DID 1 (Fach) / Kennzahlen (Lektion)

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Formeln + Theorie

Diese Lektion wurde von beateh erstellt.

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  • Verwendung von Kennzahlen Planung Steuerung Kontrolle Auskunft über finanzielle und wirtschaftliche Situation --> Frühwarnung
  • Vermögensstruktur Anlagenintensität in % Umlaufintensität in %
  • Anlagenintensität in % Anlagevermögen / Gesamtvermögen * 100 --> hohe Anlagenintensität = höhreres Risiko (Inflexibilität bei Marktveränderungen - zu viel Kapital im Anlagevermögen)
  • Umlaufintensität in % Umlaufvermögen / Gesamtvermögen * 100
  • Kapitalstruktur Eigenkapitalquote in % Fremdkapitalquote in %  Verschuldungskoeffizient Entschuldungsdauer
  • Eigenkapitalquote in % Eigenkapital / Gesamtkapital * 100 EK ist Polster für Verluste. Mehr EK = höhere Unabhängigkeit, leichteres Beschaffen von FK - niedrigere Kreditzinsen durch geringeres Risiko für Kreditinstitute
  • Fremdkapitalquote in % Fremdkapital / Gesamtkapital * 100
  • Verschuldungskoeffizient Fremdkapital / Eigenkapital Verhälnis zwischen Fremd- und Eigenkapital (1:1 am besten, 3:1 noch akzeptabel)
  • Entschuldungsdauer (FK-Zahlungsmittel) / Cashflow bzw Innenfinanzierung In wie vielen Jahren die Nettoschulden (FK-liquide Mittel) aus dem Cashflow (Einzahlung - Auszahlung) zurück bezahlt werden können.
  • Verhältnis Vermögen - Kapital AV = EK    --> Finanzierungsregel AV = EK + langfr. FK   ---> erweiterte Finanzierungsregel
  • Anlagendeckung in % (EK + langfr. FK) / AV * 100 Wie viel Prozent d. AV durch langfristiges Kapital finanziert wird. --> sollte eigentlich zu 100% gedeckt sein, sonst ist langfristig gebundenes Vermögen kurzfristig finanziert 
  • Liquidität 1. Grades in % Zahlungsmittel / kurzfristige Verbindlichkeiten * 100 In wieweit können kurzfristige Verbindlichkeiten mit verfügbaren Mitteln finanziert werden? 1. Grades > 100 % - alle kurzfristen Verbindlichkeiten sind gedeckt, hohe Zahlungsfähigkeit --> sollte alerdings eher bei 10-30 % liegen
  • Liquidität 2. Grades in % (Zahlungsmittel + kurzfr. Forderungen) / kurzfr. Verb. * 100 Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit Forderungen und flüssigen Mitteln. Ideal zwischen 100 - 120 % < 100 % --> evtl. hoher Lagerbestand - mangelnder Absatz? Schlechte Zahlungsfähigkeit
  • Liquidität 3. Grades in % (Zahlungsmittel + kurzfr. Forderungen + Vorräte) / kurfr. Verbindlichkeiten * 100 Mind. 120 %, sonst Probleme bei Preisgestaltung / Absatz langfristiges Anlagevermögen wurde kurzfristig finanziert. Deutlich darüber: viele kapitalbindende Produkte 
  • Working Capital UV ( ohne ARA) - kurzfristige Verbindlichkeiten Unternehmensinterne Finanzierungspotenziale / Liquiditätsrisiken Positiv: Teil des UV wird mit langfristigen Kapital finanziert Negativ: kurzfristige Schulden können auch bei gesamten UV-Verkauf nicht beglichen werden.
  • Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen EK-Rentabilität in % GK- Rentabilität in %  Cashflow
  • EK- Rentabilität in % EGT / Eigenkapital * 100 Verzinsung des Eigenkapitals
  • Betriebsleistung Warenerlöse+ sonstige betriebl. Erträge= Betriebsleistung
  • Betriebserfolg Warenerlöse+ sonstige betriebl. Erträge= Betriebsleistung- Materialaufwand- Personalaufwand- sonstige Betriebsaufwendungen- Afa= Betriebserfolg
  • EGT Warenerlöse+ Sonstige betriebliche Erträge= Betriebsleistung- Materialaufwand- Personalaufwand- sonstige Betriebsaufwendungen- Afa= Betriebserfolg- Zinsaufwand= EGT
  • GK-Rentabilität in % (EGT + Fremdkapitalzinsen bzw. Zinsaufwand) / GK * 100 Verzinsung GK - drückt Ertragsfähigkeit aus.
  • Cashflow Jahresüberschuss / -fehlbetrag (lt. GuV) + Aufwendungen ohne Auszahlungen (ohne Liquiditätsveränderung, z.B. Afa, Zuweisung von Rückstellungen) - Erträge ohne Einzahlungen (ohne Liquiditätsveränderung, Auflösungen von Rückstellungen) =Cashflow / Innenfinanzierung --> je höher Cashflow, desto besser die Liquidität. Positiver Cashflow = Geld für Investitionen. Cashflow --> selbst erwirtschafteten finanzielle Mittel während Umsatzprozesse --> Differenz Einzahlung, Auszahlung
  • Cashflow in % d. Betriebsleistung (CF-Quote) CF / Betriebsleistung * 100 Je höher Prozentsatz, desto höherer finanzieller Überschuss
  • statische Verfahren Kostenvergleich Gewinnvergleich Rentabilitätsvergleich Amortisationsrechnung
  • Kostenvergleich Vergleich der Ø-Kosten pro Periode berücksichtige laufende Betriebskosten (Variable / fixe) und Kapitalkosten (kalk. Zinsen, kalk. Afa) Rechnung: Laufende Betriebskosten+ Kapitalkosten                 =Gesamtkosten (Vergleichsbasis für Güter mit gleicher Menge + Qualität)/ Ausbringungsmenge             = Stückkosten (Vergleichsbasis für ungleiche Menge) Beurteilung: + rasche Durchführung+ geringe Datenmenge notwendig - nur eine Periode- Fehlprognosen!- Unterschiedliche Qualität und erzielbare Erlöse nicht berücksichtigt- Gewinnmaximierung nicht garantiert
  • kalkulatorische Zinsen (AW + RW) / 2 *Zinssatz (%) Die kalkulatorischen Zinsen sind Kosten für die Nutzung des betriebsnotwendigen Kapitals.
  • Kalkulatorische Abschreibung (AW - RW) / ND Anders als bei den bilanzmäßigen Abschreibungen, basieren kalkulatorische Abschreibungen auf der tatsächlichen, verbrauchsbedingten Wertminderung der eingesetzten Anlagegüter.
  • Anschaffungswert Netto Anschaffungskosten - Kaufpreisminderungen (Skonto, Rabatt) + Bezugskosten + Montagekosten                                      = Anschaffungswert
  • Restwert Wert am Ende der ND
  • Gewinnvergleich Rechnung des Kostenvergleichs + Erlöse Verwendung: Unterschiedliche Kapazitäten Unterschiedliche Qualität mit dadurch unterschiedlichen Verkaufpreisen Rechnung: Erlöse - Gesamtkosten         = Gewinn Beurteilung: + rasche Durchführung+ geringe Datenmenge notwendig+ unterschiedliche Ausbringungsmenge/-qualität ist vergleichbar - nur eine Periode -> leicht Fehlprognose- schwierig zurechenbare Erlöse- Rentabilität bleibt fragwürdig
  • Rentabilitätsvergleich Berücksichtigt: Kosten, Erlöse, Kapitaleinsatz Berechnung der Ø-jährlichen Verzinsung des eingesetzten Kapitals Rechnung: Rentabilität in %  (Gewinn + kalk. Zinsen) / Ø-Kapitaleinsatz * 100 bzw. bei einem unmittelbaren Gewinn, können auch Kostenerspranisse verwendet werden: Kostenersparnis / Ø-Kapitaleinsatz * 100 Beurteilung: + rasche Durchführung+ geringe Datenmenge notwendig+ unterschiedliche Ausbringungsmenge/ - qualität sind vergleichbar  - nur eine Periode - Alternative für Differenzkapital nicht berücksichtigt
  • statische Amortisationsrechnung  = Pay-back Methode --> ermittelt Zeitraum für Erwirtschaftung des eingesetzten Kapitals Durchschnittsmethode Kumulationsmethode Beurteilung: + rasche Durchführung+ geringe Datenmenge notwendig - Dauer des Risikozeitraums ≠ Erfolgsvorteil- Geldzeitwert unbeachtet- jährliche rückflüsse schwer abschätzbar- unterschiedliche ND verzerren Ergebnisse (Erträge nach ND nicht beachtet)
  • statische Amortisationsrechnung (Durchschnittsmethode) Berechnung: ( AW - RW) / (jährlicher Gewinn + kalk. Afa) = Amortisationsdauer bzw. (AW - RW) / jährliche Kostenersparnix = Amortisationsdauer !!! Kalk. Afa ≠ Kosten --> Amortisation im Vordergrund - wie schnell kann das Gut abgeschrieben werden
  • statische Amortisationsrechnung ( Kumulationsmethode) --> bei unterschiedlich hohen jährlichen RückflüssenVorstufe zu dynamischen Verfahren Berechnung: AW + jährliche Auszahlungen - jährliche Einzahlungen --> geht solange, bis die Summe des AW und die lfd. Kosten (zB Zinsen) von den jährlichen Erlösen gedeckt werden.
  • Dynamische Verfahren Investitionsrechnung Ein-/Auszahlungen während der ganzen ND zeitlich unterschiedlich anfallende Zahlungen werden berücksichtigt Methoden: Kapitalwert Annuitäten Dynamische Amortisation Interne Zinsfußmethode Simulationstechniken
  • Kapitalwert = Net-Present-Value-Methode= Zahlungsströme der ganzen ND auf Anschaffungszeitpunkt abgezinst. Rechnung Kapitalwert = Barwertsumme - Anschaffungswert Abzinsung aller Ein-/Auszahlungen während ND = Barwertsumme Zahlungsströme: aufgenommener Kreditbetrag = EinzahlungKreditraten/-zinsen = AuszahlungLiquidationserlöse (Ende der Laufzeit) = Einzahlung Bewertung: Einzelinvestition --> positiver KWVergleich von 2 Investitionen --> höherer KWKostenvergleich --> niedrigster Barwert der Kosten Beurteilung: + Berücksichtigung des Zeitpunktes der Zahlungen (Zineszins)+ hohe Realitätsnähe - schwierig die Zahlungen zu prognostizieren- ND vorgegeben und gleich lang- unterschiedl. Zinsfüße = unterschiedliche Ergebnisse
  • Annuitätenmethode Bei unterschiedlicher NDAnnuität --> gleiche Zahlungsbeträge in regelmäßigen AbständenNachhinein-Annuität --> Annuität am Ende der Zinsperiode KW wird in gleich hohe Zahlungen aufgeteilt Annuitäten sind die Beiträge, die während der Laufzeit entnommen werden können, ohne einen negativen KW zu verursachen. Berechnung: A = KW * (q-1) * qN / (qN-1) q = (1+i/m)m --> m = Anzahl der unterjährigen Zinsperiode Beurteilung siehe KW-Methode
  • Dynamische Amortisationsrechnung In welchem Zeitraum werden die Auszahlungen durch die Einzahlungen wiedergewonnen?--> wenn die kumulierten BW den Kapitaleinsatz übersteigen d.h. wenn die Summe der abgezinsten Einzahlungen am Ende die Auszahlungen übersteigen, wird das Projekt umgesetzt. Beurteilung: + Berücksichtigung des Zeitpunkts des Zahlungsanfalls+ Grundlage zur Abschätzung des Investitionsrisikos - bei abweichenden ND (erwartet & tatsächlich) kein Ergebnis
  • Interne Zinsfußmethode Zinssatz, bei dem die Investition einen KW = 0 hat. Interner Zinsfuß --> Höhe der Zinsen des gebundenen Kapitalsvergleich interner Zinsfuß mit alternativen Zinssatz Entscheidung einzelne Objekte --> interner Zinsfuß >= gewünschten Verzinsung mehrere Objekte --> Objekte mit höhreren internen ZF UND ZF >= Mindestverzinsung Beurteilung + Berücksichtigung des Zeitpunktes der Zahlungen (zineszins)+ höhere Realitätsnähe+ "absolute Vorteilhaftigkeit" durch Rendite (=interner Zinsfuß)+ "i" direktes Beurteilungskriterium und beeinflusst somit nicht Berechnung - Kombination mit anderen Methoden notwendig- schwierige Erstellung der genauen Daten
  • Simulationstechniken Durchspielen verschiedener Varianten/Annamen über Investitionsprojekt mit Software --> Programmplanungsmodelle Klassische Verfahren --> Prioritätenliste mithilfe dynamischer Verfahren Gibt ideale Reihenfolge der Investitionen an Operations-Research-Verfahren --> mathematisches Optimierungsmodell bestimmt gesamtes Investitionsprogramm. Berücksichtigung von Interdependenzen Feasibility-Studien Machbarkeitsstudien mithilfe mathematischer Modell --> mathematische Simulation von Modellen (mit vielen Angaben zum Projekt, Projektumfeld wie Währungsschwankungen; Daten für künftigen Absatzmark; Plandaten zu Produktion/Verkauf)
  • Leverage-Effekt Beschreibt die Auswirkungen der Aufnahme von zusätzlichem FK auf die EK-Rentabilität. Sind die Zinsen, die für das Fremdkapital bezahlt werden müssen, niedriger als die Gesamtkapitalrentabilität, so ist die Rentabiliät des Eigenkapitals umso höher, je geringer der Eigenkapitalanteil ist („Positiver Leverage-Effekt“ — „Hebeeffekt“). Sind die Fremdkapitalzinsen höher als die Rentabilität des Gesamtkapitals, sinkt die Rentabilität des Eigenkapitals, wenn der Eigenkapitalanteil abnimmt („Negativer Leverage-Effekt“)
  • ROI (Return on Investment) = Umsatzrentabilität + Vermögensumschlagshäufigkeit Kapitalumschlag*Umsatzrentabilität*100 Gewinn/investiertes Kapital*100 --> Rentabilität des investierten Kapitals
  • Zinsdeckung EGT + Zinsaufwand / Zinsaufwand Verhältnis von Unternehmensergebnis zu Zinsaufwand Je höher, desto besser.
  • Effektivverzinsung (Summe d. Zinsen *100) / (Kapital * Jahre)
  • Mittlere Laufzeit (Jahre +1) / 2
  • Break-even Fixkosten / DB
  • Make- of Buy! Variablen Kosten werden verglichen!
  • Was besagt ein Kapitalwert, der 0 ist? Investition hat sich genau mit dem vorgegebenen Kalkulationszinssatz verzinst. Der Investor gewinnt sein eingesetztes Kapital zurück, er erhält auch in Höhe des angesetzten Zinssatzes eine Verzinsung der jeweils ausstehenden Beträge.
  • Was besagt ein Kapitalwert, der negativ ist erwartete Verzinsung wird nicht erreicht. Investor gewinnt sein eingesetztes Kapital nicht oder nur teilweise zurück.  Mindestverzinsung auf die jweils ausstehenden Beträge wird nicht realisiert. --> Investition ist nicht vorteilhaft.
  • Was besagt ein Kapitalwert, ist größer als 0? positives KW besagt, dass sich die Investition it einem über dem vorgegebenen Kalkulationszinssatz liegenden Wert verzinst hat.  gewinnt sein eingesetztes Kapital zurück, er erhält in Höhe des angesetzten Zinssatzes eine Verzinsung der jeweils ausstehenden Beträge. --> Investition ist vorteilhaft.