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Management und Governance (Fach) / Organisation und Führung (Lektion)

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  • Elemente der Organisationskultur (5) 1) SystemoffenheitArt des Leistungs- und Informationsaustausches mit der Umwelt 2) OrganisationsgradAusmaß der einheitlichen, dauerhaften und formalisierten Regelung des Verhaltens.  3) InformationsstilFormalisierung von Informationsweisen nach Inhalten und Wegen. 4) KonfliktbewusstseinUmgang mit Konflikten 5) Prämien- und SanktionssystemeVarianten der Motivation
  • Systemoffenheit Art des Leistungs- und Informationsaustausches mit der Umwelt Variante 1: Das isolierte System spricht aktiv Kunden und Lieferanten an wirbt für Produkte spricht eine weite Öffentlichkeit an
  • Organisationsgrad Ausmaß der einheitlichen, dauerhaften und formalisierten Regelung des Verhaltens. 1) Das mechanistische System Ausbildungsspezialisierung starre Arbeitsteilung zentralisierte Amts-Autorität vertikale Orientierung (Dienstweg) hohe Formalisierung 2) Das spielraumgebende System Schwerpunktspezialisierung überlappende Arbeitsteilung delegierte Autorität Projekt- und Matrix-Orientierung Formalisierung mit Begründungsfreiheit 3) Das organische System Begabungsspezialisierung spontane Arbeitsteilung Dominanz der Fachautorität problemspezifische Orientierung bewusste Abhebung der Formalisierung
  • Informationsstil Formalisierung von Informationsweisen nach Inhalten und Wegen 1) Fixierter Informationsstil Formularzwang (geschlossene Fragen) feste Begrenzung des Kreises der Informationsempfänger (Verteiler) feste Informationsreihenfolge vertikaler Informationsweg Regelung der Rückinformation (Vollzugsmeldung) 2) Gebundener Informationsstil Check-Listen (Offene Fragen) wechselnde Kreise von Informationsempfängern (problemspezifisch) sachlich gebotene Informationsreihenfolge insidergerichtete Informationsverteilung adressierte Rückinformation bei gleichzeitiger Information aller Betroffenen 3) Irregulärer Informationsstil nicht formalisierte Information spontan gewählte und zugängliche Informationspartner frei wählbare Informationsreihenfolge Informationsverteilung nach erwartetem Beitrag
  • Konfliktbewusstsein Umgang mit Konflikten 1) Konfliktnegierung Konflikte werden als störend und destruktiv empfunden werden möglichst unterdrückt oder verniedlicht werden durch klare Prioritäten verhindert oder entschieden "Harmonieappelle" sollen Konflikte verhindern 2) Konfliktregulierung Konflikte werden als unvermeidbar und naturgegeben hingenommen werden bewusst gemacht und kategorisiert traditionelle Methoden der Konfliktaustragung (Einigungsstelle, Hierarchie, Schiedsrichter, side payments) Organisatorische Regelungen sollen Konfliktaustragung versachlichen 3) Konfliktnutzung Konflikte werden als Herausforderung zur Kreativität begriffen werden bewusst stimuliert werden von Fall zu Fall bestimmt Machtgleichgewichte sollen konstruktiven, kreativen Dialog der Konfliktpartner erzwingen
  • Prämien- und Sanktionssysteme Varianten der Motivation 1) "Beamtenhafte" Prämierung Handeln nach Vorschrift wird belohnt, Handeln gegen die Vorschrift bestraft Prämien sind einklagbar, Sanktionen sind nachweispflichtig Asymmetrische Prämierung: keine Prämie für Sonderleistung, Sanktionen bei Minderleistung 2) "Managerhafte" Prämierung Erfolgreiches Handeln außerhalb der Vorschrift wird belohnt, erfolgloses bestraft Prämien und Sanktionen sind bekannt und werden erwartet oder hingenommen Symmetrische Prämierung: Bonus und Malus sind äquivalent 3) "Unternehmerische" Prämierung Handeln außerhalb der Vorschrift wird gefördert, wenn dafür eine gute Begründung gegeben wird Prämien und Sanktionen werden in subjektiver Einschätzung von Erfolg und Misserfolg vereinbart Prämien und Sanktionen hängen von strategischer Einschätzung der Leistung ab
  • Dimensionen der Kulturstärke 1) Prägnanz- Klarheit- Konsistenz- Umfang 2) Verbreitungsgrad- Ausmaß der Verbreitung- Homogenität 3) Verankerungstiefe- Verinnerlichung- Internalisierung vs. Kalkulation
  • Vorteile Organisationskultur geringerer formaler Regelungsbedarf schnellere Entscheidungsfindung / -umsetzung geringerer Kontrollaufwand Motivation und Teamgeist hohes Zielbewusstsein / -transparenz Entlastung von Einzelvorgaben
  • Nachteile Organisationskultur Tendenz zur Abschließung Mangel an Flexibilität Emotionale Barrieren Kollektive Vermeidungshaltung
  • Programm generelle und allgemeinverbindliche Handlungsvorschrift eine Menge von Aktivitäten, die inhaltlich bestimmt und verknüpft sind und die in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen enthält ein Klassifikationsschema zur Zuordnung realer Probleme zu einem Lösungsverfahren enthält die dezidierte Angabe dieses Lösungsverfahrens weist einen bestimmten Formalisierungs- und Flexibilisierungsgrad auf
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  • Koordination durch Programme empfiehlt sich in statischen Umwelten empfiehlt sich insbesondere bei sequenziellen oder rezibroken Interdependenzen sorgt für Gerechtigkeit durch eine Gleichbehandlung im Zeitablauf mindert individuelle Schwächen des Problemlösungsverhaltens
  • Teufelskreis der Bürokratie nach Crozier Umweltänderung ⇒ Programm schlägt fehl ⇒Kritik an Organisationsmitglied ⇒ stärkere Kontrolle ⇒genauere Anwendung des Programms ⇒ Programm schlägt fehl
  • Koordination durch Pläne ... erfolgt dadurch, dass ausführende Stellen periodische Vorgaben erhalten, die ihre Aktivitäten abstimmen. Diese Vorgaben werden nach festgelegten Verfahren im Rahmen eines institutionalisierten Planungs- bzw. Budgetierungsprozesses erarbeitet
  • Merkmale von Plänen Strategiebezug Periodenbezug Bereichsorientierung Wertmäßigkeit Zukunftsbezogenheit Vorgabecharakter
  • von der Vision zum Plan Vision: Visionen haben sinnstiftende, motivierende und handlungsleitende Eigenschaften↓Leitbild: Das Leitbild informiert über Unternehmenszweck und -ziele sowie zentrale Werte↓Strategische Ziele: Strategische Ziele sind langfristige Ziele, die für die Entwicklung des Unternehmens richtungsweisend sind↓Strategischer Planungsprozess: Durchführung der strategischen Planung↓Operativer Planungsprozess: Durchführung der operativen Planung
  • Unternehmensplanung bereichsspezifisch: Absatz- und Umsatzplanung Fertigwarenlagerplanung Produktionsplanung Verwaltungs- und Vertriebsplanung Forschungs- und Entwicklungsplanung bereichsübergreifend: Personalplanung Investitionsplanung Ergebnisplanung Finanzplanung Bilanzplanung
  • Puffer Puffer sind Guthaben, die eine relativ autarke Entscheidung über den (Arbeits-) Einsatz erlauben.
  • Lager Lager sind die Gesamtheit der Areale zur Güteraufbewahrung, Güterein- und -auslagerung. Sie entkoppeln voneinander abhängige Arbeitsstationen, so dass der Grad der Interdependenz und damit der Koordinationsbedarf auf ein Minimum reduziert wird.
  • Flexibilität Flexibilität ist die Eigenschaft eines Dinges, einer Sache (z.B. Maschine, Fertigungssystem) einer Einrichtung oder eines Teils davon (z.B. Unternehmen, Unternehmensorganisation, Produktions-, Finanz-, oder Marketingbereich) eines Tätigwerdens oder Tuns auf unterschiedliche Anforderungen in unterschiedlicher Weise reagieren zu können, um sich gut an veränderte Gegebenheiten und darau resultierend, veränderte Aufgaben anpassen zu lassen.