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Psychologie (Fach) / Tiefenpsychologie II (Lektion)
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Diese Lektion wurde von babsara erstellt.
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- Beginn der Traumdeutung? 1895 (Traum von Irmas Injektion)
- manifester Trauminhalt woran man sich nach dem Aufwachen noch erinnern kann
- latenter Trauminhalt unbewusste Inhalte die den Schlafenden aufzuwecken drohen
- Traumarbeit psychische Operationen die den latenten Traum in den manifesten umwandeln
- Woraus besteht der latente Traum? 1) dynamisch unbewusste Wünsche: Es-Inhalte die vom Ich zurückgewiesen wurden und als Traum wiederkehren 2) latente Traumgedanken: vorbewusster Inhalt des latenten Trauminhalts. -> Tagesreste (enge Beziehung zum Wachleben) 3) Körperregungen: nächtliche Sinneseindrücke oder Schmerzen können zur Traumbildung führen; oder stoßen zu Traum an, oder wecken auf. (Ammenschlaf, Bequemlichkeitstraum)
- Regressive Veränderungen der Ich-Funktion im Traum? Weckreize werden im Traum verarbeitet (weiterschlafen) Ich und Über-Ich sind regressiv verändert (frühere Funktionsniveaus) Befriedigung des Es-Impulses -> hängt von Kräfteverhältnis Ich Es Über-Ich ab. Denkvorgänge = primärprozesshaftes Denken: Verdichtung, Verschiebung, Gebrauch von Symbolen,... Raum, Zeit und Tod sind unrealistisch sekundäre Bearbeitung: im Traum kein Zusammenhang erst im Wachzustand Triebansprüche sind durch eingeschränkte Motilität weniger gefährlich
- Regressive Veränderungen der Über-Ich-Funktionen? Schuldgefühle werden zu Angstgefühlen stärkere Bestrafung (masochistische Triebbefriedigung durch eigene Strafe) Schuld anderen zugewiesen geringerer Stellenwert der Über-Ich-Funktion
- Wann werden bewusste Wünsche zum Traum? wenn es ihnen gelingt, gleichlautende unbewusste Wünsche zu wecken, durch die sie sich verstärken können.
- Welche Möglichkeiten mit Träumen umzugehen gibt Freud an? 1) chronologisch: Träumer erzählt seine Einfällt zum Traum 2) an einem Element des Traumes ansetzen 3) Träumer fragen welche Ereignisse des letzten Tages sich in seiner Assoziation zu Traum gesellen. 4) auf Vorschriften verzichten (wenn Träumer mit Techniken der Deutung vertraut ist)
- Symbolik? Vorstellungsmodus, der sich durch Konstanz des Zusammenhangs zwischen dem Symbol und dem unbewusst Symbolisierten auszeichnet. (Konstanz auf verschiedenen Gebieten und bei entfernten kulturellen Strömungen)
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- Symbol? Ausdrucksmittel für unbewusstes Material unbewusste psychische Inhalte können im Bewusstsein repräsentiert sein Traum: Symboliesierung die im Denken bereits enthalten ist
- Beispiele für Symbole: 1) Eltern - Personen mit hohem Rang 2) Schwangerschaft - schwere Gegenstände 3) Geschwister - Ungeziefer 4) Menschlicher Körper - Haus 5) Geburt - Wasser 6) Tod - abreisen 7) Männliches Geschlechtsorgan - 3, ähnliche Form, aus denen Wasser fließt, Verlängerung möglich, gegen Schwerkraft aufrichten 8) Weibliche Genitale - mit Hohlraum, Holz, Papier, Schnecken, Kirchen, 8 9) Weibliche Brüste - Früchte 10) Befriedigung am eigenen Genitale - Spielen, Tanzen, Reiten
- Verlegenheitstraum der Nacktheit? typisch - immer gleicher Sinn: nackt in Gegenwart Fremder (gleichgültige Gesichter) Freud: Exhibitionsträume
- Träume vom Tod teurer Menschen? typisch - Immer gleicher Sinn: schmerzlicher Affekt empfunden Wunsch, dass die Person sterben möge
- Prüfungsträume? typisch - immer gleicher Sinn: nicht vorbereitet oder durchfallen nur bei Personen, die die Prüfung bereits bestanden haben Tröstung: Angst ist unberechtigt Vorwurf: machst noch immer solche Dummheiten
- Träume vom Nichterreichen eines Eisenbahnzuges? typisch - immer gleicher Sinn: Trost gegen die Angst zu sterben
- Typische Träume mit gleichem oder ähnlichem Inhalt aber verschiedensten Bedeutungen? Zahnreizträume Fliegerträume Träume vom Fallen Rettungsträume
- Wie verhalten sich Affekte im Traum? 1) bleiben unverrückt 2) werden unterdrückt 3) werden in ihr Gegenteil verkehrt
- Angst im Traum? Angst = Reaktion des Ichs auf verpönte Wünsche des Es Lustprinzip tritt in Aktion Ich muss der triebhaften Wunschregung Widerstand leisten Manifestwerden von Angstaffekten (Erwachen ist die letzte Zuflucht)
- Strafträume? Träumer setzt sich Bestrafungen aller Art aus mit Angstträumen verwandt auch aus einem verdrängten Wunsch Anstelle einer Wunscherfüllung: Phantasie der Bestrafung für den Wunsch (Wunscherfüllung des Über-Ichs)
- Nenne die 8 Entwicklungsphasen der Triebentwicklung. 1) orale Phase (1. Lebensjahr) 2) anale Phase (Ende des 2. Lebensjahrs) 3) urethrale Phase 4) frühe genitale Phase (15. bis 21. Lebensmonat) 5) phallisch-genitale Phase (2. bis 5. Lebensjahr) 6) Latenzzeit (6. bis 10. Lebensjahr) 7) Pubertät 8) Sexualität des Erwachsenen
- Die orale Phase? 1. Lebensjahr Lustgewinn: über den Mund in Anlehnung an Nahrungsaufnahme Triebziel: autoerotische Reizung der Mundzone und später Einverleibung Ängste: Gefressenwerden Psychosen: Nahrungsverweigerung durch kannibalistische Phantasien bei psychotisch Depressiven - Magengeschwür durch kannibalistischen Impuls gegen die eigene Person Überbleibsel: Küssen, sexuelle Praktiken, Redewendungen, Rauchen Charakterzug: Optimismus oder Pessimismus
- Die anale Phase? Ende des 2. Lebensjahres Lustgewinn: Afterregion, Darminhalt als Reizkörper für die sexuell empfindliche Schleimhautfläche, Kot als Geschenk Triebziel: Reizung der Schleimhaut des Enddarms, Lust durch Zurückhalten, Erfahrung von Besitz, Äußerungen: Kotschmieren, Koprophagie (Vollkommenheit) - Lesen am Klo! Ängste: vor physischen Verletzungen, Eingeweide könnten herausgerissen werden Charakterzug: Ordentlichkeit, Sparsamkeit, Eigensinn
- Die Urethralerotik? (urethrale Phase) während oraler/analer Phase häufiger bei Mädchen Lustgewinn: durch Urinieren, Zurückhalten, Bettnässen Triebziele: autoerotisch Angst: Beherrschung des Schließmuskels ist mit Stolz verbunden (Scham)
- Die frühe genitale Phase? 15. bis 21. Lebensmonat Lustgewinn: manuelle genitale Selbststimulierung Merkmale: anfangs Suche nach Berührung zur Mutter, dann Masturbation als Trennung von der Mutter (exhibitionistische Gelegenheiten machen Freude) Buben: präödipale Kastrationsangst -> weitere Masturbation Mädchen: Kastrationsangst -> hören auf, Stimmung sinkt, Narzissmus wird ein Schlag versetzt (Penisneid) Beziehungen: zuerst intensiv zur Mutter, dann zum Vater besonders beim Mädchen ab dem 18. Lebensmonat
- Die phallische Phase? 2. bis 5. Lebensjahr (Höhepunkt der infantilen Sexualentwicklung) Merkmale: sexuelle Erregung der Genitalien (Phantasien mit Ödipuskomplex) Triebziele: Spannungsabfuhr, Lustgewinn Ängste: ödipale Kastrationsangst (Mädchen bereits bestraft, Bube hat Angst davor)
- Der Ödipuskomplex? Maturbation von sexuellen Phantasien begleitet, die auf einen anderen Menschen ausgerichtet sind trianguläre, objektorientierte Konstellation negativer Ödipuskomplex (Hass gegenüber gegengeschlechtl. Elternteil) Buben: Komplex geht an Kastrationsangst zu Grunde (verzichtet auf Wünsche um nicht bestraft zu werden -> Über-Ich) Mädchen: nicht so schnell überwunden -> durch Angst vor Liebesverlust -> Über-Ich Über-Ich: narzisstisches Gleichgewicht nicht mehr nur durch äußerliche Zufuhr sondern auch durch Selbstlob -> Gewissen! Neurose: mangelhafte Überwindung des Komplexes
- Die Latenz? 6 bis 10 Jahre Stillstand der Sexualentwicklung (kein neues Triebziel) Ich und Über-Ich übernehmen Kontrolle über Triebe 1. Stufe: 5,5 bis 8 Jahre strenges Über-Ich Buben: Regression auf frühere Triebwünsche 2. Stufe: Triebe verlieren gefährliche Dringlichkeit Über-Ich weniger streng Ich widmet sich der Anpassung an die Realität Buben: Spiele um Aggressionen zu kanalisieren Mädchen: rhythmische Spiele Eintritt in die Pubertät: Erwerbung von Ich-Autonomie
- Die Pubertät (Adoleszenz) Sexualentwicklung wieder aufgenommen inzestuöse Bindungen gelöst
- Abweichungen der Adoleszenz (6) protahierte Adoleszenz (kulturell verkürzt) abgekürzte Adoleszenz (Primitivisierung der Persönlichkeit) simulierte Adolsezenz (unzureichende Latenzperiode - Unreife) prolongierte Adolsezenz (andauern - überhöhte Besetzung der Ich-Zustände) traumatische Adoleszenz ( Unfähigkeit mit Triebansprüchen umzugehen) abortive Adoleszenz (psychotischer Zusammenbruch)
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- Phasen der Adoleszenz (5) Präadoleszenz Frühadolszenz eigentliche Adoleszenz Spätadoleszenz Postadoleszenz
- Die Präadolszenz? Zunahme der kindlichen Triebe (kein neues Triebziel) Buben: prägenitale Triebmanifestationen - Eifersucht gegenüber der Frau, Identifikation mit Mutter - homosexuelle Einstellungen um Kastrationsangst zu überwinden Mädchen: verhindern prägenitale Strebungen -> phallische Qualität der Heterosexualität (jungenhaft)
- Die Präadolszenz? Zunahme der kindlichen Triebe (kein neues Triebziel) Buben: prägenitale Triebmanifestationen - Eifersucht gegenüber der Frau, Identifikation mit Mutter - homosexuelle Einstellungen um Kastrationsangst zu überwinden Mädchen: verhindern prägenitale Strebungen -> phallische Qualität der Heterosexualität (jungenhaft)
- Die Frühadoleszenz? Objekt der Freundschaft idealisiert Mädchen: bisexuelles Zwischenstadium, Suche nach Aufmerksamkeit - Schwärmen Buben: idealisiert Freunde, die eigene Qualitäten verbessern, Ausbildung des Ichideals, Entwicklung des Über-Ichs.
- Die eigentliche Adoleszenz Lösung vom ödipalen Elternteil Wiederaufflammen des Ödipuskomplexes werden auf Masturbationskonflikte verschoben Gruppenbildungen Ziel: Integration der Sexualität in die Persönlichkeit
- Die Spätadoleszenz? Antworten auf "wer bin ich?" werden verfeinert Ausbildung einer Ich-Identität Spannungen akzeptiert
- Die Postadoleszenz? Übergang zu einem sicheren Halt im Erwachsenenleben
- Erikson: Entwicklung des Menschen in Stufen Stufen lösen sich krisenhaft ab Wechselseitigkeit zwischen Kindheit und Gesellschaft wichtig Identität: "Erreichung eines relativ konstanten, von anderen abgegrenzten, integrierten Selbstbildes, das in einer gewissen Übereinstimmung mit dem Fremdbild steht.
- Was bezeichnet der Begriff "Narzissmus" nach Ellis bzw. Näcke? Ellis: eine psychische Einstellung Näcke: sexuelle Perversion, in der das Hauptobjekt der eigene Körper ist
- Beschreibe Freuds Narzissmus-Theorie! Bub identifiziert sich mit Mutter und nimmt seine eigene Person zum Vorbild neuer Liebesobjekte Autoerotismus: sexuelle Befriedigung durch erogene Zone Narzissmus - homosexuell Objektliebe (Alloerotismus) - heterosexuell Sexualtriebe zu einer Einheit zusammen - beziehen sich auf eigenes Ich
- 3 Bedeutungen des Begriffes "Narzissums"? 1) psychosexuelle Entwicklungsstufe (zwischen Autoerotismus und Objektliebe) 2) Charakterisierung einer besonderen Art der Objektbeziehung 3) Bezeichnung verschidener Arten von Selbstwertgefühl
- Autoerotismus - Narzissmus - Objektbeziehung Autoerotismus: Phase der Libidoentwicklung in der Befriedigung ohne Sexualobkjekt gesucht wird. (an erogenen Zonen) Narzissmus: Das Selbst wird zum Liebesobjekt1) primärer Narzissmus: Körper wird Sexualobjekt2) sekundärer Narzissmus: Rückwendung der von ihren Objektbesetzungen zurückgezogenen Libido. Wechselbeziehung zwischen Ichlibido und Objektlibido. Das Ich als Libidoreservoir.
- Das Selbst: strukturelle Determinante des Narzissmus? Ich: als psychisches System durch seine Funktionen definiert Selbst: unbewusste, vorbewusste und bewusste Bereiche: Vorstellungen über die äußere Erscheinung Repräsentanzen unserer Gefühle,... Aus Erinnerungen: Imagines der Liebesobjekte und des körperlichen und seelischen Selbst. -> Repräsentanzen der Welt der Objekte und des Selbst. Die Selbstrepräsentanzen können sich in Liebes- und Hassobjekte verwandeln
- Psychische Geburt des Menschen? Entwicklungsphasen auf dem Weg der Separation und Individuation (Mahler) 1) Die normale autistische Phase (1. Lebensmonat) 2) Dei normale symbiotische Phase (1. bis 5. Lebensmonat) 3) Individuation und Separation a) Differenzierung (6. bis 12. Lebensmonat)b) Übungsphase (12. bis 15. Lebensmonat)c) Wiederannäherung (16. bis 24. Lebensmonat)d) Konsolidierung der Individualität (ab 3. Lebensjahr)
- Entwicklungsphasen auf dem Weg der Separation und Individuation: 1) Die normale autistische Phase? 1. Lebensmonat Säugling lebt auf Basis seiner Instinkte kommunizieren mit Affekten Verdrahtung zwischen Sinneswahrnehmungen
- Entwicklungsphasen auf dem Weg der Separation und Individuation: 2) Die normale symbiotische Phase? 1. bis 5. Lebensmonat optimale symbiotische Erfahrung (intrapsychischer Zustand) ist Voraussetung für psychologische Trennung von der Mutter. Körper-Selbst = Grundlage für weitere Differenzierung = besteht aus "Selbst-Gefühl" und Engrammen (Repräsentanzen im Ich vom Selbst und der Objektwelt) emotionale Bereitschaft der Mutter sorgt für Übergang von der propriozeptiv-enterozeptiven Besetzung auf die sensorisch-perzeptive Besetzung der Peripherie des Körpers.
- Entwicklungsphasen auf dem Weg der Separation und Individuation: 3) Individuation und Separation a) Differenzierung? 6. bis 12. Lebensmonat "Brutzeit", "Ausschlüpfen", scanning der Umgebung "affect attunement" (Stern) Fähigkeit "Anderes" zu unterscheiden schneller als sich selbst von "anderem" zu unterscheiden erkenn, dass hinter Verhalten ein Erleben liegt Mutter mit andern verglichen "checking back" vom Mutter wegbewegen und in Abwesenheit an sie erinnern mangelhaftes Urvertrauen -> Fremdenangst (keine Lust am Erforschen)
- Entwicklungsphasen auf dem Weg der Separation und Individuation: 3) Individuation und Separation b) Übungsphase? 12. bis 15. Lebensmonat entfernt scih physisch von Mutter, bleibt stehen in Nähe ganze Welt wird zur Liebesaffaire kehrt zum Energietanken zur Mutter zurück aufrechter Gang: körperliches Hochgefühl, sensorische Empfänglichkeit, Realitätsüberprüfung
- Entwicklungsphasen auf dem Weg der Separation und Individuation: 3) Individuation und Separation c) Wiederannäherung? 16. bis 24. Lebensmonat Trennung wird bewusst -> Trennungsangst un Wiederannäherungsverhalten Individuation schreitet voran (ambivalentes Verhalten - Beschatten und WEglaufen) 18. bis 21. Lebensmonat: Wiederannäherungskrise: zwischen Gefühlen hin und her gerissen emotionale Erreichbarkeit der Mutter: Kind hat Freude an der gewonnenen Autonomie Objektwelt zu lange in "gut" und "böse" geteilt: Ambitendenz (Spaltung die in Arbeit mit Borderline-Patienten bekannt ist)
- Entwicklungsphasen auf dem Weg der Separation und Individuation: 3) Individuation und Separation d) Konsolidierung der Individualität und die Anfänge der emotionalen Objektkonstanz? ab 3. Lebensjahr libidinöse Objektkonstanz impliziert positive Beziehung zur Mutterfigur "gute" und "böse" Aspekte der mütterlichen Repräsentanzen zu Gesamtrepräsentanz verein -> weniger Ambivalenz Vorstellung der Mutter ist intrapsychisch verfügbar affektive Objektkonstanz wird erreicht mit 18 Monaten erkennt das Kind sich selbst und entwickelt eine Selbst-Konstanz stufenweise Ersetzung des Lustprinzips durch das Realitätsprinzip