BIS (Fach) / Übungsaufgaben (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 22 Karteikarten

---

Diese Lektion wurde von Birgit1982 erstellt.

Lektion lernen

  • Erklären Sie, weshalb ein Rechner ohne Programme völlig nutzlos ist. Wenn ein CD-Spieler, der ohne CSs völlig nutzlos ist, erfüllt auch ein Rechner ohne Programme keinen sinnvollen Zweck. Erst durch die vollständige Anweisung zur Lösung einer Aufgabe in Form eines Programms wird aus dem "Haufen aus Blech, Chips und Drähten" ein sinnvolles Werkzeug des Menschen.
  • Zählen Sie einige Vorteile der Verkaufsdatenerfassung mit elektronischen Datenkassen aus der Sicht des Handles auf. Vorteile einer Verkaufsdatenerfassung am Verkaufsort mit Hilfe von elekronischen Datenkassen für den Handel sind - der Entfall der Preisauszeichnung der einzelnen Artikel (nur Preisauszeichnung am Regal), - die zentrale Bestands- und Preisführung der Artikel in einem Massenspeicher mit jederzeitiger Auskunftsbereitschaft - die weitgehende Ausschaltung von bewussten oder unbewussten Fehlern beim Kassenvorgang, - die Vereinfachung der Wiederbestellung von Waren durch die Verkaufsstätten und - die detaillierte, aktuelle und produktbezogene Absatzstatistiken (als Basis für eine gezielte Marketingpolitik)
  • Warum ist es missverständlich bzw. sogar irreführend, wenn ein Rechner als Elektrogehirn bezeichnet wird? Besonders in den Anfangsjahren der Computertechnik wurden Rechner häufig Elektrogehirne genannt. Die Bezeichnung erklärt sich aus Funktionen dieser Maschinen, wie zB Rechnen, Schlüsse ziehen, verarbeiten vieler Daten usw., die bis dahin als intellektuelle Aufgaben ausschl. dem Menschen vorbehalten waren. Im Lauf der Zeit wurden durch die stark gestiegenen Verarbeitungsgeschwindigkeiten und Speicherkapazitäten moderner Rechner sogar auf speziellen, allerdings sehr beschränkten Gebieten kleinere Erfolge erzielt, die menschliche Intelligenz zu simulieren. Der Forschungsbereich, der sich mit dieser Problematik auseinandersetzt, wird etwas hochgestochen "künstliche Intelligenz" genannt. Aber schöpferisches Denken, Intuition, Verantwortungsbewusstsein und das so genannte integrierte Denken, das Assoziationen zwischen allen für einen Sachverhalt relevannten Faktoren im Gesamtzusammenhang herstellt, sowie natürlich die ganze Gefühlswelt bleiben jeder Maschine verschlossen.
  • Die industrielle Revolution veränderte durch technische Neuerungen wie die Dampfmaschine oder autmatische Webstühle die "manuelle" Arbeit. Langfristig resultierten diese Erfindungen in einer Steigerung der Erzeugungsmenge bei gleichzeitiger Reduktion Im Gegensatz zur industriellen substituiert die "informationelle" Revolution hauptsächlich "geistige" Arbeit. Die Steigerung der Produktivität und damit der Konkurrenzfähigkeit wird durch Personalabbau erkauft, wobei zunehmend auch Sachbearbeiter im Büro und Führungskräfte betroffen sind. Allerdings ist der Gesamtbedarf an Informationsverarbeitung in den letzten Jahren drastisch angewachsen, woraus ein gesteigerter Personalbedarf in diesem Bereich resultiert.
  • Zählen Sie je 5 Beispiele für IT-Hardware und -Software auf. Nennen Sie zusätzlich 3 weitere Beispiele außerhalb der "klassischen" Informationsverarbeitung, anhand derer die Unterscheidung in Hardware und Software klar wird. Beispiele für IT-Hardware:                  Beispiele für IT-Software: Zentraleinheiten                                    Betriebssysteme Speicherbausteine                              Entwicklungsumgebungen für                                                                Programmiersprachen (C, Java,..) Tastaturen                                             Textverarbeitungsprogramme DVD-Laufwerke                                    E-Mail-Programme Drucker                                                  Datensicherungsprogramme   weitere "unklassische" Beispiele: CD-Spieler und Audio-CD                   Musikstücke Videorecorder und Magnetband         Filme Waschmaschine und Steuerchip         Waschprogramm
  • In der Beschreibung des PC-Beispiels (Buch, S 29) werden einige Baueinheiten genannt. Welche davon gehören zur Peripherie? Tastatur und Maus Bildschirm Kopfhörer Laserdrucker Magnetplatte CD-RW/DVD-Laufwerk Grafik-, Sound- und LAN-Karte
  • Die IT-Hardware-Entwicklung ist durch eine laufende Verbesserung der Preis-/Leistungsverhältnisse geprägt. Welche PC-Leistungen bzw. Kapazitäten bekommen Sie heute für 2.500 Euro? Aktuelle PC-Trends sind neue audiovisuelle Fähigkeiten, höher getakte Prozessoren, größere Speichermedien und die drahtlose Anbindung an lokale Netze und das Internet. Welche Kapazitäten und Leistungen Sie für Ihr Geld bekommen, hängt stark davon ab, ob Sie einen Komplett-PC beim Discounter oder Technik-Supermarkt einkaufen oder ob Sie sich das Gerät nach ihren Anwendungsschwerpunkten (bspw. Büroanwendungen, Spiele oder Programmierung) zusammenstellen und bei einem renommierten Markenhersteller bestellen. Der (im Abschnitt 1.2.1.5) dargestellte Studierenden-PC (Anschaffung Mitte 2004 um 2.500 Euro) war ein Jahr später bei renommierten Markenherstellern um unter 2.500 Euro erhältlich. Für 2.500 Euro erhielten Sie - bei sonst gleicher Konfiguration - bspw. einen mit 3,8 GHz getakteten Pentium-4-Zentralprozessor, 2 GB Arbeitsspeicher und eine 500 GB-Festplatte.
  • Wie viele Bits werden benötigt, um alle gültigen Schaltzustände einer Glühlampe (ein, aus) und einer Verkehrsampel (grün, gelb, rot, jeweils ein- oder ausgeschaltet, kein Blinken, aber gleichzeitiges Leuchten möglich) zu codieren? Mit einem Bit lassen sich 2 Zustände darstellen. Bei einer Glühbirne sind das die Zustände "Aus = 0" und "Ein = 1". Mit 3 Bits, wie zb bei einer Verkehrsampel, lassen sich 2hoch3 = 8 versch. Zeichen darstellen. Anzahl der Bits            Zahlenkombination 1                                    01                                         ROT 2                                    00 01 10 11                         GELB 3                                    000 001 010 011                GRÜN                                       100 101 110 111
  • Führen Sie sich nochmals die wichtigsten Vorteile von Standard- und anwendungspezifischen Chips vor Augen (vielleicht hilft dabei ein Vergleich aus dem Textilbereich: Konfektion und Maßanfertigung). Standardchips werden für den Massenmarkt produziert und sind dementsprechend kostengünstig (geringe Entwicklungs- und Herstellungskosten pro Stück, Preisdruck durch intensiven Wettbewerb). Sie unterliegen ih ihrem "Lebenszyklus" auf dem Markt regelmäßig einem starken Preisverfall, nicht zuletzt durch den raschen informationstechnischen Fortschritt. Anwendungspezifische Chips sind vergleichsweise teuer, sie bieten jedoch dem Anwender die Möglichkeit zur Produktspezialisierung und -differenzierung (bessere Anpassung an die spezifische betriebliche Bedingungslage, größere Angebotsvielfalt).
  • Ein Student denkt an den Kauf eines PCs, um sein Studium effizienter und damit rascher absolvieren zu können. Der Arbeitsspeicher soll eine Kapazität von 1.024 MB haben. Inwiefern ist es für die Beschaffungsentscheidung relevant, ob die Rechnerherste Für den Anwender ist die Kapazität der Bauelemente des Arbeitsspeichers unerheblich, entscheidend für ihn sind die Gesamtkapazität und die Ausbaufähigkeit (durch freie Steckplätze für zusätzliche Speicherkomponenten). Daneben sind für ihne - bzw. genauer für das Leistungsvermögen seines Rechners - die Zugriffsgeschwindigkeit und die Zuverlässigkeit der Speicherchips bedeutsam. Diese hängen jedoch primär von der Fertigungstechnik ab - aber danach wurde ja nicht gefragt!
  • Angenommen, ein Rechner mit 4 Ghz-CPU kann durchschnittlich 4 Prozessorstufen pro Takt abarbeiten. Wie lange dauert ein Taktzyklus? Wie viele Befehle werden pro Sekunde ausgeführt? Ein Taktzyklus dauert 1: 4.000.000.000 = 0,25 Nanosekunden (milliardstel Sekunden). Der Rechner verarbeitet im Schnitt 16 Milliarden Prozessorbefehle pro Sekunde.
  • Die Angabe der Rechnerleistung in Mips wird von Spöttern auch als "most irrelevant product specification" gedeutet. Warum? Wofür steht diese Abkürzung wirklich? Die Abkürzung MIPS steht für "million instructions per second (Millionen Befehle pro Sekunde) und bezeichnet die Rechnerleistung im engeren Sinn. Die in der Fragestellung gebrachte Deutung von MIPS kommt jedoch nicht von ungefähr. Es wird damit zum Ausdruck gebracht, dass eine Angabe über die Geschwindigkeit, zu der häufig benötigte Maschinenbefehle eines Rechners verhelfen können, noch lange keine Aussage über den wirklichen Durchsatz dieser Anlage mit anwendungsspezifischen Programmen und Daten zulässt. Verantwortlich hierführ sind neben Taktrate und Verarbeitungsbreite unter anderem Abweichungen bei der Fließbandverarbeitung, Puffer- und Arbeitsspeicher, Hilfsprozessoren oder der Grad der Spezialisierung. Abgesehen davon bietet die Mips-Rate bei der Rechnerauswahl im günstigsten Falle einen AHP für die Hardwarerechenleistung, nicht jedoch für viele andere, mglw. kaufrelevante Produkteigenschaften. Denken Sie hierbei etwa an Abwärtskompatibilität, verfügbare Software, finanzielle Konditionen, Ausfallsicherheit, harmonische Integration in das Gesamtinformationssystem und vieles andere mehr.
  • Welche in der Abb 1.2.1/2 im Textbuch dargestellten Baueinheiten eines Rechners sind periphere Geräte? Alle Geräte außerhalb der Zentraleinheit, das heißt sämtliche Eingabegeräte, Ausgabegeräte und externe Speicher, stellen periphere Einheiten dar.
  • Worin besteht der Unterschied zwischen Mehrprozessorsystemen und Rechnernetzen? Beschreiben Sie auch typische Anwendungsfälle. In einem Mehrprozessorsystem arbeiten mehrere Zentralprozessoren (mit oder ohne eigenen Arbeitsspeicher) zusammen. Ein Rechnernetz ist eine Verbindung mehrerer eigenständiger, räumlich verteilter Rechner über Datenübertragungswege. Die Zentralprozessoren befinden sich bei Mehrprozessorsystemen üblicherweise innerhalb desselben Gehäuses, während sie bei Rechnernetzen weltweit verstreut sein können. Das Ziel von Mehrprozessorsystemen ist die Steigerung der Rechenleistung. Typische Anwendungen sind sehr rechenintensive Problemstellungen oder Systeme mit sehr vielen Benutzern. Das Ziel von Rechennetzen ist die Kommunikation zwischen versch. Informationssystemen und die Nutzung der Ressourcen von geographisch entfernten Rechnern. Häufige Anwendungsfälle sind zum Bsp. die Nutzung gemeinsamer Drucker (bei lokalen Netzen) oder das Verschicken von elektronischen Mitteilungen (E-Mail).
  • Ihre Großmutter möchte sich einen PC kaufen. Welche Faktoren werden bei ihrer Beratung eine Rolle spielen, wenn sie zwischen der Anschaffung eines Notebook-PCs oder eines Tischgerätes schwankt? Die Leistungsfähigkeit von Notebooks liegt üblicherweise meist gering unter der von Tischgeräten. Beim Kauf eines Notebooks muss ihre Oma jedoch mit einem deutlich höheren Preis als bei einem Schreibtisch-PC derselben Leistungsklasse rechnen (obwohl sich die Preise in den letzten Jahren zunehmend angenähert haben). Dem Vorteil der besseren Transportierbarkeit von Notebooks stehen durch die kleineren Abmessungen ergonomische Nachteile bei Tastatur, Zeigeeinrichtungen und Bildschirm ggü. Das gilt zumindest für Geräte mit Bildschirmdiagonalen bis 14 Zoll. Für Notebooks mit 17-Zoll-Bildschirm treffen diese Einschränkungen nicht zu, zunehmend viele Anwender ersetzen deshalb ihre Schreibtischgeräte durch solche, allerdings noch vergleichsweise kostspielige Notebooks.
  • Geben Sie für jede Rechnerkategorie die vorherrschende Rechnerarchitektur (nach Flynn) an, und finden Sie ein typisches Einsatzgebiet, wie es Ihnen im bekannten Wirtschaftsleben vorkommt (denken Sie an die Aufgaben der Informationsverarbeitung in Ihn Mobiltelefone (SISD) - Telefonieren, Versand von Kurzmitteilungen PDAs (SISD) - Verwaltung von Adressen, Terminen und Aufgaben,.. PCs (SISD) - Textverarbeitung, Kalkulationen, Präsentationen,.. Workstations (SISD) - CAD (Konstruktion), Softwareentwicklung,.. Arbeitsgruppenserver (SISD) - Datei- und Druckerverwaltung, Dokumentenmanagment von Arbeitsgruppen,.. Abteilungsserver (SISD) - Netzwerkverwaltung, E-Mail-Services, Buchhaltung, Managmentunterstützung,.. Unternehmensserver (SISD) - Studien- und Prüfungsverwaltung in Hochschulen, Kunden- und Auftragsverwaltung im Versandhandel, Reservierungssysytem von Fluglinien,.. Hochleistungsserver (SIMD, MIMD) - Klimaforschung, Erdbebenanalyse, Crash-Tests in der Automobilindustrie,..
  • Ist ein Porsche Cayenne-Geländewagen ein modulares System? Begründen Sie ihre Antwort. Ja. Dieser Geländewagen besteht aus einer Vielzahl von Bauteilen, die austauschbar und ersetzbar sind. Sie sind vielfach von getrennten Abteilungen des Herstellers bzw. von unterschiedlichen Zulieferfirmen entwickelt worden. Es können Module verbessert werden (zB "Tunen" des Motors) bzw. es können Module hingezugefügt werden (etwa Einbau von Zusatzscheinwerfern).
  • Ihnen Sind sicherlich die Reservierungssysteme von großen Fluglinien bekannt. Wenn Sie einen Flug buchen wollen, kann ein Mitarbeiter Ihres Reisebüros über einen Rechnerverbund einen Platz reservieren lassen, oder sie können selbst direkt über das In Die Reservierungssysteme von Fluglinien sind üblicherweise wie folgt einzuordnen: Wirtschaftszweig: Reise und Tourismus Wirtschaftsstufe: Einzelhandel (Reisebüros) Funktionsbereiche: Marketing und Verkauf Reichweite: Außerbetrieblich Benutzertyp: Professionelle und gelegentliche Erdbenutzer Vertikaler Integrationsgrad: geringe Integration von Aufgaben mehrerer Ebenen Automationsgrad: Teilaumation, Inititative geht vom Menschen aus
  • Ein Wirtschaftsinformatiker ist bei einem großen Reiseveranstalter beschäftigt. Welche der nachfolgenden Aufgabenstellungen sind typisch für sein Tätigkeitsfeld? Anpassung und Erweiterung der Standardprogramme des Platzbuchungssystems an die unternehmensindividuellen Verhältnisse Ökonomische Rechtfertigung des Anschlusses der Filialen an dieses Platzbuchungssystem auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsrechnung Technische und organisatorische Planung des Internetauftritts des Unternehmens Untersuchung der Möglichkeiten eines Anschlusses der Filialen an ein rechnergestütztes Platzbuchungssystem versch. Luftverkehrsgesellschaften Auswahl von PCs, die in den Filialen für das Platzbuchungssystem installiert werden sollen
  • Können Sie sich vorstellen, für welche beruflichen Zwecke bspw. die Bauern persönliche Informationshilfsmittel verwenden? Möglichkeit mit GPS-Handy Flächen auszumessen und so die Größe eines Feldes zu bestimmen -> die exakte Ermittlung der Anbauflächen ist vor allem für die Förderungsprogramme wichtig, da Subventionen in der Regel an die Größe der bebaubaren Fläche gebunden sind. Div. Erntemaschinen wie zB Mähdrescher besitzen eine Schnittstelle zu PDAs. In Kombination mit einem an den PDA angeschlossenen GPS-Empfänger kann eine genaue Ertragskarte des Ackers angelegt werden. Im folgenden Jahr kann die Düngung auf Grundlage dieser Ertragskarten durchgeführt werden -> dies führt zu einer nachhaltigen Reduzierung der Umwelt- bzw. Grundwasserbelastung durch Düngemittel. Mobile Geräte können auch lfd. Tätigkeiten wie Aussaattermin, Plfanzenschutz und Düngermenge am Acker erfassen und abspeichern. In Kombination mit einem PC-Programm ist es dann möglich, die Daten des Betriebes mit den mobilen Geräten auszutauschen -> somit hat der Bauer immer die aktuelle Information am Acker verfügbar und kann unmittelbar vor Ort Angaben abrufen. Mobile Geräte können auch zur Steuerung von landwirtschaftl. Maschinen eingesetzt werden - diese Technik steht erst am Anfang ihrer Entwicklung Im Tierzuchtbereich ergeben sich ebenfalls div. Anwendungsmöglichkeiten: der Bauer kann auf seinem PDA zB die Daten der Kühe (Milchleistungs- und Krankengeschichte) abspeichern und in Folge unmittelbar im Stall die nötige Info über die einzelnen Tiere abrufen
  • Die Stellenanzeige lautet wie folgt: Für die Abteilung Informationssysteme suchen wir ........... Aufgaben: verantwortlich für Konzeption und Realisierung von komplexen IT-Projekten im SAP-Umfeld sowie die Betreuung bestehender Informationssyst Mit der Stellenanzeige wird ein SYSTEMANALYTIKER gesucht
  • Erläutern Sie den Unterschied zw. Datenschutz und Datensicherheit. Nennen Sie 3 Beispiele von Informationssystemen, bei denen von Datenschützern Missbrauchsmöglichkeiten der erfassten Daten befürchtet werden. Der Datenschutz soll den Missbrauch personenbezogener Daten verhindern. Der Schutzzweck von Datenschutzgesetzen ist also die Privatsphäre von Individuen. Die Datensicherheit beugt der Zerstörung oder Verfälschung von Daten und Programmen zB durch irrtümliches Überschreiben, Computerviren und/oder durch physikalische Einwirkungen auf Speicher- und Übertragungsmedien vor. Informationssysteme, bei denen von Datenschützern Missbrauchsmöglichkeiten der erfassten Daten befürchtet werden, sind zB: - Mobilfunksysteme, die das Abhören von Telefonaten sowie die Standort- und Verbindungsdatenüberwachung ergmöglichen, - Videoüberwachungssysteme von U-Bahn-Systemen, Straßen und Plätzen (wie zB in London) - Kranken- und Sozialversicherungssysteme mit Chip-Gesundheitskarten, über die auf abgespeicherte Gesundheitsdaten zugegriffen werden kann, - Mautsysteme, die an Kontrollstationen alle Fahrzeuge mit Kameras aufzeichnen, - Kontrolllisten von Banken, auf denen Personen mit Bonitätsrisiko vermerkt sind, - Kundenkarten-Systeme, mit denen die Kaufgewohnheiten der Kunden erfasst und ausgewertet werden - Navigationssysteme, in LKWs oder Leihwagen, die Daten über zurückgelegte Wege, Geschwindigkeit und Pausen aufzeichnen und diese evtl. sogar ständig online an die Zentrale rückmelden