Eigen- und Fremdanamnese, Testverfahren,...

Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.

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  • Eigen- und Fremdanamnese Eigenanamnese: die Vorgeschichte wird durch das Gespräch mit dem Betroffenen erhoben Fremdanamnese: es werden Personen aus seinem Umfeld befragt. Ziel der Anamnese ist der Erhalt von grundlegenden Informationen für ein differenziertes Bild der biografischen und aktuellen Lebenssituationen
  • Testverfahren Test sind wissenschaftliche Routineverfahren zur Messung von Merkmalen Ziel ist es, eine Aussage über die Ausprägung des relativen Grades der individuellen Merkmalsausprägung zu machen. Man unterscheidet Leistungs- und Persönlichkeitstests, psychometrische und projektive Tests, standardisierte und nicht standartisierte oder Einzel- und Gruppentests
  • Projektive Verfahren z.B. Rorschach-Test, TAT man geht davon aus, dass die Personen ihre Motive in mehrdeutiges Material projiziert und diese Projektionen diagnostisch genutzt werden können. Ein Vorteil dieses Verfahren liegt darin, dass sie vom Pat. kaum zu durchschauen sind.Es ist daher schwierig, sozial erwünschte Antworten zu geben. Die Testgütekriterien werden von projektiven Verfahren nur eingeschränkt erfüllt.
  • Fragebögen (Selbst- und Fremdeinschätzung) Fragebögen sind Sammlungen von Fragen, die nach methodischen Regeln zusammengestellt wurden.Sie stellen ein ökonomisches Instrument zur Datenerhebeung dar. Bei der Selbsteinschätzung macht der Pat. selbst Angaben,bei der Fremdeinschätzung werden Bezugspersonen (z.B. Angehörige, Arzt) befragt. Die Fragebögen können störungsspezifisch, z.B. BDI für Depression [Beck-Depressions-Inventar] oder mehrdimensional (z.B. MMPI- Minnesota Multiphasic Personality Inventory) sein. Die Fragen bieten entweder eine Grundlage für statistische Berechnungen, indem vorgegebene Antwortalternativen in Zahlen umgewandelt werden oder sie sind offen formuliert.
  • Interviewverfahren (standardisiert, strukturiert) Interviews zeichnen sich durch ein planmäßiges Vorgehen mit wissenschaftlicher Zielsetzung aus, bei dem durch gezielte Fragen Infos gesammelt werden. Fragen können geschlossen sein (ja, nein), offen (freie Antworten), oder halboffen (nicht vorgesehene Antworten sind möglich) bzw. direkt (Zweck der Frage ist klar) oder indirekt (Zielrichtung wird verschleiert, um sozial erwünschte Antworten zu verhindern) gestellt werden. das standardisierte Interview (festgelegt sind Wortlaut, Reihenfolge der Fragen, Antwortmöglichkeiten und Interviewerverhalten) erlaubt größte Vergleichbarkeit halbstandardisiertes Interview: Exploration freier (Wortlaut kann verändert werden, Zusatzfragen sind möglich) Tiefeninterview: einige Themengruppen vorgegeben, ansonsten ist es weitgehend unstrukturiert und offen
  • Verhaltensbeobachtung (z.B. Eltern-Kind-Interaktionen, Spielverhalten, Paarinteraktionen) je nach Fragestellung zielgerichtet, ne nach vorher festgelegten Inhalten selektiv und möglichst kontrolliert das zu beobachtende Verhalten wird in Kategorien eingeteilt, die weitgehend erschöpfend und überschneidungsfrei sein sollen Man unterscheidet:- Selbst- vs. Fremdbeobachtung- systematische (standardisierte, kontrollierte [perfekt im Experiment] vs. unsystematische Beobachtung- teilnehmende vs. nicht teilnehmende Beobachtung- Gelgenheits- vs. systematische Beobachtung- Dauer- vs. Kurzzeitbeobachtung- quantitative Verfahren (Verhaltensweisen werden ausgezählt) vs. qualitative Verfahren
  • Apparative Verfahren mit apparativen Verfahren wird der Versuch unternommen, diagnostische Maße möglichst objektiv zu erheben z.B. in Form von psychophysiologischen Daten
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