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Psychologie (Fach) / Entwicklungspsychologie (Lektion)
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- Beispiel trad. Entwicklungsdefinition Entwicklung ist ? „eine nach immanenten Gesetzen (einem Bauplan) sich vollziehende (d.h. nicht umkehrbare, irreversible) Veränderung ? eines ganzheitlichen Gebildes, ? die sich als Differenzierung (Ausgliederung) einander unähnlicher Teilgebilde ? bei zunehmender Strukturierung (gefügehafter Ordnung) und funktionaler Zentralisierung (Unterordnung der Funktionen und Glieder unter beherrschende Organe) darstellt.“
- Beispiel moderne Entwickl.define Entwicklungspsychologie ist das ? „Studium gesetzmäßiger Veränderungen von psychischen Funktionen und Strukturen über die Lebensspanne ? und der biologischen, sozialen und kulturellen Bedingungen solcher Veränderungen.“ (Ewert, unveröff.)
- Eine sensible Phase (kritische Periode) ? ist ein (biologisch determinierter) Zeitraum im Laufe der Ontogenese, ? in dem das Individuum für bestimmte Umweltreize besonders empfänglich ist, ? die seine Entwicklung determinieren
- Familie Define Familie sind offene, sich entwickelnde zielorientierte und sich selbst regulierende Systeme, deren Entwicklung im Kontext historisch gewachsener materieller und sozialer Gelegenheitsstrukturen stattfindet.
- Für „sicheren“ Bindungsaufbau bestehen folgende Kennzeichen des Elterlichen Interaktionsverhalten - Sensitivität für kindliche Signale, - Positive Haltung gegenüber dem Kind, - Synchronisation [reziproke Interaktion mit dem Kind], - Unterstützung und Stimulation [durch häufige Interaktionsaufnahme]
- „Spill-over”-Hypothese (Schneewind, 2001b) Probleme in der Paarbeziehung können auf die Eltern-Kind-Beziehung oder sogar auf Geschwisterbeziehung „überschwappen“ || Gründe: Modellverhalten, Umlenkung des Konflikts, Inkonsistentes Erziehungsverhalten, Rollenbelastung
- Sozialisation ? Prozess, durch den Kinder in die Gesellschaft hineinwachsen, ? indem sie Wissen über soziale und gesellschaftliche Normen erwerben und entsprechende Grundeinstellungen und Fertigkeiten ausbilden
- Autoritärer Erziehungsstil Niveau des moralischen Urteils vergleichsweise niedrig || Kinder sind (eher) unglücklich, aggressiv (Jungen), unselbständig (Mädchen)
- Permissiver Erziehungsstil Kinder sind (eher) unselbständig, unbeherrscht
- Unbeteiligter Erziehungsstil Kinder sind (eher) selbstunsicher, aggressiv, impulsiv
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- Autoritativ erzogene Jugendliche ? neigen weniger zu Drogenmissbrauch ? sind selbstbewusster ? erfolgreicher in der Schule
- Untersuchungen zur Entstehung aggressiver Störungen von Patterson et al. ? Längsschnittstudien ERGEBNISSE ? Jungen in der Vorpubertät mit aggressiven Verhaltensstörungen ? inkonsistentes Erzieherverhalten ? Verstärkung negativer Verhaltensweisen durch Nachgeben oder Aufmerksamkeitszuwendun
- Faktoren die Erziehungsverhalten beeinflussen Persönlichkeit der Eltern (Wahrnehmung, Attribution), Persönlichkeit des Kindes, Indirekte Einflussfaktoren (Paarbeziehung, Beruf, Ökonomie)
- Entwicklungsaufgaben für angehende Eltern ? Ablösung vom Elternhaus (Selbständigkeit) ? Eheschließung (Aufbau einer dauerhaften Paarbeziehung)
- Entwicklungsaufgaben für junge Eltern ? Anpassung der Paarbeziehung ? Koordination von Kindererziehung mit anderen Aufgaben ? Neuordnung der Beziehung zu erweiterter Familie
- Säkulare Akzeleration und Retardation ? Insgesamt führt dies zur Verlängerung des Jugendalters und einer größeren Unschärfe bzgl. der Bestimmung des Übergangs in das Erwachsenenalter.
- Merkmale Beziehung von Zwillingen häufiger wichtige Bezugsperson, Bindung wird im Erwachsenenalter eher stärker, bei nicht-zwillingen eher weniger.. eineiig positiver als zweieiig!
- Größte Bedeutung der Gleichaltrigen? in Vorpubertät und frühem Jugendalter (ca. 10-16 J.) || Gegen Ende des Jugendalter deutlicher Rückgang in der Bedeutsamkeit!! -> Selbstrkonzept und eher Beziehungen
- Wann erste (echte) Freundschaften? Grundschulalter dazu Bevorzugung gleichgeschlechtlicher Spielpartner
- Geschlechtstypisierung und Freundschaften Mädchen bevorzugen eher intensive Freundschaften: eine beste Freundin oder einige wenige Freundinnen, emotionale Nähe ? Jungen bevorzugen eher extensive Freundschaften: mehrere Freunde, gemeinsame Aktivitäten || IM JUGENDALTER KEIN UNTERSCHIED MEHR: ANZAHL DER FREUNDE
- Aspekte von beliebten Jugendlichen Körperliche Attraktivität, Sportlichkeit, soziale Kompetenz
- Soziale Kognition und beliebte Kinder Gefühlsausdrücke besser erkennen, Handlungsmotive besser erschließen, größeres soziales Strategiewissen
- Soziale Fertigkeiten (beliebt/unbeliebt) beliebt -> prosoziale und kooperativ || unbeliebt --> unkooperativ, antisozial || vernachlässigt --> Kontaktstörungen
- Kausalrichtung Beliebtheit und Kooperation Verhalten --> Status... Wer kooperativ spiele wurde beliebter
- Erfolgreiche Trainingsprogramme zur Förderung sozialer Kompetenz Modelling, shaping, coaching
- Erhöhung der sozialen Kompetenz bedingt aber nicht immer größere Akzeptanz in der Peergruppe.. Warum? ? Problem: Stabilität von Gruppenstrukturen
- Defizite prä-operationales Stadium ? Mangelndes Kausalitätsverständnis ? Animismus („Beseelung“ von Objekten) ? Artifizialismus ? Denken und Vorstellen ist ? statisch ? zentriert ? egozentrisch
- Konkret-operationales Stadium, Errungenschaften Dezentrierung (Dimensionen), Reversibilität || Defizit: Keine formalen Denkoperationen
- Formal-operationales Stadium Errungenschaften ? Formal-logisches Denken ? Wissenschaftliches Hypothesentesten ? Operationen auf Operationen ? Hypothetisches (kontrafaktisches) Denken ? Keine Defizite
- Ökologische Wahrnehmungspsychologie – James J. Gibson & Eleanor J. Gibson 1. Annahme: Angeborene Wahrnehmungsfähigkeiten, die für das Überleben wichtig sind 2. Annahme: Enge Kopplung von Wahrnehmung und Motorik ? Wahrnehmung von „Angeboten“ (affordances)
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- Zwei Arten von Reizmerkmalen (Cohen, 1972) – Aufmerksamkeit erregende (attention-getting) ? ändern sich wenig mit dem Alter – Aufmerksamkeit erhaltende (attention-holding) ? ändern sich stark im Laufe der Entwicklung
- Welche Reizintensität bevorzugen Säuglinge? Mittlere Stimulation
- Erwartungsbildung Babys wann? was? – Antizipation bei R-L-Sequenzen (3 M.) – Antizipation abrupter Richtungswechsel beim Verfolgen mit den Augen (5 M.) – Greifen nach sich bewegenden Objekten (4-6 M.)
- Wann ist die Sehschärfe entwickelt? schwach nach der Geburt, nach einem Jahr wie ein Erwachsener
- Bewegung und Objekterkennung verdeckter Stab wird als Einheit wahrgenommen mit Bewegung 3 Monate, ohne ab 6 Monate --> Objekterkennung!!
- Wann entstehen Augenfolgebewegungen? in den ersten Monaten 0-4
- Experiment Objekterkennung Kellman & Spelke, Habituation auf bewegten Stab hinter Objekt, dann als ganzen oder gebrochenen Stab
- Kategoriale Farbwahrnehmung wann? 4 Monate (bloße Diskrimination 1M.)
- Wann Augenfolgebewegung bei Neugeborenen nur? bei gesichtsähnlichen Reizen!! --> subkortikale Mechanismen?!
- Ab wann nutzen Babys konfigurales, physikalisches und Erfahrungswissen? 5 Monate
- Wann kinetische, wann statische monokulare Hinweisreize für Tiefe? kinetisch: 1-3M. zB Expansion, Bewegungsparallaxe || statisch
- Wann Binojulare Tiefenreize genutz? Warum? um 4 M., kann nur bei einem Mindestmaß an Sehschärfe funktionieren!! || Konvergenz, Querdisparation,
- Schieltherapie spätestens wann? vor dem 4. Lebensjahr --> SENSIBLE PHASE!!
- Reaktionen auf Geräusche in utero – vermehrte Körperbewegungen – Veränderung der Pulsfrequenz
- Babys bevorzugen von Geburt an – sprachähnliche Laute (1-3 KHz) – Stimme der Mutter (s.u.) – Babysprache (infant-directed speech)
- Wann kategoriale Wahrnehmung von Sprachlauten und Musikklängen? 1-2 Monate --> Habituierungsmethode (MUSIK: zupfen vs. streichen einer Violiene)
- Wie kann man blinden Kindern Orientierung ermöglichen? Sonarhilfe!! Kann schon im 1. Lebensjahr gelernt werden
- Woran erkennt man intersensorische Integration bei Neugeborenen? Nachahmung!! mimische Gesten und Gesichtsausdrücke --> AUGE UND MOTORIK!
- Wie Auge-Mund Koordination erfassen? SCHNULLERDISKRIMINATION (1M.) genoppt vs. glatt, Baby schauen den länger an, an dem sie gesaugt haben
- Ab wann Auge-Ohr-Koordinaion? 4.M