Entwicklungspsychologie (Gallschütz) MLU (Fach) / Entwicklungspsychologie (Lektion)

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Im Modul Psychologie an der MLU

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  • Zu den Methoden der Datengewinnung in der Entwicklungspsychologie gehören... ...Querschnitt-MethodeKonfundierung von Alters- und Kohorteneffekt...Längsschnitt-MethodeKonfundierung von Alters- und Testzeitpunkteffekt...Zeitwandel-MethodeKonfundierung vonKohorten- und Testzeitpunkteffek
  • Zu den vier Theoriefamilien in der Entwicklungspsychologie gehören die... ...Endogenitischen Theorien ...Exoegenistischen Theorien ...Konstruktivistischen Theorien ...Interaktionistischen Theorien
  • In Bronfenbrenners ökologische Modell werden vier verschiedene Systeme unterschieden, das... ...Mikrosystem ...Mesosystem ...Exosystem ...Makrosystem
  • In der sozial kulturellen Sichtweise von Lew Wygotski sind folgende Begriffe von Bedeutung... ...Psychische Phänomene treten in der Entwicklung zweifach auf als interpsychisches intrapsychisches Phänomen ...sozialer Konstruktivismus...Interiorisation...Zone der nächsten Entwicklung...Kulturvergleichende Studie
  • Die Heritabilität ist der ist derjenige Anteil an der gesamten phänotypischen Variabiltät eines Merkmalskomplexes, der... auf genetische Unterschiede zurückzuführen ist.
  • Welchen Anteil haben Erbe und Umwelt an der Entstehung von Intelligenzunterschieden? In einer definierten Population sind 50% der Intelligenzunterschiede auf genetische Einflüsse zurückzuführen
  • Korrelationen zwischen Genetik und Umwelt: Passive Korrelation oder Kovarianz/Passung geschieht ohne Zutun der Genomträger und der sozialen Umwelt! Genetisch Verwandte liefern außer den Genen durch ihr Verhalten auch eine entsprechende Umwelt „automatisch“ mit.
  • Eine evokative oder reaktive Korrelation liegt vor, wenn... die Umwelt auf genetisch beeinflußte Merkmale eines Individuums reagiert
  • Eine aktive Korrelation liegt vor, wenn... genetisch bestimmte Tendenzen vorhanden sind bestimmte Umwelten aufzusuchen, passend zu machen oder herzustellen.
  • Die Bindungstheorie zieht Erkenntnisse aus der..., der..., der...,der... und der...heran. ...Evolutionstheorie...Psychoanalyse...Ethologie...Systemtheorie...Experimentelle Psychologie
  • Die Bindung ist Bedeutend, weil sicher gebundene Kinder... ...autonomer, sozial kompetenter, lerneifriger im Kleinkind-, Vorschul- und Schulalter, besser angepasst, leistungsfähiger in der Schule sind als Kinder mit unsicherer Bindung.
  • Unter der Bindung auf der Repräsentationsebene versteht man... aktive Konstruktionen (von bindungsrelevanten Ereignissen), die kognitive und affektive Elemente haben, ausgeformt außerhalb des Bewusstseins existieren und zu Stabilität neigen.
  • Zu den sechs Determinanten der Bindung im Bereich der Feinfühligkeit gehören die..., die..., die..., die..., die... und die... ...Sensitivität...positiv-akzeptierende Haltung...Synchronisation...Wechselseitigkeit...Unterstützung...Stimulation
  • Die verschiedenen Bindungstypen sind... A...sicherB...unsicher-vermeidendC...unsicher ambivalentD...desorganisiert/desorientiert
  • Unter der Selbstobjektivierung versteht man die Repräsentation des Selbst auf der Vorstellungsebene mit...  dem Charakter eines Objekts.
  • Die fünf Phasen der Entwicklung der Selbsterkenntnis im Rougetest sind... 1. LJ. ...Anblick des eigenen Spiegelbildes führt zu Aktivitätssteigerung, Fleck wird nicht beachtet12 - 14 Mon. ...Playmatverhalten (Spiegelbild = „Kamerad“)15 - 18 Mon. ...Vermeidungsverhalten gegenüber dem Spiegelbild15 - 22 Mon. ...Selbst-Erkennen, Experimentieren mit der eigenen Außenseite18 - 24 Mon. ...Bald nachdem Kinder den Flecktest „bestanden„haben , sind sie auch in der Lage, ihr Spiegelbild mit dem eigenen Namen zu benennen und sich auf Videofilmen zu erkennen
  • Das Fähigkeitsselbstkonzept stellt die Gesamtheit der... Das Schulische Fähigkeitsselbstkonzept stellt die Gesamtheit der... Das akademische Selbstkonzept stellt die Gesamtheit der... Gedanken bezüglich der eigenen Fähigkeiten dar. Gedanken über die eigenen Fähigkeiten in schulischen Leistungssituationen dar Selbstbezogene Kognitionen einer Person bezüglich ihrer Fähigkeiten in akademischen Leistungsdomänen dar.
  • Aquilibration ist die treibende Kraft der kognitiven Entwicklung und meint die... Anpassung (Adaptation) des menschlichen Organismus an seine Umweltgegebenheiten. Dieser Prozess dient zur Ausbildung immer höherer und adäquater Gleichgewichtszustände (Ausbildung neuer kognitiver Strukturen).
  • Bei der Assimilation werden nach Piaget aus... ...vielen Beispielen und Wahrnehmungen Regeln abgeleitet. Die Umweltstruktur wird an den jeweiligen Entwicklungsstand der Handlungs- und Denkstrukturen des Individuums angepasst. „Objekte und Ereignisse werden so behandelt und aufgefasst, dass sie „für die eigenen Strukturen passend“ werden. 
  • Zu den vier verschiedene Formen der Assimilation die nach Piaget unterschieden werden gehören die..., die..., die...und die... ...die reproduktive A.Funktionslust, Übung ...die generalisierte AssimilationAusweitung...die differenzierend-rekognitorische A.Erkennen von Unterschieden in der Assimilierbarkeit von Onjekten...die reziproke A.Koordination, Sehen und Greifen
  • Im Gegensatz zu der Assimilation, bei der das Kind einen neuen Sachverhalt an ein vorhandenes Schema anpasst, kann es anhand der Akkommodation... neue Erkenntnisse verarbeiten, indem es das bereits bekannte Schema erweitert.
  • Äquilibration ist der Prozess durch den Menschen Assimilation und Akkomodation... ausbalancieren, um stabiles Verstehen zu schaffen.
  • Akkomodation ist der Prozess durch den Menschen vorhandene Wissensstrukturen als Reaktion auf... neue Erfahrungen anpassen.
  • Assimilation ist der Prozess, durch den Menschen eintreffende Informationen... in eine Form überführen, die sie verstehen können.
  • Zu den sechs Merkmale des Kindes in der voroperationalen Phase sind gehören... ...die voreilige Generalisierung von Konzepten:Animismus, Finalismus, Artifizialisierung...der (kognitiver) Egozentrismus...die Zentrierung auf einen oder wenige Aspekte...die eingeschränkte Beweglichkeit...die Zentrierung auf Zustände...das fehlendes Gleichgewicht (Nichterkennen von Widersprüchen)
  • Zu den acht Fähigkeiten die in der Phase der Konkreten Operationen beim Kind auftreten gehören... ...die Lösung von Inklusionsprobleme...die Lösung von Klassifikationsprobleme...die Bildung von Begriffsdefinitionen...die systematische Klassifikation von Objekten, z.B. durch die Verwendung von Artikeln...die Lösung logischer Probleme und Schlussfiguren...das Erkennen singulärer Klassen...das Verständnis von komplementären Klassen...der Kriterienwechsel für Klassifikationen
  • Zu den sieben Fähigkeiten die ein Kind in der Periode der formalen Operationen behersscht gehören... ...Lösung von abstrakten Denkaufgaben (z.B. A < C wenn A < B < C)...Beschäftigung mit dem Möglichen...Interpropositionalität...Kombinationen und Permutationen...Integration beider Formen der Reversibilität...Inversion und Reziprozität...Reflexivität
  • Theory of Mind (ToM), auch native Theorie, bezeichnet in der Psychologie und den anderen Kognitionswissenschaften die Fähigkeit... eine Annahme über Bewusstseinsvorgänge in anderen Personen vorzunehmen und diese in der eigenen Person zu erkennen, also Gefühle, Bedürfnisse, Ideen, Absichten, Erwartungen und Meinungen zu vermuten.
  • Zu den vier Bereiche, auf die sich Theory of Mind bezieht gehören die... ...die Bedürfnisse (desiers)...die Überzeugungen (beliefs)...die Wahrnehmungen...die Emotionen
  • Zu den vier Dingen zu denen die Kinder ab dem 4. Lebensjahr nach der Theory of Mind in der Lage sind gehören... ...die Unterscheidung von falschen Meinungen bei anderen und sich selbst...die bewußste Täuschung bei Anderen...die Übernahme von Perspektiven Anderer...die Unterscheidung von Wirklichkeit und Schein
  • Gegenüberstellung von heteronomer und autonomer Moral bei Piaget Heteronome Morale - Autonome Moral 1. Handlungswirkung als Kriterium - Handlungsintention als Kriterium2. Autoritätsorientierung - Prinzipienorientierung3. Regeln als gegeben - Regeln als aushandelbare Konvention4. Egozentrismus - Reziprozität5. Strafe als Vergeltung - Strafe als Wiedergutmachung6. Gerechtigkeit durch Autorität - Gerechtigkeit als Gleichheit7. Lüge als häßliches Wort - Lüge als Unwahrheit
  • Stadien der Moralentwicklung bei Lawrence Kohlberg (Werner Stangl) Stadien der Moralentwicklung bei Lawrence Kohlberg Stadium: Das Präkonventionale Stadium-Kind trifft Entscheidungen bezüglich gut und böse bzw. richtig und falsch-Was gut und böse ist entscheiden Autoritätspersonen Stufe 1: Straf- und Gehorsamsorientierung-Kind hat das Ziel Strafen zu vermeidenStufe 2: Naiv egoistische Orientierung-Kind handelt in erster Linie nach eigenen Bedürfnissen-Gerecht ist was ein Austausch/Gleichwertiger Handel ist > Kind begreift das Moral auch mit wechselseitigen Beziehungen zu tun hat Stadium: Konventionelles Stadium-Kind begreift, das es Mitglied einer Gruppe ist-Kind kann sich in andere hineinversetzen-Soziale Anerkennung und Wertschätzung treten in den Vordergrund Stufe 1: Guter Junge nettes Mädchen Orientierung-Meinung anderer wird zum Maßstab des moralisch RichtigenStufe 2: Law and order Orientierung-Ziel soziale Ordnung aufrecht zu erhalten, weil Funktionieren der Genmeinschaft gewährleisten Stadium: Postkonventionelles Stadium Stufe 1: Konzentration auf innere ethische Werte, deren Gültigkeit nicht von der Zustimmung andere abhängtStufe 2: Ausgenommen von dem auf was man sich geeinigt hat, ist das Recht eine Angelegenheit der persönlichen Meinungen und Werte
  • Das Präkonventionelle Niveau bei Lawrence Kohlberg 1. Stufe Heteronome Moral Orientierung an Bestrafung und Gehorsam, Strafvermeidung, "Macht ist Recht"2. Stufe Individualismus Zweck-Mittel-Denken, Naiver Hedonismus, Austausch, "Eine Hand wäscht die andere"
  • Theorie der Entwicklung des moralischen Urteils: Das konventionelle Niveau bei Lawrence Kohlberg 3. Stufe interpersonaler Erwartungen, Beziehungen, Konformität: Rollenkonformität, Erwartungen erfüllen, gängige Stereotype erfüllen"Was du nicht willst, das man dir tut, tut auch keinem anderen gut"4. Stufe „law and order“:Pflichten erfüllen, Erhaltung von Systemen und Ordnungen"Ruhe ist die erste Bürgerpflicht"
  • Theorie der Entwicklung des moralischen Urteils: Das postkonventionelle Niveau 5. Stufe Sozialvertrag, Nutzen für alle, Rechte des Individuums:Prinzipiengeleites Urteilen, Garantie von Grundrechten"Eigentum verpflichtet"6. Stufe Universelle ethische Verpflichtungen:Ethische Prinzipien für die ganze Menschheit"Handle stets so, daß dein Handeln zu einer allgemeinen Maxime werden kann"
  • Carol Giligan geht in ihren Studien zur Moralvorstellung davon aus, dass Männer aus abstrakten Gründen Moral infragestellen, Frauen hingegen aufgrund... enttäuschender Beziehungserfahrungen. Ihrer Meinung nach ist die Selbstwahrnehmung von Frauen stärker in den sozialen Kontext eingebunden sind und deshalb in Studien zur Moralentwicklung, die an der Ausprägung der Autonomie orientiert sind, zwangsläufig ein durchschnittlich geringeres Niveau aufweisen als Männer. Gilligan stellt der männlichen Gerechtigkeitsmoral eine weibliche Moral der Fürsorge (→ Care-Ethik) gegenüber. Frauen orientieren sich demnach bei moralischen Urteilen mehr am Beziehungs-, Interaktions- und Verantwortungsgefüge der in eine Problemsituation beteiligten Person, Männer dagegen eher an abstrakten Rechten und Pflichten. Gilligan sieht beide Moralarten, die weibliche und die männliche, strukturell als gleichwertig an.
  • Das Modell der sozial-kognitiven Entwicklung von R.L. Selman orientiert sich an den Stufen Kohlbergs. Sein Begriff der sozialen Perspektivenübernahme umfasst... nicht nur die Art, in der soziales oder psychologisches Wissen einer Person vom Standpunkt einer anderen gesehen wird, wie dies der Begriff der Rollenübernahme impliziert, sondern umfasst zentral das sich entwickelnde Verständnis dafür, wie verschiedene Blickwinkel zueinander in Beziehung stehen und miteinander koordiniert werden können. Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/SozialkognitivEntwicklung.shtml© [werner stangl]s arbeitsblätter
  • Bei Selman geht es darum, wie ein Kind die Beziehungen zwischen den sozialen Perspektiven des Selbst und der eines anderen konzipiert. Die Fähigkeit zur sozialen Perspektivenübernahme entwickelt sich dabei in einer Stufenabfolge. Jede Stufe erfasst ein spezifisches Niveau, auf dem das Kind andere Kinder und deren Absichten wahrnimmt, deren Gefühle wahrnimmt und deren Handlungsrollen interpretiert. Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/SozialkognitivEntwicklung.shtml© [werner stangl]s arbeitsblätter
  • Robert Selmans Stufenabfolge der Entwicklung der Perspektivenübernahme... Niveau 0 (3-8 Jahre)Undifferenzierte und egozentrische Perspektivenübernahme Niveau 1 (5-9 Jahre)Differenzierte und subjektive Perspektivenübernahme - Bewußtwerden der Subjektivität von Perspektiven - Menschen unterscheiden sich im Denken, weil sie sich in unterschiedlichen Situationen befinden Niveau 2 (7-12 Jahre)Selbstreflexive/Zweite Person- und reziproke Perspektivenübernahme - es entwickelt sich ein reflexives Verständnis der Subjektivität - das eigene Handeln wird aus dem Blickwinkel des anderen reflektiert und umgekehrt dessen Reaktion auf das eigene Handeln vorweggenommen Niveau 3 (10-15 Jahre)Dritte Person- und gegenseitige Perspektivenübernahme - wechselseitige Perspektivenkoordination - das Kind erkennt, daß sowohl es selbst, als auch der andere die Perspektive des jeweils anderen gleichzeitig berücksichtigen kann Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/SozialkognitivEntwicklung.shtml© [werner stangl]s arbeitsblätter
  • Eriksons Stufenmodel der psycho-sozialen Entwicklung: Werksinn vs Minderwertigkeitsgefühl 6. Jahre - Pubertät ...das Kind ist lernbegierig. -erfolgreich zu sein ist wichtig-neben dem Drang zum Spielen entwickelt das Kind einen Werksinn, also das Ziel etwas Nützliches zu leisten-falls dabei die Erfolgserlebnisse ausbleiben, kann sich mit der Zeit ein Minderwertigkeitsgefühl entwickeln
  • Eriksons Theorie der psycho-sozialen Entwicklung: Identität vs. Identitätsdiffusion (13. - 20. Lebensjahr) ...der/die Jugendliche stellt sich selbst in Frage undsucht seine Identität-diese Identität sollte auf dem Hintergrund neuer sozialer Rollen gefunden werden: Auseinandersetzung und In-Frage-Stellen der Bezugspersonen, Rolle in der Gleichaltrigengruppe, Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht, Rolle im Beruf- mit der beschleunigten körperlichen Entwicklung stellt sich immer mehr die Frage: Wer bin ich? - die bisher gesammelten Erfahrungen, die aus dem bewältigen der vorherigen Krisen bestehen, werden zu einer Ich-Identität zusammengefügt -diese Identitätsbildung gelingt, wenn man möglichstviele positive Erfahrungen gesammelt hat / ein gesundes Selbstvertrauen besitzt-falls dies nicht der Fall ist, kommt es zu einer sogenannten Identitätsdiffusion. (d.h. der/die Jugendliche kann keine stabile Ich-Identität entwickeln