VWL (Fach) / Grundlagen der VWL (Lektion)
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VWL
Diese Lektion wurde von Anna_Muc erstellt.
- Bruttoinlandsprodukt (BIP) zahlenmäßige Erfassung der Wirtschaftsleistung einer VW ->Er stellt die Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft innerhalb einer Periode dar
- Bruttonationaleinkommen Wie viel haben alle Inländer - egal ob Deutschland oder Ausland - produziert
- Unterschied Bruttonationaleinkommen - Bruttoinlandsprodukt Abgrenzung der Volkswirtschaft nach Personen (BNE) und nach Gebiet (BIP) BIP + Erwerbs- und Vermögenseinkommen der Inländer aus dem Ausland - Erwerbs- und Vermögenseinkommen der Ausländer im Inland = BNE
- Ziele des Stabilitätsgesetzes Stabilität des Preisniveas Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum, Außenwirtschaftliches Gleichgewicht Hoher Beschäftigungsgrad
- Arten der Arbeitslosigkeit Saisonale AL Friktionelle AL Struktuelle AL Konjunktuelle AL
- Saisonale AL Beschäftigungsgrad schwankt zwischen Jahreszeiten
- Friktionelle AL auch: Sucharbeitslosigkeit Zeitraum zwischen Ende und Neuabschluss eines Beschäftigungsverhältnisses
- Struktuelle AL Sturktur des Arbeitsangebotes passt nicht mit der Struktur der Arbeitsnachfrage zusammen
- Konjunktuelle AL Auswirkungen zyklischer Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Je nach Auslastungsgrad der Wirtschaft werden MA eingestellt oder entlassen
- Bennen Sie vier Phasen des (idealtypischen) Konjunkturverlaufes I Expansion, Boom, Hochkonjunktur, oberer Wendepunkt II Rezession, Abschwung, Kontraktion III Depression Talsohle unterer Wendepunkt IV Erholung
- Inflation - Erklärung Die Veränderung des Preisniveas zwischen zwei Zeitpunkten . Ungleichgewicht zwischen Güter- und Geldmenge
- Erläutern Sie, mit welchen statistischen Mitteln die Höhe der Inflation in Deutschland gemessen wird Warenkorb einer Indexfamilie als repräsentative Grundlage. Die Ausgaben eines Basiszeitraumeswerden mit den Ausgaben des Vergleichszeitraumes als Index verglichen. Der "Index der Lebenshaltungskosten" gilt als allgemeiner Maßstab der Geldentwertung. Daneben spezielle Indizes: Index der Erzeugerpreise, der Großhandelspreise etc. Der Index derLebenshaltungskosten wird noch unterschieden in mittlerer Arbeitnehmerhaushalt, gehobenerund Rentnerhaushalt.
- fünf Ursachen der Inflation Kosten(druck)inflation Stagflation Nachfrageinflation Monetäre Inflation Importierte Inflation
- Erläuterung Kosteninflation + mögl. Ausweg Lohn- und/oder Kapitalkosten, Steuern oder Gebühren sowie Rohstoffkosten steigen für Unternehmen. -> U gibt gestiegene Kosten durch Preiserhöhung an Verbraucher weiter -> Lohn-Preis-Spirale oder Preis-Lohn-Spirale Auswege: maßvolle Lohnpolitik aller Beteiligten Senkung der Lohnnebenkosten Unternehmenssteuern senken Produktivitäten durch Forschungs- und Entwicklungsförderung steigern
- Erläuterung Stagflation gleichzeitiger Preisanstieg und Produktionsrückgang. Unternehmen erhöhen Preise aufgrund gestiegener Produktionskosten . Steigende Preise führen zu einem Nachfrage Rückgang. Kostendruck bei Unternehmen führt zu Entlassung
- Erläuterung Nachfrageinflation + mögl. Auswege Meist in Zeiten einer Hochkonjunktur. Güternachfrage steigt durch privat Konsum oder durch Staatsnachfrage(Hausgemachte Inflation) und die Investitionen der Unternehmen, kann auch aus dem Ausland kommen (importierte Inflation). steigende Nachfrage, gleichbleibendes Angebot -> Preise steigen Je näher die Unternehmen an Ihre Kapazitätsgrenzen kommen, desto höher die Preise, um eine Kapazitätserweiterung hinauszuschieben. Auswege: Staat drosselt seine Nachfrage und verschiebt sie auf Zeiten schwacher Konjunktur Wenn mögl: Durch Wechselkurspolitik Nachfrage drosseln Restriktive Geldpolitik: Zinssätze erhöhen und Geldmenge reduzieren
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- Erläuterung monetäre Inflation Preise steigen , wenn die Geldmenge die Gütermenge übersteigt. FormelY *P = M*U -> P= (M*V) / Y -> P erhöht sich, wenn M stärker als Y (reales Sozialprodukt) wächst
- ERläuterung Importierte Inflation importierte Rohstoffe oder Güter teurer -> Weitergabe der gestiegenen Produktionskosten an Verbraucher. Entstehung durch Rohstoffverteuerung oder Wechselkursschwankungen
- Erläuterung Auswirkungen der Inflation auf die VW (7) Besitzer von Geldvermögen erleiden Verluste Bezieher von nominell festgelegten Geldeinkommen werden so lange benachteiligt, bis sie einen Inflationsausgleich durchgesetzt haben Besitzer von Sachvermögen werden begünstigt Preise verlieren ihre Infolmations-, Steuerungs- und Signalfunktion, da Preise nicht auf die knapper werdenden Güter verweisen -> nicht die knapper werdenden Güter werden produziert -> Fehlallokation, optimaler Einsatz von Arbeit, Kapital und Ressourcen ist nicht gewährleistet Kreditnehmer erlangen einen Vorteil, da sich ihre im Kreditvertrag nominal festgelegten Verbindlichkeiten durch Zeitablauf entwerten Verbraucher wissen, dass Geld an Kaufkraft verliert -> Käufe werden vorgezogen und dadurch die Inflation nochmal angeheizt. Sie werden das Geld in Sachvermögen anlegen, was die Preise nochmal steigen lässt. Flucht in ausländische Währung
- oberstes Ziel der EZB + Erläuterung der volkswirtschaftlichen Bedeutung Maßnahmen zur erreichung des ziels Oberstes Ziel: Geldwertstabilität Die Geldwertstabilität ist die Voraussetzung für ein störungsfreies Wachstum. Bei vorhandener Geldwertstabilität behalten die Preise ihre Funktion. Maßnahmen sind: Beeinflussung des Geldvolumens und des Zinssatzes, Einhaltung der Maastrich-Kriterien überwachen
- Erläutern Sie die 'Offenmartkgeschäfte einer Zentralbank' OM-Geschäfte haben sowohl liquiditäts- als auch zinspolitischen Charakter OM-Geschäfte haben eine kurze Laufzeit auslaufende OM-Geschäfte werden durch neue ersetzt OM-Geschäfte ermöglichen der Bundesbank (zukünftig EZB) eine wirkungsvolle Feinsteuerung der Liquiditätsversorgung im Bankensystem (Geldmengenziel) Offenmarktgeschäft (Offenmarktpolitik) : Geldpolitische Operation, die auf Initiative der Zentralbank erfolgt und bei der die Zentralbank Wertpapiere hereinnimmt oder abgibt. Solche Geschäfte können "endgültig" (definitiv) oder "auf Zeit" als befristete Transaktionen erfolgen. Letztere können gemäß einer Rückkaufsvereinbarung als Wertpapierpensionsgeschäft oder auf Verpfändungsbasis abgewickelt werden. Befristete Transaktion : Geschäft im Rahmen der Offenmarktpolitik des ESZB , bei dem die Zentralbank Vermögenswerte (wie Schuldverschreibungen oder Wechsel ) gemäß einer Rückkaufsvereinbarung kauft oder verkauft ( Pensionsgeschäft) oder Kredite gegen Verpfändung von refinanzierungsfähigen Sicherheiten gewährt (Pfandkredit). Während die Bundesbank bis Ende 1998 ihre regelmäßigen befristeten Transaktionen als Pensionsgeschäfte abwickelte, verwendet sie seit Anfang 1999 die Form des Pfandkredits. Im Gegensatz zu definitiven Käufen bzw. Verkäufen ( Outright-Geschäften ) einer Zentralbank wird über befristete Transaktionen nur für einen bestimmten Zeitraum Bankenliquidität zur Verfügung gestellt oder absorbiert. Wertpapierpensionsgeschäft : Besondere Form der Offenmarktpolitik , bei der die Notenbank von den Banken Wertpapiere ankauft unter der Bedingung, dass die Banken diese Papiere gleichzeitig per Termin zurückkaufen. Solche Wertpapierpensionsgeschäfte setzte die Bundesbank erstmals im Juni 1979 ein. Seit Mitte der achtziger Jahre erfolgte die laufende Bereitstellung von Zentralbankgeld zunehmend über dieses Instrument. Im Rahmen des ESZB heißen diese Geschäfte neutraler befristete Transaktionen . Die Bundesbank
