Orientierung (kurzfristig - langfristig) -> Beispiel DE/USA aus Vorlesung
- Welche Quellen und welches Ziel haben Innovationen? Ziel: "neue Werte" für den Kunden schaffen Quellen: Kundenbedürfnisse (Bedürfnisse erkennen, neue Bedürfnisse schaffen) Marktabdeckung (Ungesättigte Nachfrage, Verbinden von Angebot und Nachfrage) Technologie (Neue Technologie erfinden/einsetzen, andere Technologie übertragen, vorhandene Technologie anders einsetzen) Geschäftsmodell ("Altes Spiel" besser spielen, "Neues Spiel" erfinden)
- Wie kann der Umsetzungsprozess von Innovationen beschrieben werden? 1. Innovationspipeline füllen (Ideen generieren, Ideenentwicklung) 2. Neue Geschäfte aufbauen (aus Erfindung ein Produkt mit marktfähigem Kundennutzen ableiten) 3. Im Markt etablieren (Produkte/Leistungen im Markt einführen, Marktpräsenz aufbauen)
- Welche Erfolgsfaktoren haben zur Entwicklung der Post-it Notes beigetragen? Toleranz für Fehlschläge, Wissensmanagement, Kommunikation und Lernen, Freiraum für Mitarbeiter, Unterstützer finden (Fach-/Machtpromotoren), Leadership
- Welche Arten von Innovatoren können unterschieden werden? Effiziente Innovatoren: geringes F&E-Budget, hoher Umsatzanteil neuer Produkte (Automobilhersteller) Power Innovatoren: hohes F&E-Budget, hoher Umsatzanteil neuer Produkte (Pharma, Telekommunikation) Konservative Innovatoren: geringes F&E-Budget, niedriger Umsatzanteil neuer Produkte (Bau, Maschinen, Konsumgüter) Erfolglose Innovatoren: hohes F&E-Budget, niedriger Umsatzanteil neuer Produkte
- Welche vier Erfolgsvoraussetzungen zur erfolgreichen Etablierung einer Innovation im Markt müssen erfüllt sein? 1. Kundennutzen (neue Werte für den Kunden?) 2. Marktgröße (ausreichend großer Markt vorhanden?) 3. Innovationsgrad (ausreichender/schützbarer Neuigkeitsgrad -> Patente!) 4. Machbarkeit (Idee ökonomisch sinnvoll?)
- Von welchen Faktoren kann man das "Strategische Fenster" bzw. das richtige Timing für eine Innovation ableiten? - Kundennähe, Kooperation, Markttests - Vorwärts gerichtete Konkurrenzbeobachtung - Kommunikation/Partizipation, Flexibilität - "Unternehmerisches Gespür"
- Wann sollte man als Pionier in den Markt eintreten? - Netzwerkeffekte (Nutzen steigt mit mehr Nutzern) - Eintrittsbarrieren schaffen (für Konkurrenz) -> Standard etablieren!
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- Was sind die Kernfunktionsbereiche und was die Querschnittsbereiche eines Unternehmens? Kernfunktionsbereiche: Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Absatz Querschnittsbereiche: Logistik, Qualitätssicherung, Controlling, Finanzen, Personal
- Was ist ein Organigramm? verdeutlicht die Einbindung der Funktionsbereiche eines Unternehmens in die Führungsstruktur (Vorstände für Bereiche)
- Wie lauten die Gestaltungsparameter der Organisation? 1. Form der Aufgabenspezialisierung 2. Gestaltung der Weisungsbefugnisse (Einlinien- vs. Mehrliniensystem) 3. Verteilung der Entscheidungsaufgaben
- Welche Idealtypen der Organisation gibt es? - funktionale Organisation - divisionale Organisation - Matrixorganisation
- Welche vier Anforderungen an Organisationen können unterschieden werden? - Markorientierung (Förderung der Kundennähe; Ausrichtung auf Wettbewerber und Märkte) - Ressourceneffizienz (Wirtschaftliche Nutzung technischer, personeller und finanzieller Ressourcen) - Qualifikation und Motivation (Bereitstellung von Karrieremöglichkeiten und Motivationsanreizen) - Flexibilität (Befähigung des Unternehmens zur Reaktion; Fähigkeit zur Anpassung an veränderte Bedingungen)
- Welche Idealtypen erfüllen welche Anforderungen an Organisationen wie gut? Funktional: geringere Markorientierung, hohe Ressourceneffizienz, Flexibilität bzw. Qualifikation und Motivation eher gering ausgeprägt Divisional und Matrix: hohe Marktorientierung, geringe Ressourceneffizienz, Flexibilität bzw. Qualifikation und Motivation gut (bei Divisional am besten, sehr flexibel)
- Wieso beeinflusst die gewählte Wettbewerbsstrategie die Wahl der Organisationsstruktur und welche zwei Strategien gibt es? Die Wettbewerbsstrategie beeinflusst das Gewicht der Bewertungskriterien. Kostenführerstrategie Differenzierungsstrategie
- Was sagt das einfache Verhaltensmodell aus? Menschen erbringen bestimmte Leistungen, wenn sie hierdurch ihre Motive erfüllen können -> Führung muss Anreize geben, um zu motivieren bzw. die Entwicklung von Qualifikationen fördern
- Welche Menschenbilder gibt es nach McGregors Theorie X/Y? Typ X: Abneigung gegen Arbeit, Geringer Ehrgeiz, Suche nach Sicherheit, Kontrolle von außen, Anpassungsunfähig -> Einsatz von Zwangsmitteln, Kontrolle und Bestrafung (Management by Control) Typ Y: Arbeit als Quelle von Zufriedenheit, Zielorientiert, Selbstkontrolle, Suche nach Verantwortung, Einfallsreich und kreativ im Umgang mit Problemen, Anpassungsfähig -> Übertragung von Verantwortung, Setzen von Zielen/Anreizen (Management by Motivation)
- Welche zwei Arten von Motivationstheorien gibt es? Inhaltstheorien (Was erzeugt Motivation?): Bedürfnispyramide (Maslow), Zwei-Faktoren-Theorie (Herzberg) Prozesstheorien (Wie beeinflusst Motivation das Verhalten?): Gleichgewichtstheorie (Adams), Erwartungstheorie (Vroom)
- Wie ist die Bedürfnispyramide (Maslow) grundlegend strukturiert? von unten nach oben: Physiologische Bedürfnisse (Hunger, Durst, Grundbedürfnisse!) Sicherheitsbedürfnisse (Sicherheit, Stabilität, Geborgenheit...) Soziale Bedürfnisse (Gemeinschaft, soziale Anerkennung...) Wertschätzung (Selbstachtung, akzeptiert werden...) Selbstverwirklichung (Entfaltung der Persönlichkeit)
- Welche Grundfragen für die Gestaltung des Marketing-Mixes stellen sich? Kunde: (Wer sind unsere Kunden? Welche Eigenschaften und Bedürfnisse haben sie? Wie groß ist die Zahlungsbereitschaft wie vieler Kunden?) Eigenes Unternehmen: (Welche Ressourcen haben wir? Was kosten/was ersparen uns die jeweiligen Maßnahmen?) Wettbewerb: (Was bietet der Wettbewerb zu welchem Preis? Wie wird der Wettbewerb auf unser Handeln reagieren?)
- Welche Grundfragen bei der Gestaltung des Produkt-Mix stellen sich? Produktpolitik: Produktgestaltung (Produktkern, Design, Verpackung...), Entscheidungen über Marktpräsenz (einheitliche oder differenzierte Produkte?) Programm-/Sortimentspolitik: Art (einheitlich, diversifiziert?), Umfang (Breite und Tiefe?), Abstimmung (Produktlinien, Dachmarken, Preislagen?) Garantie- und Servicepolitik: Pre-sale (technisch, kaufmännisch?), After-sale (technisch, kaufmännisch?)
- Welche Fragen stellen sich bei der Gestaltung des Preis-Mix? Preisstrategie (niedrigere, höhere Preise?) Preisdifferenzierung (bei jedem Kunden selber Preis?) Preisvariation (Preise über die Zeit konstant halten?) Preisdurchsetzung (Preise aggressiv oder defensiv durchsetzen?) Preislinienpolitik (Preisober- und -unterbegrenzung des Sortiments) Entgelthöhe (Marge des Händlers?)
- Wie lauten die drei Gestaltungsparameter des Distributions-Mixes? Verkaufskanäle: Direkt (z. B. Dell) oder Indirekt (z. B. Kaufhof) Verkaufsorgane: Intern (eigener Vertrieb) oder Extern (jemand anders für mich) Verkaufspolitik: Persönlicher Verkauf (Buchladen) vs. Automatisierter Verkauf (Amazon)
- Welche Kommunikationsinstrumente gibt es? (Kommunikations-Mix) Werbung: Klassische Werbung (Zeitung, Fernsehen), Direktwerbung, Außenwerbung (Plakate), Internetwerbung Below-the-Line: Sponsoring, Events, Product Placement Sonstige: Verkaufsförderung (Schnupperangebote), Personal Selling (Ansprache in Fußgängerzone), Verpackung...
- Welche Erfolgsdimensionen/Arten von Erfolg gibt es? Wirtschaftlich (Umsatzsteigerung, Gewinnsteigerung) Persönlich (Erfüllen eines Traums, Bestehen einer Klausur) Sportlich (Sieger im Wettbewerb, Eigene Bestleistung)
- Wie kann der Zusammenhang von Visionen, Missionen und Zielen beschrieben werden? Vision (Angestrebtes Zukunftsbild) -> Mission (Schriftliche Formulierung von Werten und Normen auf Basis der Vision) -> Ziele (Klar definierte, messbare Vorgaben, anhand derer die Leistung des Unternehmens beurteilt werden kann)
- Wie lauten die Kriterien für die Formulierung von Visionen? - Richtungsweisend (Zukunftsorientiert, Verbindlich) - Ansporn gebend (Fordernd, Enthusiasmus erzeugend) - Plausibel (Ambitioniert, aber erreichbar; Markverständnis basiert) - Prägnant (Einfache Leitbilder, Kommunizierbar)
- Was für messbare, operationale Ziele können aus Vision und Mission entwickelt werden? Wertziele: finanzielle Ergebnisse (z. B. Umsatz, Gewinn) Sachziele: Ergebnisse bzgl. Produkten und Leistungen (z. B. Kundenloyalität) Sozialziele/Humanziele: Ergebnisse bzgl. Mitarbeitern und Umfeld (z. B. Mitarbeiterzufriedenheit)