Einführung in die Psychologie (Fach) / Gedächtnis und mentale Repräsentationen (Lektion)
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- Atkinson-Shiffrin-Modell Augen, Ohren, Nase, Fühlen-> incoming informationsensory buffers->Encoding-> Short-term storage->Working memory->Retrieval -> Performance->Consolidation Long Term storage->>> ABBILDUNG
- Die Kurzlebigkeit des Kurzzeitgedächtnisses Petersen Task:3 Konsonatnten merkenDabei in Dreierschritten rückwärtszählenOhne mentales Wiederholen verblassen Inhalte im KZG verblüffend schnell (DIAGRAMM)
- Kapazität des KZG: Gedächtnisspanne Miller: The magical number seven(plus or minus 2); Überschätzt die tatsächliche Gedächtnisspanne wahrscheinlich etwas
- Chunking erhöht die Kapazität des KZG von ca. 4-6 Einzelitems auf 4-6 BrockenFB FBI ICIAN CIASAK NSAGB KGBZentrale Exekutive: übt kognitive Kontrolle ausSketchpad: für bildliche Vorstellungen, zB F-AufgabePhonologische Schleife: Zurückspulen von Sprachmaterial, begrenzte Dauer
- Gliederung des LZG ABBILDUNGDas Gedächtnis ist über das ganze Gehirn verteilt. Unterschiedliche Strukturen sind für verschiedene Arten des Gedächtnisses wichtig
- Retrieval Cues(Abrufhilfen) Free Recall:- Abruf von gelernten Items in beliebiger Folge, ohne Hinweisreize- schwierigCued Recall:- Abruf mit Hinweisreizen- zB paired associates: Hund-Baum, Buch-Jacke,..- leichter als Free RecallUngeklärte Frage: Vergessen wir überhaupt etwas, oder fehlen uns nur die richtigen Abrufhilfen?
- Levels of Processing Craik&Lockhart, 1972 Ihre Theorie: Je tiefer sprachliches Materiial verarbeitet wird, desto besser wird es behalten"um die angebliche Ermordung John F. Kennedys durch Lee Harvey Oswald ranken sich noch immer zahlreiche Gerüchte"-Physikalische Verarbeitungsstufe: zB SchriftbildWie viele Großbuchstaben hat der Satz?Phonologiche Verarbeitungsstufe: zB WortklangReimt sich das Ende des Satzes auf Tomate?Semantische Verarbeitungsstufe: InhaltIn welcher Beziehung steht Oswald zu Kennedy?
- Der Patient Corkin, Milner&Teuber Bilaterale Entfernung von Strukturen immedialen Temporallapen(wegen Epilepsie)Hippocampus und Amygdala beidseitig betroffenRetrograde Amnesie(ca 10 Jahre)Massive anterograde Amnesie-normales KZG-Keine Aufnahme von neuen Inhalten in das LZGnormale Intelligenz
- visuelle und auditive Vorstellungen Visuelle Vorstellungsbilder erlauben uns, räumliche Vorgänge im Kopf nachzuvolziehen. Dabei werden auch visuelle und auditive Hirnareals aktivBeispiele für visuelle Vorstellungen: vorgestellte Navigation in einer Stadt, Vorstellung eines geometrischen ProblemsBeispiele für auditive Vorstellungen: Vorstellung von Stimme und Tonfall vertrauter Sprecher beim Lesen, "Ohrwurm"-Melodien
- Mentale Rotation Entscheidugszeiten hängen linear vom Drehwinkel ab, so als würden die Objekte mental mit konstanter Winkelgeschwindigkeit rotiert.
- Propositionen sind die kleinsten bedeutungsvollen Wissenseinheiten. Sie bilden eine Aussage und können als inhaltlich richtig oder falsch bezeichnet werdenSie bilden die Grundlage für deklaratives, sprachlich, wiedergebbares Wissen. Eine Proposition ist aber selbst kein Satz, sondern sie kann durch viele verschiedene Sätze ausgedrückt werden.
- Propositionale Netzwerke Propositionen scheinen hierarchische Strukturen zu bilden. Wenn Versuchspersonen die Korrektheit einfacher Aussagen einschätzen sollen, fällt ihnen das leichter, wenn die zugehörigen Konzepte im propositionalen Netzwerk nahe beisammen liegen.
- Kategorien fassen Begriffe nach Ordnungsprinzipien(zB Ähnlichkeit) zusammen, grenzen sie gegen andere Begriffe abKategorien sind nicht nur bloße Mermalskataloge: Wichtig ist die Ähnlichkeit mit typischen Vertretern der KategorieErmöglichen es, Erfahrung mit einem Vertreter der Kategorie auf andere Vertreter zu übertragenUnklare Kategorien: Ist eine Gardine ein Möbelstück? Ist eine Avocado ein Gemüse?
- Prototypen Rosch(1971): Kategorien werden um prototypische Vertreter gebildet, die besonders schnell und leicht klassifiziert werden könnenPrototypische Vertreter einer Kategorie teilen viele Kernmerkmale der KategorieUntypischen Vertretern fehlen dagegen wichtige KernmerkmaleDistinktiheit von Kategorien: Ähnlichkeit innerhalb der Kategorie, Unähnlichkeit zwischen Kategorien
- Schemata Frederic Bartlett(1932): Krieg der Geister, ein indianisches MärchenVersuchspersonen haben Schwierigkeiten, eine Geschichte nachzuerzählen, die nicht dem westlichen Schema für Geschichten folgtResultat: Sie verändern die Geschichte so ,d ass sie mit westlichen Schemata übereinstimmt
- Skripte Regeln den Ablauf von schematischen Handlungen zb RestaurantbesuchWenn Abläufe gegen bestehende Skripts verstoßen, treten oft Handlungs- und Gedächtnisfehler aufUnkenntnis von Skripten kann zB dazu führen, dass soziale Normen verletzt werden zB beim Restaurantbesuch mit ausländischen Kollegen
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- Baddeley & Godden (1975): Prinzip der Enkodierspezifität Versuchspersonen mussten Wortlisten lernen-entweder unter Wasser oder an LandDanach wurden sie entweder im Lernkontext oder im jeweils anderen Kontext getestetBeide Gruppen konnten das Material in dem Kontext am besten wiedergeben, in dem sie gelernt habenÄhnlich: Zustandsabhängiges Gedächtnis(zB emotionale, substanzinduzierte Zustände)
- Rekonstruktives Gedächtnis Versuchspersonen sahen Filme von Auffahrunfällen.Dann wurden Suggestivfragen gestellt:1) How fst were the cars going when the contacted each other?2) How fast were the cars going when they smashed into each other?Did you see any broken glass?Nach Variante 2 wurde mehr zerbrochenes Glas berichtet(In Wirklichkeit war im Film keins zu sehen.) Auch die relative Geschwindigkeit wurde überschätztNivellierung-Akzentuierung-Assimilation von erinnerten Details
- False Memory Effekt PatientInnen erinnern sich in der Therapie plötzlich an lang zurückliegende Ereignissebesonders dramatisch: plötzlich auftretende Erinnerungen an sexuellen Missbrauch in der KindheitMemory Wars:Sind diese Erinnerungen glaubhaft? Können sie als Zeugenaussagen eingesetzt werden?Lost-in-the-Mall-Versuch: Kindheitserinnerungen können experimentell erzeugt werdenVorsich: Viele dieser Erinnerungen scheinen erst in der Therapie konstruiert zu werden, vor allem wenn suggestive Techniken wie Hypnose eingesetzt werdenSie werden im Verlauf der Zeit immer weiter elaboriert(auch im Verein mit Therapeuten und Selbsthilfegruppen) und sind am Ende von echten Erinnerngen nicht mehr zu unterscheiden
- Eine Gebrauchsanweisung zur Prüfungsvorbereitung vernetztes WissenElaboration und AbrufEnkodierungspezifität und serielle Positionseffekte
- Vernetztes Wissen Wissen kann umso leichter abgerufen werden, je besser es mit anderem Wissen vernetzt ist. Solche Wissensnetzwerke zu erwerben braucht ZeitLernen in vielen Schritten ist daher viel effektiver als massiertes PaukenBeschäftigen Sie sich mit Lehrbüchern nicht erst kurz vor der Prüfung. Blättern Sie, stellen Sie Fragen, suchen sie nach interessanten abschnitten
- Elaboration und Abruf Elaboration ist entscheidend! Lernen Sie nicht nur auswendigm sondern stellen Sie fest, wie die einzelnen Fakten mit anderen zusammenhängen. Bilden Sie Argumentationsstrukturen, führen Sie Debatten, nehmen Sie einen Standpunkt einMachen Sie Diagramme, die den Zusammenhang zwischen Konzepten zeigen. Diskutieren Sie Inhalte mit anderen Personen; versuchen Sie dabei Fachbegriffe zu verwenden und mit empirischen Daten zu argumentieren.Entwerfen Sie eigene Prüfungsfragen und beantworten Sie sie.Jeder selbstständige Abruf stärkt die Gedächtnisspur. Deshalb erst nachdenken, dann nachschlagen.
- Enkodierungsspezifität und Positionseffekte Abruf ist schwieriger, wenn Abruf- und Lernsituation zu unähnlich sind. Deshalb ist es günstig, nicht immer in der gleichern Umgebung zu lernen.Nicht unter Drogeneinfluss lernen.Lernen Sie Material in verschiedenen Reihenfolgen, um von Primacy-Effekten zu profitieren. Karteikartensysteme sind hilfreich, weil sie Material in welchselnden Kontexten präsentieren.
