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FernUni Hagen L1 (Fach) / Literaturwissenschaften (Lektion)

Glossar zu wissenschaftlichen und literaturtheoretischen Grundbegriffen

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  • Hypothesenbildung Aufstellung von plausibelen und im weiteren Verlauf der Untersuchung begründbaren Vermutungen.
  • Genre Bezeichnung häufig im Sinn von "Untergattungen" (etwas Novelle oder Roman als Unterhaltung der Epik) oder auch für narrative Schemata die mit bestimmten Stoffbereichen verknüpft sind. (Western, Thriller)
  • Gebrauchsliteratur Bezeichnung für Literatur, die für einen genau umrissenen Situationskontext geschrieben wurde (Flugblätter, Agitprop - Literatur)
  • Gattungen Bezeichnung zur Klassifikation von Textgruppen, vor allem nach der klassischen Trias von Lyrik, Epik, Dramatik. Wird heute auch durch den neutraken Begriff der Textsorten ersetzt.
  • Form / Inhalt Dichotomie, die, die Annahme bezeichnet, derzufolge Form und Inhalt eines Textes zu trennen seien, so dass auch bei einem Formwechsel wie etwa einer Übersetzung der Inhalt als invariante Bedeutung erhalten bliebe.
  • Falsifikation Wiederlegung einer wissenschaftlichen Aussage oder Theorie durch ein Gegenspieler.
  • Epoche Seir dem 18. Jahrhundert genutzter Terminus zur historischen Klassifikstion literarischer Texte nach Zeiträumen.
  • Distribution Im Unterschied zur Seite der Textproduktion und der Textrezeption. Beziehung für das Feld des Textvertriebs durch Verlag, Buchhandel, Werbung usw.
  • Diskurs Allgemein für "Unterredung", "Vortrag" oder "Abhandlung". Bezeichnet in der Literaturwissenschafte vor allem die historische Gesamtheit effektiv geschehener Aussagen und Praktiken innerhalb eines historischen umgrenzten Rahmens, denen eine spezifische Regelhaftigkeit immanent ist.
  • Denotat / Kannotat Linguistische Unterscheidung für die  wörtliche Bedeutung eines Zeichens gegenüber der übertragenden Bedeutung eines Zeichens ( Ironie, Anspielung)
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  • Darstellung / Appell / Ausdruck Begriffstrias aus Karl Bühlers Buch "Sprachtheorie" von 1934 für die 3 Grundfunktionen der Sprache. 1.Darstellung von Gegeständen und Sachverhalten. 2.Appell an den Empfänger 3.Ausdruck von Seiten des Senders.
  • Buch Abgeleitete Bezeichnung aus den Buchholztafeln, in die Runen geritzt wurden, für das seit der Antike bekannte Medium der Schriftaufzeichnung auf Holz, Ton, Wachs, Leder oder Papier, den Kodex. Es ermöglicht im Unterschied zur Schriftrolle den Textvergleich durch Seutenvergleich.Überschriften, Autorenname, Gattungsverweisung, Verlag, Seitenzählung und Kapiteleinteiöung usw.sind erst seit dem Spätmittelalter und dann verstärkt durch den Buchdruck gebräuchlich gewordene Gliederungen des Textes.
  • Begriff Wort oder Wendung, die in einem historisch und systematisch abgegerenzten Sinn gebraucht werden und daher meist eine Begriffsgeschichte  haben.
  • Bedeutung Bezeichnung für die im Schreiben und bei Mlesen vollzogene Aufladung von Zeichen und Zeichenverknüpfung mit Sinnzuschreibung durch angeborene und kulturelle erlernte, emotive und kognitive Prozesse.
  • Autor Literaturwissenschaftliche Bezeichnung für die empirisch . historische Person des Textproduzenten im Sinn des geistigen Urhebers eines Textes im Unterschied zurtextexternen handlungrolle und der text - internen Figur des Erzählers oder lyrischen Ichs.Traditionell wird der Autor als intrnationales Subjekt verstanden, das einen bestimmten Sinn in seinen Text hineinlegt.
  • Argumentation In Sprache gefasste Strategie zur Begründung und Plausibilisierung wissenschaftlicher Thesen.
  • arbiträr / motiviert Strukturalistische Unterscheidung für zufällige elationen von Signifikant und Signifikat beziehungsweise begründete Relation.
  • Anspielung Allgemein für einen anedeuteten Hinweis auf Titel, Formulierungen, Figuren, Situationen usw. aus einem als bekannt vorausgesetzten Text.