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Medizin (Fach) / Pathologie (Lektion)
Tumorpathologie, Entzündungen etc.
Diese Lektion wurde von Rosenkranz erstellt.
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- Fibrinöse Entzündung fibrinreiches Serum, um Epithel abzudichten und die Ausbreitung der Erreger zu verhindern. z.B: Rippenfellentzündung, Candida albicans Infektionen (Soor), schwere Verbrennungen exsudative Entzündung
- Hämorrhagische Entzündung Blutgefäße so stark geschädigt, dass Blutzellen austreten, z.B. Diphtherie, Cystitis exsudative Entzündung
- Nekrotisierende Entzündung durch Superinfekt mit Fäulnisbakterien entshet ein jauchig stinkendes Exsudat von brauner bis graugrüner Farbe. häufig schwere Nekrose des umliegenden Gewebes, da die entstehenden Abbaustoffe sehr aggressiv sind. Vor allem bei Abwehrschwäche exsudative Entzündung
- Purulent (eitrige) Entzündung Exsudat besteht aus Granulozyten, nekrotischem Gewebe und Bakterien. Meist durch Streptokokken, Staphylokokken, Pneumo-, Meningo- und Gonokokken, E.coli-Bakterien,.... verursacht
- Sonderformen der eitrigen Enzündungen Abszess Empyem Phlegmone Furunkel Karbunkel Fistel
- Abszess abgekapselte Eiterung. Hohlraum bleibt zurück Sonderform der eitrigen Entzündungen
- Empyem Eiter sammelt sich in einer bestehenden Körperhöhle (Gallenblase, Appendix) Sonderform der eitrigen Entzündungen
- Phlegmone Eiter breitet sich im Bindegewebe aus, keine Abkapselung. Die Erreger sind meist Streptokokken, welche Hyaluronidase produzieren, die das Bindegewebe auflöst, so dass sich die Erreger schnell weiterverbreiten können. Sonderform der eitrigen Entzündungen
- Furunkel eitrige Entzündung einer Haarbalgdrüse Sonderform der eitrigen Entzündungen
- Karbunkel mehrere verschmolzene Furunkel Sonderform der eitrigen Entzündungen
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- Fistel eitriger Durchbruch, wodurch ein Gang einsteht Sonderform der eitrigen Entzündungen
- Chronische Entzündugen Gelingt es dem Körper nicht die Noxe zu beseitigen (z.B: Erreger ist sehr widerstandsfähig, Fremdkörper, wie Glas- oder Asbestfaser, Metallsplitter,... Immunschwäche) chronifiziert die Entzündung.Es bildet sich wucherndes Granulationsgewebe mit chronischem Infiltrat aus Abwehrzellen. Falls die Noxe nicht bekämpft werden kann, wird der Entzündungsherd in einem Granulom eingekapselt. z.B. Tuberkulose, Fremdkörpergranulom, Zahnwurzelgranulom
- Arteriosklerose Arterienverkalkung Verengung und Verhärtung von Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutgerinnseln, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden.
- Was sind die Risikofaktoren einer Arteriosklerose? Hypertonie, Hyperlipidämie, Rauchen. Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel
- Symptome der Arteriosklerose entwickelt sich ohen spürbare Anzeichen. Im fortgeschrittenen Stadium Angina pectoris, Infarkte oder periphere arterielle Verschlusskrankheit.
- Entstehung von Arteriosklerose 1) gesunde Arterienwand. Ausgangspunkt ist häufig eine geschädigte Endothelstelle.2) Durch Einlagerung von Cholesterin unter dem Endothel entstehen Fettdepots. Makrophagen wandern ein.3) Die mit Cholesterin beladenen Makrophagen blähen sich auf und verwandeln sich in "Schaumzellen". Dies verursacht eine Entzündung der Gefäßwand. Es entsteht eine bindegewebsartige Kapsel mit einem Kern aus Schaumzelen (arteriosklerotischer Plaque).4) Der Gefäßdurchmesser verengt sich immer mehr. Außerdem versteifen Kalkeinlagerungen die Arterienwand, und das Blutgefäß verleirt seine Elastizitär. Reißt die Kapsel ein, bildet sich ein Thrombus.
- Thrombose Blutgerinnselbildung innerhalb der Blutgefäße am häufigsten (90%) in den großen Becken- und Beinvenen
- Ursachen einer Thrombose Veränderungen an der Gefäßwand: Arterosklerose, Hypertonie, Entzündungen,.... Veränderungen der Blutzusammensetzung: Gerinnungsstörungen Verlangsamung der Blutströmung: bei einer längeren Ruhigstellung (nach einer Operation oder bei langem Sitzen), Krampfadern
- Symptome einer Thrombose 1. Schwellung2. Schmerzen bei Bewegung3. Überwärmung4. Verfärbung
- Folgen einer Thrombose Thrombolyse: Kleine, frische Thromben können aufgelöst werdenUmorganisation: Thrombus wird ein Bindegewebe umgebaut, es bleibt eine NarbeObturation (Verschluss): vollständiger Gefäßverschluss durch den ThrombusEmbolie: Thrombus wird mit dem Blutstrom mitgerissen und führt zur Verstopfung einer Arterie
- Welche Thrombosearten gibt es? Abscheidungsthromben (weiß) Gerrinungsthromben (rot) Gemischte Thromben Hyaline Mikrothromben
- Abscheidungsthromben (weiß) v.a. arteriell (Herzkranzgefäße, Aorta, Beckenarterien). Durch Ablagerung von Thrombozyten und Fibrin an geschädigten Gefäßwänden, haftet an der Wand.
- Gerinnungsthromben (rot) v.a. venöse, "erstarrtes Blut" alle Blutzellen beteiligt. Füllt das Gefäß voll aus, keine Verbíndung zur Gefäßwand.
- Gemischte Thromben Bildung eines Abscheidungsthrombus führt zur Störung des Blutflusses mit einer Ausbildung eines sekundären Gerinnungsthrombus
- Hyaline Mikrothromben gleichmäßig aussehende, vor allem aus Fibrin bestehende Thromben, sind in den Kapillaren zu finden. z.B. bei Schock, wenn der gesamte Kreislauf stoppt.
- Embolie akuter Verschluss eines Blutgefäßes durch über die Blutbahn verschleppte Elemente Verschlussort ist entfernt von Entstehungsort, d.h. Embolus wird durch Blut dorthin transportiert.
- Symptome einer Embolie Vom Ort der Embolie abhängig, plötzlich auftretender Schmerz, Die gestörte Blutversorgung führt zu Funktionsstörungen des betroffenen Organs und zum Absterben des Gewebes.
- Arten der Embolie 1.) Thromboembolie: häufigste Form- Venös: Ausgangspunkt tiefe Bein- und BEckenvenen. Zuerst ins Herz, dann in Lunge= Lungenembolie- Arteriell: Thromben aus der linken Herzhälfte und großem Arterien. Je nach Lokalisation Schlaganfall oder Unterversorgung eine Organs (Darm, Nierem Herz,...) bzw. Extremität.2.) Fettembolie: Verschluss durch Fetttröpfchen, z.B. bei Knochenbruch3.) Luftembolie: mehr als 15 ccm Luft im Blut. Bei herznahen Venen kommt es zu Schaumbildung im Herz und der Lunge und dadurch zu einem Verschluss der Lungenarterien4.) Fruchtwasserembolie: Einriss der Placenta, Folge Lungenembolie5.) Fremdkörperembolie: Verschleppung von z.B. Herzkatheter-, Gefäßkatheter-, Kanülenbruchstücken, Geschossen, Granatsplittern, aber auch von Tumorgewebe
- Ödem Ansammlung von Flüssigkeit in Zellen, Geweben und/oder Organen Besonders problematisch sind Hirn-, Lungen-, und Kehlkopfödeme
- Hydrops Flüssigkeit in Hohlräumen (Bauchhöhle, Brusthöhle) Ödem
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- Ursachen eines Ödems Erhöhung des venösen Blutdrucks: häufigste Ursache- langes Stehen oder Sitzen- Linksherzinsuffizienz (Blutstau in die Lunge = Lungenödem)- Rechtsherzinsuffizienz (Stau in venöses System = Beinödeme, Ascites)- Lokaler Venenstau durch Thrombus oder Kompression- Druckerhöhung im Pfortadersystem durch Leberschädigung = Ascites ("Bauchwassersucht")- Erhöhung des Blutvolumens durch NiereninsuffizienzAbfall des kolloidosmotischen Drucks: hängt von der Menge der Plasmaproteine ab; wenn Proteinmenge abnimmt, sinkt Druck und mehr Wasser diffundiert ins Gewebe. - Verminderte Proteinsynthese in der Leber- Proteinverlust in Darm oder NiereLymphstau Erhöhung der Gefäßpermeabilität durch Ischämie, Allergie, Infekte
- Ischämie ("Blutleere")Unterversorgung von Gewebe mit Sauerstoff durch Unterbrechung der arteriellen BlutzufuhrUrsachen: Thrombosen, Embolien, Arteriosklerose, Krampf (Angiospasmus), Tumore,...
- Infarkt Ischämische Nekrose- anämischer Infarkt (weißer Infarkt): das Gewebe ist blutleer - hämorrhagischer Infarkt ("roten Infarkt"): hier mommt es zu Einblutungen in das nekrotische Gewebe. Häufig in Darm und LungeFolgen: - 0-12 Stunden: am Rand des Infarktgebietes bildet sich eine akute Entzündung aus.- 10-14 Tage: Granulationsgewebe hat sich entwickelt, das Infarktgebiet wird in Narbengewebe umorganisiert. An den Extremitäten kann sich ein Gangrän bilden, da hier die unterbrochene Durchblutung keine Umorganisation stattfinden kann
- Hämorrhagische Infarzierung Unterbrechung des neösen Abflusses. Dadurch kommt es ebenfalls zu Ischämie und Nekrose. Durch das hämhorrhagische Ödem erscheint das Gewebe dunkelrot.v.a. eingeklemmte Darmabschnitte
- Schock Akutes, generalisiertes Kreislaufversagen mit Störung der Mikrozirkulation und Gewebsschädigung infolge des Sauerstoffmangels.
- Ursachen eines Schocks Pumpversagen des Herzens (Kardiogener Schock): bei Herzinfarkt, Herzinsuffizienz Verminderung des Blutvolumens (Hypovolämischer Schock): durch massiven Blut-, Plasma., oder Wasserverlust bei massiven Verletzungenm Verbrennungen, Brechdurchfällen Verminderung des Gefäßwiderstandes: durch Bakteriensepsis (septisch-toxisch), Allergie (anaphylaktisch), Gehirn- Rückenmarkverletzungen (neurogen) oder Ausfall v. Hormondrüsen (endokrin)
- Ablauf eines Schocks 1. Reversibles Schockstadium: Blutdruckabfall (bis zu 1 l Blutverlust) führt zu einer - Aktivierung des Sympathikus --> Steigerung der Herzfrewuenz und des peripheren Gefäßwiderstandes - verminderten Wasserausscheidung über die Nierewird die Ursache nicht behoben oder Blutverlust ist zu groß, folgt das2. Irreversible Schockstadium: - Hirn wird unterversorgt --> Sympathikuserregung hört auf --> Vasodilatation --> venöser Rückstrom zum Herzen nimmt weiter ab --> Ödeme, Nekrosen --> Blutgerinnung setzt ein --> StillstandKomplikationen: - Schocklunge: am häufigsten. Endet meist tödlich. Ödembildung mit Lungenfibrose als Spätfolge- Schockleber: Leberverfettung oder Nekrosen- Schockniere: akutes Nierenversagen
- Tumoren Kerbszellen sind durch eine entartete Zellvermehrung gekennzeichnet, die Zelle ist wieder entdifferenziert;Ursachen: zahlreiche kanzerogene Faktoren, die einzeln oder in Kombination eine Zellentartung begünstigen oder auslösen können.- Äußere Ursachen: Strahlen, chemische Stoffe (Kanzerogene), Viren (z.B. humanes Papilloma Virus, Hep.B). Alle äußeren Faktoren wirken über eine Schädigung des Genmaterials der Zelle, je länger exponiert, desto höher das Risiko- Innere Ursachen: DNA-Defekte werden von den Zellen repariert; auch neu gebildete Krebs-Zellen werden vom Immunsystem zerstört. Die Leistungsfähigkeit des Reparatursystems, des Immunsystem und der Entgiftung sind von vererbbaren genetischen Faktoren, dem Lebensalter, psychischen Faktoren und Lebensumständen abhängig.
- Tumorentstehung Kanzerogenese 1. Inititation: DNA-Veränderung durch Kanzerogen, die auch an Tochterzellen weitergegeben wird = potentielle Tumorzellen2. Promotion: langandauernder Prozess, hier werden unter dem EInfluss von Kokarzinogen die geschädigten Zelen vermehrt und weiter verändert. Noch reversibel.3. Proliferation und Progression: Tumorwachstum geht weiter. Hier Übergang zu maligne = Carzinoma in situ, irreversibel 4. Invasion und Metastierung: Tumor wächst in umliegende Gewebe und metastiert.
- Einteilung der Tumore nach dem klinischen Verhalten Gutartig (benign) Bösartig (malign) Teilungsrate Langsam meist schnell Abgrenzung Scharf begrenzt, häufigabgekapselt unscharf Wachstum verdrängt das umliegende Gewebe Zerstört das umliegende Gewebe Metastierung keine Metastasen Histologie Hoher Differenzierungsgrad (ist dem Muttergewebe ähnlich) nur wenig differenziert Funktion oft noch erhalten keine mehr Auswirkungen im Körper gering, nur lokal Funktionsstörungen der Organe, Stenosen, Blutungen, Anämien, Abwehrschwäche, Kachexie
- TNM-System oder Klassifikation beurteilt Tumorausbreitung (Staging) T = Tumorgröße: T1 für kleine Tumoren bis T4 für große Tumoren N = Lymphknotenbefall: N1 Befall von Lymphknoten in der nächsten Umgebung des Tumors, N2 und N3 für den Befall weit entfernter Lymphknoten M= Metastasen: M0-M4
- Tumor Grading = Beurteilung der Malignität G1 (niedrigste Bösartigkeit) bis G4 (ausgeprägte Bösartigkeit)
- Einteilung der Tumore nach dem Ursprungsgewebe 1. Epithelgewebe 2. Mesenchymalem Gewebe (Binde- u. Stützgewebe, Muskelgewebe) 3. Hämatologische Tumore 4. Keimzellentumore
- Tumore des Epithelgewebes benigne: Adenome: aus Drüsenzellen (knoten) und Schleimhäuten (Polypen) Papillome: aus Plattenepithelien zB. Haut magigne: Karzinome: ca 80% aller malignen Tumore
- Tumore des mesenchymalen Gewebe benigne: Stemmzelle + -om zB. Fibrom, Chondrom, Osteom, Lipom, Myome maligne: Sarkome: ca. 1% aller malignen Tumore zB. Fibrosarkom, Myosarkom
- Hämatologische Tumore 1. Knochenmarkstumore: Leukämien 2. maligne Lymphome: Tumore des lymphatischen Gewebes
- Keimzellentumore gut- oder bösartige Tumore der Keimzellen des Hodens oder der Eierstöcke z.B. Teratom (Wundergeschwulst)
- Hypoxie Der Begriff Hypoxie bezeichnet die den ganzen Körper oder Teile davon betreffende Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff.