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Biochemie und Physiologie (Fach) / Altfragen (Lektion)
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- 188 Alterungsprozesse beim Pferd Sie sind bei allen alten Tieren Gesetzmäßig unumkehrbar -führen zur Funktionsreduktion des Organismus bis der Tod eintritt-Vitalität steigt in Jugend - nimmt im Erwachsenenalter ab bis schwindende Veränderungen deutlich werden
- 188 Alterungserscheinungen beim Nervensystem, Digestitionstrakt, Körpermasse? Nervensystem: Verlust an Nerven, geminderte Lebhaftigkeit, erhöhtes Schlafbedürnis, erlerntes vergessen, Neues wird schwer gelernt. Lipofascinose, Satellitose + Gefäßmineralisierung. Verhaltensänderung, Reaktionen werden verlangsamtDigestitionstrakt: Zahnausfall, Tonusverlust, Funktionsverlust (Magenschleimhaut, Pankreas, Leber)Körpermasse: Nimmt ab - Fett nimmt zu, Heilungstendenz sinkt,Grundumsatz + geringe Bewegung
- 188 Alterungserscheinungen an Gelenken, Körperabwehr und Hormonen Gelenke: Zunahme Gelenkserkrankungen, Abnahme Elastizität, hyaliner Gelenkskörper dehydriert und wird undurchsichtig, wenig Elastizität - dünner - mehr AbnutzungKörperabwehr: Abnahme der Immunität = herabgesetztes Immunsystem. Mehr Krebs und Autoimmunerkrankungen.Hormone: Anfälligkeit des Steuerungs und Kompensationsmechanismus steigt, leichte Störungen können Cushing auslösen. Stressanfälligkeit erhöht sich.
- 188 Alterserscheinungen von Herz/Kreislauf, Respirationstrakt, Muskeln/Bindegewebe, Knochen. Herz/Kreislauf: reduzierte Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, Ablagerungen von Fett, Herzvergrößerung, verminderte Durchblutung, GewebszubildungRespirationstrakt: Elastizität und und Vitalkapazität vermindert sich, erhöhte Hustenreizschwelle, verminderte Sekretion + Funktionsverlust des Flimmerepithels, verringerte ReinigungsfähigkeitMuskel/Bindegewebe: 30%Muskelverlust (ersetzt durchs Bindegewebe), Steifigkeit + Brüchigkeit erhöht quervern. KollagenKnochen: Knochenmasse sinkt, Osteoporose (Anstieg der Osteoklasten), verringerte Mineralisation durch verm. Calciumverfügbarkeit.
- 188 Altern der Zelle Verminderung Teilungsrate (va ZK) begrenzte Teilungskapazität Brückenbildung zw. Moleküle Abnahme der Körpergewebe
- 188 Alterskriterien Verminderte Leistungsbereitschaft, Bewegungsbedürfnis erhöhtes Schlafbedürfnis eraltertes Äusseres Ergrauen Gleichzeitiges Bestehen mehrerer Krankheiten
- 183 Beispiele für Biorhythmen Anöstrusphasen zu Sonnenwenden, Körpertemperatur, Herzfrequenz, Bewegungsaktivität in Bezug auf Tageszeiten.
- 184 Beschreibe Sauerstoffdefizit eines arbeitenden Muskels Zu langsamer Anstieg der Sauerstoffaufnahme im vgl. zur Leistungszunahme. Sauerstoffbedarf wird zunächst durch O2 Rest (Alveolarluft, Hämoglobin, usw) gedeckt. ATP Gewinnung durch Milchsäuregärung + Hydrolyse von Kreatinphosphat.
- 185 Zusammenhänge zwischen aerobe und anaeroben Stoffwechsel, Ermüdungen, Lactatkonzentrationen und Ausdauer Anaerob: kein SauerstoffAerob: mit Sauerstoff Glykogen (Anaerob) Glukose (Anaerob) Fett+Gylcerin -> Glykolyse (Anaerob) - 2ATP (Anaerob) Brenztraubensäure (Anaerob) oxidative Carboxylierung (Aerob) ->2NADH2-ATMUNGSKETTE aktiv. Essigsäure (Aerob) Aminosäure -> Zitronensäurezyklus (Aerob) -> 2NADH2 + 2FADH2 - AK CO2Fettsäure 140 ATP H2O wird abgespalten Glukose 38 ATP
- 186 Einfluss von Training auf aeroben Stoffwechsel, Herz/Kreislauf, Thermoregulation? Hämoglobinkonzentration: O2 Transportkapazität - Hämoglobin und Milzendspeicherung steigt Herzgröße, Schlagvolumen und Herzfrequenz: Herzhypertropie - verbesserte V Muskelermüdung: mehr Mitochondrien - bessere oxidative KapazitätVerschiebung Muskelfasertyp (IIB->IIA->I), mehr Glykogenreserven und weniger Lactat Thermoregulation: erh. Schweißsekretion + verminderte Na-Verluste
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- 187 Beschreibe die Möglichkeiten zur Beurteilung des Trainingszustandes und Leistungsfähigkeit! Aerobe Kapazität + Ausdauerleistungsfähigkeit - Herzschlagfrequenz während st. Belastungstest Lactatkonzentration nach st. Belastungstest max. Sauerstoffaufnahme. Glykogenspeicherung Muskelfasertyptransformation Abnahme Herzfrequenz whrd. Pausen anaerobe Leistungsfähigkeit schwer beurteilbar!
- 179 Phasen der Geburt 1. Vorbereitungsphase: Keine Wehen; Unruhe; erweiterter Geburtsweg; austreten Kolostralmilch2. Eröffnungsphase: erw. Geburtskanal, 1-4 Std. Fetus in Geburtskanal, erh. Aktivität des Myometriums; Fruchtblase platzt.3.Austreibungsphase: Wehen-Bauchpressen 12-30 Minuten, vollständiges Öffnen des Muttermundes + Geburt, Vervix komplett erweitert, Austreibungwehe durch Kraft der Bauchmuskeln.4. Nachgeburtsphase: Ausstoßung Plazenta + Eihäuten + Verkleidung des Uterus. 1 Std
- 176 Besonderheiten fetaler Blutkreislauf Durch Foramen Ovale zw. Vorhöfen gelangt O2 reiches Blut direkt in den l. Vorhof, Ventrikel, Aorta und Gehirn. O2 armes Blut in rechten Ventrikel, Lungenstamm, Dunctus Botalli an den Beginn der Aorta - O2 ReichÜber Ductus Venosus umgeht Leber + mischt sich in den hinteren Extremitäten mit O2 armen Blut.
- 178 Beschreibe das Auslösen der Geburt Austreiben des Fötus benötigt 2 Parameter. -Reifen der Hypophysen-Nebennieren Achsen-Reaktivität des MyometriumsOXYTOCIN: steigt immer mehr anPROSTAGLANDINE: mechanischer Stimulusregt Bildung von PGF2 Alpha an._______________________________________________Austreibung des FetusRELAXIN: Wachstum + Erweichung Cervix, Wachstum und Entwicklung Milchdrüse
- 175 Funktion der Hormone während der Trächtigkeit Progesteron: Fördert verschlossene Zervix-richtige Umgebungsbedingungen für fetales Überleben-Hemmt Kontraktion der glatten Muskulatur-Progesteron durch steigendes Östrogen aufgehoben - GeburtÖstrogen: Beeinflusst uterines Epithel-Freisetzung Drüsenskretion + Blastozystenwachstum-steigerte Reaktivität der Epithelzellen gegenüber Blastozyste-meist vom OVar manchmal Zygote produziert
- 173/174 Was ist eine Plazenta? Funktion? - Mutterkuchen aus mütterlichen + fetalen GewebeFunktion: Versorgung des Fetus mit O2 + Nährstoffen über Blut.Nährstoffe über BLut, Abtransport von Stoffen, Fixation Fetus Hormonbildung: PSMG, Östrogen, Relaxin, Prolactin ähnliches HormonPlanzentaschranke: Austausch v. Substanzen (Harn, Ionen, Metaboliten)
- 172 Beschreibe embryonale Entwicklung 1) Befruchtung: Verschmelzung haploider Kerne zu diploider Zygote - Teilung2) Zygote teilt sich - Größe bleibt rel. gleich3) Transkription der Zygote4) Blastozyste: 1 Woche in Eileiter dann Implation in Uterus (vorher Flotation). Versorgung durch Uterusschleimhaut.
- Beschreibe Biochemische und physiologische Besonderheiten der Stute! Ovarentwicklung: Rinde umgibt Markgewebe Follikel können nur an Ovulationsgrube ovulieren p.Corpus luteum graviditales: sekretorische Aktivität, 14-16 Tage nach Ovulation sinkt Plasma Progesteron a. Corpus Luteum. 2. Progesteronanstieg 40-120 TagGonadotropine + Ovulation: LH Anstieg während Östrus bis OvulationEitransport: Stute kann zwischen befruchteten + unbefruchteten Eiern unterscheidenPlazentahormone: PMSG vom Endometrialen Cups
- 170 Beschreibe die Funktionelle Bedeutung der Veränderung an Eileiter, Uterus, Cervix, Vagina während des Zyklus Follikelphase:schafft Bedingungen für TRansport von Samenzellen (Vagina, Cervix, Uterus, Eileiter)Kapazitation von Spermien-Aufnahme, Ernährung, Beförderung in AmpullaLutealphase:Progesteron schafft Bedingungen für TRansportder Blastozyste von Ampulla in Uterus. Ernährung, Implantation + Plazentration, ZervixverschlussÖstrogen Einfluss: verhornt Vaginalepithel, Brunstschleim, Cervix durchgängig in Proliferationsphase, Myometrium proliferiert und sensibel gg. Oxytocin, Schleimhaut erhöht Sekretion.Progesteron Einfluss: Ovulierte Zellen - Ampulla Diöstrus: Aktivität sinkt, Endometrium in Sekretionsphase. Zervix kontrahiert, Vaginal Epithel - Zellzerfall, Neubildung Rellen, Austreten Leukozyten.
- 171 Beschreibe die physiologischen und biochemischen Besonderheiten der Stute 1. Entwicklung Ovar: während fötaler Entwicklung umgibt Rinde dasMarkgewebe2. Ort des Eisprunges an Ovaroberfläche:Follikel können nur an derOberfläche von Rindengewebe ovulieren → Ovulationsgrube3. primäres Corpus luteum graviditatis: reduziert sekretorische Aktivität 14-16 tagenach Ovulation; verursacht ständige Reduktion von Progesteron4. akzessorische C.l.: ein zweiter Progesteronanstieg; entstehen 40-120 tage5.Gonadotropine & Ovulation: verlängerte LH-Anstieg während Östrus, der überOvulation hinaus anhält6.Ei-Transport im Ovidukt: Stute kann zwischen befruchteten und unbefruchteten Eiernunterscheiden7.Plazentahormone: PMSG in großen Mengen, wird von endometrialen cups währendder Frühträchtigkeit produziert8.Plazentäres Progesteron: Plazentagewebe enthält größere Menge Progesteron, wobeigenügend Progesteron gebildet wird, um Trächtigkeit nach Tag 100 weiter aufrechterhalten zu können;9. Endometriale Cups: mehrere kleine geschwürartige Auswüchse des Endometriumsbilden einen Kreis um den Embryo im trächtigen Uterushorn; sie vergrößern sichständig die nächsten 20-30 d, werden oberflächlich eingedellt bzw. tellerförmig &bilden sich im Zentralbereich zurück;10.Interspeziesfortpflanzung
- 167/168/169 Endokrine Steuerung der Sexualfunktionen der Stute GnRH aus dem Hypothalamus kontrolliert die Freisetzung von LH und FSH aus demHypophysenvorderlappen (HVL). LH und FSH wiederum regeln die Freisetzung von Östrogen, Progesteron und Inhibin aus den Ovarien, durch eine lange Rückkoppelungsschleife ihrerseits auf den Hypothalamus wirken.Die zunehmende Östrogen- und Inhibinsekretion der heranreifenden Follikel übt einnegatives Feedback auf die FSH-Sekretion des HVL aus. Der ovulierende Follikel überlebt,weil er rechtzeitig und ausreichend LH-Rezeptoren exprimiert und so seine Östrogensynthese sichert.
- 166 Beschreibe Geschlechtsreife und Sexualverhalten der Stute Die Stute ist saisonal polyzyklisch. Die Saisonalität ist von der Melatonin Ausschüttungabhängig Hauptvermittler der Saisonalität ist Melatonin aus der Epiphyse, das als Antwortauf Dunkelheit sezerniert wird. (Stute tritt bei der Zunahme von Tageslicht in Rosse).Jungstuten werden mit 2 Jahren geschlechtsreif. Die erste Ovulation wird folgendermaßen ausgelöst: Hypothalamische Neurone sezernieren pulsierend GnRH in Portalgefäße GnRHstimuliert im HVL FSH-& LH-Sekretion, diese gelangen über den Blutweg zumOvar. Follikelbildende Zellen: Thekazellen: LH-Rezeptoren, Granulosazellen: FSHRezeptoren
- 164 Beschreibe Sexualzyklus der Stute (Entstehung und Abschnitte) Ovulation:• Östrogene des reifen Follikels lösen über positiven Feedback auf LH-Zellen des HVLpräovulatorischen LH Peak aus, der Östrogensynthese hochtreibt.• Östrogene führen zur Bildung der vasoaktiven Prostaglandine PGE2 & PGF2α,welche Blutversorgung im Stigmabereich stilllegen.• LH-induzierte Proteasen lösen Theka & Tunica albugineaim Stigma auf, und Eizelle mit Zona pellucida & Corona radiata wird ohne Drucksteigerung ausgeschwemmt. (Spontane Ovulation) Metöstrus:Trennende Basalmembran bzw. Theka interna &Granulosa des ovulierten Follikels löst sich auf.• Blutgefäße sprossen in Follikel ein und Entzündungszellen “räumen auf“• Granulosazellen bilden LH-Rezeptoren aus & werden zu großen Luteinzellen, Thekazellen werden zu kleinen Luteinzellen.• Haupthormon des Gelbkörpers ist Progesteron, das Gravidität ermöglicht & erhält. Große Lutealzellen bilden darüber hinaus auch Oxytocin. Diöstrus:Corpus luteum periodicum (Gelbkörper)• Bleibt aufgrund der Stimulation durch LH-Peak ca.14 Tage funktionsfähig &• produziert ausreichend Progesteron, um im Eileiter und Uterus optimale Bedingungen für Entstehen einer Gravidität zu schaffen.• Progesteron hat negatives Feedback auf GnRH Abgabe und FSH- & LH-Sekretion.• Heranreifung weiterer Follikel geht nur bis zum präovulatorischen Stadium weiter (Pferd) Luteolyse:• Erhält das Endometrium bis 14 Tage nach der Ovulation keine Signale (Östrogen?) eines Embryos, so produziert es PGF2α .• PGF2α reduziert Progesteronsynthese & erhöht Oxytocinsynthese des CL.• Oxytocin intensiviert die PGF2α-Produktion des Endometriums• Hohe PGF2α-Konzentra]onen verengen die CLBlutgefäße → LuteolyseWurde die Eizelle befruchtet findet die Luteolyse nicht statt und der Gelbkörper produziert am Beginn der Trächtigkeit Progesteron und erhält die Schwangerschaft aufrecht, bis diese Aufgabe die Placenta übernimmt.
- 164/163 Was ist ein Spermatogramm? Welche Parameter werden hierbei bestimmt? Makroskopisch: Beweglichkeit, Menge (ml), Farbe(grauweiß bis Elfenbeinfarben), Viskosität, Schleimgehalt, Schmutzbeimengungen (Fibrin & Eiterflocken, ...), Geruch des Ejakulats (geruchlos)Mikroskopisch: Beweglichkeit, Tod der Spermien (Leben-tot-Färbung), Lebensdauer &Resistenz, Spermiendichte (-zählung), Morphologie der Spermien.Es wird geschätzt, wie viel % der Spermien vorwärts-,orts- (Kreisbewegung) oderunbeweglich sind. Anforderung Hengst: min. 45% Spermien vorwärtsbeweglich, max. 20% ortsbeweglich, max. 35% unbeweglich. Mindestens 65% der Spermien sollen lebend sein, das entspricht in etwa dem Anteil der (vorwärts) beweglichen Spermien. Ejakulat wird bei 30 -35°C mit 1%-iger NaCl-lösung versetzt. Man prüft alle 5 min auf Vorwärtsbewegung.(Spemiendichte): Mit Leukozytenmelangeur bis Marke 0,5 Sperma aufziehen, bis Marke 11 mit 0,1 n HCl verdünnen, schütteln, ersten Tropfen verwerfen, in Zählkammer nach Bürker-Türk einbringen, 5 große Quadrate auszählen Summe der auszählte Spermien x 1000 =Spermien/μl. Normwerte: Hengst ca. 100.000 Spermien/μl. pathologische Formen: Sperma mit Hancock'scher Lösung verdünnen und im Mikroskopbetrachten.• Anzahl verschiedener pathologischen Formen in %angeben.• Primäre pathologische Formen: schon unmittelbar nach der Spermiohistogenesevorhanden.Sekundäre pathologische Formen: ursprünglich intaktes Spermium wurde verändert.
- 162 Beschreibe Akzessorische Geschlechtsdrüsen des Hengstes Produzieren das Seminalplasma, das durch seine Glycoproteine eine schützende undtarnende Schicht für die Spermien auf ihrem Weg durch den Uterus bildet.
- 161 Beschreiben Sie Besamung, Spermientransport, Kapazitation & Befruchtung! Spermientransport: Überleben der Spermatozoen im Uterus wird sichergestellt durch:•Auflagerung von schützenden (& “tarnenden“) Glykoproteinenaus dem Seminalplasma der akzessorischen Geschlechtsdrüsen: Dekapazitation•Depotregionen mit günstigem, geschütztem Milieu (Cervix, Isthmus & Ampulla tubaeuterinae)•raschen Transport durch den Uterus mittels Kontraktionswellen des Östrogen-sensibilisierten Myometriums. Ansonsten würden die Spermien als Fremdkörper erkannt und durch die Immunabwehr bekämpft werden.Kapazitation: Darunter versteht man alle physiologischen Veränderungen einesSpermatozoons, die es zu Akrosomreaktion& hyperaktivierten Bewegung befähigen, erfolgt durch Sekretionsprodukte des Eileiters und beginnt mit Entfernung der schützenden Proteinhülle und Austritt von Cholesterin aus der Plasmamembran, führt schließlich zu Hyperaktivität mit energieverbrauchenden Zick-Zack-Bewegungen, mit denen sich die Spermatozoen vom Eileiterepithel lösen & im Falle der Befruchtung in die Eizelle eindringen.Befruchtung: Spermatozoen, welche die Ampulla tubae utrinae erreicht haben undkapazitiert wurden, “erwarten “ die bei Ovulation die aus dem Follikel ausgeschwemmteEizelle• Eizelle hat 1. Meioseteilung abgeschlossen, 2.Meioseteilung begonnen und ist damitbefruchtungsfähig.• Zona pellucida sichert spezifische Spermien-Bindung, bei der Akrosom-Enzyme freigesetzt werden (Akrosomreaktion)• Penetration erfolgt mit Hilfe der proteolytischen Akrosomenzyme und durch heftigeBewegungen des Spermienschwanzes.• Fusion des Spermatozoons mit Vitellinmembran der Eizelle verhindert durch plötzlicheDepolarisierung Eindringen weiterer Spermatozoen (Polyspermieblock)
- 160 Beschreibe Spermatogenese, Ejakulation und Erektion Spermatogenese: Prozess bei dem sich aus diploiden männlichen Keimzellen haploideSpermatozoen bilden.In der Embryonalentwicklung vermehren sich die Keimzellen unddifferenzieren sich zu diploiden Spermatogonien. Meioseblock verhindert bis zurGeschlechtsreife, dass sie in Meiose einteten. Pubertät: Spermatogenesezykus, dauert ca 30-60 Tage. Benötigt Androgen reiches Milieu. Spermatogonien teilen sich einmal mitotisch, dann Meiose. In 4 Phasen einteilbar.Erektion: Durch vermehrten Bluteinstrom bei vermindertem Blutausstrom durch Erweiterung der Arterien und Verengung der Venen im Bereich des Penisschwellkörpers. Aufsprung auf die Stute durch Torbogenreflex.Ejakulation: Bei Ejakulation wird Samen im Uterus deponiert.Bei Uterusbesamern werden die im ungünstigen Milieu deponierten Spermatozoen durch Kontraktionswellen rasch zum Isthmus tubae uterinae befördert, der ebenfalls ein Depot und Selektionsort darstellt.
- 159 Beschreibe die endokrine Steuerung der Hodenfunktion Testes stehen in direkter Wechselwirkung mit Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-System, LH induziert in Leydig-Zellen die Synthese von Testosteron,Testosteron gelangt in den systemischen Kreislauf, wird aber auch von Sertoli-Zellen in Dihydrotestosteron umgewandelt und in Samenkanälchen sezerniert, FSH und Sertolizellen indizieren die Spermatogenese.Testosteron (Leydig-Zellen) & Inhibin (Sertoli-Zellen) haben negativen Feedback aufHypothalamus-HVL-System.
- 158 Welche Hormone beeinflussen den Glukosespiegel im Blut? Insulin: im Pankreas gebildet, sorgt für eine Senkung der Blutglucose und Bildung vonGlycogenvorräten.Glucagon: wird bei niedrigem Blutzuckerspiegel abgegeben und es bewirkt einen Abbau von Glycogen zu Glucose.Bei langer Hypoglykämie: Wachstumshormongehalt im Plasma steigt (lipolytische Wirkung).Durch Adrenalinausschüttung bei plötzlicher Belastung wird der Blutzuckerspiegelangehoben.
- 157 Beschreiben Sie die Wirkung der Adenophyse und deren Wirkung! Glandotrope Hormone (sind Steuerhormone des Hypophysenvorderlappens, welche dieHormonproduktion anderer endokriner Organe regulieren):TSH (Thyroidea stimulierendes Hormon) oder Thyreotropin, stimuliert die Schilddrüse(Glandula thyroidea)ACTH (Adrenokorticotropes Hormon), stimuliert die NebennierenrindeFSH (Follikelstimulierendes Hormon), stimuliert die GonadenLH (Luteinisierendes Hormon), stimuliert die GonadenEffektorhormone, die nicht auf endokrine Drüsen, sondern direkt auf Erfolgsorgane wirken, sind:STH (Somatotropes Hormon) oder SomatotropinProlaktinMSH (Melanozyten-stimulierendes Hormon) oder Melanotropin welches imHypophysenmittellappen produziert wirdTSH: Thyreoidea-stimulierendes Hormon (Thyreotropin): Stimuliert die Bildung undAusschüttung der SchilddrüsenhormoneLH Luteinisierendes Hormon (Lutropin): löst die Ovulation aus, stimuliert die Progesteronskretion des Gelbkörpers und die Androgensekretion des Hodens.FSH Follikelstimulierendes Hormon (Follitropin): stimuliert das Wachstum der Follikel und deren Östrogensekretion, fördert die Spermatogenese.ACTH Adrenocortictropes Hormon (Corticotropin): stimuliert die Nebennierenrinde zurvermehrten Glucocorticoidproduktion.STH Somatotropes Hormon, Wachstumshormon (Somatotropin): Fördert Längenwachstum der Knochen, die Wirkung erfolgt über den in der Leber gebildeten Wachstumsfaktor (IGF I)PRL Prolactin: Fördert die Mammo- und Lactogenese β-Endorphin: wirkt als Schmerzblocker, da es Opiatrezeptoren besetzt und so in gewisser Weise als Opiat Analogon wirkt.
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- 156 Beschreibe die Hormone der Neurophyse und deren Wirkung In der Neurohypophyse werden zwei Hormone an das Blut abgegeben:Antidiuretisches Hormon (ADH; Synonyme: Adiuretin,Vasopressin): regelt dieWasserresorption in den Nieren; der Urin wird stärker konzentriert (gleichzeitig steigt derBlutdruck) Oxytocin bewirkt Zusammenziehung der glatten Muskulatur, insbesondere der Gebärmutter während der Geburt (Ferguson-Reflex), und es regt in der Milchdrüse die Milchausschüttung an.
- 155 Beschreibe die Funktion der Pheromone Botenstoffe, die zur Kommunikation dienen, siehe Jacobson-Organ
- 154 Beschreiben Sie die Funktion der Hormone zur Milchbildung & -abgabe! Mit Absinken des Progesteronspiegels kurz vor der Geburt & beginnender Freigabe derProlaktinsekretion (Hypophysenvorderlappen - HVL) wird vorerst die Kolostralmilch gebildet.Wegfall des Progesterons durch Luteolyse und/oder Trennung von der Plazenta gibt dieProlaktinsekretion im HVL frei.Unter Progesteronwirkung wurde die HVL-Prolaktinsekretion durch Dopamin (ProlactinInhibiting Factor - PIF) des Hypothalamus gehemmt.Nach der Geburt fällt diese Hemmungweg, & VIP (vasoaktives intestinales Peptid) aus dem Nu. paraventrikularis stimuliert die ProlaktinabgabeHypophysäres Wachstumshormon (STH, GH) fördert die LaktogeneseDurch mechanische Reizung der Zitzen wird über Nervenbahnen die Ausschüttung vonOxytocin aus der Hypophyse veranlasst.Oxytocin ruft die Kontraktion der Myoepithelial-Zellen hervor, wodurch die vorhandeneMilch ausgepresst wird. Oxytocin bewirkt nur die MilchEJEKTION nicht die -sekretion
- 153 Beschreibe die Funktion der Hormone bei Trächtigkeit und Geburt Auslösung der Geburt erfolgt durch Fetus und unter Kontrolle des Reifungszustandes des Fetus: Bildet der Fetus ausreichend ACTH (Hypophyse) und in Folge davonGlucocorticosteroide (Nebennierenrinde), so wird dadurch Progesteron vermehrt abgebaut und Östrogen überwiegt Vor Geburt steigt dadurch der Östrogenspiegel an und der Progesteronspiegel fällt ab. Durch den hohen Östrogenspiegel wird die Uterusmuskulatur gegenüber Oxytocin empfindlich und die Bildung PGF2alpha wird gefördert. PGF2alpha bewirkt die Auflösung des Gelbkörpers (Luteolyse) und löst die erste Wehe aus Fetale NNR erhält mütterliches Progesteron & metabolisiert es zu Cortisol Fetales Cortisol induziert in Placenta ein Enzym, das aus Progesteronmetaboliten Östrogen synthetisiert.Gesunkenes Progesteron/Östrogen-Verhältnis:hebt Myometriumprogesteronblock auf, sensibilisiert Myometrium für Oxytocin, induziertSynthese von PGF2alpha in Endometrium, PGF2alpha löst Wehen ausdenke, die zwei Absätze bedeuten im Grunde das gleiche. ;)Vorbereitungsphase: RelaxinEröffnungsphase: Oxytocin
- 152 Beschreibe die Funktion der Hormone im Zyklus und Fortpflanzungsgeschehen? Steroidhormone:Östradiol,Östron,Östriol -> weibliches Sexualhormon; reduziertes Wachstum vonMuskelmasse & -kraft, Knochendichte & -wachstum; Ausbildung weiblicher sekundärerGeschlechtsmerkmaleProgesteron -> Gelbkörperhormon, hält Gravidität aufrechtTestosteron -> männliches Sexualhormon, anaboles Wachstum von Muskelmasse & -kraft,Knochendichte & -wachstum, Ausbildung männlicher sekundärer GeschlechtsmerkmalePeptidhormone:Prolactin -> stimuliert Milchproduktion in MilchdrüseRelaxin -> Aufweichung des GeburtswegesOxytocin -> Milchejektion, Wehen, Paarbindung
- 151 Beschreiben Sie Stress (allg. Adaptions System) Stress ist die immer gleich ablaufende Reaktion des Organismus auf drastischeVeränderungen in der belebten oder unbelebten Umwelt sowie des Organismus selbst. Auch Veränderungen zum Positiven hin können Stress auslösen. Faktoren die Stress auslösen werden als Stressoren bezeichnet.Das Stresskonzept wurde von Selye entwickelt. Die erste Phase (flight and fight syndrome) läuft über Sympathisches Nervensystem & Nebennierenmark, aus dem Adrenalin & Noradrenalin abgegeben werden.In der zweiten Phase (general adaption syndrome) wird von der Adenohypophyse ACTHausgeschüttet, das die Nebennierenrinde zur Freisetzung von Glucocorticosteroidenveranlasst. Gleichzeitig werden Endorphine abgegeben, da ACTH und Endorphine aus dem gleichen Vorläufermolekül (POMC) hervorgehen.
- 150 Funktion der Hormone im Stressgeschehen Adrenalin: in Nebennierenmark gebildet und bei Stress ins Blut freigesetzt. Als Stresshormon vermittelt es gesteigerte Herzfrequenz, erhöhten Blutdruck, erweiterte Bronchien, schnelle Bereitstellung von Energiereserven durch Lipolyse,Glycogenolyse und Gluconeogenese.Adrenalin reguliert die Durchblutung und Tätigkeit des Gastrointestinaltraktes. Im ZNS als Neurotransmitter in adrenergen Neuronen tätig. Adrenalin wirkt über Aktivierung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren und Adenylatcyclase bzw cAMP.Clucocorticoide: (Steroidhormon aus Nebennierenrinde; Cortisol & Corticosteron; über CRF und ACTH freigesetzt) haben vielfältige physiologische Wirkungen, sie beeinflussen Stoffwechsel, Wasser- und Elektrolythaushalt, Herz-Kreislauf-System und ZNS. Sie wirkenauch entzündungshemmend & immunsuppressiv.
- 149 Welche Peptid- und Steroidhormone kennen Sie? Welche Funktionenhaben diese? Peptidhormone:Insulin -> senkt BlutzuckerspiegelGlucagon -> steigtert BlutzuckerspiegelProlactin, Relaxin, Oxytocin (Funktion siehe Fr. 162)FSH -> follikelstimulierendes Hormon, zur FollikelbildungThyreoliberin -> Auswirkung auf Schilddrüse -> StoffwechselMelatonin -> steuert Tag/Nacht-Aktivität & Fortpflanzungsaktivität im FrühlingNoradrenalin -> BlutdrucksteigerungAdrenalin -> bei Akutstress, steigert Herzfrequenzund Blutdruck, Glucose wird aus Leber frei,Erweiterung der BronchienSerotonin -> Auswirkung auf Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- & NervensystemDopamin -> GlückshormonSteroide:Testosteron, Glucocorticosteroide, Östradiol, Progesteron (Funktion siehe Frage 162+163)
- 148 Beschreiben Sie den Schmerzsinn? Schmerz ist eine komplexe Sinnensempfindung, wobei Nozizeptoren durch verschiedeneReize erregt werden können: thermische, mechanische und chemische, die Empfindungenüber Thalamus ins ZNS weitergeleitet wird & zur Schmerzwahrnehmung führt.
- 147 Beschreiben Sie den Tastsinn! Abbildung im Skript+Somatosensibilität:Sinnesrezeptoren (zb an Haaren) wandeln physikalische & chemische Reize inGeneratorpotentiale & Aktionspotentiale des ableitenden Nerven umAdäquate Reize sind jene physikalisch-chemischen Änderungen, welche mit geringster Energie wirksam werden.Die meisten Rezeptoren zeigen das Phänomen der Adaption, d.h. mit der Einwirkungsdauer nimmt die Antwort ab. Rasch adaptierende Rezeptorensind beispielsweise Tastrezeptoren.Langsam oder nicht adaptierende Rezeptoren sind z.B. Schmerzrezeptoren
- 146 Beschreibe Geschmacks und Geruchsinn! In der Schleimhaut der Zungenoberfläche liegen von Auge erkennbare Erhebungen undVertiefungen, die Geschmacks-papillen. In ihren Seitenwänden befinden sich dieGeschmacksknospen, welche die Sinneszellen enthalten. Bestimmte im Speichel gelöste Stoffe binden sich an die Rezeptoren der Sinneszellen und lösen darin Reaktionen aus. Dies führt zu einer Erregung der nachgeschalteten Nervenzelle. Der Reiz wird über die Nervenbahnen ins Hirn weitergeleitet und hier in verschiedenen Arealen analysiert und verarbeitet.Aus den Zellen der Riechschleimhaut ragen kleine Fortsätze heraus, die man als Stereozilien bezeichnet und die die Geruchsrezeptoren enthalten.Empfängt ein Geruchsrezeptor ein Duftmolekül, das zu ihm passt, kommt es zur Auslösung eines Aktionspotentials, bei der ein Nervenreiz von der Riechzelle über deren Axon zum Riechkolben weitergeleitet wird. Der Riechkolben hat die Aufgabe, die Atemorgane und den gesamten Organismus vor schädlichen Gasen zu schützen. Dabei kann er auch Brechreiz auslösen.Bei angenehmen Gerüchen regt er dagegen den Speichelfluss an. So ist das Riechen eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden, von dem die inneren Funktionen des Körpers gesteuert werden. Da die Riechzellen chemisch stark beansprucht werden, kommt es alle sechzig Tage zu einer Erneuerung aus Basalzellen. Wichtig ist der Geruchssinn auch für das Erkennen von Geschmacksrichtungen.Jacobson-Organ:Geruchsorgan (besteht aus winzigen Einbuchtungen auf beiden Seiten der Nasenscheidwand), die Wahrnehmung mit diesem nenntsich Flehmen, der Zugang erfolgt über den Ductus incisivus, die Sinneszellen dieses Organs sind auf das Riechen bestimmter Stoffe spezialisiert, bei Säugetieren vor allem auf Pheromone (Kopuline)
- 145 Beschreiben Sie den Gleichgewichtssinn Gleichgewichtssystem sendet Information zu Vestibulariskernen, weiter zu Kleinhirn oderMotoneuronen von Medulla spinaleis & RückenmarkStörungen: Schiefhaltung Kopf, Kreis- u. Rollbewegungen, Nystagmus (Augenzittern)wichtig: Gehörsteinchen, damit man weiß wo oben und unten istBogengangsystem registriert Winkelbeschleunigungen bzw. -verzögerungen (Drehen) desKopfes
- 144 Beschreiben Sie Gehörsinn, Ohr, Mittelohr und Funktionsweise des Innenohres 1) Schall trifft auf Ohrmuschel, durch Gehörgang zum Trommelfell (in Mittelohrhöhlebefindet sich eustachische Röhre (Verbindung zum Rachen-Nasen-Raum) und ist wichtig damit Trommelfell schwingen kann)2) Durch Schwingungen des Trommelfells schwingt Hammer und überträgt/verstärkt Schall auf Ambos und Steigbügel3) Steigbügel ist durch ovales Fenster (aus dünner Membran) mit Innenohr verbunden,Membran wird ebenfalls in Schwingung versetzt4) wenn Schall beim ovalen Fenster ankommt wird die Flüssigkeit in der Schnecke inWellenbewegung versetzt und bewegt die Haarzellen5) wenn Haarzellen knicken, entstehen Nervenimpulse, die durch den Hörnerv zum Gehirnweitergeleitet werden
- 143 Funktion Zapfen und Stäbchen der Retina Den Photorezeptorzellen kommt unter den Zellen der Netzhaut eine besondere Bedeutung zu, weil sie den eigentlich lichtempfindlichen Zelltyp darstellen. Die Fotorezeptorzellen sind hoch polare Zellen, welche aus einem Außensegment,einem Innensegment, dem Zellkörper und einem Axon mit einer spezialisierten Synapse am Ende bestehen. Grundsätzlich unterscheidet man in der Netzhaut zwischen zwei Photorezeptorzell-Typen, Stäbchen und Zapfen.Die Synapsen der Photorezeptoren sind so genannte „Ribbon-Synapsen“, band- oderplattenartige Strukturen direkt an der aktiven Zone der Präsynapse. An die Ribbon-Struktur sind viele synaptische Vesikel gekoppelt und es können im Vergleich zu normalen Synapsen eine weit höhere Anzahl von Vesikel pro Zeiteinheitausgeschüttet werden. Im Dunkeln erfolgt eine fortwährende Ausschüttung des Neurotransmitters Glutamat. Dieser wirkt in der Regel exzitatorisch auf die Postsynapsen von Horizontal- und Bipolarzellen. Trifft Licht auf die Photorezeptorzelle, werden Ionenkanäle in der Zellmembran geschlossen, ausgelöst durch die Signaltransduktionskaskade. Die Photorezeptorzelle hyperpolarisiert und schüttet denNeurotransmitter nicht weiter aus. In der Folge werden die Ionenkanäle dernachgeschalteten Zellen geöffnet und so der Impuls an diese übertragen.
- 142 Beschreibe Auge, Gesichtssinn und Sehen Das Auge ist ein Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen. Es ist Teil des visuellen Systems und ermöglicht Tieren das Sehen. Die Aufnahme der Reize geschieht mit Hilfe von Photorezeptoren, lichtempfindlichen Nervenzellen, deren Erregungszustand durch die unterschiedlichen Wellenlängen elektromagnetischerStrahlung aus dem sichtbaren Spektrum verändert wird. Bei Wirbeltieren gelangendiese Nervenimpulse über die Sehnervenbahnen zum Sehzentrum des Gehirns, wo sieschließlich zu einer optischen Wahrnehmung verarbeitet werden. Der Gesichtssinn ist die Fähigkeit von Tier und Mensch, sich mithilfe der Augen als Lichtsinnesorganen in der Umwelt zu orientieren. In der Physiologie ist visuelle Wahrnehmung (das Sehen) die Aufnahme und Verarbeitung von visuellen Reizen, bei der über Auge und Gehirneine Extraktion relevanter Informationen, Erkennung von Elementen und deren Interpretation durch Abgleich mit Erinnerungen stattfindet. Somit geht die visuelle Wahrnehmung weit über das reine Aufnehmen von Information hinaus.
- 141 Beschreibe Einfluss von Pheromonen auf Verhalten Reproduktion unterliegt dem Einfluß von Pheromonen, Geruchskommunikation.Signalpheromone: Kurzfristig; sofortige physiologische VeränderungPrimerpheromone: Langfristig; Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden Achse des Riechenden. GnrH, LH, FSH Bildung stimuliert.
- 140 Operante Konditionierung Bei der operanten Konditionierung wird die Häufigkeit von Verhaltensweisen durchBelohnung oder Bestrafung nachhaltig beeinflusst.
- 139 Klassische Konditionierung Klassische Konditionierung ist eine von dem russischen Physiologen Iwan PetrowitschPawlow begründete behavioristische Lerntheorie, die besagt, dass einem natürlichen, meist angeborenen, sogenannten unbedingten Reflex durch Lernen ein neuer, bedingter Reflex hinzugefügt werden kann.
- 138 Was ist Prägung Prägung nennt man in der Verhaltensbiologie eine irreversible Form des Lernens: Während eines meist relativ kurzen, genetisch festgelegten Zeitabschnitts (sensible Phase) werden Reize der Umwelt derart dauerhaft ins Verhaltensrepertoir aufgenommen, dass sie später wie angeboren erscheinen. Im Rahmen der Instinkttheorie wird das Phänomen Prägung gedeutet als die Aneignung eines Schlüsselreizes durch Lernen.
- 137 Lernähnliche Prozesse + Lernen Unter Lernen versteht man den absichtlichen (intentionales Lernen) und den beiläufigen(inzidentelles und implizites Lernen), individuellen oder kollektiven Erwerb von geistigen,körperlichen, sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Aus lernpsychologischerSicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und desVerständnisses (verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigenerRegungen) aufgefasst.