Psychologie - Logopädie (Fach) / Burnout und Stress (Lektion)

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Symptome, Ursachen, Stressbewältigung

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  • Was versteht man unter dem "Burnout-Syndrom"? psychovegetatives Erschöpfungssyndrom, das sich infolge einer chronischen Beanspruchungsreaktion entwickelt. 
  • Welche Symptome zeigen sich typischerweise beim Burnout-Syndrom? Beschreibe sie. körperliche Erschöpfung: Energiemangel; chronische Müdigkeit; Schwächegefühle auch psychosomatische Symptome (Kopf-, Rückenschmerzen, Magen-Darm etc) Die Beschwerden können in allen Phasen eines Burnouts auftreten, oft gehen sie einem Ausgebranntsein auch schon um Wochen oder Monate voraus. emotionale Erschöpfung: Niedergeschlagenheit; Hoffnungslosigkeit; Ausweglosigkeit; Gefühl von innerer Leere und "Abgestorben sein", Emotionen können abrupt wechseln mit Reizbarkeit, Ärger, Schuldzuweisung geistig-mentale Erschöpfung: Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit und Kreativität; negative Einstellung zu eigenen Person, zur Arbeit, zum Leben allgemein; Zynismus; Gedanken der Sinnlosigkeit und der existenziellen Verzweiflung soziale Erschöpfung: Gefühl von anderen "ausgesaugt" zu werden, andere Menschen nerven, werden nicht mehr als nährend oder bereichernd, sondern nur noch als Belastung erlebt; Verlust von Empathie, Verlust des Interesses an Anderen; sozialer Rückzug
  • Welche sind mögliche Ursachen des Burnout-Syndroms? chronische Belastung: Unterschiede in Empfinfung der Belastung äußere Stressfaktoren: Berufliche Über- oder Unterforderung innerpsychische, individuelle Belastungsfaktoren: verstärken das Stresserleben oder lösen dieses aus (Perfektionismus, Erwartungen etc)
  • Nennen Sie den Verlauf des Burnout-Syndroms. Phase: Überaktivität und Erschöpfung ( viel arbeiten ohne Regenerationszeit) Phase: Entpersonalisierung und Kontaktvermeidung: Gereiztheit, zunehmende Abstumpfung/Gleichgültigkeit in Beruf- und Privatleben, Resignation, Vermeidung von Kontakten zu Arbeitskollegen, Vermeidung von Telefonaten Phase: Leistungseinschränkung: Leistungsrückgang, Verlust von Selbstvertrauen und negative Selbsteinschätzung führen zu immer weniger positiven Erlebnissen, Erfolge werden als solche nicht mehr wahrgenommen, Rückgang der Produktiviät, häufige Krankmeldung
  • Was kann man vorbeugend gegen Burnout tun? Was ist für Sie als Logopäde/in in diesem Zusammenhang von Bedeutung? Individuell:- Regenerieren- Delegieren- Grenzen erkennen Allgemein: - Gleichgewicht zwischen Beruf, Familie und Freizeit- sich Ruhe gönnen- Aufsuchen von professioneller Unterstützung- Unterstützung von Kollegen- regelmäßiges Feedback über die Qualität der geleisteten Arbeit
  • Was kann man vorbeugend gegen Burnout tun? Was ist für Sie als Logopäde/in in diesem Zusammenhang von Bedeutung? Individuell:- Regenerieren- Delegieren- Grenzen erkennen Allgemein:- Gleichgewicht zw. Beruf, Familie, Freizeit- sich Ruhe gönnen- Aufsuchen von professioneller Unterstützung- Unterstützung von Kollegen- regelmäßiges Feedback über die Qualität der geleisteten Arbeit- Zielvereinbarungen sollten nachvollziehbar sein Als Logopäde/in:- wichtig: Zielvereinbarung! Nicht alle Probleme des Patienten lösen wollen/müssen- regelmäßig supervidieren lassen- grenzen erkennen
  • Was versteht man unter Stress? Druck, AnspannungStress ist ein subjektiver, intensiver, als aversiv erlebter Spannungszustand, der darauf resultiert, dass eine persönliche wichtige Herausforderung nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar und/oder nicht bewältigbar erscheint. 
  • Erläutern Sie anhand des Transaktionalen Stressmodells wie Stress entsteht. Das Modell sieht Stresssituationen als komplexe Wechselwirkungsprozesse zwischen den Anforderungen der Situation und der handelnden Person.Menschen können für einen Stressor höchst unterschiedlich anfällig sein.Nicht die Situation sind für die Stressreaktion von Bedeutung, sondern die individuelle kognitive Verarbeitung des Betroffenen. Stress entsteht weniger durch die Ereignisse selbst, als vielmehr dadurch, wie wir sie bewerten. Situation --> Einschätzung der Situation --> irrelevant/stressbezogen/positiv/günstig --> Einschätzung eigener Kompetenzen --> Stressreaktion
  • Welche Möglichkeiten der Stressbewältigung gibt es? Nennen Sie Beispiele für die verschiedenen Ansatzmöglichkeiten zur Stressbewältigung. Ebene der äußeren Stressoren = instrumentelle Stressbewältigung Kognitive Ebene: Ebene der eigenen, subjektiven Bewertungen und Einstellungen; Umstrukturierung des eigenen Denkens, der eigenen Einstellung und inneren Haltung = kognitive Stressbewältigung Ebene der Stressreaktion: lindern, erholen, Ausgleich suchen zu Belastungen