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Morphologie (Fach) / Morpho Dedinitionen (Lektion)
Definitionen und Erklärungen von Fachbegriffen
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- Plastiden Semi-autonome pflanzliche Zellorganellen mit synthetischen Funktionen: z.B. Chloroplasten (Photosynthese), Leukoplasten (Speicherstärke), Chromoplasten (enthalten Carotinoide).
- Pollenmutterzelle Mikrosporenmutterzelle; diploide Zelle, aus der durch Meiose vier haploide Mikrosporen = Pollenzellen entstehen.
- polyarch Mehrstrahligkeit beim radiären Sammelleitbündel, meist bei einkeimblättrigen Pflanzen; es treten mehr als sieben Xylem- und Phloemstrahlen auf.
- Porus Spalt zwischen den Schließzellen.
- Primäre Rinde meist parenchymatisches Grundgewebe primärer Sprosse und Wurzeln zwischen dem primären äußeren Abschlussgewebe (evtl. mt Hypodermis) und dem Bereich der Leitbündel bzw. des Zentralzylinders.
- Primärwand Zellwand junger Zellen, v.a. aus Protopektinen und Hemicellulose, nur ca. 10% Cellulose.
- Prot(er)andrie Staubblätter einer Blüte reifen von den Fruchtblättern zur Verhinderung der Selbstbestäubung.
- Prot(er)ogynie Fruchtblätter einer Blüte reifen vor den Staublättern zur Verhinderung der Selbstbestäubung.
- Protoplasma Cytoplasma+Zellorganellen+Zellkern
- Pseudanthium Scheinblüte; Blütenstand, bei dem viele Einzelblüten so zusammengefasst sind, dass der Eindruck einer Einzelblüte entsteht.
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- pteridophyta Farngewächse; Abteilung der Embryophyta; unterteilt in den Klassen Uhrfarne, Gabelblattgewächse, Bärlappgewächse, Schachtelhalmgewächse und Farne.
- Racemöser Blütenstand Blütenstand mit dorchgehender dominanter Hauptachse und untergeordneten Seitenachsen.
- radial strahlig, speicherartig, vom Zentrum nach außen laufend.
- radiales Leitbündel in der Regel in Wurzel vorkommendes Sammelleitbündel mit sternförmigen Xylem und zwischen den Xylemstrahlen liegendem Phloem; bei Dikotylen oligarch, bei Monokotylen polyarch.
- radiäre Blüte Blüte, durch die mehr als zwei Symmetriebenen gelegt werden können.
- Radicula Keimwurzel des Embryos bzw. Keimlings.
- Radix Wurzel; meist unterirdisches Organ der Kormophyten; Funktionen: Wasser- und Ionenaufnahme, Verankerung im Boden und Speicherung.
- Ranken Umwndlung eines Pflanzenteils in ein Organ, das hilft, eine Pflanze an einem festen Gegenstand hochranken zu lassen, z.B. Blattranken, Sprossranken.
- Raphe Verwachsungsstelle des äuseren Integuments mit dem Funiculus bei anatropen und kampylotropen Samenanlagen.
- Receptaculum Blütenboden; oberster Teil der Blütenachse, an dem die Blütenglieder stehen.
- Rhizodermis äußerste Zellschicht primärer Wurzeln zur Absorption von Wasser und Nährstoffen, bildet meist Wurzelhaare zur Oberflächenvergrößerung, Zellen dünnwandig; Absorptionsgewebe.
- Rhizom "Wurzelstock", unterirdisch wachsender Sprossteil mit Nodien, Internodien, reduzierten schuppenblättern, sprossbürtigen Wurzeln; dient als Speicherorgan und zur Überdauerung und vegetativen Vermehrung.
- Ringelborke Sich ringförmig ablösende Borke, die bei der jüngere Korkkambien nach innen hin konzentrisch angelegt werden.
- Ringporiges Holz bei mehrjärigen Pflanzen gemäßigter Breiten; Jahresringe sind dadurch zu erkennen, dass nur im Frühjahr (angrenzend an die Jahresgrenze) großlumige Gefäße gebildet werden und später nur englumige Gefäße vorkommen, z.B. bei Eiche, Ullme.
- Rispe Zusammengesetzte Traube; aus mehreren Teiltrauben zusammengesetzte Traube
- Röhrenblüte radiäre Blüte mit Körbchenblüten aus 5 verwachsenen Kronblättern, als Scheibenblüten im Zentrum des Blütenstands.
- Same (Semen) Verbreitungs- und Überdauerungseinheit der Samenpflanze; Embryo (= junger sporophyt) ist zusammen mit Nährgewebe von Samenschale(Testa) umgeben; entsteht aus der Samenanlage.
- Sammelfrucht Scheinfrucht durch zusammenschluss mehrerer Früchte zu einer Verbreitungseinheit unter Einfluuss von Achsengewebe; Bsp: Erdbeere = Sammelsteinfrucht.
- schizogen durch Auseinanderweichen von Zellen entstanden (z.B. Ölbehälter)
- Schließfrucht Frucht aus einem oder mehreren Fruchtblättern, die sich zur Verbreitung der Samen öffnet, wird also zusammen mit dem Samen verbreitet.
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- Schote Öffnungsfrucht, kapselfrucht aus zwei Fruchtblättern, an zwei Nähten öffnet und deren Samen an einer falschen Scheidewand stehenbleiben (z.B. bei Brassicaseae).
- schuppenborke sich schuppenförmig ablösende Borke, bei der jüngere Korkkambien mit ihren Rändern an ältere angrenzen.
- Sekretion Ausscheidung von Substanzen (früher: Substanzen mit erkennbarer Bedeutung für die Pflanze)
- sek. aktiver Transport Transport, der unter Energieaufwand (indirekter ATP-Verbrauch: Aufbau eines Ionengradienten unter ATP-Verbrauch, Abbau des Ionengradienten zur Energetisierung des Transports) abläuft und auch gegen einen Konzentrationsgradienten erfolgen kann.
- sek. Rinde Bast; beim sek. Dickenwachstum vom Kambium nach Außen abgegebene Zellen/Gewebe; Elemente der sek. Rinde sind Sieb- und Geleitzellen, Bastparenchym und Bastfasern sowie die Zellen der Baststrahlen.
- sekundäre(r) Embryosackkern(-zelle) duch Verschmelzung zweier haploider kerne/Zellen entstandene(r) diploide(r) zentrale(r) Kern/Zelle des Embryosacks.
- sek. Markstrahl während des sek. Dickenwachstums neu angelegter radiär verlaufender Strahl parenchymatischer Zellen im Holz- und Bastteil.
- sekundäres Abschlussgewebe Abschlussgewebe, das nach wegfall unsprünglicher Abschlussgewebe aus remeristematisierten Dauerzellen (Sekundärmeristemen) gebildet wird; Beispiel:Periderm.
- Selbstbefruchtung Autogamie; Pollen einer genetisch identischen Blüte führt zur Befruchtung.
- Sepalen Kelchblätter; häufig grüne Blätter des äußersten Blütenhüllblattkreises.
- Sichel sympodialer Blütenstand, bei dem nur eine Nebenachse (monochasial) immer auf der gleichen Seite das Wachstum fortsetzt.
- Siebröhren lebende Leitelemente des Phloems (Assimilateleitung) ohne Zellkern und Tonoplasten; Querwände sind durch Siebplatten durchbrochen; durch Tüpfel enger Kontakt mit Geleitzellen.
- Sklerenchym Festigungsgewebe aus abgestorbenen Zellen (Steinzellen oder Faserzellen), deren Zellwände allseitig stark verstärkt und häufig lignifiziert sind.
- Spaltöffnungsapparat Spaltöffnung+Nebenzellen
- Speichergewebe meist parenchymatisches Gewebe zur Speicherung von Reservestoffen, z. B. Kohlenhydrate in Amyloplasten, Fetten in Olesomen, Proteine in Aleuronvakuolen.
- Sprossbürtige Wurzel Wurzeln, die sekundär an Nodien des Sprosses entsteht.
- Sprossvegetationspunkt Urmeristem an der Sprossspitze, das durch Zellteilung die Zellen des gesamten Sprosses (incl. der Blätter) hervorbringt.
- Statholithen in speziellen Zellen (Stathocyten) der Kalyptra vorliegende Stärkekörner, die der Wurzel dazu dienen, die Richtung zum Erdmittelpunkt zu ermitteln (--> positiv geotropes Wachstum).
- Staubblatt Stamen; Staubfaden +staubbeutel; Mikrosporophyll.
- Steinfrucht Frucht aus einem Fruchtblatt, bei dem der innere Teil der Fruchtwand (endokarp) holzig, die äußeren Teile (Meso-und Endokarp) fleischig oder häutig sind (z. B. Kirsche)