Bereiche des psychischen Befundes

Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.

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  • Bereich des psychischen Befundes (signs und symptoms) es werden meist folgende Aspekte des Pat. und seiner Symptomatik umschrieben:äußere Erscheinung, Bewusstsein,Affekte, Orientierung, Gedächtnis,Konzentration, Psychomotorik,formales Denken, inhaltliches Denken,Wahnideen, Wahnwahrnehmung,Ich-Erleben, katatone Symptome,Affektivität, Sozialverhalten,Substanzkonsum, körperliche Symptome, Suizidalität
  • Mitberücksichtigung körperlicher Symptome und psychopathologischer Auffälligkeiten körperliche und psychische Erkrankungen treten gemeinsam auf bei:- körperlicher Erkankung als Folge einer psychischen Störung (z.B. AIDS bei Heroinabhängigkeit)- körperlicher Erkrankung als Folge der Therapie einer psychischen Störung (z.B. malignes neuroleptisches Syndrom durch Neuroleptika bei Schizophrenie)- körperlicher Erkrankung als Bestandteil einer psychischen Erkrankung (z.B. Amenorrhö bei Anorexie)- psychischer Störung als Folge einer körperlichen Erkrankung (z.B. Anpassungsstörung nach Krebsdiagnose)- psychischer Störung als Folge der Therapie einer körperlichen Erkrankung (z.B. Psychose nach Kortisonbehandlung)- psychischer Störung als Bestandteil der körperlichen Erkrankung (z.B. Wesensveränderung bei Chorea Huntington)- zufälliger Kombination (z.B. Muskelzerrung und Depression)
  • Bedeutung der Suizidalität im Rahmen des psychischen Befunds Fragen nach Suizidalität und ihre Dokumentation dürfen bei keiner Exploration fehlen psychische Erkrankungen sind der Hauptrisikofaktor des Suizids. ca. 10% der Schizophreniepat., 15% der Pat. mit Depression oder Alkoholabhängigkeit begehen Suizid. jedes Jahr nehmen sich etwa 13.000 Personen das Leben. Bei Männern liegt die Suizidrate bei 28, bei Frauen bei 13 pro 100.000 Einwohner einen erfolglosen Suizidversuch haben 19-42% der Suizidanten hinter sich nach Ringel, 1974, gibt es ein präsuizidales Syndrom: zunehmende Einenung, Aggressionsstau, Todesfantasien
  • Lebenszeitprävalenz für Suizid bei der Durchschnittsbevölkerung liegt er für Suizidgedanken bei 8%, für Suizidversuch 2%. bei Frauen und jüngeren Altersgruppen sind Parasuizide häufiger, Suizide bei Männern und höheren Altersgruppen verbreiteter.
  • Risikofaktoren für Suizid Trennung, Tod des Partners, Alter über 45 Jahren, männliches Geschlecht, Verlusterlebnisse, Suizidversuche in der Familie, körperliche Erkrankungen,Depression, Sucht, Persönlichkeitsstörung,Psychose und die bereits erfolgte Planung des Suizids
  • Erweiterter Suizid vor der Selbsttötung werden andere Menschen (meist Familienangehörige) getötet, wird meist von Männern durchgeführt
  • Phasen der suizidalen Entwicklung Pöldinger, 1968 ErwägungsstadiumStadium der Ambivalenz Entschlussstadium
  • Vorgehen bei vermuteter Suizidalität Pat. muss in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden Behandlung erfolgt durch Antidepressiva in Kombination mit Benzodiazepinen (wegen der Gefahr der Enthemmung durch Antidepressiva bevor sie beruhigend wirken)und sedierenden Neuroleptika Ausserdem sollten weitere zeitlich nahe Kontakte im Sinne einer stützenden Psychotherapie angeboten werden und das soziale Umfeld sollte mit dem Einverständnis des Pat. einbezogen werden. Gegebenenfalls wird ein Suizidpakt (Versprechen keine suizidale Handlung vorzunehmen) mit dem Pat. geschlossen
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