Luftfracht (Fach) / allg. Prüfungsvorbereitung (Lektion)

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Spedition

Diese Lektion wurde von Lisa215 erstellt.

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  • Wieso wird teilweise von nur 5 Freiheiten der Luft gesprochen? Nur die ersten 5 Freiheiten der Luft wurden offiziell im Internationalen Übereinkommen anerkannt.   Aus dem offiziellen Text zu den Freiheiten der Luft der ICAO: "ICAO characterizes all "freedoms" beyond the Fifth as "so-called" because only the first five "freedoms" have been officially recognized as such by international treaty."
  • Wann spricht man von einem Dunkelalarm? Ein Dunkelalarm kann beim Röntgen von Luftfrachtsendungen eintretten, deren Material zu dicht ist, um eventuell gefährliche Sprengstoffe und ähnliches zu erkennen.
  • Was ist die ICAO? Die ICAO ist die International Civil Aviation Organization, die am 7. Oktober 1994 in Chicago (US) bei der Festlegung der Freiheiten der Luft gegründet wurde.
  • Was ist ein RegB und wie kann man zertifiziert werden? Der Reglementierte Beauftragte kann eine Agentur, Spedition oder ähnliche rechtliche Person sein, die mit Luftfahrtunternehmen zusammenarbeiten. Der Status wird auf Antrag vom LBA (Luftfrachtbundesamt) vergeben und unterliegt Sicherheitsvorschriften zur weiteren Sicherung von Luftfracht. Der RegB kann zur Sicherung von Luftfracht Sicherheitskontrollen durchführen und muss ein Luftfrachtsicherheitsprogramm für die Abwicklung von Luftfrachtfracht entwickeln.
  • Was ist die sichere Lieferkette und welche Vorteile hat sie? Die sichere Lieferkette beginnt beim Bekannten Versender, der Sendungen per Luftfracht versendet. Durch die Prüfung und Zertifizierung des Unternehmens durch das LBA ist die Sendung schon hier als "sicher" einzustuffen. Durch das Beauftragen von ebenfalls zertifizierten Unternehmen (üblicherweise RegB) für die Abwicklung der Luftfracht behält die Sendung stetts den Status "sicher" bei. Dadurch können Kosten und Zeit für die Sichermachung gespart werden.
  • Wie kann eine Luftfrachtsendung sichergemacht werden bzw. den Status "sicher" erlangen, wenn sie "unsicher" ist? Nenne mind. zwei Möglichkeiten und erläutere, wie die Methode funktioniert! Röntgen/XRAY (Durchleuchten der Packstücke und optische Suche nach verdächtigen Teilen) Handsearch (Öffen der Packstücke) Sprengstoffspurendetektore/ETD (Detektion mittels Sprengstoffspürgerät) Sprengstoffspürhunde/EDD (selbsterklärend ;))
  • Was ist der BV und wie kann der Status erlangt werden? Der Bekannte Versender ist ein Unternehmen, dass Waren für die Luftfracht erstmalig in den Umlauf gibt. Der Status wird vom LBA (Luftfrachtbundesamt) vergeben und unterliegt ihren Sicherheitsvorschriften. Vorrangiges Ziel der Sicherheitsvorschriften ist es die Manipulationsmöglichkeiten an Luftfrachtsendungen möglichst ausschliessen zu können, um die Sicherheit des Luftfrachtraumes zu erhöhen.
  • Was ist unter "manipulationssicherer Verpackung" zu verstehen? Eine manipulationssichere Verpackung ist eine Verpackung, die Manipulation verhindert (z.B. weil sie ohne schweres Werkzeug nicht zu öffnen ist) oder eine Manipulation bei Kontrollen (z.B. Schnittstellenkontrolle) sofort sichtbar macht. (z.B. durch Klebeband mit Rückständen)
  • Was ist bei der Lagerung von identifizierbarer Luftfracht zu beachten? "Sichere" Luftfracht muss in einem abschliessbaren Bereich oder eigenem Lager getrennt von "unsicherer" Ware gelagert werden. (Wird sie mit "unsicheren" Sendungen gemischt, ist sie als "unsicher" einzustuffen.) Das Luftfrachtlager darf nur von Mitarbeitern betreten werden, die eine Luftfracht-Sicherheitsschulung erfolgreich abgeschlossen haben.
  • Was ist ein Back-to-Back Airwaybill und wann wird es eingesetzt? Ein B2B-AWB ist ein Consol, der nur eine Sendung umfasst und wird eingesetzt, wenn die Fracht im Empfangsland gezahlt werden soll. Viele Airlines bestehen auf Fracht mit "prepaid" Basis, daher wird der MAWB hier "prepaid" und das HAWB "collect" ausgestellt. Funfact: Der Begriff "Back to back" kommt ursprünglich von der Praxis MAWB und HAWB Rücken an Rücken zu tackern.
  • Welche Nachteile haben Zertifizierungen zum BV oder RegB? Um die Vorraussetzungen erfüllen zu können, entsteht ein großer Kosten- und Zeitaufwand für eventuell erforderliche Baumassnahmen (Trennung der Luftfracht vom eigentlichen Lager) und Umstellungen der Prozesse (z.B. um Luftfracht so spät wie möglich zu identifizieren) sowie Luftfrachtsicherheits-Schulungen der Mitarbeiter. Bei Unternehmen mit eher geringen Luftfrachtaufkommen ist es daher wirtschaftlich sinnvoller mit (zunächst) "unsicherer" Luftfracht zu arbeiten.
  • Welche Vor- und Nachteile hat die Versendung per Luftfracht? Nenne mind. jeweils 2 Vor- und Nachteile. gilt als schnellster Verkehrsweg ist im Vergleich zu anderen gängigen Verkehrswegen sehr kostenspielig sehr strenge Sicherheitsvorschriften Verbot für viele Gefahrgüter Bindung an Flughäfen Zuverlässigkeit − die Flugpläne werden oft auf die Minute eingehalten, so dass die Sendung in der Regel zeitlich exakt disponiert werden kann hohe Umweltbelastung
  • Welche Bedeutung haben SPX und SCO? SPX = Secured for Passenger Aircraft - Die Sendung ist sicher für die Verladung in Passagier- und Frachtmaschinen. SCO = Secured for Cargo aircrafts Only - Die Sendung ist nur sicher für die Verladung in reinen Frachtmaschinen.
  • Was ist ein Multimaster AWB? Beim Multimaster System werden durch die Airline mehrere MAWB´s verschiedener Speditionen (i.d.R. eine Einkaufsgemeinschaft) bei der Berechnung der Schnittrate zusammengefasst. Eigentlich gibt es immer einen sog. Masterloader, der die Abrechnung erhält und dann die erzielte Rate an die anderen Beteiligten weiterrechnet. Oft wird eine Pallette zu einer Relation eingekauft, auf der alle Sendungen verladen werden. Vorteile sind zum einen auch die der "normalen Consol", nämlich dass alle Sendungen zur Reduzierung der Schnittrate beitragen. Der grosse Vorteil des Multimaster Systems ist aber dass die Pallette am Empfangsflughafen durch die Airline aufgebrochen wird und alle Consols ohne Verzögerung an die jeweiliegen Empfangsagenten ausgeliefert werden. Es gibt aber auch schon Airlines die sog. "virtuelle Palletten" bauen. Dabei werden dann die MAWB´s aller Niederlassungen einer Spedition nach dem gleichen Prinzip verrechnet, aber in der Regel keine Pallette gebaut.
  • Was ist ein ULD und wofür wird es verwendet? Ein ULD (Unit Load Device) ist ein Container, der für die Verwendung in der Luftfracht optimiert ist (z.B. ist zum Laden im Bauch des Flugzeugs eine Ecke "abgeschnitten"). Sie sind viel kleiner als die gängigen Container der Seefracht.
  • Was sind BUP-Raten? BUP steht für Bulk Unitization Programm und ist die Abkürzung für vorgebaute Einheiten, die bereits beim Logistikdienstleister / der Spedition für die Luftfrachtgesellschaften gebaut werden. Dafür dass der Logistikdienstleister / die Spedition die Einheiten baut, erhält er eine vereinbarte niedrigere Rate im Vergleich zur losen Anlieferung.
  • Was ist die Zuverlässigkeitsprüfung nach §7 Luftsicherheitsgesetz, wer muss sie beantragen *wer trägt die Kosten* und wie oft ist diese zu wiederholen? Eine Zuverlässigkeitsprüfung ist erforderlich für alle Arbeitnehmer, die mit Luftfracht in Berührung kommen (auch Spediteure). Die Überprüfung erfolgt auf Antrag des Betroffenen. Die Kosten für die Überprüfung zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit trägt der Arbeitgeber. (§7 LuftSiG, 2) Alle 5 Jahre muss ein Antrag auf Wiederholungsprüfung erfolgen.
  • Was ist ein Airwaybill? Nenne mind. 3 Funktionen! Als Air Waybill (AWB) bezeichnet man den Luftfrachtbrief, den man für die Luftfracht benötigt. Er ist ein Beleg über den Abschluss des Luftfrachtvertrages, eine Empfangsbestätigung des Carriers, Frachtrechnungsgrundlage, Nachweis für Verfügungsrecht und Auslieferungsbestätigung der Fluggesellschaft am Zielflughafen 
  • Was wird bei einer Zuverlässigkeitsprüfung gem. §7 LuftSiG überprüft? Der Antragsteller macht dabei folgende Angaben, die von dem Prüfer (oft eine Polizeidienststelle) auf Richtigkeit geprüft werden: Personalausweisnummer und Staatsangehörigkeit(en)Geburtsland und -ortVorgesehene Verwendung (Grund für die Prüfung)und ArbeitgeberPrivatanschrift und TelefonHauptwohnsitze der letzten 10 JahreBeschäftigungen/Tätigkeiten der letzten 5 Jahre