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VWL (Fach) / VWL (Lektion)

VWL

Diese Lektion wurde von Andrea118 erstellt.

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  • Elastizitäten Generelle Aussage von Elastizitäten Wenn sich die unabhängige Variable in einer Funktion um ein Prozent verändert,um wieviel Prozent verändert sich dann die abhängige Variable?Berechnung: e = prozentuale Änderung der abhängigen Variable      prozentuale Änderung der unabhängigen Variable
  • Einkommenselastizität der Nachfrage Einkommenselastizität der Nachfrage Wenn sich das Einkommen eines Haushalts verändert, um wieviel verändert sichdann die nachgefragte Menge? Konkrete Aussage: Um wieviel Prozent steigt die nachgefragte Menge, wennsich das Einkommen um 1 % erhöht. Berechnung:e= prozentuale Veränderung des Einkommens      prozentuale Veränderung der Nachfrage Eine Einkommenselastizität von 0,2 bedeutet, dass eine Steigerung des Einkommens um 1 Prozent zu einer Nachfragesteigerung um 0,2 Prozent führt
  • Preiselastizität der Nachfrage II Wenn sich der Preis eines Gutes relativ gesehen verändert, um wieviel verändertsich dann die nachgefragte Menge? Konkrete Aussage: Um wieviel Prozent geht die nachgefragte Menge zurück,wenn sich der Preis um 1 % erhöht. Berechnung:e =   -    prozentuale Änderung des Preises              prozentuale Änderung der nachgefragten Menge
  • Preiselastizität der Nachfrage I ÜberproportionaleMengenreduktion beibestimmterPreiserhöhung:- Elastische Nachfrage UnterproportionaleMengenreduktion beibestimmter Preiserhöhung:- Unelastische Nachfrage
  • Preiselastizität der Nachfrage III Bei unelastischer Nachfrage folgt auf eine Preiserhöhung nur ein schwacherRückgang der verkauften Menge.- Der Umsatz steigt. Bei elastischer Nachfrage folgt auf eine Preiserhöhung ein starker Rückgang derverkauften Menge.- Der Umsatz sinkt. Kenntnis der Preiselastizität
  • Budgetgerade Die Budgetgerade gibt die Güterbündel an, die sich der Haushalt beigegebenem Preisen maximal leisten kann. Die Steigung der Budgetgeraden gibt an,auf wie viele Einheiten eines Gutes der Konsument verzichten muß,um eine zusätzliche (marginale) Einheit des anderen Gutes konsumieren zu können. - Veränderungen der relativen Güterpreiseverändern die Steigung der Budgetgeraden.- Einkommensänderungenführen zu einer Parallelverschiebung derBudgetgeraden
  • Indifferenzkurven Unter einer Indifferenzkurve wird in einem (y1,y2)-Diagramm der geometrische Ort aller Güterbündel (aus y1 und y2) verstanden, zwischen denen der Haushalt indifferent ist (die er gleich bewertet), da sie ihm den gleichen Nutzen stiften und somit auf dem gleichen Präferenzniveau liegen.
  • Budgetgerade veränderliche Restriktionen, die reflektieren, welche Güteraustauschrelationenobjektiv erreichbar sind Die Budgetgerade gibt die Güterbündel an, die sich der Haushalt beigegebenem Preisen maximal leisten kann.
  • Nachfragekurve - Die nachgefragte Menge eines Gutes ist abhängig vom Preis eines Gutesund von anderen Faktoren.- Diese anderen Faktoren sind z.B. das Einkommen der Haushalte, ihreZukunftserwartungen, der Preis anderer Güter, die Präferenzen der Haushalteund weitere Faktoren.- Die ökonomische Analyse erfolgt ceteris paribus, d.h. alle „anderen Faktoren“,die sog. Lageparameter der Nachfragekurve, werden als konstantangenommen.- Man betrachtet also die Veränderung der nachgefragten Menge bei einerÄnderung des Preises des Gutes- Ceteris paribus sinkt mit steigendem Preis die nachgefragte Menge einesGutes und umgekehrt.
  • Nachfragekurve Preisänderungen - Wenn der Preis sich verändert, verändert sich die nachgefragte Menge einesGutes.- Zwischen Preis und nachgefragter Menge besteht eine negative Beziehung- Die Bewegung erfolgt auf der Kurve.
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  • Nachfragekurve Lageparameter - Veränderungen der Lageparameter der Nachfragekurve führen zuVerschiebungen der Kurve.- Verschiebungen verursacht durch:    - Preis anderer Güter    - Geschmack    - Einkommen
  • Produktionsfunktion Produktionsfunktion = sämtliche technisch effizienten Beziehungenzwischen Input (Faktoren) und Output (Produkt) - Ein Produktionsprozeß ist technisch effizient, wenn mit jeder eingesetztenFaktoreinheit auch die Produktionsmenge erhöht wird.- Ein Produktionsprozeß ist ökonomisch effizient, wenn er den Gewinn desUnternehmens maximiert (technische Effizienz ist Voraussetzung fürökonomische Effizienz) Produktionstheorie:Output ist abhängige Variable
  • Kostentheorie Input ist abhängige Variable Kostenfunktion ist die (bewertete) Umkehrfunktion der Produktionsfunktion - Im vollkommenen Polypol: Grenzerlös = Marktpreis.- Unternehmer kann nur per Mengenanpassung auf veränderte Preise reagieren.- Steigt Marktpreis steigen, so wird Unternehmen Angebotsmenge ausdehnen bisOutput erreicht, bei dem wieder Grenzerlös = Grenzkosten.- Grenzkostenkurve des Unternehmens zeigt, welche Menge bei gegebenenPreisen angeboten wird.- Grenzkostenkurve = Angebotskurve des Unternehmens im Polypol
  • Gewinnmaximierung Der Gewinn ist bei dem Output am größten, bei dem der Grenzerlös denGrenzkosten entspricht; d.h.wenn GE > GK -> Produktionsmenge ausweitenwenn GE < GK -> Produktionsmenge reduzierenwenn GE = GK -> Gewinnmaximum ist erreicht.
  • Angebotskurve Kleine relative Mengenerhöhungbei bestimmter Preiserhöhung:- Unelastisches Angebot Große relative Mengenerhöhungbei bestimmter Preiserhöhung:- Elastisches Angebot
  • Wohlfahrt Summe aus Produzentenrente und Konsumentenrente
  • Konsumentenrente Die Konsumentenrente berechnet sich als Differenz zwischen der maximalen Zahlungsbereitschaft der Konsumenten und dem tatsächlich auf dem Markt gezahlten Preis.
  • Produzentenrente Die Produzentenrente berechnet sich als Differenz zwischen dem mindestens verlangten Preis und dem tatsächlich auf dem Markt erhaltenen Preis.
  • Pareto-Effizienz Eine Situation ist pareto-effizient, sofern bei gegebenen Ausgangsbedingungenkein Wirtschaftssubjekt besser gestellt werden kann, ohne daß mindestensein anderes Individuum dadurch eine Nutzeneinbuße erleidet.
  • Monopol ein Anbieter, viele Nachfrager Vollständige Konkurrenz:- Preiselastizität der Nachfrage geht für einzelnen Anbieter gegen unendlich.- Homogene Substitute- Nur jeweils billigste Anbieter können ihre Ware absetzen.Monopol:- Preiselastizität der Nachfrage geht nicht gegen unendlich.- Keine homogenen Substitute- kein völliger Nachfrageverzicht- Monopolist hat Preisspielräume- Wechselseitige Abhängigkeit von Preis und Menge muß berücksichtigt werden.
  • Natürliches Monopol Eigenschaften:- hohe Fixkosten- Grenzkosten der Marktversorgung tendentiell konstant- Durchschnittliche Kosten nähern sich aymptotisch den Grenzkosten an.- Marktprozeß führt dazu, daß letztlich nur ein Unternehmen am Markt verbleibt.- Stückkosten nehmen mit steigender Menge stetig ab.- Unternehmen mit der größten Produktionsmenge können am billigsten anbieten.- Marktnachfrage wird am kostengünstigsten durch nur ein Unternehmen befriedigt.
  • Markteintrittsbarrieren Monopol Sunk costs und Fixkosten- Monopolist wählt vermutlich pM.- Muß sich nicht nur an aktueller, sondern auch potentieller Konkurrenz orientieren.- Hoher Preis lockt Konkurrenten an, die Gewinnspielräume nutzen wollen.- Monopol könnte niedrigeren Preis wählen, so daß durch Unterbieten keineGewinne möglich sind: auch ohne Regulierung ps.- Unterscheidung zwischen gewöhnl. Fixkosten und sunk costs notwendig:- Gewöhnl. Fixkosten können vollständig abgebaut werden.- Sunk costs: Kosten, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können undausschließlich bestimmten Produktionsprozessen nützen: Irreversibilität Markteintrittsbarriere
  • Regulierung natürlicher Monopole I Cost-plus regulation- Kostenorientiertes Prinzip- Genehmigter Preis abhängig von Produktionskosten des UnternehmensProbleme:- Informationsproblem- Reduzierte dynamische Anreizwirkung
  • Regulierung natürlicher Monopole II Rate of return-regulation- Genehmigter Tarif entspricht der vorgesehenen KapitalverzinsungProbleme:- Tendenz zur Überkapitalisierung (Averch-Johnson-Effekt)- Ineffiziente Aufblähung des Kapitalstocks
  • Regulierung natürlicher Monopole III Price caps- Regulierungsbehörde legt maximalen Preis fest- Für Mehrproduktunternehmen: Preisindex für den gesamten Warenkorb- Anpassung des Preisindex orientiert sich an Inflationsrate und durchschnittlicherProduktivitätsentwicklung.- Nach Veröffentlichung der Preisobergrenze hat Regulierungsbehörde infestgelegten Zeitraum keinen Einfluß mehr auf Preisindex.Probleme- Informationen über Produktivitätsentwicklung- Wahl der Produktqualität
  • Regulierung natürlicher Monopole V Wettbewerb um den Markt (Ausschreibungen)- Wettbewerb um den Markt statt Wettbewerb im Markt- Markt von der Regulierungsbehörde meistbietend versteigert- Bieter mit geringstem Preis für Marktversorgung erhält Zuschlag- Auktionsverfahren führt bei identischen Firmen zum second best.Probleme:- Genügend große Anzahl von Bietern- Exakte, minimale Produktqualität muß festgelegt werden.- Festlegung des idealen Zeitraums zwischen zwei Auktionen
  • Regulierung natürlicher Monopole VI Freier Netzzugang- Erstellung der erforderlichen Infrastruktur (Fixkosten) wird einem Unternehmenoder der öffentlichen Hand überlassen.- Netz wird allen potentiellen Anbietern zum gleichen Preis zur Verfügung gestellt.
  • Problem beim Monopol ist im Vergleich zum Polypol Preis zu hoch, Menge zu niedrig, deshalb Wohlfahrtsverlust
  • Bruttoinlandsprodukt - Euro-Wert der ökonomischen Aktivitäten einer Volkswirtschaft, d.h. allerGüter (Waren und Dienstleistungen), die innerhalb eines Jahres innerhalbder Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt werden- Gesamtheit der in einer Volkswirtschaft produzierten Güter- Gesamtheit der Einkommen, die in einer Volkswirtschaft entstehen- Summe aller Ausgaben, die für den Erwerb der produzierten Waren undDienstleistungen anfallen- Einkommen und Ausgaben und damit die Produktion müssen notwendigerweisegleich sein!
  • Berechnung des BIP Berechnung des BIPGrundlegend: Verwendung des Marktpreises als WertmaßstabEs gehen ein:- In der laufenden Periode erzeugte Waren Dienstleistungen- Endprodukte  Wertschöpfung: Wert der Produktion abzügl. Wert der eingesetzten Vorleistungen- Mieten, kalkulatorische Mieten- Öffentliche Dienstleistungen, abgebildet durchLöhne der im öffentlichen Dienst beschäftigten- Lagerinvestitionen Es gehen nicht ein:- Gebrauchte Güter- Zwischenprodukte- Werte anderer den Haushalten gehörenderdauerhaften Gütern- Wertschöpfung in Haushalten; fürDie Schattenwirtschaft produzierte Güter- Verkauf aus Lagerbeständen
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  • Reales vs. Nominales BIP Einfacher Fall für zwei Güter, Äpfel und BirnenBIP = Apfelpreis x Apfelmenge + Birnenpreis x Birnenmenge-> Nominales BIPNominales BIP erfaßt den Euro-Wert der Produktion einer Volkswirtschaft.Nominales BIP kann steigen, weil die Preise gestiegen sind oder weil die Mengen zugenommenhaben!-> kein geeignetes Maß für die wirtschaftliche Leistung!Besser: Reales BIP mißt die produzierte Menge, d.h. Waren und Dienstleistungen, zukonstanten PreisenWahl eines Basisjahres, z.B. 2005:Reales BIP2010 =Apfelpreis2005 x Apfelmenge2010 + Birnenpreis2005 x Birnenmenge2010Reales BIP2013 =Apfelpreis2005 x Apfelmenge2013 + Birnenpreis2005 x Birnenmenge2013
  • gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht Y=C+I+G Konsum (C)- Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen ohneErwerbszweck- Eigenverbrauch der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck- Verbrauchsgüter, dauerhafte Konsumgüter, DienstleistungenInvestitionen (I)- Anlageinvestitionen+ Ausrüstungsinvestitionen+ Bauinvestitionen+ Sonstige Anlagen- Vorratsinvestitionen / LagerinvestitionenStaatsausgaben (G)Nettoexporte (NX)
  • Schwächen des BIP als Wohlstandsindikator - Hausfrauenarbeit, Kindererziehung und Nachbarschaftshilfe und andereEigenleistungen der Privathaushalte nicht berücksichtigt.- Schwarzarbeit nicht berücksichtigt.- Es bleibt bei produzierten Gütern unberücksichtigt, wie qualitativ hoch- oderminderwertig sie sind.- Keine Aussage über Verteilung.- Keine Berücksichtigung „sozialer Kosten“.- Kein Marktwert staatlicher Leistungen.- Keine Unterscheidung zwischen erwünschten und unerwünschten Ausgaben.- Das BIP, wie es die VGR erfaßt, kann “psychisches Einkommen” nicht darstellen.
  • Natürliche Arbeitslosigkeit I Natürliche Arbeitslosigkeit= die Arbeitslosigkeit, die unter Berücksichtigung der Unvollkommenheiten desArbeitsmarktes als mit Vollbeschäftigung vereinbar angesehen wird.Täglich: Arbeitnehmer verlieren Ihre Stellung, andere werden eingestellt.-> Diese Dynamik bestimmt Anteil der Arbeitslosen an den ErwerbspersonenZur natürlichen Arbeitslosigkeit zählen neben freiwilliger Arbeitslosigkeit v.a. diefriktionelle und strukturelle Arbeitslosigkeit.
  • Natürliche Arbeitslosigkeit II Verringerung der natürlichen Arbeitslosigkeit:- Kündigungsschutz• kann dazu führen, daß ein Betrieb Konkurs machen muß, um entlassen zukönnen• Kosten werden von den Unternehmen antizipiert, es kommt zu keinenNeueinstellungen.- Staatliche Beschäftigung• Die Finanzierung staatlicher Programme muß aus der Produktion abgezweigtwerden, was negative Anreize zur Folge haben kann.• Eine Finanzierung durch Staatsverschuldung ist dauerhaft nicht möglich
  • Friktionelle Arbeitslosigkeit I Friktionelle Arbeitslosigkeit = Die Arbeitsplatzsuche bedarf einiger Zeit. DieUnterbeschäftigung, die daraus resultiert, nennt man friktionelle Arbeitslosigkeit.Alternativer Begriff: Sucharbeitslosigkeit Ursachen- Arbeiternehmer haben unterschiedliche Präferenzen und Fähigkeiten- Arbeitsplätze zeigen unterschiedliche Anforderungsprofile- Informationsfluß in Bezug auf Arbeitsplatzsuchende und offene Stellenunvollkommen- Zeit und Anstrengung notwendig, um angemessenen Arbeitsplatz zu finden
  • Friktionelle Arbeitslosigkeit II Gegenmaßnahmen:-> Arbeitsämter: Informations- und Vermittlungstätigkeit -> Arbeitslosenversicherung• mildert die ökonomischen Härten der Arbeitslosigkeit, Solidargemeinschaft• vermindert die Unsicherheit der Arbeitnehmer bezüglich ihres künftigenEinkommens• besseres Zusammenpassen von Arbeitnehmern und Arbeitsplätzen• Zunahme der friktionellen Arbeitslosigkeit• Minderung des Drucks auf die Arbeitslosen, sich eine neue Arbeit zu suchen,Umschulungsmaßnahmen unterbleiben• Steigerung der Wahrscheinlichkeit, unattraktive Angebote abzulehnen Verminderung der Quote der neu abgeschlossenen Arbeitsverhältnisse• moral hazard• beruht auf der Annahme natürlicher oder zyklischer Arbeitslosigkeit, beistruktureller Arbeitslosigkeit jedoch behindert die Versicherung einenotwendige Strukturanpassung
  • Strukturelle Arbeitslosigkeit Strukturelle Arbeitslosigkeit: resultiert daraus, daß sich Angebot und Nachfrage imAnforderungsprofil nicht entsprechen:Ursachen:- sektoraler Wandel (Verschiebung der Nachfrage zwischen Industrien undRegionen)• Änderung der Nachfrage nach unterschiedlichen Gütern ändert sich ständigund führt wiederum zu Schwankungen der Nachfrage nach Arbeit• regionale Schwankungen- Qualifikationsaspekte (hohe Qualifikation wird durch neue Technologien obsolet)- bessere Weiterentwicklungsmöglichkeiten in anderen Bereichen- räumliche Aspekte (Mangel an Mobilität)Gegenmaßnahmen:- Information, Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen- Maßnahmen zur Förderung der Mobilität- Industriepolitik
  • Wartearbeitslosigkeit Ein weiterer Grund für Arbeitslosigkeit ist Lohnstarrheit:- inflexible Löhne -> Verharren des Reallohns oberhalb des markträumendenNiveaus -> Arbeitsplatzrationierung - Verminderung der Quote der neu abgeschlossenen Arbeitsverhältnisse,Erhöhung des Niveaus der Unterbeschäftigung-  -> Wartearbeitslosigkeit- Zum herrschenden Reallohn übersteigt das Arbeitsangebot die Arbeitsnachfrage.Die Arbeitnehmer müssen warten, bis Arbeitsplätze verfügbar werden.- Man nimmt an, daß die Reallohnstarrheit nur Einfluß auf Jugendliche undunqualifizierte Arbeiter hat. Mindestlohngesetzgebung- Mindestlohnvorschriften setzen eine Untergrenze für Löhne. Für die meistenArbeiter hat dies keine Auswirkungen, da ihr Verdienst über dem Mindestlohnliegt. Allerdings hebt der Mindestlohn das Lohnniveau der ungelernten undunerfahrenen Arbeiter über das Gleichgewichtsniveau.- Verringerung der Nachfrage nach diesen Arbeitern- Steigerung der Jugendarbeitslosigkeit, da deren Gleichgewichtslohnsatznormalerweise gering ist• Grenzprodukt ihrer Arbeit ist gering (wenig Berufserfahrung)• aus Sicht der Unternehmen ist eine Teil der Entlohnung die Ausbildung amArbeitsplatz-> Erhöhung des Mindestlohns um 10% ->Erhöhung derJugendarbeitslosigkeit um 1 bis 3%Auf den folgenden Folien: zentrale Ergebnisse einer Studie des DIW, September2013
  • Gründe für Wartearbeitslosigkeit II Gewerkschaften und Tarifverhandlungen- Bei einer starken Macht der Gewerkschaften ergeben sich Löhne als Ergebnisvon Tarifverhandlungen und nicht aus dem Gleichgewicht von Angebot undNachfrage am Arbeitsmarkt.- Verringerung der Zahl der Beschäftigten  Erhöhung der Wartearbeitslosigkeit- Steigerung der Bereitschaft der Unternehmen, höhere Löhne als die desGleichgewichtsniveaus zu bezahlen, um gewerkschaftlichen Aktivitäten derAngestellten vorzugreifen und deren Beitritt zu einer Gewerkschaft zu verhindern- Dualer Markt: Interessenskonflikt zwischen Insidern (Beschäftigte) und Outsidern(Arbeitslose): Die Insider möchten ihr Lohnniveau hoch halten, während sich dieChance der Outsider, Arbeit zu finden, durch die höheren Löhne vermindert
  • Gründe für Wartearbeitslosigkeit III Effizienzlöhne- Annahme: höhere Löhne wirken produktivitätssteigernd. Daher könntenUnternehmen bei einem Überangebot an Arbeit von Lohnkürzungen absehen.- Argumentation für weniger entwickelte Länder: höhere Löhne -> ausgewogenereErnährung -> gute Gesundheit -> höhere Produktivität- Argumentation für entwickelte Länder: höhere Löhne -> derArbeitsplatzfluktuation und der damit verbundenen Transaktionskosten• Abhängigkeit der durchschnittlichen Qualität der Belegschaft von der Lohnhöhe,Verringerung der adverse selection (Abwanderung der qualifizierten, gut informiertenArbeitnehmer)• Vergrößerung der Arbeitsanstrengungen und der Motivation: Je höher der Lohn, destohöher die Kosten bei Entlassung -> Entgegenwirken des moral hazard, der Tendenz,sich bei mangelnder Kontrolle unangemessen zu verhalten- ABER: Bei Bestehen eines dualen Marktes, bei dem die Löhne beider Märktetariflich aneinander gekoppelt sind, gilt die Effizienzlohntheorie nur für die Insider,auf Seiten der Outsider produziert sie jedoch Arbeitslosigkeit.
  • Konjunkturelle und saisonale Arbeitslosigkeit Konjunkturelle Arbeitslosigkeit:- verusacht durch zyklische Schwankungen der gesamtwirtschaftlichenEntwicklung und diedabei auftretenden Nachfrageschwankungen undProduktionsrückgänge vor allem in einer Abschwungphase- Kann zu Massenarbeitslosigkeit führenSaisonale Arbeitslosigkeit:- Form der Arbeitslosigkeit, die durch jahreszeitliche Änderungen der Nachfragebewirkt werden.Gegenmaßnahmen-> Schwankungen wirtschaftlicher Aktivität zu verringern.-> Saisonale Einflüsse lassen sich nur bedingt reduzieren (z.B. Förderungwetterunabhängiger Technologie in der Bauwirtschaft)->  Konjunkturpolitik ist Form der Globalsteuerung.
  • Quantitätstheorie des Geldes I Quantitätstheorie des Geldes IWelche Auswirkungen hat die Geldmenge auf die Wirtschaft?Welche Beziehung hat die Geldmenge auf die Preise?-> Quantitätstheorie des GeldesAusgangspunkt: Quantitätsgleichung (Verbindung von Transaktionen & Geld)Geld x Umlaufgeschwindigkeit = Preis x TransaktionenM x V = P x T- Transaktionen T: gesamte Anzahl an Transaktionen in einer Periode, d.h. dieHäufigkeit, mit der innerhalb dieser Periode Waren und Dienstleistungen gegenGeld getauscht werden- Preis P: Preis einer typischen (durchschnittlichen) Transaktion- Geld M: Geldmenge- Umlaufgeschwindigkeit V: Transaktionsgeschwindigkeit des Geldes, Tempo,mit dem das Geld in der Wirtschaft zirkuliert
  • Geldformen - Warengeld besitzt einen inneren Wert (commodity money). Ein typischesBeispiel ist Gold.- Nominalgeld besitzt keinen inneren Wert, sein Wert wird durch denaufgedruckten Betrag bestimmt (fiat money).- Warengeldsystem entwickeln sich zu Nominalgeldsystemen
  • Funktionen des Geldes Wertaufbewahrung- ermöglicht den Transfer von Kaufkraft aus der Gegenwart in die Zukunft- allerdings sinkt bei steigenden Preisen der reale Wert des GeldesRecheneinheit- Allokation von Ressourcen erfolgt nach den relativen Preisen, nach den Preisender betreffenden Güter in Relation zu den Preisen anderer Güter- Mittel zur Messung ökonomischer TransaktionenTauschmittel- Durchführung von Käufen und Verkäufen  einfache Durchführung: Liquiditätdes Geldes
  • Konsumentenpreisindex Der Konsumentenpreisindex (KPI) ist der Standardindex zur Berechnung von inflationsbereinigten, „realen“ Geldwerten. Er drückt den Preis für einen repräsentativen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen relativ zu einem Referenzjahr aus.
  • Inflation Der Begriff "Inflation" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "Aufblähung" Man bezeichnet damit eine Geldentwertung, die durch Vermehrung der Geldumlaufmenge mit Papiergeld entsteht. Wenn nämlich nicht auch gleichzeitig die Menge der sich im Umlauf befindlichen Waren vermehrt wird, wird das Verhältnis Geld – Ware gestört und das Geld verliert an Wert. Die Preise steigen, die Löhne können damit nicht Schritt halten und verlieren an Kaufkraft ("Kaufkraftschwund"). Infolgedessen verlieren auch Sparguthaben an Wert, es kommt zu Hamsterkäufen und zur Hortung von Waren, oder man weicht auf Sachwerte auf, indem man zum Beispiel Tauschgeschäfte führt.
  • Hyperinflation Geldentwertung, bei der die Inflationsrate monatlich mehr als 50% beträgt, d.h. einmehr als hundertfacher Anstieg in einem Jahr und ein mehr alszweimillionenfacher Anstieg in drei JahrenDie Kosten der Hyperinflation- enorme shoeleather costs -> Effizienzverlust- extreme menu costs: normale Geschäftsaktivitäten wie das Herstellen vonPreislisten werden unmöglich- relative Preise können nicht mehr die wahren Knappheiten anzeigen, vielfältigeBeeinflussung des Nachfragerverhaltens- erhebliche Störung der Steuersysteme: erhebliche Einbußen der realenSteuereinnahmen durch die zeitliche Verzögerung- Unannehmlichkeiten: Geldsystem erleichtert die Tauschakte nicht mehr aufeffiziente Weise, da ungeheure Mengen von Geldscheinen erforderlich werden-> Verlust der Funktion des Geldes als Wertaufbewahrungsmittel, Recheneinheit undTauschmittel: Naturaltausch
  • Verbraucherpreisindex (CPI) - berechnet die Kosten für eine detaillierte Liste von Gütern undDienstleistungen in Euro- misst die durchschnittliche Preisveränderung aller Waren undDienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauftwerden
  • Soziale Kosten der Inflation Die Sicht des Durchschnittsbürgers- Inflation fresse einen Teil der Lohnerhöhungen (dahinter steht die Annahme, daßes auch ohne Inflation eine Lohnerhöhung gäbe)…und die Antwort der klassischen Geldtheorie:- Kaufkraftsteigerungen des Arbeitseinkommens beruhen auf derKapitalakkumulation und dem technologischen Fortschritt- Reallohn hängt nicht von dem im Umlauf befindlichen Geldangebot ab- kleinere Nominalzuwächse der Löhne bei geringeren Inflationsraten- ökonomisches Wohlergehen abhängig von den relativen Preisen, nicht vomPreisniveau- Verzerrungen durch die Inflationssteuer: höhere Inflationsrate -> höherernominaler Zinssatz -> geringere Geldnachfrage -> größerer Zeitaufwand durchvermehrte Gänge zur Bank (shoeleather cost)- häufige Preisänderungen -> Kosten durch ständige neue Auszeichnung derPreise, z.B. durch den Druck neuer Kataloge (menu costs)- Steigerung der Variabilität der relativen Preise: Unternehmen, die sich menucosts gegenüber sehen, passen ihre Preise nur in größeren Abständen an. -> mikroökonomische Ineffizienzen bei der Allokation von Ressourcen- Inflationseffekte werden in den Steuervorschriften ignoriert -> Verzerrung desSteuersystems, da z.B. bei der Einkommenssteuer der nominale und nicht derreale Kapitalgewinn als Einkommen betrachtet wird- Unannehmlichkeiten im täglichen Leben, z.B. bei der Entscheidung einesHaushalts, welcher Anteil es Einkommens konsumiert und welcher langfristiggespart werden soll- willkürliche Umverteilung von Vermögen- Schädigung derjenigen, die nominal fixierte Renten beziehen- > Gegenmaßnahme: Indexierung:• Abschluß von Verträgen in einer stabilen Auslandswährung in Ländern mithohen Inflationsraten• BRD: dynamische Anpassung der Renten an die Lohn- undGehaltsentwicklung• USA: Anpassung der Sozialversicherungsrenten an die Veränderung desKonsumentenpreisindex- Zudem: Hohe Inflation = variable Inflation!!! -> Unsicherheit