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HdM WI7 2. Semester (Fach) / Management Methoden (Lektion)
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- DLM Strategie: Wettbewerbsvorteile Ein Wettbewerbsvorteil ist ein aus Sicht des Kunden wahrgenommenes Leistungsmerkmal, das von der Konkurrenz nicht geboten wird und für das der Kunde bereit ist, etwas zu bezahlen.
- Strategische Analyse (DLM) Voraussetzung für eine strategische Planung ist die umfassende Analyse, um langfristige Veränderungen, Stärken und Schwächen zu erkennen und mit in die Planung einzubeziehen. Nachfolgend die wichtigsten Techniken => Porter, Pest, SWOT
- Die 5 Wettbewerbskräfte (nach Porter) · Hilfsmittel, um die Einflussgrößen auf das Geschäft zu ermitteln · Die 4 Dimensionen bestimmen die Wettbewerbsintensität und die Rentabilität innerhalb einer Branche Wettbewerber Konkurrenten Kunden Substitude Lieferanten
- PEST – Analyse · Weiteres Hilfsmittel, um die unternehmensexternen Einflüsse zu ermitteln · Political, Economical, Social, Technological
- SWOT – Analyse · Instrument zur Positionierungsanalyse und zur Strategiefindung
- Wettbewerbsstrategien nach Porter Risiken der Kostenführerschaft Risiken der Differenzierung Risiken der Konzentration Kostenführerschaft geht verloren: · Nachahmung durch Konkurrenten · Technologische Veränderungen · Andere Grundlagen der Kostenführerschaft verschwinden Differenzierung geht verloren: · Nachahmung durch Konkurrenten · Grundlagen der Differenzierung verlieren bei den Abnehmern an Bedeutung Nachahmung der Konzentrationsstrategie: · Das Zielsegment verliert strukturbedingt an Attraktivität · Strukturzerfall · Nachfrageschwund Die beinahe paritätische Differenzierung geht verloren Die beinahe paritätische Kosten Wettbewerber mit breit gefächerten Zielsegmenten überschwemmen das Segment
- Delta-Modell · 3 mögliche Strategien, oft: Mischform · Langfristige Kundenbindung ist in allen Strategien wichtig Bestes Produkt · Alle Aktivitäten sind auf das Produkt konzentriert · Zu dieser Strategie gehören im Wesentlichen alle Wettbewerbsstrategien nach Porter · Für produzierende Unternehmen von Interesse · Bsp: Easy Jet à Keine Tickets, Kein warmes Essen…. · konzentriert sich auf das Wesentliche: einen möglichst billigen Flug à Kostenführerschaft Umfassende Kundenlösung · Breites Produkt- & Serviceangebot (à Produkt- & Dienstleistungsbündel) · Möglichst viele Kundenbedürfnisse befriedigen · Kundenbeziehung optimieren · Kunde soll an Unternehmen gebunden sein à Wettbewerbsvorteil · Kenntnis des Marktes und der Kunden sehr wichtig · Wird oft von Dienstleistern angewandt System Lock-In · Ganzheitliche Betrachtung des Systems / Betrachtung aller Beteiligten · Standards sind wichtig! · Wird oft im IT-Bereich angewandt (Hohe Wechselkosten, Schnittstellen, Standards…) Beispiel · Microsoft & Intel: Wer viel Software verwendet will, benötigt MS Windows · YellowPages: riesiges Branchenverzeichnis in USA, höchste Reichweite, „Pflicht“ für Unternehmen · Visa / MasterCard: Hohe Händleraktzeptanz, weltweit unterstützt
- Was ist ein Prozess? Ein Prozess ist eine zeitliche Abfolge von Aktivitäten, die aus einer Reihe von Inputs (Arbeitsleistung, Betriebsmittel, Rohstoffe,..), einen bestimmten Output (Lösungen, Produkte, Dienstleistungen) erzeugt.Der Auftrag ( Input ) erzeugt ein sogenanntes Ereignis. Dies ist der Anfangspunkt der betrieblichen Prozesse der Auftragsbearbeitung. Während der Durchlaufzeit des Prozesses wird der neue Output ( Fertigprodukt ) durch Transformation produziert.
- Was ist ein Geschäftsprozess? Ein Geschäftsprozess umfasst eine Menge• miteinander verknüpfter Aktivitäten,• die in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden• um ein vorher festgelegtes Ziel zu erreichen bzw. betriebliche Leistung zu erbringen.• Die Aktivitäten können dabei parallel oder sequentiell ausgeführt werden und werden durch Ereignisse angetriggert.
- Was ist eine Prozessinstanz? Von einem Geschäftsprozess können viele Instanzen an einem bestimmten Zeitpunkt aktiv sein. Dies ist vergleichbar mit Klassen und Objekten als Instanzen von Klassen in Java. Bsp.: Auftragsprozes
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- Was ist Geschäftsprozessmanagement? Geschäftsprozessmanagement ist die• Analyse• Gestaltung,• Steuerung,• Überwachung und• Weiterentwicklungder Geschäftsprozesse eines Unternehmens.
- Zusammenhang IT und Geschäftsprozesse Geschäftsprozesse und IT müssen gemeinsam betrachtet werden, da• Daten und Informationen liegen in Informationssystemen• Betriebliche Informationssysteme steuern die Geschäftsprozesse (über den Datenfluss)• Änderung der Geschäftsprozesse führt zu Änderungen im Informationssystem (Standardsoftware). Betriebliche Informationssysteme sind die softwaretechnische Abbildung von Geschäftsprozessen!• Umsetzung von Geschäftsprozessen in IT Systemen ist zentrale Aufgabe des Geschäftsprozessmanagements
- GP Unterstützung durch IT: • Informationssysteme sollen Funktionen automatisieren• Einsatz von ERP Systemen• Einsatz von Workflow-Management Systemen• Integration von Systemen (Middleware)• Elektronische Anbindung von Kunden und Lieferanten
- Was ist ein Modell? • Ein Modell ist eine Abbildung der Wirklichkeit.• Es abstrahiert die Wirklichkeit auf das Wesentliche. So können Teilbereiche aus der Realität entkoppelt und genauer betrachtet werden.• Dadurch sinkt die Komplexität.
- Wozu modelliert man Geschäftsprozesse? • Darstellung und Analyse bestehender Prozesse ( Ist-Analyse ) o Erkennen von Schwachstellen o Verbesserungspotenziale aufdecken• an strategischen Zielen ausgerichtete (Neu-) Gestaltung von Prozessen (Soll-Konzept) o Schwachstellen aus der Ist-Analyse beseitigen o Durchlaufzeiteinsparungen o Kosteneinsparungen o Qualitätsverbesserungen o Insgesamt die Kundenzufriedenheit
- Weiterhin modellieren Unternehmen ihre Prozesse aufgrund von: • Einführung betrieblicher Standardsoftware• Business Reengineering – Geschäftsprozessoptimierung (siehe unten)• Prozesskosten berechnen• Workflow Systeme einführen• Zertifizierung von Unternehmen
- Welche Sichten gibt es bei der Modellierung? • Funktionssicht• Leistungssicht• Datensicht• Organisationssicht• Steuerungssicht=> ARIS-Haus
- Warum verschiedene Sichten? (GPM) • Komplexitätsreduktion, verschiedene Modelltypen je Sicht (Bsp. ERM für Datensicht, Organigramm für Organisationssicht)• Zielgruppengerichtet
- Was ist eine (e)EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette)? • Ein EPK besteht aus Ereignissen, Funktionen und Operatoren (und, oder, xor).• Ein eEPK erweitert EPKs um Organisationseinheiten, Leistungsobjekte und Datenobjekte.• Start- und Endpunkt einer (e)EPK sind IMMER Ereignisse!
- Bei einer EPK wird der Prozessfluss mit Hilfe von... • Aktivitäten (aktiv) [Rechteck]• Ereignissen (passiv) [6-Eck] und• Operatoren [+ x o]abgebildet. Weitere wichtige Elemente sind Org-Einheit, Rolle, IT-System, Dokument, Produkt, Datenbank
- Welche Fragen stellen sich Wirtschaftsinformatiker beim GPM? • Wie entwickle ich Software, die Geschäftsprozesse steuert?• Wie managt man ein Projekt zum GPM? Und wie in Bezug auf das Change-Management?• Wie kann man dazu betriebliche Anwendungssoftware einsetzen (ERP, CRM,..)?• Wie sichert man die Qualität der Produkte (Dienstleistungen)?• Wie frustriert man Mitarbeiter bestmöglich (nicht)? (Softskills!!)
- Wann beginnen Unternehmen sich mit dem Geschäftsprozessmanagement zu beschäftigen? Unternehmen fangen an sich mit GPM zu beschäftigen, wenn neue Unternehmenssoftware eingeführt werden soll. Probleme:Unternehmensprozesse <===> Prozessmodell der Software Gute Kenntnisse der Unternehmensprozesse ist notwendig – sonst können Software-Einführungsprojekte scheitern! =>Wirtschaftsinformatiker Entweder muss die Software an das Unternehmen angepasst werden oder das Unternehmen an die Software.
- Was sind die Ziele eines GPM? • Erkennen von Schwachstellen (Liegestellen, Medienbrüche,..)• Optimierung• Dokumentation von Arbeitsschritten• Prozessorientierte Reorganisation• Benchmarking
- Was ist der GPM-Kreislauf? Strategisches Prozessmanagement => Prozessentwurf => Strategische Prozessimplementierung => Prozesscontrolling (=> und wieder von vorne) • Strategisches Prozessmanagement o Mittel- und langfristige Planung o Vorgabe vom Top-Management o Steuerung anhand finanzieller Kennzahlen• Prozessentwurf o Modellierung – IST und SOLL• Prozessimplementierung o Implementierung in ERP o Rollout Projekt• Prozesscontrolling o Ständige Überwachung und ggf. Verbesserung
- Was ist das Standardvorgehen beim Prozessentwurf und wie kann man Prozesse verbessern? 1. Geschäftsprozesse identifizieren2. Modellierung der Ist-Geschäftsprozesse3. Beurteilung der GPs anhand verschiedener Kriterien: a. Organisationsbrüche b. Medienbrüche c. Systemunterstützung (integriertes System?) d. Prozesskosten4. Sollprozesse definieren und abgleichen mit: a. Zielen der strategischen Planung b. IT Architektur und Systemlandschaft Wie verbessert man Prozesse?• Funktionen zusammenfassen• Teilprozesse parallelisieren• Aktivitäten entfernen, die nicht zur Wertschöpfung beitragen• IT-Systembrüche entfernen – homogenes System• Redundanzen abschaffen• Prozesse standardisieren (über mehrere Organisationen, Niederlassungen)
- Stellen Sie ein Vorgehensmodell zur Einführung eines GPMs als Projekt vor. Planung => Ist-Analyse => Soll-Konzept => Implementierung Soll-Konzept => Kontinuierliches Prozess-Management
- Gegenüberstellung Business Process Reengineering und Geschäftsprozessoptimierung Business Process Reengineering:• Radikale Neustrukturierung von Geschäftsprozessen. Keine kleinen schrittweisen Veränderungen.• Alle Strukturen und Abläufe werden in Frage gestellt• Hohes Risiko, falls die neuen Prozesse sich als nicht praxistauglich herausstellen. -> könnte zu einer existenziellen Bedrohung des Unternehmens führen.• Eventuell werden wichtige Prozesse, die die Stärken des Unternehmens hervorheben, abgeschafft. Geschäftsprozessoptimierung:• Systematisches Vorgehen zur Analyse der bestehenden Geschäftsprozesse und zur Entwicklung/Einführung neuer Geschäftsprozesse.• Im Gegensatz zu BPR wird hier nicht völlig auf eine IST-Analyse verzichtet.• Eine schrittweise Verbesserung der Ausgangssituation wird angestrebt.
- Grundlegende Aufgabe des Rechnungswesens Erfassen und dokumentieren aller Nominalgüterströmezwischen einem Unternehmen und seiner Umwelt (Bestandund Veränderung).